Deutschland finanziert internationalen Judenhass

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist eine staatlich finanzierte Organisation der Bundesrepublik Deutschland. Man sollte meinen, eine solche Organisation dulde keinen Judenhass, aber weit gefehlt. Mitarbeiter der GIZ haben sich schon des öfteren durch deutlich antisemitische Äußerungen hervorgetan.

Mohammed Al-Mutawakel zum Beispiel ist Projektleiter am Hauptsitz der GIZ in Deutschland und war zuvor als Projektmanager in Jordanien tätig. Auf Facebook hat er Israel mit Nazideutschland verglichen, die Israelfahne mit einem Hakenkreuz versehen und Israel als doppelköpfiges Monster dargestellt. Auf Facebook schrieb er ganz offen: „Ich hasse Israel“.

Safa Kamal el Naser ist Regionalberater der GIZ in Jordanien und postete im Dezember 2017 eine Verschwörungstheorie, die besagte, ein „hebräischer Frühling“ stünde hinter dem Sturz der Saddam Husseins, Muammar Gaddafi und Ali Abdullah Saleh.

Ulrich Nitschke arbeitet in der GIZ im Programm „Werte für Religion und Entwicklung“. Auf Facebook fördert er die anti-israelische Organisation BDS, die zum Boykott Israels aufruft, unterstützt terroristischen Kindesmissbrauch und verbreitet Karikaturen, in denen Juden als hysterische und schwer bewaffnete Irre dargestellt werden, die den Vorwurf des Antisemitismus als Waffe missbrauchen.

Henner Kirchner ist Projektleiter der GIZ. Er hat dazu aufgerufen, Benjamin Netanjahu wegen Leugnung des Holocausts anzuzeigen, verteidigte die Raketenangriffe der Hamas auf israelische Zivilisten und argumentierte, Israel habe nicht das Recht, sich selbst zu verteidigen.

Rudolf Rogg ist seit 2009 in leitender Funktion bei der GIZ im Westjordanland und im Gazastreifen tätigt. Er hat behauptet, die Hamas sei nicht verantwortlich für die Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen im Juni 2014.

Tobias Thiel leitet das Projekt „Stärkung der Reforminitiativen“ der GIZ. Er hat Artikel darüber verbreitet, dass Israel ein „vorsätzliches Massaker“ in Gaza begangen habe und nicht das Recht habe, sich selbst zu verteidigen.

All diese Menschen arbeiten bei der GIZ und werden somit von Deutschland finanziert und unterstützt.

Das wäre alles nur halb so schlimm, hätte sich eben diese GIZ jetzt nicht geweigert, den Vertrag einer Mitarbeiterin zu verlängern, nicht etwa nachdem sie gegen Israel gehetzt hatte, sondern nachdem sie auf Facebook Israel verteidigt hatte. In einem Beitrag hatte diese Mitarbeiterin lediglich die Vermutung aufgestellt, wenn Ahed Tamimi einen jordanischen Soldaten so geschlagen hätte, wie sie einen israelischen Soldaten geschlagen hatte, sie vermutlich „sofort erschossen“ worden wäre. Ihr Vertrag mit der GIZ wurde danach nicht mehr verlängert.

Wieso muss ausgerechnet diese Frau die GIZ verlassen, während Menschen, die Israels Recht auf Selbstverteidigung abstreiten, Juden mit Nazis vergleichen, offen erklären, Israel zu hassen und zum Boykott aller Israelis aufrufen, dort munter weiter wirken dürfen?

Efraim Zuroff ist Leiter des Jerusalemer Büros des Simon Wiesenthal Center und erklärte auf Nachfrage der Jerusalem Post: „Das ist reiner Antizionismus, von dem wir wissen, dass er eine Form von Antisemitismus ist.“

Recht hat er. Und Deutschland bezahlt den ganzen Spaß.

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„Tapfer im Nirgendwo“-Erklärung

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner ethnischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse nennt sich jedoch Kritik. Sie ist bitter notwendig, von innen und von außen.

Wenn im Namen einer Ideologie oder Überzeugung Unrecht begangen wird, dann habe ich kein Problem damit, wenn diese Idee kritisiert wird. Wenn im Rahmen einer Religion Menschen zu Schaden kommen, dann beleidigt es mich nicht, wenn Witze über Gott gemacht werden und dazu noch über all seine Propheten. Ich erwarte es sogar.

Ich habe allerdings ein Problem damit, wenn diese nötige Kritik, kriminalisiert wird. Kritik an Ideen Jann niemals zu scharf ausfallen, vor allem dann nicht, wenn im Namen der Idee Menschen getötet und ganze Länder unterworfen werden.

Es reicht nicht, stumpf zu behaupten, die Verbrechen, die im Namen einer Religion begangen werden, hätten nichts mit der Religion zu tun. Natürlich haben sie das. Wenn Terroristen ihre Taten mit den Schriften ihrer Religion rechtfertigen und vor allem rechtfertigen können, wenn sie erklären, einem Gott zu folgen, sogar die wahren Anhänger Gottes zu sein, dann interessiert es mich nicht, was die Religion in Wirklichkeit bedeuten soll. Wenn eine Religion mörderisch wird, gehört sie kritisiert und nicht rehabilitiert. Terror ist keine Nachhilfestunde in Religion.

Ich will, dass mir jede Religion egal sein kann. Ich will, dass Menschen, die nichts mit einer Religion zu tun haben wollen, in Ruhe gelassen werden. Ich finde es ekelhaft, Menschen, die um die Opfer von religiös motivierten Terroristen trauern, die „Wahrhaftigkeit“ der Religion zu erklären. Die Opfer einer Religion müssen sich nicht um das Image dieser Religion sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Religion in einem guten Licht steht. Sie dürfen die Religion kritisieren, verarschen und verdammen.

Religionen dürfen verdammt werden. Wer, wenn nicht Gott, darf verarscht werden?

Wem eine Religion etwas bedeutet, soll die Zeit nicht darauf verwenden, die Opfer der Religion zu bekehren, sondern soll stattdessen zu den Anhängern dieser Religion gehen, die diese Religion nutzen, um zu hetzen und zu morden. Für jeden Menschen, der glaubt, seine Religion bedeute Friede, müssen die Anhänger, die im Namen Gottes hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die Gott verdammen und religiöse Schriften verbrennen.

Eine Religion ist nur eine Ideologie und ein Mensch ist mehr als nur Träger von Ideologien. Wenn im Namen von Ideologien gehasst und gemordet wird, dann soll, dann darf, dann muss auf diese Ideologie eingeschlagen werden.

Lasst uns Ideologien verdreschen, nicht Menschen!

Sollte sich dadurch ein Mensch beleidigt fühlen, dann verwechselt er sich mit seiner Ideologie. Dafür sollte er kein Verständnis erhalten. Es gibt keine Entschuldigung für das Kriminalisieren von Kritik.

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A threat to Jewish life

An outcry from Malca Goldstein-Wolf.

We can discuss who or what belongs to Germany, but those are mere words.

The facts have long since determined what everyday life in our country really is. This includes the fact that increasingly more often (supposedly) minor refugees somewhere in Germany choose to resolve conflicts with knives and violence. Women are being spontaneously attacked, sometimes just murdered.

It’s also become „normal“ that Arab clans control neighborhoods where the German police has lost control and authority. It’s also become „normal“ that anti-Jewish attacks are often described as right-wing violence, even if the culprits are Muslims. Those who state facts, however, are scornfully categorized as racists. They must reconsider carefully whether they dare to express themselves again.

By the way, the Jew-haters are not only the extremist Islamists. They are our Muslim neighbors who remain silent or who are already educating their children to despise those of other faiths, especially Jews. Although they are people like you and me, they’ve been poisoned by religious ideologies that are contrary to Western values. Who decides whether such ideologies belong to Germany? No one asked me!

This hatred has now reached even the youngest children in primary schools. Instead of jump rope and ball playing, children are insulting, teasing and even threatening death to their – often Jewish – classmates. As if all this has nothing to do with indoctrination, politicians continue to court extremist Islamic associations such as the DITIB (Turkish-Islamic Union for Religious Affairs) and thus support the dessimination of hatred against those of other faiths, along with the nationalist ideology of the Turkish leader Erdogan.

All this is happening like a flu virus spreading out over the land. Measures that modern medicine may offer are simply not being applied by leading doctors; instead people are being sacrificed.

Confidence in politics is so damaged that one is already grateful if a government minister is sincere in his or her support for us Jews, even though that should be self-evident. The daily incidents seem like a bad dream, but are becoming increasingly worse. There is no end in sight; on the contrary, hope is fading. We are loosing control of the situation and it is high time to protect the descendants of those who were gassed in this country just over seventy years ago.

What some people say belongs to Germany these days is a disgrace to democracy, an attack on our values and a threat to Jewish life. I don’t know if the damage done to this country is irreparable.

What I do know is that the situation is real bad!

***

Translation: William Wires (TINMGW)

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Für den WDR ist Israel der Maßstab des Bösen

Seit Monaten kämpfen türkische Truppen in Syrien. Angesichts der katastrophalen humanitären Lage erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 21. März 2018:

„Bei allen berechtigten Sicherheitsinteressen der Türkei ist es inakzeptabel, was in Afrin passiert, wo Tausende und Abertausende von Zivilisten verfolgt sind, zu Tode kommen oder flüchten müssen. Auch das verurteilen wir auf das Schärfste. (…) Gerade in diesen Tagen erleben wir grauenhaftes Tun durch Bombardements.“

Der WDR hat die humanitäre Krise in Syrien nun zum Anlass genommen, in alter Tradition und nochmal richtig feste auf Israel einzuprügeln. Für den WDR berichtet Mustafa Alp Dağıstanlı:

„Die AKP, die nicht zögert, Israel zu kritisieren, ist auf den Spuren Israels, wenn es um abschreckende Wirkung, Arroganz, Grausamkeit und darum geht, die Unlösbarkeit als Lösung anzunehmen.“

Der Autor erklärt, die Türkei würde sich „israelisieren“ und behauptet,Israel verurteile ein ganzes Volk zu „KZ-ähnlichen Zuständen“. Er spricht sogar von einem „Inbegriff der Grausamkeit“.

Damit dieser Hass auch die türkische Gemeinde in alle Ecken erreichen kann, bietet der WDR diesen Text auch in einer türkischen Version an:

„İsrail’i eleştirmekten geri durmayan AKP caydırıcılık gösterileri, küstahlık, gaddarlık, çözümsüzlüğü çözüm belleme bakımından İsrail’in izinde.“

Der WDR lässt Israel zum Maßstab an Grausamkeit und Arroganz und erklären und lässt zudem betonen, was gerade in Afrin passiert, sei noch nicht ganz so böse wie Israel, aber schon „auf den Spuren“. Israel ist für den WDR somit der Inbegriff des Bösen und all die anderen bösen und grausamen Regime werden an Israel gemessen. Das muss man als deutsche Sendeanstalt erst einmal fertig bringen!

Der WDR hat offiziell sowohl auf deutsch als auf türkisch Israel zum Maßstab des Bösen erklären lassen.

Nachdem dieser Artikel erschienen war, fügte der WDR folgende Erklärung zu dem Bericht hinzu: „Redaktioneller Hinweis: Bei dem Artikel von Herrn Mustafa Alp Dağıstanlı handelt es sich um einen in persönlicher Form verfassten Kommentar.“

Etwas später entfernte der WDR den Bericht völlig:

„Weil der Beitrag des freien Journalisten zwar in der Ich-Form geschrieben, aber an dieser Stelle nicht eindeutig als Kommentar gekennzeichnet war und in der Sache undifferenziert ist, hat sich die Redaktionsleitung entschieden, die Veröffentlichung zurückzuziehen. Es tut uns leid. Der Artikel ist jetzt offline.“

Dem WDR tut es also leid. Damit ist es aber leider nicht getan. Der WDR hat wieder einmal Israel und somit einem großen Teil der jüdischen Bevölkerung einen großen Schaden zugefügt. Außerdem weiß man gar nicht, was dem WDR leid tut, den Bericht veröffentlicht zu haben oder dass sie ihn runternehmen mussten.

Jetzt gilt es wieder die Scherben aufzufegen, die der WDR verursacht hat.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher ein paar Artikel, um dieser ungeheuerlichen Dämonisierung durch der WDR entgegenzuwirken. All diese Texte von mir dürfen gerne geteilt werden, damit wenigstens ein paar der vielen Menschen, die vom öffentlich-rechtlichen WDR verhetzt wurden, noch einen anderen Blick auf die Situation bekommen.

Wenn der WDR wieder mal Israels Stärke kritisiert, teilen Sie gerne „Schwäche ist keine moralische Überlegenheit“.

Wenn der WDR Israel wieder mal als Besatzungsmacht bezeichnet, teilen Sie gerne „Der ewige Besatzer“.

Wenn der WDR die Palästinenser wieder mal als alleinige Opfer des Konflikt sieht, teilen Sie gerne „Der ewige Flüchtling“.

Wenn der WDR wieder ma von „illegalen Siedlungen“ spricht, teilen Sie gerne „Die jüdischen Siedler sind nicht das Problem“.

Wenn der WDR wieder mal erklärt, an Israel müssten höhere Maßstäbe angesetzt werden, teilen Sie gerne „Nathan oder Shylock“.

Wenn der WDR wieder mal nicht zu wissen scheint, wofür die Hamas steht, teilen Sie gerne „Neues von der Hamas“.

Wenn der WDR wieder mal nicht weiß, was der Unterschied ist, teilen Sie gerne „Der Unterschied“.

Wenn der WDR wieder mal keine Muslime zu Wort kommen lässt, die Israel lieben, dann teilen Sie gerne „Muslime für Israel“.

Wenn der WDR wieder mal die Vereinten Nationen als Maßstab aller Dinge nimmt, dann teilen Sie gerne „Lange Gesichter“ oder „Ein Witz namens Menschenrechtsrat“.

Und wenn der WDR wieder mal behaupten sollte, Judenhass läge der Anstalt fern, dann teilen Sie einfach „Ein beispielloser Skandal“.

Wer nur einen kleinen Teil dieser Artikel gelesen hat, wird sehr schnell erkennen, dass es kein Land in Geschichte und Gegenwart gibt, das bei vergleichbarer Bedrohungslage, derart vorbildlich gehandelt hat wie Israel.

Israel versucht, soviele zivile Tote wie möglich zu vermeiden. Das ist jedoch sehr schwer, weil Israels Feinde ihre Waffen und Raketen in Kindergärten, Moscheen und Krankenhäuser lagern und ihre Zivilbevölkerungen ganz bewusst als Schutzschild für ihre Waffen missbrauchen. Israel nutzt Waffen, um die Bevölkerung zu schützen, Israels Feinde jedoch benutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen.

Seit siebzig Jahren sieht sich das kleine demokratische Land Israel von Feinden umzingelt, die einen Krieg führen, an dessen Ende die Radikalen von der Hamas im Artikel 7 ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit fordern (Endlösung), während die sogenannten Gemäßigten von der Fatah nur die Vernichtung des Staates Israels in Aussicht stellen (Lokallösung).

Trotz dieser Bedrohung ist Israel ein freies, demokratischen Land, wo die politische Opposition keine Angst um Leib und Leben haben muss, wo Juden, Christen und Muslime gemeinsam bei den Sicherheitskräften, in den höchsten Gerichten, in Schulen und im Parlament zusammenarbeiten, wo Religions-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit herrschen, wo emanzipierte Frauen alle Religionen kritisieren dürfen und heiraten dürfen, wen sie wollen, wo auf den Straßen Demonstrationen gegen die Regierung und schwule Paraden stattfinden dürfen, wo Homosexualität anerkannt ist, wo Tausende offen für den Frieden demonstrieren, ohne dass sie dabei laut „Tod den Feinden“ skandieren, wo die Regierung nicht bis zur bedingungslosen Kapitulation Raketen und Bomben abwirft, obwohl die Minister ihre kriegsführenden Nachbarländer in ihren Chartas und Reden offen erklären, alle Juden vernichten zu wollen, kurzum, Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, wo ich nicht verfolgt und ermordet werde, wenn ich im Nahen Osten so leben will, wie in Deutschland!

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„Scientology gehört zu Deutschland!“

Wann werden in Deutschland eigentlich Ausschnitte aus den Science-Fiction-Romanen des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard öffentlich von Türmen gebrüllt, um damit religiöse Toleranz gegenüber Scientology zu dokumentieren? 

Die Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine einfache Feststellung. Natürlich gehört der Islam zu Deutschland. Aber auch Kartoffelbrei gehört zu Deutschland, obwohl die Kartoffel einen Migrationshintergrund hat. Sie wanderte im 17. Jahrhundert nach Europa ein und wurde in Preußen am 24. März 1756 durch einen sogenannten „Kartoffelbefehl“ von Friedrich II integriert. Es ist daher besonders lustig, wenn ein Migrant einen Deutschen „Kartoffel“ nennt.

Das Christentum gehört auch zu Deutschland, Martin Luther ebenfalls und mit ihm all seine Schriften, von den reformierten Texten bis zu seinen Abhandlungen, in denen er die Verfolgung von Juden und das Abfackeln ihrer Bücher und Synagogen fordert. Martin Luthers Judenhass gehört zu Deutschland. Die Nazis gehören auch zu Deutschland, der Widerstand aber auch. Angela Merkel gehört zu Deutschland, Adolf Hitler auch. Letzterer war sogar ein Migrant, ein Wirtschaftsflüchtling, um genau zu sein.

Es gibt sehr viele Aussagen, deren Absurdität deutlich wird, wenn man sie mit Scientology formuliert:

„Scientology bedeutet Frieden!“
„Es gibt das Scientology nicht!“
„Auf die moderaten Scientologen kommt es an!“
„Für Scientologyphobie darf es keinen Platz geben!“
„Im offenen Umgang mit Scientology können sich Christen auch wieder mit ihrem Glauben auseinandersetzen.“

Wenn es bei der Church of Scientology sogenannte „Ehrenmorde“ gäbe, wenn die Ideologie Scientology Nationen an sich risse, um Scientologische Diktaturen auszurufen, wenn sie an ihrer Spitze nur Männer zuließe und Frauen verschleiern, Homosexuelle diskriminieren, Blogger auspeitschen, Israelfahnen verbrennen und Fatwas aussprechen würde, dürfte Scientology gewiss mit multikulturellem Verständnis rechnen.

Was viele Leute an Scientology kritisieren, tolerieren sie bei anderen religiösen Ideologien.

1. Den Aussteiger aus Scientology wird das Leben zur Hölle gemacht.

In vielen islamistischen Ländern wird der Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft. Viele Muslime in Deutschland bekommen Todesdrohungen, wenn sie den Islam verlassen möchten, einige Drohungen wurden sogar umgesetzt. Dennoch gibt es keine staatlich finanzierten Aussteigerprogramme für Muslime, für Scientologen schon.

2. Scientology mischt sich in die Wirtschaft ein und setzt Mitarbeiter unter Druck, wenn sie nicht nach den scientologischen Prinzipien leben.

In Deutschland wird es gesetzlich toleriert, das Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und andere Einrichtungen, die zwar staatlich finanziert aber unter kirchlicher Organisation stehen, ihre Mitarbeiter entlassen dürfen, wenn sie “in Sünde” leben, also eine sexuelle Beziehung ohne Ehe hegen. Die Arbeitgeberin Kirche befiehlt unter staatlichem Schutz in die Betten ihrer Arbeitnehmer. Homosexuelle und Geschiedene dürfen entlassen werden. Für den Beruf des Pfarrers wird der Katholischen Kirche sogar das Recht auf Geschlechterdiskriminierung zugestanden, ohne dass es Auswirkung auf die staatliche Unterstützung der Kirche durch den Staat hat.

3. Scientology sucht politische Einflussnahme.

Die christlichen und muslimischen Kirchen und Organisationen haben das Recht auf Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Christliche Feiertage werden vom Staat festgeschrieben. Allen Menschen, nicht nur den Christen, wird in einigen Bundesländern Deutschland das Tanzen, Musizieren und Theaterspielen auf Karfreitag unter Androhung empfindlicher Geldstrafen verboten.

4. Scientology will die Weltherrschaft.

Der Islam unterhält weltweit viele Diktaturen. Viele davon haben die verfassungsmäßige Absicht, die ganze Welt dem Islam zu unterwerfen. Es gibt somit muslimische Bomben. Wann ist das letzte Mal eine scientologische Bombe abgefeuert worden?

5. Scientology ist nur an das Geld seiner Mitglieder interessiert.

Der deutsche Staat treibt Kirchensteuern ein! Natürlich muss Scientology das Geld direkt von seinen Mitgliedern holen. Für die christlichen Kirchen übernimmt der deutsche Staat diese fiese Arbeit.

Das Christentum und der Islam waren einst auch nur Sekten. Sie sind vielleicht heute etwas caritativer als Scientology, aber dafür auch historisch und aktuell eindeutig gewalttätiger.

Religionen sind nicht friedlich! Religiöse Menschen können friedlich sein, aber nicht eine Religion mit dem Anspruch, einen allmächtigen Gott zu haben, dem man sich (und mag er auch noch so barmherzig sein) schlussendlich nur unterwerfen kann!

Krieg ist ein Faktum jeder Religion! Krieg taucht in der Tora, der Bibel und im Koran auf. Im Koran wird der Krieg sogar erschreckend deutlich als Mittel zum Zweck unter gewissen Umständen beschrieben. Mohammed war ein Feldherr! Seine Ideologie wirkt heute auf Deutschland wie einst die Ideologie Napoleons auf Deutschland gewirkt hat. Mohammed gehört somit zu der deutschen Geschichte wie Napoleon, Hitler und Luther, aber auch Einstein, Stalin und Buddha gehören dazu, ebenso wie der Jude am Kreuz, der in vielen deutschen Wohnungen und Häusern hängt.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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„Bis sie sich nicht mehr trauen“

Am 19. März 2018 veröffentlichte die taz einen Kommentar von Adrian Schulz unter der Überschrift „Mit Nazis reden bringt nichts“. In diesem Kommentar steht, auf der Buchmesse in Leipzig hätten Nazis „ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Buchmessenstände geltend gemacht“. Der Autor kritisiert, dass es keinen lauten Protest gegen die Messestände, die dort ausgestellten Bücher und ihre Autorinnen und Autoren gegeben hätte und führt aus, wenn es keinen Protest gegen „diese Nazis“ gäbe, würden sie die Plätze immer mehr füllen. Daher müsse man ihnen das Leben so schwer wie möglich machen, in dem man Räume blockiere und Räume besetze:

„Nazis sind keine missverstandenen „Populisten“ oder gar Linke, die es zu bekehren gälte. Die wollen das genau so – rechtsextrem sein. Man muss sie deshalb sozial ächten. Bis sie sich nicht mehr trauen, auch nur zum Bäcker zu gehen.“

Ich kann dieser Forderung von Adrian Schulz nicht folgen!

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie gingen in eine Kneipe und da säße ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen und er würde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrüßen, weil das unter Hassrede fällt. Sie würden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie plötzlich merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden!

Reden lassen und Zuhören ist ein präventiver Schutzmechanismus. Nur so lerne ich das Innere eines Menschen kennen und kann rechtzeitig entscheiden, ob ich mich vor ihm schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden! Wer das öffentliche Reden und Schreiben verbieten möchte, sagt damit, dass es besser ist, über jemandem hinter seinem Rücken und im Geheimen zu reden. Das ist jedoch niemals besser. Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!

Wer glaubt, Bücher seien eine Gefahr, glaubt auch, Frauen seien eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus gehen. Die Zensur ist für die Redefreiheit, was der Schleier für die Rechte der Frau ist. Eine Frau ohne Schleier provoziert ebensowenig zur Gewalt, wie veröffentlichte Gedanken, unabhängig davon, wie die Frau oder oder die Gedanken aussehen. Nur der Täter ist verantwortlich für sein Handeln, nicht die Bilder, die durch seine Augen und nicht die Worte, die durch seine Ohren gedrungen sind; auch nicht die Menschen, die diese Bilder und Worte produziert haben.

Meinungsfreiheit gilt für jede Meinung, auch für die (vermeintlich) falsche Meinung. Sie gilt auch für die Hassrede, denn sonst hätten die Bibel und der Koran schon längst verboten werden müssen. In diesen Büchern ist nämlich viel Hass und deutliche Aufrufe zur Gewalt zu finden.

Es gibt aber einen noch viel wichtigeren Grund, für das Recht aller Menschen zu kämpfen, ihre Meinung angstfrei sagen und veröffentlichen zu können. Wer entscheidet darüber, wer ein Nazi ist? Wem geben wir die Macht, Menschen zu „Nazis“ machen, also zu Menschen ohne Redefreiheit? Unter den Menschen, die Adrian Schulz als Nazis ausmacht, sind ein paar, die definitiv keine Nazis sind.

Das Wort „Nazi“ wird mittlerweile benutzt, um andere Menschen zu entmenschlichen. Diese Entmenschlichung ist unbedingt notwendig, um anderen das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit absprechen zu können. Es gibt Menschen, die sind so frei von jedem Zweifel und so sicher, auf der richtigen Seite des Lebens zu stehen, dass sie Gewalt rechtfertigen oder billigend in Kauf nehmen, um ihre Gewissheit zu manifestieren, einen Menschen derart zu ächten, dass er sich nicht mal mehr traut, „auch nur zum Bäcker zu gehen.“ Jeder Mensch läuft Gefahr, in das Schussfeld dieser Selbstgerechtigkeit zu geraten.

Wer einmal einen Menschen erfolgreich aus dem Diskurs entfernt hat, weil er ihn zu einem Nazi erklärt hat, obwohl er keiner ist, wird diese Strategie weiterverfolgen. Ich habe schon erlebt, dass sogar Juden als Nazis bezeichnet wurden.

Jeder Mensch hat das Recht, jeden anderen Menschen als Nazi zu bezeichnen. Das ist Meinungsfreiheit! Das Problem ist jedoch, dass die Meinung von Nazis für einige Menschen mit Gewalt beantwortet werden darf. Man muss einen Menschen somit nur noch zu einem Nazi erklären und schon kann ihm Gewalt angetan werden. Es ist daher kein Zufall, dass oft Juden, Türken, Israelis oder Amerikaner als Nazis bezeichnet werden. Es fällt dann schlicht und ergreifend leichter, sie zu entmenschlichen. Wer gestern einen Menschen gewaltsam und erfolgreich zum Schweigen gebracht hat, weil er ein Nazi war, wird dich morgen zum Nazi machen, wenn ihm deine Nase nicht mehr gefällt!

„Wehret den Anfängen“ brüllen diese gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus ihrer Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht.

Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden.

Brutalen Taten gehen zwar immer brutale Worte voraus, aber diese Worte müssen nicht öffentlich gesprochen werden. Sie müssen nur gedacht und im Geheimen dort gesprochen werden, wo die Versteckten ihre Taten planen. Nur wer die brutalen Gedanken hört, kann sich wehren. Das Verbieten von Worten bringt rein gar nichts! Der Mensch, den in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt für ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf. Vielleicht hat er sogar ein Messer in der Hose. Aber dieses Messer verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird!

Das Problem in der Zeit des Nationalsozialismus war nicht, dass „Der Stürmer“ zu erwerben war, sondern die Tatsache, dass sich die Nationalsozialisten zunächst die persönliche und später sogar die staatliche Gewalt nahmen, andere Meinungen und Zeitungen zu verbieten, die ohne Probleme die Ideologie der NSDAP hätten entlarven können. Die Nationalsozialisten nutzen nicht die Meinungsfreiheit, um das Messer zu ziehen, sondern sie zogen die Messer, um die Meinungsfreiheit zu attackieren! Sie sorgten dafür, dass ihre Gegner sich nicht mal mehr trauten, „auch nur zum Bäcker zu gehen.“

Nichts fürchten jene, die Unrecht haben, mehr als die Meinungsfreiheit! Darum erklärten auch die Nationalsozialisten in ihrem 25-Punkte-Program unter Punkt 23:

„Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausübt und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen.“

Aufgrund des „Gemeinwohls“, Meinungen kriminalisieren, Veranstaltungen schließen, Bücher verbieten, Zeitungen abschaffen und Menschen bedrohen, das ist die Gedankenwelt der Nazis. Deshalb ist ein Staat, der Zensur üben darf, immer schlimmer als ein Nazi, der menschenfeindliche Scheiße redet. Denn nur in einem Staat, der Zensur übt, kann ein solcher Nazi seine mit Gewalt erhaltene Macht bewahren und ausbauen.

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Reiner Bernstein ruft die Deutschen auf, sich zur Wehr zu setzen

Reiner Bernstein ist ein deutscher Historiker und Publizist, der zu dem Thema „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ promoviert hat. Seitdem hat er zahlreiche Bücher und Aufsätze zum Thema Nahostkonflikt veröffentlicht. Von 1969 bis 1970 war er Redakteur beim Saarländischen Rundfunk und von 1971 bis 1977 war Leiter der Bundesgeschäftsstelle der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Bonn. Allerdings verließ er die Deutsch-Israelische Gesellschaft im Jahr 1977, da er merkte, dass er dort Israel nicht so sehr kritisieren konnte, wie er wollte.

Um Israel besser kritisieren zu können, gründete er den „Deutsch-israelischen Arbeitskreis für Frieden im Nahen Osten“. Von 2007 bis 2011 war er Vorsitzender der „Initiative Stolpersteine für München e.V.“ Zudem wirkt er mit seiner Frau Judith als Vertreter der israelisch-palästinensischen Genfer Initiative in Deutschland. Diese ist auch Mitglied der „Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe München“, die die Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) mit folgenden Worten unterstützt:

„Und ja, wir haben uns im Kontext unseres politischen Handelns dafür entschieden, den Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft zum Boykott Israels, zum Investitionsabzug aus Israel und zu Sanktionen gegenüber Israel mitzutragen.“ 

Was für eine deutsche Biografie! Und dann heißt Reiner auch noch Bernstein. Das ist ein jüdischer Name. Freu! Und er kritisiert auch noch Israel. Doppel-Freu! Kein Wunder, dass er immer wieder von deutschen Israelkritikern eingeladen wird. Israelkritiker lieben tote Juden und ehren sie mit Stolpersteinen, aber mit lebendigen Juden in Israel haben sie ein Problem, weshalb sie Organisationen unterstützten, die zum Boykott lebendiger Juden in Israel und jenen, die mit ihnen in Frieden leben, aufrufen.

Die toten Juden sind die guten Juden, verbrannte Wohlfühljuden quasi. Die lebendigen Juden nerven nur. Darum können viele Deutsche auch ohne Probleme mit der einen Hand einen Kranz für tote Juden an einem Mahnmal abwerfen und mit der anderen Hand einen Protestbrief gegen Israel verfassen, nicht obwohl, sondern weil es den Holocaust gab und sie aus dem Holocaust gelernt haben, nämlich Israel zu kritisieren, gerade als Deutscher, damit sich die Juden so benehmen, wie sie es in Deutschland gelernt haben, nämlich als Opfer.

Mit toten Juden hat ein Judenhasser kein Problem. Es sind die lebendigen Juden, die er hasst.

Am 19. März 2018 hält Reiner Bernstein um 19:30 Uhr einen Vortrag in der Melanchthon-Akademie auf dem Kartäuserwall 24b in Köln. Der Vortrag lautet: „Ein Volk, das allein lebt? Zum widersprüchlichen Stellenwert Israels und Palästinas in der internationalen Diplomatie“

Da freuen sich die Israelkritiker, denn er wird gewisse wieder Dinge sagen wie diesen Ausspruch, den er in der Evangelischen Stadtakademie Bochum tätigte (ab Minute 29:45). Er sprach er von einer Weisung, die ein Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Israel ihm gegenüber mal mit dem Begriff „wissenden Unbefangenheit“ zum Ausdruck gebracht haben soll:

„Wir wissen um die Shoa. Wir wissen um die deutschen Verbrechen. Wir wissen, dass wir daraus die Lektion für die Gegenwart und Zukunft ziehen müssen. Aber wir wissen auch und bitte, denkt Ihr Deutschen daran, wenn Ihr nach Israel kommt, so viel Unbefangenheit mitzubringen, dass ihr unsere Politik kritisch begleitet.“

Dieser Leitsatz sei ihm im Gedächtnis geblieben: „Das Wort von der unwissenden Unbefangenheit und sich gegen jede Manipulation hier und dort der Shoa zur Wehr zu setzen, der Manipulation zu politischen Zwecken, die nicht die unseren sein können, wenn es um das Wohl des deutschen als auch des israelischen Gemeinwesens geht.“

Das muss man erst einmal fertig bringen. Wir Deutschen müssen uns gegen die Manipulation des Holocausts durch Israelis zur Wehr setzen! Reiner Bernstein erklärt, die Israelis wollten mit ihrem Erinnern Politik machen und erklärt somit den Holocaust zu einer Waffe der Israelis. Der deutsche Siegfried hat sechs Millionen Menschen in seinen Feueröfen zusammengeschmolzen, um daraus ein Schwert für die Juden zu schmieden. Darauf muss man erst mal kommen, Herr Bernstein. Für mich hört sich das alles ein wenig so an:

Die Tatsache, dass ein Verbrechen wie der Holocaust nicht einfach so vergessen werden kann, ist keine zwingende Logik, sondern nur eine böse Absicht der Juden. Gefühle, Ängste, Traumata, all das besitzt der Israeli nicht. Juden erinnern nicht an den Holocaust, weil sie ihn nicht vergessen können, sondern weil sie ihn nicht vergessen wollen. Sie holen den Holocaust wie eine Waffe hervor, kalt, berechnend und emotionslos.

Reiner Bernstein aber leistet Widerstand und ruft trotzig etwas, das so klingt wie: Zu den Waffen Deutsche, wehrt Euch!

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Nächstes Jahr in Jerusalem!

Für Israel tritt Netta Barzilai mit dem Lied „Toy“ von Doron Medalie und Stav Bege beim Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon. Netta Barzilai sagt, das Lied sei von der #metoo-Bewegung inspiriert, solle jedoch als Motivation für alle Menschen gelten.

Nicht selten wurden und werden Frauen, die selbstbewusst ihre körperliche Selbstbestimmung verteidigen und sexuelle Übergriffe lautstark ansprechen und anprangern als „hysterische Hühner“ beleidigt. Netta Barzilai aber lässt sich nicht beleidigen. Sie macht, was Emanzipationsbewegungen oft gemacht haben: Sie nimmt den Begriff der vermeintlichen Beleidigung und macht daraus eine selbstbewusste Waffe des Stolzes.

So wie sich Homosexuelle einst das Wort „schwul“ zurückeroberten, so bemächtigt sich Netta Barzilai der Klänge der Hühner und ruft in wunderbaren Tönen und Rhythmen Frauen auf, selbstbewusst zu sich zu stehen und respektlose Männer in die Schranken zu weisen. Dabei verbindet sie dann auch noch das Wort „Junge“ (Boy) mit dem Geräusch, das Hühner beim Gackern machen und erreicht dadurch den Gipfel der Ironie.

Sie bedient sich zudem mit Elementen des fernen Asiens. Diese Region wurde und wird gerade von der westlichen Kultur oft als unterwürfig behandelt. Asiatische Frauen werden nicht selten als „stets verfügbares Weib“ dargestellt. Netta thematisiert somit Sexismus, den es sowohl im Westen als auch im Osten gibt, verbindet ihn mit rassistischen Stereotypen in unserer Gesellschaft, nutzt asiatische Elemente in Outfit und Worten, sie erwähnt zum Beispiel in humorig anzüglicher Weise die japanische Videospielfigur Pikachu, persifliert und ironisiert das alles, um eine Opferrolle gar nicht erst aufkommen zu lassen und plädiert schlussendlich für eine Vielfalt, in der alle Subjekte sind und niemand ein Spielzeug ist.

Auch die Tänzerinnen unterstreichen mit ihrer Performance das Plädoyer für Vielfalt und Individualität, denn sie tanzen nicht synchron. Jede einzelne Tänzerin ist eine Welt in sich, mit eigenen Bewegungen und Ausdrücken. Sie tanzen nicht, um zu gefallen. Sie tanzen, weil sie Freude daran haben, an sich und am Leben. Ihr Stil ist nicht devot, sondern offensiv. Sie sind keine Spielzeuge!

„Toy“ ist an der Oberfläche schrill, bunt und camp. Das Lied kann genossen werden, ohne nachzudenken. Wer jedoch nachdenkt, merkt, was alles in dem Kunstwerk steckt.

Ich wünsche mir, dass dieses Lied den Sieg holt, gerade im Jahr der #metoo-Debatte und des siebzigjährigen Bestehens des Staates Israel, ein Land, in dem das Wort „Jude“ keine Beleidigung ist, wie an so vielen Orten in Europa und der arabischen Welt, sondern wo man stolz ist, ein Jude zu sein, eine Frau, homosexuell oder eben alles zusammen!

Nächstes Jahr in Jerusalem!

Nachtrag: Am 14. Mai 2018 gewann Netta Barzilai mit „Toy“ den Eurovision Song Contest!

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Ein kleines Rätsel

Ein Vater und sein Sohn haben einen schrecklichen Unfall auf einer Autobahn. Der Vater ist sofort tot. Der Sohn jedoch wird lebensgefährlich verletzt in eine nahe gelegene Ambulanz gebracht, wo ein Team von Ärzten sich dem schwer verletzten Jungen annimmt, als plötzlich jemand von den Ärzten ruft: „Ich kann ihn nicht operieren. Er ist mein Sohn!“

Wie ist das möglich?

Nun, die Antwort ist vollkommen simpel und doch gibt es viele Menschen, die nicht darauf kommen. Probieren Sie es selber einmal aus. Die Antwort lautet: Der Arzt ist die Mutter des Sohnes!

Mit dem Begriff „Team von Ärzten“ wurde nichts über das Geschlecht der Ärzte ausgesagt. Dennoch stellt sich in den Köpfen der meisten Menschen, die diesen Begriff hören, nicht die Möglichkeit ein, die Ärzte könnten weiblich sein. Hätte ich von einem Team von Ärztinnen und Ärzten gesprochen, so hätte sich dieses Problem nicht ergeben.

Der Feminismus hat viele Menschen befreit. Ich bin daher überzeugter Feminist. Allerdings mag ich die Silbe „-in“ nicht sonderlich. Für mich setzt diese kleine Silbe das Geschlecht einer Person in einem Umfeld fest, wo das Geschlecht nicht von Bedeutung ist. Ich muss nicht wissen, welches Geschlecht ein Bäcker hat, um herauszufinden, ob sie gute Brötchen backt. Wenn sie gute Brötchen backt, dann ist sie meine Bäcker! So einfach ist das.

Ich stelle mir gerade vor, ich sei Bäcker und jemand würde sagen, ich sei ein Bäckeron. Ich würde natürlich fragen, was die Silbe „-on“ soll und dann würde dieser jemand sagen, damit ausdrücken zu wollen, dass ich männlich sei. Wie würde ich regieren? Ich würde denken, was genau tut jetzt mein Geschlecht hier zur Sache? Ich backe Brot. Ist mein Penis da wirklich von Bedeutung?

Ich bin ein Mann. Als Mann kenne ich das Gefühl nicht, über mein Geschlecht als das Andere vom Eigentlichen definiert zu werden. Es gibt keine extra Silbe für mich als Mann. Mannsein ist keine Abweichung von der Norm. Frausein jedoch ist eine Abweichung, die sogar sprachlich über eine Derivation manifestiert wird. Eine Ärztin ist ein Arzt mit der Abweichung, Frau zu sein. Nichts anderes erklärt die Silbe „-in“. Sie macht das Geschlecht der Frau zur Abweichung.

Ich bin mir meiner Privilegien als Mann vollkommen bewusst. Vielleicht auch gerade deshalb kommt es mir absolut nicht erstrebenswert vor, in einer Welt leben zu müssen, wo mein Geschlecht eine Abweichung vom eigentlich Stamm ist. Gerd Buurmann ist ein Bloggeron. Ich fände das befremdlich.

Ein Bäcker ist eine Person, die backt. Eine Bäckerin jedoch ist eine Person, die backt und weiblich ist. Während es für einen Bäcker irrelevant ist, was er oder sie zwischen den Beinen hat, wird die Weiblichkeit für die Bäckerin konstitutiv. Der Mann ist Mensch, die Frau ist ein weiblicher Mensch. Mit der Silbe „-in“ wird genau dieses Dilemma verstärkt. Ein gutes Beispiel dafür ist folgender Dialog:

A: „Hast Du gehört? Anne Will ist Journalistin des Jahres geworden!“

B: „Echt? Und wer ist Journalist des Jahres geworden?“

Hätte man gesagt, Anne Will ist „Journalist des Jahres“ geworden, hätte es dieses Problem nicht gegeben. Wenn man aber sagt, „morgen findet ein Treffen der Journalisten des Jahres statt“, dann denken wieder weniger an Frauen. Es ist Dilemma, für das es keine einfache Lösung gibt. Auf der einen Seite kann die konsequente Weigerung der Nutzung der Silbe „-in“ dazu führen, dass Frauen ausgespart und verschwiegen werden, so dass sich jede Frau ständig fragen muss, ob sie auch gemeint ist, auf der anderer Seite kann die konsequente Nutzung der Silbe dazu führen, dass Frauen in einer Art über ihr Geschlecht definiert werden, wie es bei Männer nicht der Fall ist.

Es gibt noch eine andere Variante des Rätsels. Sie geht wie folgt:

„Drei Bauarbeiter sind in der Pause. Zwei trinken Bier. Die beiden Biertrinker fragen die dritte Person: „Was ist denn los?“ Da sagt sie: „Ich bin schwanger!“

Auch diese Version zeigt, dass bei dem Begriff Bauarbeiter nicht automatische die Möglichkeit des Frauseins mitgedacht wurde. Allerdings ist auch eine andere Variante möglich.

„Drei Bauarbeiter sind in der Pause. Zwei trinken Bier. Die beiden Biertrinker fragen die dritte Person: „Was ist denn los?“ Da sagt sie: „Ich bin Moslem!“

Diese Version zeigt, dass bei dem Begriff Bauarbeiter auch die religiöse Zugehörigkeit nicht mitgedacht wird. Ich fände es jedoch mehr als befremdlich, wenn wir jetzt anfangen würden, Silben, Sternchen, Gaps und andere grammatikalische Derivationen für religiöse Zugehörigkeiten oder Hautfarben einzuführen. Bei Geschlechtern finde ich solche Derivationen nicht weniger befremdlich.

Ich als Mann kann nicht nachempfinden, was es bedeutet, in einer Sprache denken zu müssen, die mich ständig vor Identitätskrisen stellt. Die Sprache lässt sich aber nicht per Dekret ändern. Sprache ändert sich durch Gebrauch und vor allem über Jahrhunderte. Unsere Sprache ist älter als wir alle. Sie wird uns überleben und sich dabei ständig ändern. Das ist unser Schicksal aber auch unsere Chance.

 

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„Politisch aufgewühlte Männer“ – Worte bewusst gewählt

Am 8. März 2018 kam es auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in der Berliner Messe zu einen Vorfall am Stand des Staates Israel. Drei arabische Männer der dort eingesetzten Wachfirma, die eigentlich für die Sicherheit zuständig waren, zogen lautstark zum Stand der israelischen Tourismusagentur, schwenkten eine arabische Fahne und riefen dabei „Free Palestine!“

Als es zu verbalen Auseinandersetzungen kam und die Situation drohte zu eskalieren, rief der private Sicherheitsdienst des Israel-Standes die Polizei.

Mittlerweile ist bekannt geworden, dass es sich bei den randalierenden Wachleuten um polizeibekannte Kriminelle handelt. Die drei Männer hätten in der Vergangenheit Körperverletzungen und Raubtaten begangen, wie ein Polizeisprecher bestätigte.

Am 9. März 2018 schrieb die Gewerkschaft der Polizei:

„Traurig, aber wahr: Bei der #ITB mussten Kollegen dem #Israel-Stand zu Hilfe eilen, der von offenbar politisch aufgewühlten Männern der zum Schutz der ITB eingesetzten Sicherheitsfirma bedrängt wurde.“

Auf meine Nachfrage, was mit „politisch aufgewühlte Männer“ gemeint sei und wie die Gewerkschaft der Polizei diese „Aufgewühltheit“ bewerte, erklärt Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei Landesbezirk Berlin:

„Sie waren nicht politisch aufgewühlt, es sind Antisemiten. Wir haben die provokanten Worte bewusst gewählt, um endlich einen offenen Diskurs darüber zu führen, dass offen ausgelebter Antisemitismus in unserem Land nicht nur von Neonazis praktiziert wird.“

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