Ein öffentlich-rechtlicher Skandal

Ich habe jetzt die Dokumentation "Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa" von Joachim Schroeder und Sophie Hafner gesehen. Eine so umfassende und doch auf neunzig Minuten komprimierte Dokumentation über die Wurzeln des aktuellen Judenhass' im Europa des frühen 21. Jahrhundert habe ich noch nie auf einem öffentlich-rechtlichen Sender gesehen. Es ist daher ein Skandal, dass sich arte und der WDR weigern, die Dokumentation zu zeigen, denn sie unterstützen damit den Hass durch aktives Schweigen.

"Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt."

Das sind die letzten Worte in der Dokumentation "Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa" von Joachim Schroeder und Sophie Hafner. Zuvor hat man gesehen, wie in Berlin Demonstrationen folgende Parolen auf offener Straße gerufen wurden:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

Unter anderem werden in der Dokumentation folgende judenfeindliche Anschläge behandelt:

Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten.

Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren.

Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen.

Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: "Ihr seid Juden, also seid ihr reich!" Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten die selben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt.

Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden.

Am 13. November 2015 wurde das Bataclan Theater in Paris Ziel eines Anschlags, bei dem neunzig Menschen ermordet wurden. Das Theater wurde nicht zufällig ausgesucht. Jahrelang hatten die jüdischen Besitzer des Theaters Spendengalas für Israel organisiert. Das Theater wurde seit 2008 massiv bedroht und entging im Jahr 2011 erstmals einem Terroranschlag.

Nach dem Schauen wirkt die Begründung des WDR Social Media-Team für die Weigerung, die Dokumentation zu zeigen, nur noch lächerlich:

"Der Film entspricht nicht dem Auftrag von arte, nämlich den „Antisemitismus in Europa“ zu beleuchten. Das behandelt der Film allerdings nur in Teilen. Der WDR kann die Kritik von arte nachvollziehen, da der Film nicht liefert, was beauftragt war."

Der Film liefert sehr wohl, wozu er beauftragt war. Er beleuchtet den aktuellen Antisemitismus in Europa wie keine andere Dokumentation, die jemals auf einem öffentlich-rechtlichen Sender gezeigt wurde! Es werden europäische Philosophen, Komponisten und Schriftsteller gezeigt, die sich über die Jahrhunderte negativ über Juden geäußert haben, sowie Zitate aus christlichen Werken präsentiert, die in europäischen Gotteshäusern zum Judenhass angestiftet haben. Ein besonderer Fokus wird auf Martin Luther gerichtet, auf dessen judenfeindliche Schriften sich später die Nazis beriefen. In der Dokumentation wird Julius Streicher gezeigt, der unter den Nazis das judenfeindliche Hetzblatt Der Stürmer herausbrachte und seinen Hass mit diesen Worten rechtfertigte:

"Antisemitische Presseerzeugnisse gab es in Deutschland durch Jahrhunderte. Es wurde bei mir zum Beispiel ein Buch beschlagnahmt von Dr. Martin Luther. Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner Stelle auf der Anklagebank. In dem Buch "Die Juden und ihre Lügen" schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein Schlangengezücht, man solle ihre Synagogen niederbrennen, man soll sie vernichten."

Wie sehr der christliche Judenhass des Mittelalters noch immer Europa vergiftet, zeigt die Dokumentation anhand einer Rede von Mahmud Abbas am 23. Juni 2016 im Parlament der Europäischen Union.

Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten. Außerdem wurden Juden aufgrund ihrer religiös verankerten Hygienevorschriften oft weniger von Epidemien getroffen als die übrige Stadtbevölkerung. Statt aber die Schuld bei sich selbst zu suchen und dem Versäumnis, sauberes Wasser zu erschließen, verfolgten Christen Juden. Das war das Mittelalter. Heute ist es nicht viel anders!

Am 23. Juni 2016 war Mahmud Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, ob das Parlament anfällig ist für judenfeindliche Propaganda und verbreitete die mittelalterliche Lüge vom brunnenvergiftenden Juden, indem er behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften. Der Brunnenvergiftervorwurf von Abbas war natürlich eine Lüge, wie Abbas persönlich zwei Tage später einräumte, aber Abbas hatte die Gewissheit, dass Judenhass in Europa noch immer funktioniert. Am Ende der Rede gab es nämlich stehenden Applaus vom Parlament.

Diesen Judenhass zeigt die Dokumentation, aber arte und der WDR weigern sich, sie zu zeigen. Die Dokumentation zeigt ebenfalls Demonstrationen der Neuen Rechten, bei denen die übelsten Verschwörungstheorien verbreitet werden. Den Machern der Dokumentation wird dort erklärt, hinter den Vereinigten Staaten von Amerika stünde eine geheime Macht, nämlich die amerikanisch-zionistische Weltverschwörung und überhaupt sei der Zionismus eine Geldmafia, die das Leid der Welt befördert, um daran zu verdienen. Ein Demonstrant sagt sogar: "Alles was in den 'Protokollen der Weisen von Zion' steht, hat sich ja bisher bewahrheitet. Also selbst wenn das eine Fälschung wäre, dann hat sich da jemand ziemlich coole Gedanken gemacht und war ein guter Prophet!"

"Die Protokolle der Weisen von Zion" ist eine judenfeindliche Hetzschrift, die sich unter den Nazis hoher Beliebtheit erfreute und heute noch in der Gründungscharta der Hamas zitiert wird, in der die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit in Artikel 7 gefordert wird. Es wundert daher nicht, dass die Macher der Dokumentation bei der Demonstration der Neurechten in Berlin auf den Redner Fuad Afane treffen, der ins Mikrofon brüllt, er sei "bekennender Antizionist".

Die Dokumentation beschäftigt sich daher ebenfalls mit der Verbindungen zwischen der deutschnationalen und der palästinensischnationalen Bewegung und legt erstaunliche Parallelen offen. Es wird berichtet von Mohammed Amin al-Husseini, der als Mufti von Jerusalem von Adolf Hitler ideologisch und finanziell unterstützt wurde. Mohammed Amin al-Husseini baut unter anderem die bosnisch-islamische Einheit der Wehrmacht und Waffen-SS mit auf, sorgte für die Auslieferung mehrerer tausend Juden an das Deutsche Reich und half mit bei Radio Zesen, einem staatlichen Radiosender des Deutschen Reichs auf persisch und arabisch, der die Ideologie des Nationalsozialismus im arabischen Raum verbreitete.

Als die Macher sich in den Gazastreifen aufmachen, um zu schauen, ob noch Spuren des von Deutschland propagierten Hasses auf Juden zurückgeblieben sind, machen sie eine fürchterliche Entdeckung: Noch immer wird im Gazastreifen und in der palästinensischen Autonomie der Hass auf Juden durch Gelder aus Deutschland und Europa finanziert. Das ist die wohl erschreckendste Erkenntnis der Dokumentation! Gelder von Brot für die Welt, Misereor und der Europäischen Union werden im 21. Jahrhundert benutzt, um im Nahen Osten Judenhass zu finanzieren. Die Dokumentation zeigt zudem, wie Gelder aus Europa und von den Vereinten Nationen benutzt werden, um arabische Kinder zu missbrauchen, indem sie dazu gezwungen werden, als Schutzschilde zu fungieren. Besonders nachhaltig bleiben dabei die Bilder aus Gaza im Gedächtnis. Solche Bilder aus Gaza wurden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen noch nie gezeigt. Es ist ein Skandal, dass sie den Zuschauerinnen und Zuschauern weiterhin vorenthalten werden, vor allem weil die Dokumentation zeigt, dass der von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern geliebte Nahostexperte Jürgen Todenhöfer im Falle Gazas mehr als unausgewogen berichtet, ja geradezu eine propagandistische Drama-Queen ist.

Die Dokumentation beschäftigt sich ebenfalls mit Palästinensern und Arabern, die von Menschen aus Europa boykottiert und bedroht werden, wenn sie sich weigern, gegen Israel zu wirken. Es ist einer der am schwierigsten zu ertragenden Momente der Dokumentation, einem Palästinenser zuzuhören, der in Frieden mit Juden lebt und davon berichtet, wie ihm von Menschen aus Europa das Leben zur Hölle gemacht wird, weil er sich weigert, Israel zu hassen. Es stimmt daher nicht, wenn Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die sich weigern, die Dokumentation zu zeigen, zu folgenden Begründungen greifen:

"Der Film ist eine Provokation!"
"Der Film schüttet Öl ins Feuer!"
"Der Film kann angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden."
"Der Film ist antiprotestantisch, antimuslimisch und proisraelisch."
"Der Film ist nicht ergebnisoffen."

Nein, der Film ist nicht antiprotestantisch und nicht antimuslimisch. Die Dokumentation ergreift sogar Partei für Muslime und Christen, die in Frieden mit Juden leben wollen. Nein, der Film schüttet nicht Öl ins Feuer, er zeigt lediglich eine Seite, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bisher konsequent verschwiegen wurde. Es stimmt jedoch, dass der Film nicht ergebnisoffen ist. Ja, die Dokumentation verurteilt Judenhass. Es ist schon sehr befremdlich, dass diese Verurteilung der Dokumentation zum Vorwurf gemacht wird.

Die Dokumentation "Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa" zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und heute nach Europa zurückkehrt und zwar in Form von einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Nachdem man die Dokumentation gesehen hat, versteht man die Schlussfolgerung, dass die Araber in Europa den Juden niemals gegenüber gewalttätig geworden wären, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. "Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist."

Die Leute, die diesen Menschen das eingeredet haben, sind Menschen aus Europa, Christen von "Brot für die Welt" und "Misereor", linke und rechte Aktivisten, Politiker der Europäischen Union, aber auch Journalisten und Redakteure der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die Dokumentation macht deutlich, dass die bisherige Art, wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten über Israel berichtet haben, in einer Form einseitig und unausgewogen war, dass dadurch judenfeindliche Ressentiments geschürt wurden. Die lange Liste der Verfehlung öffentlich-rechtlicher Berichterstattung über Israel hat ebenfalls Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel "Ich klage an" dokumentiert.

Hier wird es pikant: Ein öffentlich-rechtlicher Sender gibt eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa in Auftrag. In der Dokumentation wird deutlich, dass die Art der Berichterstattung über Israel auch durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mitverantwortlich ist an dem explodierenden Judenhass und was macht die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt? Sie erklärt ganz einfach, die Dokumentation hätte nicht geliefert, was sie liefern sollte. Was kann man dazu sagen? Möglich wäre:

Tja.

Auch angemessen wäre:

Schwierig!

Ganz sicher aber ist es:

Ein Schweigen und Verheimlichen, vermutlich aus Befangenheit. Und das ist nichts weiter als ein öffentlich-rechtlicher Skandal!

Nachdem ich die Dokumentation "Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa" von Joachim Schroeder und Sophie Hafner gesehen habe, kann ich nur sagen, es ist die Pflicht der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, diese Dokumentation zu zeigen, denn die Beitragszahler haben ein Recht darauf, selbst entscheiden zu können, ob es durch die Weigerung, die Dokumentation zu zeigen, zu einer Veruntreuung der Rundfunkgebühren aus Befangenheit der Redakteure gekommen ist!

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Dokumentation über Judenhass entspricht nicht dem Auftrag von arte

Nachdem Tapfer im Nirgendwo darüber berichtet hatte, dass die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender arte und WDR die Ausstrahlung einer Dokumentation über Antisemitismus in Europa verweigern, obwohl eine ganze Reihe international anerkannter Historiker, Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperten wie Prof. Michael Wolffsohn, Götz Aly, Ahmad Mansour, Samuel Schirmbeck und Prof. Monika-Schwarz-Friesel die Ausstrahlung unterstützen, reagierte das WDR Social Media-Team mit dieser Stellungnahme:

„Der Film entspricht nicht dem Auftrag von arte, nämlich den „Antisemitismus in Europa“ zu beleuchten. Das behandelt der Film allerdings nur in Teilen. Der WDR kann die Kritik von arte nachvollziehen, da der Film nicht liefert, was beauftragt war.“

Experten sind da ganz anderer Meinung! Prof. Michael Wolffsohn bezeichnet die Dokumentation als „meisterhaft“, Ahmad Mansour als „großartig und überfällig“ und Götz Aly als „beachtliche und außerordentlich facettenreiche journalistische Leistung.“

Wer hat wohl mehr Ahnung? Antisemitismusexperten, die sich seit Jahrzehnten mit dem Thema beschäftigen oder das Social Media-Team einer öffentlich-rechtlichen Anstalt, wissend, dass schon seit Jahren die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten massiv einseitig und manchmal sogar mit Lügen und Falschaussagen gegen Israel berichten, wie Tapfer im Nirgendwo nachgewiesen hat?

Die Reaktion des WDR Social Media-Team ist jedoch nicht das Abenteuerlichste, was bisher als Begründung für das Nichtsenden der Dokumentation herhalten musste. Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten werden mit folgenden Worten zitiert:

„Der Film ist eine Provokation!“
„Der Film schüttet Öl ins Feuer!“
„Der Film kann angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden.“
„Der Film ist antiprotestantisch, antimuslimisch und proisraelisch.“
„Der Film ist nicht ergebnisoffen.“

Was bitte soll das alles heißen? In dem Film wird brutaler Judenhass dokumentiert. Die Hamas ruft in ihrer Charta zur Vernichtung aller Juden auf. Arabische Schule und Kindergärten erziehen Kinder zum Judenhass und bringen ihnen bei, wie man Juden effektiv tötet. Führende arabische Politiker bezeichnen Juden als „Bakterien“ und „Parasiten“, die ausgerottet werden sollen. Führende arabische Politiker und Gelehrte verehren Adolf Hitler. Terroristen und Judenmörder werden von der palästinensischen Autonomie mit hohen Renten belohnt. Die Europäische Union und europäische Kirchen finanzieren diese Geldflüsse. Die Organisationen Brot für die Welt und Misereor finanzieren Boykott-Kampagnen gegen Israel. All das schwappt nach Europa. Judenhass breitet sich wieder auf europäischen Straßen aus. Die Gewalt gegen Juden nimmt zu, in Wort und in Tat. Auf offener Straße in Deutschland wird die Vergasung von Juden gefordert. In Frankreich wurden sogar schon Juden ermordet. All das wird in dem Film gezeigt. Was bitte soll es da bedeuten, der Film sei nicht ergebnisoffen? Ist es etwa der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten, ergebnissoffen gegenüber eliminatorischen Judenhass zu berichten?

Der mörderische Judenhass im mehrheitlich christlichen Europa ist mit dem mörderischen Judenhass im arabischen und islamischen Raum verwoben. Auf offener Straße wurden in Berlin diese Sätze gebrüllt:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“

Die Männer, die das brüllten, waren von der jundenfeindlichen Propaganda des arabischen Raums inspiriert. Immer wieder schlägt der Hass auf Israel auf Juden in Europa ein. In Hannover wurden im Jahr 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen mit Steinen beworfen und In Offenbach wurde ein Rabbiner in einer Einkaufspassage von Jugendlichen angegangen. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war, was einem arabisch skandierenden Mob nicht gefiel. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde, da dort auch muslimische Kinder zur Schule gehen. In Berlin musste ein jüdischer Schüler die Schule verlassen, weil er als Jude verfolgt wurde. Die Gewalt gegen Juden eskaliert auch im Norden Europas bereits seit Jahren und verantwortlich daran sind nicht Søren und Freya. Am 8. Januar 2009 rief auf den Straßen in Oslo ein überwiegend muslimischer Mob “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis angeschossen.

Die Gewalt gegen Juden in Europa ist bereits seit geraumer Zeit wieder mörderisch. Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er erlag seinen Verletzungen. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Mann getötet, der sich als Kämpfer des Islams verstand. Drei der Opfer waren Kinder. Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der Mörder glaubte, es im Namen Allahs zu tun. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen. Die Täter glaubten, damit dem Propheten zu gefallen.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Menschen getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Das ist der Judenhass, der in Europa mordet. Der Judenhass ist verwoben mit dem Hass gegen Israel. Über diesen internationalen und in der muslimischen Welt durch Gelder der christlichen Welt finanzierten Judenhass zu berichten, gehört zu jeder Dokumentation über Antisemitismus in Europa. Was arte und der WDR hier abziehen, ist nichts weiter als die radikale Weigerung, über Judenhass in Europa zu berichten.

Es ist eine öffentlich-rechtlich finanzierte Schande!

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Aufforderung an arte und WDR!

Sehr geehrte Programmdirektoren,

zeigen Sie unverzüglich die Dokumentation zum Thema „Antisemitismus in Europa“ von Sophie Hafner und Joachim Schröder!

Wie aus der Presse zu erfahren ist, lehnen Sie als öffentlich-rechtliche Fernsehsender die Ausstrahlung einer Dokumentation über Antisemitismus in Europa ab, obwohl eine ganze Reihe international anerkannter Historiker, Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperten wie Prof. Michael Wolffsohn, Götz Aly, Ahmad Mansour, Samuel Schirmbeck und Prof. Monika-Schwarz-Friesel die Ausstrahlung unterstützen. Prof. Michael Wolffsohn bezeichnet die Dokumentation als „meisterhaft“, Ahmad Mansour als „großartig und überfällig“ und Götz Aly als „beachtliche und außerordentlich facettenreiche journalistische Leistung.“

Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt werden mit folgenden Worten zitiert:

„Der Film ist eine Provokation!“
„Der Film schüttet Öl ins Feuer!“
„Der Film kann angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden.“
„Der Film ist antiprotestantisch, antimuslimisch und proisraelisch.“
„Der Film ist nicht ergebnisoffen.“

Was bitte soll das alles heißen? In dem Film wird brutaler Judenhass dokumentiert. Die Hamas ruft in ihrer Charta zur Vernichtung aller Juden auf. Arabische Schule und Kindergärten erziehen Kinder zum Judenhass und bringen ihnen bei, wie man Juden effektiv tötet. Führende arabische Politiker bezeichnen Juden als „Bakterien“ und „Parasiten“, die ausgerottet werden sollen. Führende arabische Politiker und Gelehrte verehren Adolf Hitler. Terroristen und Judenmörder werden von der palästinensischen Autonomie mit hohen Renten belohnt. Die Europäische Union und europäische Kirchen finanzieren diese Geldflüsse. Die Organisationen Brot für die Welt und Misereor finanzieren Boykott-Kampagnen gegen Israel. All das schwappt nach Europa. Judenhass breitet sich wieder auf europäischen Straßen aus. Die Gewalt gegen Juden nimmt zu, in Wort und in Tat. Auf offener Straße in Deutschland wird die Vergasung von Juden gefordert. In Frankreich wurden sogar schon Juden ermordet. All das wird in dem Film gezeigt. Was bitte soll es da bedeuten, der Film sei nicht ergebnisoffen? Ist es etwa der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten, ergebnissoffen gegenüber eliminatorischen Judenhass zu berichten?

Senden Sie augenblicklich diese Dokumentation und zwar zur besten Sendezeit!

***

Ich rufe alle meine Leserinnen und Leser auf: Postet diesen Artikel auf den Facebookseiten von arte und dem WDR. Unter jedem Bericht soll diese Aufforderung erscheinen, unzählige Male, wieder und wieder und immer wieder, bis die Dokumentation gezeigt wurde. Egal worum es in den Berichten geht, die von arte und dem WDR gepostet werden, diese Aufforderung soll darunter erscheinen, massenhaft und unübersehbar. Teilt diese Aufforderung und bittet all Eure Freundinnen und Freunde, es Euch gleich zu tun.

Arte und WDR haben mittlerweile diesen Artikel von Tapfer im Nirgendwo gesperrt! Ich würde mal sagen, das ist Zensur. Das heißt also, es bringt nichts mehr, diesen Artikel zu verlinken. Kopiert stattdessen den Text der Aufforderung und postet ihn, massenhaft!

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„Gehorsamkeit ist nur ein anderes Wort für Zustimmung.“

Heute vor 55 Jahren, am 1. Juni 1962, wurde Adolf Eichmann hingerichtet. In der Urteilsbegründung vom 15. Dezember 1961 heißt es:

“Durch welche Zufälle innerer und äußerer Art Sie auch immer auf den Weg geraten sein mögen, auf dem Sie dann zum Verbrecher wurden – zwischen dem, was Sie tatsächlich getan haben, und dem, was andere möglicherweise unter den gleichen Umständen auch getan hätten, liegt eine nicht überbrückbare Kluft. Uns gehen hier nur Ihre wirklichen Handlungen etwas an, und weder die möglicherweise nichtverbrecherische Natur Ihres Innenlebens und Ihrer Motive noch die möglicherweise verbrecherischen Neigungen Ihrer Umgebung. Sie haben sich, als Sie Ihre Lebensgeschichte erzählten, als einen Pechvogel dargestellt, und in Kenntnis der Bedingungen, unter denen Sie lebten, sind wir bis zu einem gewissen Grad sogar bereit, Ihnen zuzugestehen, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass Sie unter günstigeren Umständen je in diesem oder einem anderen Strafprozess als Angeklagter erschienen wären. Aber auch wenn wir unterstellen, dass es reines Missgeschick war, das aus Ihnen ein willfähriges Werkzeug in der Organisation des Massenmords gemacht hat, so bleibt eben doch die Tatsache bestehen, dass Sie mithalfen, die Politik des Massenmordes auszuführen und also diese Politik aktiv unterstützt haben. Denn wenn Sie sich auf Gehorsam berufen, so möchten wir Ihnen vorhalten, dass die Politik ja nicht in der Kinderstube vor sich geht und dass im politischen Bereich der Erwachsenen das Wort Gehorsam nur ein anderes Wort ist für Zustimmung und Unterstützung.”


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Der Witz ist ein Verräter!

Bei Humor hört der Spaß auf.

Wenn zwei Menschen nicht den gleichen Sinn von Humor haben, stehen sie sich so unversöhnlich gegenüber wie Menschen, die an unterschiedliche Götter glauben. So wie Fundamentalisten einander vorwerfen, nicht an den richtigen Gott zu glauben, werfen sich Menschen mit unterschiedlichen Humorvorstellungen vor, einen schlechten oder gleich gar keinen Humor zu haben. Humor und Religionen sind wie Fürze: Man glaubt, nur die der Anderen stinken.

Manche Menschen haben Humor und besitzen Ironie. Es gibt aber auch jene, die bevorzugen Spott mit Gesinnungsgarantie. Sie verlangen nach dem Scherzkeks, der ein Feindbild zum Auslachen erwählt. Sie wollen eine Horde sein und gemeinsam schenkelklopfend auslachen. Für sie ist das Lachen ein Zähnezeigen. Sie vernichten mit ihrem Spott.

Mitlachen statt Auslachen ist die Kunst.

Alle Menschen haben Meinungen, das ist nichts besonderes, aber nicht alle haben ein feines Gespür für Humor. Alle Menschen haben Überzeugungen, aber nicht alle sind Humoristen. Wenn ich wählen muss zwischen Ideologie und Witz, wähle ich den Witz. Eine Überzeugung hat jeder, Sinn für Humor jedoch nicht. Das gilt für jeden kunstschaffenden Menschen: Mach, was Dich besonders macht. Eine Meinung hat jeder. Das macht auch Dich nicht besonders. Deine Kunst macht Dich besonders!

Es gibt Komiker, die zeigen mit dem Finger auf andere und es gibt Komiker, die zeigen mit dem Finger auf sich.

Jeder Mensch gibt Grund zu lachen. Menschen haben Ideologien, Religionen und Überzeugungen und die sind immer auch saukomisch. Es ist absolut berechtigt, darüber Witze zu machen. Wenn jemand glaubt, ich beleidigte ihn, nur weil ich über den Koran, das Evangelium, ein Manifest, Marx, Mohammed oder Jesus lache, dann soll er sich beleidigt fühlen. Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch ist jedoch mehr als die Summe seiner Ideen.

Lachen ist keine freiwillige Sache.

Ein Mensch hört nicht einen Witz, sortiert ihn in seine Schubladen ein und entscheidet dann, ob er lacht. Wenn ein Witz gut ist, muss man lachen. Man kann gar nicht anders. Die Frage „Darf man darüber lachen?“ ist daher absurd. Man lacht, weil man lachen muss! Man kann sich hinterher zwar schämen, gelacht zu haben, so wie man sich schämt, in aller Öffentlichkeit eine Erektion bekommen zu haben, aber die Scham hilft nicht weiter. Das Lachen lässt sich nicht unterdrücken. Man kann höchstens hinterher lügen und sagen, man habe das überhaupt nicht komisch gefunden, so wie manche ihre Sexualität verleugnen.

Ganz anderes ist es beim Applaus. Wenn ein Mensch Beifall klatscht, macht er dies bewusst. Er signalisiert damit seine Zustimmung. Applaus ist immer eine freiwillige Handlung, mit der bewusst eine Gemeinschaft geschaffen wird, manchmal mit donnerndem und tosendem Applaus. Lachen jedoch ist unfreiwillig. Deshalb sind mir Veranstaltungen suspekt, bei denen mehr geklatscht wird als gelacht.  

Durch das Lachen entstehen oft Spannungen und Trennungen, die sich dann in solchen Fragen manifestieren: Wie kannst Du bloß darüber lachen? Was soll denn bitte daran komisch sein? Findest Du das etwa witzig?

Das Lachen ist vom Willen entkoppelt wie die Lust.

Wenn Menschen lachen, dann wurden ihre erogenen Lachmuskeln stimuliert. Man muss den Humor der Anderen nicht teilen, aber niemand hat das Recht, Lachen zu verbieten. Humor ist keine krankhafte Perversion. Für jede humoristische Spielart gibt es eine Zielgruppe.

Lachen ist Urlaub vom Leid. Lachen hilft, mit Dingen fertig zu werden und nicht zu verzweifeln.

Ein Komiker sucht nicht nach der universellen Wahrheit, sondern nach dem einzigartigen Lacher. Diese Suche ist stets auch ein Tanz am Abgrund des guten Geschmacks und jeder Comedian stolpert mal oder fliegt gehörig auf die Schnauze. Humor lebt von wilden Gedanken, von Grenzüberschreitung und Unangepasstheit. Wer auf einer Bühne ist und für den Witz steht, betreibt Hochleistungssport. Die Bühne ist stets Ausnahmezustand.

Dem Humor freien Lauf zu lassen, ermöglicht dem Gegenüber einen tiefen Blick in die eigene Seele, vor allem in die unbewussten Flecken dieser Seele und jede Seele hat Flecken. Schon oft habe ich mich durch mein Lachen verraten.

Der Witz ist ein Verräter!

Darum gehört der Witz auch zu den ersten Dingen, die Diktaturen verbieten.

Lachen ist gefährlich!

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Offener Brief an die offen heterosexuell lebenden Parteivorsitzenden Angela Merkel und Martin Schulz

Sehr geehrter Bundeskanzlerin,
Sehr geehrter Kanzlerkandidat, 

Es ist die Aufgabe von Heterosexuellen wie Ihnen, endlich damit aufzuhören, als Mehrheit eine Minderheit zu diskriminieren!

Heterosexuelle wie Sie verweigern Homosexuellen Rechte, die Sie sich selbst zubilligen. Das nennt man in allen Sprachen der Welt Diskriminierung, einfache, absolute Diskriminierung. Sie mag noch so milde gehandhabt werden, sie bleibt Diskriminierung. Solange Homosexuelle nicht heiraten dürfen, sondern Ihnen lediglich gütig der Status der Verpartnerung zugebilligt wird, werden sie von der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft höchstens toleriert. Es wird aber Zeit, die Liebe der Homosexuellen zu akzeptieren!

Liebe Angela Merkel,

kein Bund ist tiefgründiger als die Ehe. Er vereint in sich die höchsten Ideale der Liebe, Treue, Hingabe, Aufopferung und Familie. In dem sie die Ehe eingehen, werden zwei Menschen zu etwas Größerem als zuvor. Sie haben mit Joachim Sauer diesen Bund geschlossen. Zur selben Zeit verweigern Sie Ihrem homosexuellen Nächsten dieses Wachsen in der Ehe. Bekommen Sie da keine Bauchschmerzen?

Lieber Martin Schulz,

die Ehe verkörpert eine Liebe, die so groß ist, dass sie sogar den Tod überdauert. Anzunehmen, dass homosexuelle Männer und Frauen die Idee der Ehe nicht respektieren, würde ihnen nicht gerecht. Sie respektieren sie. Sie respektieren sie so sehr, dass sie diese Erfüllung für sich selbst wünschen. Ihre Hoffnung ist, dass sie nicht dazu verdammt sind, in Einsamkeit zu leben, ausgeschlossen von einer der ältesten Institutionen der Zivilisation. Sie erbitten sich die gleiche Würde vor dem Gesetz. Seit vier Jahren ist Ihre Partei in einer Regierungskoalition mit der CDU. In dieser Zeit haben Sie den Menschen konsequent diese Würde verweigert.

Weder die SPD noch die CDU sind es wert, gewählt zu werden, wenn am Tag der Wahl homosexuellen Menschen immer noch die Würde genommen wird, die höchsten Ideale der Liebe, Treue, Hingabe, Aufopferung und Familie in einer der ältesten Institutionen der Zivilisation zu leben!

***

In dem Brief finden sich Texte von Stefanie Galla, Hedwig Dohm und dem Obersten Gericht der Vereinigen Staaten von Amerika.

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Eine Torte für mich

Am 22. Mai 2017 war mein Geburtstag. Es war ein wunderschöner Tag. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Gerd Buurmann Torte geschenkt bekommen.

Ich bedanke mich bei allen Menschen, die mir Geburtswünsche gesendet haben und bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mich in meiner Arbeit für diesen Blog finanziell unterstützen. Ohne Eure Hilfe wäre Tapfer im Nirgendwo so nicht möglich.

Ich freue mich selbstverständlich über jede weitere Unterstützung.

Vielen Dank,
Gerd Buurmann
gerdbuurmann@hotmail.de

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„Islam? Nie wieder!“

Bei dem Selbstmordattentäter, der in Manchester mindestens 22 Menschen ermordet und viele weitere schwer verletzt hatte, darunter viele Kinder, handelte es sich um den damals 22 Jahre alten Salman Abedi, der von einem islamistischen Netzwerk unterstützt wurde. Er brachte eine am Körper befestigte Nagelbombe zur Explosion, die mit zahlreichen Metallteilen wie Muttern, Schrauben und Nägeln gespickt war. Sein Ziel war, ein größtmögliches Blutbad anzurichten. Salman Abedi war selbsternannter Moslem. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte den Anschlag für sich und erklärte, ein „Soldat“ des Islamischen Staats habe eine Bombe in einer „Ansammlung von Kreuzfahrern“ platzieren können und betonte, die Tat diene dazu, „die Ungläubigen“ zu terrorisieren.

Ausgeführt wurde die Bluttat in der Manchester Arena zum Ende eines Konzerts von Ariana Grande. Die junge Künstlerin kehrte vor einiger Zeit mit ihrer gesamten Familie der katholischen Kirche den Rücken, nachdem ihr Bruder, Frankie Grande, sich öffentlich als schwul geoutet hatte. Ariana Grande erklärte, sie könne „aus Gewissensgründen“ nicht länger die katholische Kirche besuchen und erklärte:

„Als meinem Bruder von der Kirche gesagt wurde, dass Gott ihn nicht länger lieben würde, weil er schwul ist, dachte ich mir nur, wie verdammt uncool das ist.“

Ist Ariana Grande wegen ihrer Kritik christenfeindlich? Nein! Sind alle Katholiken schwulenfeindlich? Natürlich nicht! Die meisten Christen sind anständige Menschen. Ariana Grande beschloss dennoch, die katholische Kirche zu verlassen!

Wenn ich mir anschaue, was heute alles im Namen des Islams gepredigt und verbrochen wird, wenn ich sehe, wie kleinlaut die Kritik daran in den eigenen Reihen ist, frage ich mich, warum die Menschen dem Islam nicht reihenweise den Rücken kehren. Ariana Grande hat das Christentum für deutlich weniger verlassen! Niemand nennt sie deshalb eine Christenhasserin oder Rassistin.

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen oder ethnischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik! Es ist Aufklärung und Kritik am Islam ist bitter notwendig, von innen und von außen!

Es reicht einfach nicht, stumpf zu behaupten, die Verbrechen in Manchester, London, Brüssel, Berlin, Madrid, Paris, New York und Tel Aviv hätten nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich haben sie das! Ich würde die Terroristen, die morden auch lieber schlicht Arschlöcher nennen, aber ich kann nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für einen Islamischen Staat zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle, stechen Juden ab und jagen Kinder in die Luft, alles im Namen des Islams.

Es interessiert mich nicht, was der Islam bedeutet. Ich will, dass der Islam mir egal sein kann. Ich will, dass der Islam mich in Ruhe lässt. Ich finde es ekelhaft, den Menschen, die um die Opfer von muslimischen Terroristen trauern, den Islam zu erklären. Die Opfer und ihre Angehörigen haben ganz andere Probleme. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht steht.

Wem der Islam etwas bedeutet, der soll die Zeit nicht darauf verwenden, die Opfer zu bekehren. Sie sollen stattdessen zu den Muslimen gehen, die den Islam nutzen, um zu hetzen und zu morden. Sie sollen mit jenen reden, die Kinder im Namen des Korans hassen. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen die Muslime, die im Namen Gottes hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die den Koran verbrennen.

Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen massenhaft auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein!

Wenn nach der Bluttat in Manchester nicht mehr Muslime auf die Straße gehen, als nach dem Zeichnen einer dänischen Karikatur von Mohamed, dann ist es der Islam nicht wert, verteidigt zu werden. Das Problem des Islams sind nämlich nicht Karikaturisten und Kritiker, sondern jeder Mensch, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Hass sät, Gewalt ausübt und Menschen mordet. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams!

Als sich Deutschland einst anschickte, ein Problem für die Welt zu werden, da erklärten unter anderem Thomas Mann, Sophie Scholl und Marlene Dietrich, dass sie mit diesem Deutschland nichts mehr zu tun haben wollten. Thomas Mann verließ das Land, Marlene Dietrich unterstütze die USA im Krieg gegen Deutschland und Sophie Scholl rechtfertigte in ihren Flugblättern indirekt das Recht Englands, Bomben auf Deutschland zu werfen. Sie alle waren Deutsche und dennoch stellten sie sich in Zeiten des brutalen deutschen Auswuchses gegen ihre Heimat. Marlene Dietrich soll auf die Frage eines Reporters, ob sie sich vorstellen könne, nach Deutschland zurückzukehren, sogar geantwortet haben: „Deutschland? Nie wieder!“

Mit diesem Satz hat Marlene Dietrich viele Deutsche gegen sich aufgebracht. Mich nicht! Ich verstehe Marlene Dietrich. Und ebensogut kann ich es verstehen, wenn heute jemand sagt: „Islam? Nie wieder!“

Islam ist nur eine Ideologie. Ein Moslem ist mehr als nur der Träger einer religiösen Ideologie. Ein Moslem ist ein Mensch, so wie ein Deutscher ein Mensch ist, aber das Land in dem ein Mensch lebt und die Religion, der er angehört, können von Zeit zu Zeit so kritikwürdig sein, dass man sagen möchte: „Nie wieder!“

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Der Vogel fette Beute

Ein Gastbeitrag von Dirk Gebhardt.


Heute erhielt ich eine Freundschaftsanfrage von einer gewissen Frau Vogel. Da ich sie nicht kannte, schrieb ich:

„Wer mit mir befreundet sein will, den sollte ich schon kennen. Woher kennen wir uns?“

Sie antwortete:

„Heey, wir kennen uns nicht persönlich aber du wurdest mir bei den Vorschlägen für neue Freunde angezeigt und ich fand dein Profil sympathisch 🙂 Ich bin gerade dabei für diesen Monat noch 6 Plätze für unsere SUMMERCHALLENGE zu vergeben und suche Jungs/Männer, die Lust haben sich fit für den Sommer zu machen 🙂 Wenn das jetzt doof war, dass ich dir einfach so schreibe tut es mir leid, dann sag es mir einfach- ist natürlich auch kein Problem. 🙈 Aber vielleicht hast du ja Lust dabei zu sein oder kennst du jemanden? Liebe Grüße, R.“

Ich schrieb folgendermaßen zurück:

Ja also da brat mir doch einer nen Storch! Bringt man DAS so auf der Marketingschule bei? Nicht mal Zeugen Jehovas wanzen sich unseriöser ran. Findest du nicht, dass Dein Customer-Approach sagen wir mal „ausbaufähig“ ist?

1. Hast nicht DU mich angeschrieben, sondern ich Dich.

2. Du willst etwas von mir, dann schreib das auch direkt dazu und lass mich nicht erst fragen.

3. Sag mal, funktioniert das wirklich, dass du Leute anschreibst mit: „Hey, mir ist aufgefallen, dass du ziemlich fett bist. Warum gibst Du mir nicht Geld? Nicht, dass sich für dich viel verbessern würde, aber wenigstens kannst du es dann nicht mehr für Essen ausgeben!“

4. Wenn du Werbung machst, dann mach es kenntlich. Diese Freundschaftsschiene ist verlogen, und meines Wissens gar nicht mit den Facebook-Richtlinien vereinbar.

5. Selbst wenn ich interessiert wäre, wie wäre es mal mit vernünftigen Infos? Was heißt denn „Summerchallenge“? Was stelle ich mir darunter vor? Was kostet es? All das müsste ich jetzt mühselig versuchen herauszufinden.

6. Wer ist denn „Unsere“. Für welches hochseriöse Unternehmen arbeitest du denn?

7. „… oder kennst jemanden.“ Also soll ich diese dubiose Sache meinen Freunden empfehlen, und DEINEN Job machen, ohne dafür bezahlt zu werden?

Kundenakquise ist doof und macht keinen Spaß. Das mache ich sicher nicht gratis für Dich. Schalte bei Facebook Werbung wie jeder andere. Kannst denen ja sagen „Blende mich bei den Moppeln ein“, immerhin kriege ich ja oft Diätwerbungen hier.

8. Du findest nicht, dass deine Mail hochbeleidigend und grenzüberschreitend ist? Tatsächlich? Du glaubst, das wäre eine seriöse Kundengewinnung?

Also nichts für ungut, R., aber ich denke ich muss respektvoll Dein Angebot (obwohl es nicht mal ein Angebot in irgendeinem Sinne darstellt) ablehnen. Allerdings werde ich mir vorbehalten, diese Unterhaltung zu veröffentlichen oder öffentlich vorzutragen. Himmel!

Ganz doll liebe Grüße zurück,
Dirk

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(TINDG)

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„Ich sage Ihnen, ich schäme mich.“

Heute erhielt ich diesen Brief einer Leserin, den ich mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen darf.

Sehr geehrter Herr Buurmann,

bei meiner täglichen Lektüre des von mir hoch geschätzten Henryk Broder auf der Achse des Guten, bin ich auf den Link zu Ihrem Artikel „Ich klage an!“ gestoßen und möchte diesen nicht unkommentiert lassen.

Der Inhalt Ihres Artikels hat mich schier umgehauen, obwohl in letzter Zeit in (tatsächlich) unabhängigen Medien einiges darüber zu lesen war, hat mich die schiere Menge und die Tiefe der antiisraelischen und antisemitischen Tendenzen und Fakten in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wütend zurück gelassen. Ich fühle mich dem ohnmächtig ausgeliefert und begreife die Welt nicht mehr.

Uns wurde jahrzehntelang die deutsche Schuld gepredigt; Ausstellungen, Mahnmale, usw. überboten sich in der Aufarbeitung des Holocaust und nun das? Wieso, warum? Ich verstehe es nicht.

Es ist so einfach. Die Fakten sprechen für sich. Was ist da los? Warum in den öffentlich-rechtlichen Medien diese antiisraelische Berichterstattung? Warum dieser Kotau vor der Hamas? Ich bin damit groß geworden, im Fernsehen Berichte über Raketenangriffe von Palästinensern auf Israel zu sehen.

Jahrzehntelang haben wir alle in der Geschichte gewühlt, um Antworten auf den Holocaust zu finden. Gab es da Schuld in der eigenen Familie? Wie lief die Vertreibung der Juden in meinem Heimatort ab? Wir besuchten Auschwitz, Birkenau, Sachsenhausen, Buchenwald und Theresienstadt, lasen hunderte Bücher zum Holocaust, besuchten jede Ausstellung und Synagoge, jeden jüdischen Friedhof, jedes jüdisches Museum, hörten Vorträge und blieben ehrerbietend und beschämt vor jedem Stolperstein stehen, und nun das?

Der Bundespräsident legt einen Kranz vor dem Grab Arafats ab? Ich kann es nicht glauben, ich kann es nicht fassen. Antiisraelische Berichterstattung im Fernsehen? Unglaublich, unfassbar für mich. Das rüttelt an meinen Grundfesten als Mensch. Das rüttelt an der Hälfte meines 55 jährigen Lebens, denn mindestens die Hälfte davon beschäftige ich mich mit dem Holocaust, mit der jüdischen Kultur, mit jüdischem Leben und der jüdischen Tragödie. Warum macht Deutschland so etwas, wie es jetzt gerade passiert? Wir, die, mit der ach so hohen Moral.

Ich sage Ihnen, ich schäme mich. Ich schäme mich! Ich schäme mich für dieses Land, in dem ich geboren wurde, für den Umgang mit den Juden. Und ich sage es mit Max Liebermann, ich kann nicht so viel fressen, wie ich k…… möchte.

Ich als deutsche Christin bin zutiefst beschämt.

Bleiben Sie dran, bleiben Sie mutig, bleiben Sie laut, lassen wir uns nicht einschüchtern.

Sie sind nicht allein.

Herzliche Grüße aus Potsdam.

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