Das wäre wirklich der Tiefpunkt!

Das Erste wird am 21. Juni 2017 um 22:15 Uhr die für arte produzierte TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ senden und im Anschluss eine Diskussionssendung folgen lassen. In der Presseerklärung des Ersten heißt es:

„Dabei werden auch die vom WDR beanstandeten handwerklichen Mängel der Dokumentation berücksichtigt.“

Welche handwerklichen Mängel genau gemeint sind, da hält sich die Presseerklärung noch zurück. Bisher wurde noch kein handwerklicher Mangel bewiesen. Wir erfahren nur:

„So enthält der Film Tatsachenbehauptungen, für die es nach jetzigem Kenntnisstand des WDR keine ausreichenden Belege gibt.“

Welche Tatsachenbehauptungen sind gemeint? Bisher kann nur vermutet werden. Vielleicht will der WDR leugnen, dass mit den Geldern, die in die Kassen der palästinensischen Autonomie fließen, Terror gegen Israel finanziert wird. Vielleicht will der WDR leugnen, dass Abbas im Europäischen Parlament eine Rede gehalten, in der er nachweislich, wie er später zugeben musste, gelogen hatte, Rabbiner würden Brunnen vergiften, was einen großen Teil des Parlaments jedoch nicht davon abgehalten hatte, ihm nach der Rede stehenden Applaus zu zollen. Vielleicht will der WDR aber auch den jundenfeindlichen Aspekt beim Anschlag am 13. November 2015 im Pariser Theater Bataclan leugnen.

Am 13. November 2015 wurden im Zuge einer dschihadistischen Terroranschlagserie in Paris hunderte Konzertbesucher während des Auftritts der Band Eagles of Death Metal im Konzertsaal des Bataclan von drei schwer bewaffneten Terroristen als Geiseln genommen. Die Terroristen feuerten mit Kalaschnikow-Sturmgewehren in das Publikum und warfen Handgranaten in die Menge. Insgesamt wurden im Bataclan-Theater 90 Menschen ermordet. Das Theater wurde von den Mördern nicht zufällig gewählt.

Am 20. Dezember 2008 drehten arabische Terroristen einen Film des Hasses über das Theater und Caféhaus Bataclan, in dem am 13. November 2015 brutal gemordet wurde. Damals drängten vermummte Männer zum Eingang des Bataclans mit einer klaren Nachricht für die jüdischen Besitzer. Ein Mann sprach:

„Der Zorn und die Revolte in meinen Vierteln ist etwas, das wir nicht länger kontrollieren können, darum haben wir eine Nachricht für die Leiter dieses Theaters. Heute bin ich noch nett, aber eins sollten Sie wissen, mit all den Männern, die wir hinter uns haben, wir werden sie nicht mehr lange zurückhalten können. Das ist es, was ich sagen wollte und jetzt werde ich zurückziehen. Aber wisse das, wir werden mit Ungeduld warten!“ 

http://www.liveleak.com/view?i=4d8_1447514351

Dieses Video wurde als Propagandavideo von Terroristen für Terroristen gemacht. Sogar noch kurz von den Anschlägen wurde dem Bataclan mit Anschlägen gedroht. Die Bedrohungslage wurde so heftig, dass die jüdischen Besitzer das Theater kurz vor dem Anschlag verkaufen mussten.

An dem Tag des Anschlags spielte die Band Eagles of Death Metal in dem Theater. Die Band hatte sich ebenfalls bei islamischen Fundamentalisten und deren Unterstützer sehr unbeliebt gemacht, da sie sich lautstark gegen Israelhass ausgesprochen hatte. Einige Monate vor dem Anschlag zum Beispiel wurde die Band unter anderem vom Pink Floyd Mitbegründer Roger Waters aufgefordert, einen geplanten Auftritt in Israel abzusagen, da Israels Behandlung von Palästinensern laut Roger Waters mit den Verbrechen der Nazis zu vergleichen sei. Er drängte die Musiker von Eagles of Death Metal in einem Brief, nicht in Tel Aviv aufzutreten. Am 12. Juli 2015 traten sie dennoch in Israel auf. Der Vormann der Band, Jesse Hughes, rief sogar ein paar deutliche Worte von der Bühne: „Wisst Ihr, was ich zu Roger Waters sage? Zwei Worte: Fick Dich!“

Vier Monate später wurden in einem Konzert dieser Band, in einem Theater, das von islamischen Terroristen als jüdisches Theater angesehen und schon mehrmals bedroht wurde, neunzig Menschen ermordet. In der deutschen Berichterstattung wurde jedoch über diese judenfeindlichen Hintergrund kaum berichtet. Vermutlich, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Ich habe generell das Gefühl, dass die judenfeindlichen Morde in Europa allesamt stets ein wenig runtergespielt werden. Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten. Nach dem Mord wurde von einigen Seiten ernsthaft diskutiert, ob der Mord einen judenfeindlichen Hintergrund haben könne.

Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren. Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten dieselben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt. Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden. Der Mörder rief während der Geiselnahme den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Als der Sender fragte ob er das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht habe, kam die Antwort prompt: “Ja. Die Juden!”

All diese judenfeindlichen Verbrechen hat die „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner dokumentiert. Ich hoffe, der WDR sinkt nicht so tief und stellt die judenfeindliche Motivation der Mörder in Frage. Das wäre wirklich der Tiefpunkt!

Es würde jedoch in das Jahr 2017 passen, denn es begann mit einer Einladung an alle Judenhasser, weil zu Beginn des Jahres ein mildes Urteil gegen drei junge Männer, die im Sommer 2014 einen Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal verübt hatten, rechtsgültig wurde. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verwarf im Frühjahr 2017 einen Antrag auf Revision und erklärte somit die Begründung des Amtsgerichts in Wuppertal für gültig, das das niedrige Strafmaß mit der Feststellung begründet hatte, es gäbe „keine Anhaltspunkte für eine antisemitische Tat“. Das Wuppertaler Amtsgericht folgte damals der Logik der Attentäter, die gestanden hatten, im Sommer 2014 Brandsätze auf die Synagoge geschleudert zu haben, jedoch ebenfalls erklärt hatten, dass sie damit die Aufmerksamkeit auf den Gaza-Konflikt lenken wollten.

Das Wuppertaler Amtsgericht erklärte somit, wenn ein Anschlag auf eine jüdische Einrichtung in Deutschland verübt wird, weil jemandem die Politik Israels nicht gefällt, das nicht unbedingt Judenhass sein müsse, sondern durchaus als Israelkritik durchgehen könne, die halt nur etwas zu weit gegangen sei.

Ich bin mal gespannt, wann der erste Anschlag auf eine Moschee als überzogene Kritik am Iran oder ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim als überzogene Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik bezeichnet wird. Und ich bin mal gespannt, ob bei Maischberger das Niveau so sehr sinken wird, dass die judenfeindliche Motivation der Terroristen der letzten Jahre in Frage gestellt wird. Da hat das Erste nämlich schon Übung drin.

Als im Jahr 2014 der Judenhass in Deutschland hochkochte, als Menschen in Deutschland auf die Straße gingen, um die Vergasung von Juden zu fordern, erklärte Sabine Rau in einem Kommentar in den Tagesthemen, die Sprüche, Juden zu töten, seien zwar „absolut inakzeptabel“, doch unter den Demonstranten seien schließlich auch „Palästinenser, die die Verzweiflung auf die Straße treibt“ und „Deutsche, die sich empören über den brachialen Feldzug“ Israels. Es wurden Parolen gebrüllt wie diese:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

Sabine Rau aber erklärte in diesem Zusammenhang, es ginge nicht an, einseitig nur die Hamas zu verurteilen.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Hamas in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden fordert, während die israelische Unabhängigkeitserklärung erklärt, im Frieden mit allen arabischen Nachbarn leben zu wollen, war Sabine Raus Kommentar so geschmackvoll wie die Aussage: „Es ist nicht gerade mutig zu sagen, am Holocaust seien nur die Deutschen Schuld. Kritik an Juden muss erlaubt, gerade unter Freunden.“

Damals ging Sabine Raus Kommentar handwerklich ganz sauber durch.

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Wann wird darüber diskutiert?

Das Erste wird am 21. Juni 2017 um 22:15 Uhr die für arte produzierte TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ senden und im Anschluss eine Diskussionssendung folgen lassen. In der Presseerklärung des Ersten heißt es:

„Dabei werden auch die vom WDR beanstandeten handwerklichen Mängel der Dokumentation berücksichtigt.“

Der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, erklärt:

„Ich halte es für richtig, die umstrittene Dokumentation jetzt einem breiten Publikum zugänglich zu machen, auch und trotz ihrer handwerklichen Mängel. Nur so kann sich das Fernsehpublikum ein eigenes Bild machen. Die ja längst stattfindende öffentliche Diskussion bekommt so eine Grundlage, auf der sich jeder sein eigenes Urteil bilden kann. Im Anschluss an die Dokumentation wird auch die Gesprächsrunde bei Sandra Maischberger das Thema aufgreifen.“

Welche handwerklichen Mängel genau gemeint sind, da hält sich die Presseerklärung noch zurück. Bisher wurde noch kein handwerklicher Mangel bewiesen. Wir erfahren nur:

„So enthält der Film Tatsachenbehauptungen, für die es nach jetzigem Kenntnisstand des WDR keine ausreichenden Belege gibt.“

Wofür gibt es keine ausreichenden Belege? Bisher ist es lediglich eine unbegründete Tatsachenbehauptung von Ihnen, dass es keine Belege gibt. Und überhaupt, wann werden eigentlich Diskussionen zu all den öffentlich-rechtlichen Sendungen folgen, die in der Vergangenheit Israel kritisiert haben und dabei nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet haben? Anfang Juli 2016 zum Beispiel behauptete das Magazin ZDF heute+, jüdische Kinder in Israel würden dazu erzogen, Palästinenser zu töten.

„Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten – und zu töten.“

Auf Nachfrage von mir erbrachte das Magazin keinen einzigen Beweis für die Behauptung und löschte den Vorwurf einfach. Die Redaktion des ZDF reagierte mit diesen Worten:

„Besten Dank für Ihre Post und die Kritik an dem „heute+“-Beitrag, die wir sehr ernst nehmen. Wir haben die unangemessen verkürzte und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung auf Facebook und in der Beschreibung des Mediatheks-Videos unmittelbar entfernt. Wir bedauern natürlich sehr, wenn sich durch die ursprüngliche Formulierung jemand verletzt fühlte.“

Ich antwortete:

„Sie sprechen von einer „unangemessen verkürzten und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung“. Nein! Die Formulierung ist nicht verkürzt. Sie ist falsch. Falsch! Sie wissen schon: das Gegenteil von Richtig! An israelischen Schulen wird nicht systematisch wie an palästinensischen Schulen das Töten von Menschen gelehrt! Sie sagen, Sie bedauern, wenn sich durch Ihre Formulierung jemand verletzt fühlt. Sie haben nicht nur Gefühle verletzt. Durch Ihre Formulierung wurden Vorurteile und Hass geschürt. Bedauern Sie das auch? Unabhängig davon, ob Sie es bedauern, Sie haben Schaden angerichtet!“

Wann wir darüber bei Maybrit Illner diskutiert?

Am 14. August 2016 sendete die ARD einen Bericht von Markus Rosch, der mehr aus Propaganda denn aus Fakten bestand. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist (CDU) sprach sogar davon, die ARD verbreite Propaganda. Tatsächlich war der Film voller handwerklicher Fehler. Die Zahlen des Experten hielten einer genaueren Prüfung nicht stand und nicht mal der Name des Experten war von der ARD richtig wiedergegeben. In einer öffentlichen Stellungnahme räumte die ARD später Versäumnisse ein und drückte ihr Bedauern aus. In einem anderen Bericht unter dem Titel „Gaza im Winter“ durfte Markus Rosch behaupten, in Gaza Stadt lebten über 100.000 Menschen auf 12 Quadratmetern. Auch diese Zahl war nachweislich falsch!

Wann wird darüber bei Sandra Maischberger diskutiert?

Kurz vor der Wahl in der Niederlanden am 15. März 2017 sendete der WDR einen alten Bericht aus dem Jahr 2011 über Geert Wilders, in dem Juden ausschließlich als Fanatiker und Gefahr präsentiert wurden. Schon im Jahr 2011 waren dieser Dokumentation zahlreiche handwerkliche Fehler nachgewiesen worden, aber der WDR sendete den Film dennoch über fünf Jahre später wieder.

Wann wird darüber bei Anne Will diskutiert?

Dies sind nur ein paar Beispiele diverser nachgewiesener falscher Tatsachenbehauptungen der öffentlichen-rechtlichen Sender. In dem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen dokumentiert. Heute erklärt WDR-Intendant Tom Buhrow:

„Das Thema der Dokumentation war und ist uns wichtig. Und je wichtiger das Thema, desto genauer muss die journalistisch-handwerkliche Sorgfalt sein. Dabei gilt: Sorgfalt vor Schnelligkeit. Wir haben den Film intensiv geprüft und ich habe entschieden, die Dokumentation und unsere handwerklichen Fragezeichen dazu transparent zur Diskussion zu stellen.“

Das sind unglaublich hochtrabende Worte, wenn man bedenkt, dass der WDR in der Vergangenheit schon oft schlampige Reportagen, die Israel kritisieren und voller handwerklicher Fehler waren, in aller Schnelligkeit gesendet hat. Ausgerechnet jetzt ist der WDR ganz sorgfältig! Kann es sein, dass der WDR diesmal deshalb so sehr sorgfältig ist, weil der WDR selbst von der Kritik der Dokumentation betroffen ist?

Gegen eine strenge Prüfung von Fakten ist nichts einzuwenden, gäbe es bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht eine lange Geschichte von ungeprüften Aussagen und Berichten gegen Israel, die sich nach der Ausstrahlung als Lügen herausstellten. Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner ist handwerklich deutlich besser als all die von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten finanzierten israelkritischen Dokumentationen, denen derart viele Fehler nachgewiesen wurden, dass sich die Verantwortlichen dafür später rechtfertigen und um Entschuldigung bitten mussten. Darum sage ich:

Wer Lügen über Israel verbreitet, aber ein Bericht über Antisemitismus einer journalistischen Sonderbehandlung unterzieht, der veruntreut in gewissem Sinne die Rundfunkgebühren und öffnet dem Judenhass die Tür genau den Spalt breit, den der Hass braucht, um in deutsche Wohnzimmer zu gelangen.

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Denken Sie heute auch kurz an Ralph Giordano, Frau Kaddor?

Sehr geehrte Lamya Kaddor,

lassen Sie mich in Dankbarkeit beginnen.

Vielen Dank, dass Sie zu einer gemeinsamen Demonstration der Muslime gegen den islamistischen Terror aufgerufen haben. Heute wird die Demonstration in Köln stattfinden. Sie sagen:

„Wir Muslime müssen uns von den Tätern stärker abgrenzen und ihre gesellschaftliche Ächtung herbeiführen. Wir wollen diesen Verbrechern zurufen: Es reicht uns“

Ich hoffe, dass Ihrem Ruf viele Muslime folgen werden.

Leider haben bereits die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion Ditib und der Islamrat erklärt, an der Demonstration nicht teilzunehmen. Damit verweigert sich ausgerechnet die Organisation Ihrer Demonstration, die die Zentralmoschee in Köln bauen lässt: Ditib!

Als in Köln die Pegida-Bewegung demonstrierte, wurden am Kölner Dom alle Lichter ausgeschaltet. So zeigten Christen damals, wo sie standen. Mit ihrer Weigerung, die Demonstration heute zu unterstützen, zeigen Ditib und der Islamrat, wo sie stehen.

Es tut mir leid, Frau Kaddor, dass Sie von diesen Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern so im Stich gelassen werden.

Erinnern Sie sich noch an diese Worte:

„Ich werde mich auch weiterhin tabulos wenden gegen alle grundgesetzwidrigen und damit integrationsfeindlichen Verhältnisse und Zustände innerhalb der muslimischen Minderheit, allen voran gegen die inakzeptable Stellung der Frau, wie sie niemand erschütternder dokumentiert hat als die türkische Soziologin Necla Kelek, im Namen aller anderen entwürdigten und bedrohten Leidensgenossinnen.

Ich werde auch weiterhin kritisch Stellung nehmen gegen jene Imame und Verbandsfunktionäre, die den liberalen Rahmen und die Toleranz der freiheitlichen Verfassung nutzen, um totalitäre Ansichten von Staat und Religion in ihren Enklaven durchzusetzen; die die Spielregeln rechtsstaatlicher Verfasstheit unterminieren, die mit antiwestlicher Indoktrination einen an der Scharia orientierten Unterricht geben und die Standards der Demokratie wie Koedukation, Sexualunterricht, gemischten Sport, Klassenfahrten, Geschlechtergleichheit verweigern.“

Sie stammen von Ralph Giordano. Er äußerte sie genau vor zehn Jahren im Juni 2007. Er kritisierte damals den Bau der Zentralmoschee in Köln, weil für ihn die Ditib eine Organisation war, der er zutiefst misstraute. Er hatte allen Grund dazu:

„Meine Forderungen an die politische Leitung der Stadt Köln, die Pläne zum Bau einer zentralen Großmoschee in Köln-Ehrenfeld einzustellen, weil sie angesichts der gescheiterten Integration ein falsches Bild von den wahren Beziehungen zwischen muslimischer Minderheit und Mehrheitsgesellschaft entwerfen, haben mir Morddrohungen eingebracht, unmissverständlich und in türkischer Sprache – womit ich diesen Teil der muslimischen Minderheit nicht unter Generalverdacht stellen will.“

Sehr geehrte Lamya Kaddor,

wenn Sie heute in Köln demonstrieren, werden Sie dann auch an Ralph Giordano denken und daran was Sie einst über ihn geschrieben haben? Unter der Überschrift „Islamkritik, die niemand braucht“ schrieben Sie Ende 2015 in der ZEIT:

„Diese Stimmungsmache, die heute Personen wie Hamed Abdel-Samad vertreten und früher Leute wie der Journalist Henryk Broder, die Autorin Necla Kelek und der Schriftsteller Ralph Giordano verbreitet haben, machen Millionen Menschen in diesem Land ganz konkret das Leben schwer – manchmal sogar unerträglich.“

Sie erklärten Ralph Giordano zu einem Stimmungsmacher, der Millionen Menschen das Leben unerträglich mache. Sein ganzes Leben lang konnte Ralph Giordano nicht in ein Gotteshaus gehen, ohne dabei an einem Polizeiwagen vorbei gehen zu müssen. Sein Leben lang wurde er von rechten Gewalttätern bedroht, weil er Jude war. In den letzten Jahren seines Lebens kam noch eine massiv spürbare Bedrohung von islamischen Gewalttätern dazu. Er war 15 als in Deutschland sämtliche Synagogen niedergebrannt wurden. Er war 18 als in Deutschland Juden vergast wurden. Und er war 91 als er auf deutschen Straßen den Mob brüllen hörte: „Jude, Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ Ab Minute 0:45:

Er war 91 Jahre alt, als in Deutschland „Adolf Hitler“ gebrüllt und der Tod von Juden gefordert wurde. Ab Minute 2:50:

All dies geschah im Sommer im 2014. Im Dezember 2014 starb Ralph Giordano. Es muss für ihn schlimm gewesen sein, ein solches Deutschland verlassen zu müssen.

Nur ein paar Monate nach seinem Tod erklärten Sie Ralph Giordano zu einem Stimmungsmacher, der Millionen Menschen das Leben unerträglich mache. Alles nur, weil er die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion kritisiert hatte – scharf kritisiert, keine Frage, aber berechtigt!

Ralph Giordano hat niemandem das Leben unerträglich gemacht. Ihm wurde das Leben allerdings oft unerträglich gemacht. Er überlebte den Holocaust, fand in der Bundesrepublik Deutschland neue Hoffnung und musste sich am Ende seines Lebens wieder Morddrohungen anhören lassen und zwar von genau jenen Leuten, gegen die Sie heute demonstrieren, die Ditib jedoch nicht! Ralph Giordano erklärte damals:

„Die Scharia, das Gesetz des Islam, ist notorisch grundgesetzwidrig, ein skandalöser Anachronismus, das Fossil einer überholten Menschheitsepoche und ein schweres Hindernis auf dem Weg zur Reformierung und Modernisierung des Islam. Sie wird von mir genauso selbstverständlich in die kritische Methode einbezogen wie der Koran, die Biographie Mohammeds und das Alte und das Neue Testament. Und ich will das sagen, schreiben, denken dürfen – offizielle Fatwa-Drohung hin, inoffizielle her.“

Sie erklärten diese Kritik damals zur unerträglichen Stimmungsmache. Sie erklärten somit, die Aufklärung sei unerträglich. Sie erinnerten mich damals ein wenig an jene islamischen Fundamentalisten, die Karikaturen als unerträglich bezeichnen! Damals schrieb ich:

„Ich hoffe inständig, dass Sie diese Verteufelung von Kritik, die das Fundament des aufgeklärten Europas und die Stütze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, nicht an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben. Dann nämlich wundert es mich nicht, dass unter Ihren Schülern bereits fünf für den Dschihad nach Syrien gezogen sind. Ich wundere mich generell, dass Sie den Koran lehren, wo Sie doch so vehement darauf hinweisen, dass Sprache und Bücher ein Klima schaffen können, in dem Gewalttäter und Extremisten sich ermutigt fühlen.

Wäre ich ein Moslem, mich beleidigte ein Mensch, der im Namen des Islams verfolgt und mordet, deutlich mehr, als alle Kritiker des Islams zusammen. Ein Islamist würde mir das Leben schwer machen – manchmal sogar unerträglich. Aber das ist Ansichtssache.“

Ich freue mich, dass Sie heute in Köln eine Demonstration organisieren, bei der Muslime erklären können, dass für sie Islamisten unerträglich sind. Ditib und der Islamrat sind nicht an der Seite dieser Muslime, aber wissen Sie, wer heute an deren Seite wäre? Ralph Giordano! Er schrieb im Juni 2007:

„Ich jedenfalls stehe an der Seite aller säkularisierten Muslimas und Muslime, die mit Reformen den Weg zu einer Integration frei machen wollen, die diesen Namen verdient – ein Ziel, von dem wir noch weit entfernt sind. Was mich nicht hindert, es mit meinem Molekül näherzubringen. Denn eine friedliche Alternative zur Integration gibt es nicht.“

Vielleicht, Frau Kaddor, denken Sie heute an Ralph Giordano, denn er würde heute mit Muslimen gegen islamischen Terror demonstrieren, wäre er noch unter uns.

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Die Botschafterin Israels kritisiert arte

Der Botschafterin Israels in Frankreich, Aliza Bin-Noun, hat arte aufgrund der Weigerung, die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zu senden, scharf kritisiert. In einem Brief an den deutsch-französischen Sender spricht sie von einer „Verschleierung der Wirklichkeit“ und kritisiert „eine Verletzung des Rechts der Öffentlichkeit auf Information, insbesondere, wenn es um wichtige Themen wie Antisemitismus geht, der sich wieder gefährlich in Europa verbreitet.“

Aliza Bin-Noun diente als israelische Botschafterin in Ungarn von 2007 bis 2011. Im Jahr 2012 wurde sie zur Leiterin des Büros im israelischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten ernannt. Seit August 2015 ist sie als israelische Botschafterin in Frankreich tätig. Sie wuchs in Nahijya, im Norden Israels auf. Ihre ungarischen Großeltern väterlicherseits wurden im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Ihr Vater ist ein Überlebender des Holocausts.

Der Brief in Übersetzung:

„Frau Präsidentin,

Wir sind fassungslos und bestürzt zu erfahren, dass arte sich weigert die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Antisemitismus in Europa“ unter der Regie von Joachim Schroeder und Sophie Hafner auszustrahlen, zumal sie auf Wunsch von Arte produziert wurde.

Diese Weigerung stellt eine Verschleierung der Wirklichkeit dar und ist eine Verletzung des Rechts der Öffentlichkeit auf Information, insbesondere, wenn es um wichtige Themen wie Antisemitismus geht, der sich wieder gefährlich in Europa verbreitet, was zu schwerwiegenden Folgen innerhalb der jüdischen Gemeinden, des Staates Israel und aller anderen demokratischen Gesellschaften geführt hat.

Frankreich, Israel und andere demokratische Staaten kämpfen gemeinsam gegen Antisemitismus im Namen der Werte, die uns verbinden. Dieser Kampf ist umso wichtiger, da der Antisemitismus heute wieder tötet. In Frankreich wurden im Jahr 2012 in Toulouse Kinder getötet, weil sie Juden waren; in Paris wurden im Jahr 2015 Franzosen im Hypercacher getötet, weil sie Juden waren; und es gibt noch so viele antisemitische Vorfälle in Frankreich und anderswo, die stets durch den blinden Hass auf Juden angetrieben waren.

Außerdem äußert sich Antisemitismus heute auch durch Antizionismus und trägt dazu bei, dass Existenzrecht Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes zu verneinen, den Staat Israel zu delegitimieren und seine Verbündeten und Freunde in Frankreich und Europa zu schaden.

Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass im Namen unserer Werte der Demokratie und der Meinungsfreiheit und in Übereinstimmung mit dem, was arte repräsentieren soll, diese Dokumentation von arte ausgestrahlt wird.“

Auch der Gesandte des Staates Israel an der Botschaft in Berlin, Emmanuel Nahshon, kritisiert arte in einem Brief an die Jerusalem Post scharf: „Israel glaubt, dass der Film gezeigt werden soll und wir finden die Entscheidung, ihn nicht zu zeigen, sehr verstörend.“ Er fügte hinzu: „Die europäische öffentliche Meinung sollte die Wahrheit wissen.“

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Die Filmemacher haben das Wort

Eine Stellungnahme von Joachim Schroeder, der mit Sophie Hafner die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ gemacht hat.

Der von Arte in Auftrag gegebene Film wurde in voller Übereinstimmung der vertraglichen Vorgaben erstellt und von der zuständigen Redakteurin abgenommen. Wir haben für unserem Film folgende Antisemitismusdefinition von Prof. Monika Schwarz-Friesel von der Bundeszentrale für politische Bildung zu Grunde gelegt:

„Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Antisemitismus bedeutet in Kurzform jedwede Sonderbehandlung von Juden, weil sie Juden sind. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein. Es zeigt sich die Tendenz, aktuellen Antisemitismus in seiner besonders häufigen Manifestationsvariante des Anti-Israelismus zu leugnen, zu bagatellisieren oder semantisch als „legitime Kritik“ umzudeuten.“

León Poliakov sagte einst:

„Israel ist der Jude unter den Staaten! Es spielt daher keine Rolle was er tut oder nicht, das Problem ist, dass er existiert. Es handelt sich dabei um die Kollektivierung eines Ressentiments. Dies führt zu Argumentationsmustern, die rhetorisch und syntaktisch identisch sind:

‚Juden sind das größte Übel der Menschheit und bedrohen den Weltfrieden!‘
‚Israel ist der schlimmste Verbrecherstaat und bedroht den Weltfrieden!‘

Der einzige Unterschied liegt in der Wortwahl: Rechte und rechtsradikale Sprecher referieren explizit auf Juden, linke und in der Mitte anzusiedelnde Personen benutzen die Wörter Zionisten, Israel und Israelis.“

Deswegen mussten wir für diesen Film in den Nahen Osten reisen, um Antworten auf in Europa vorzufindende antisemitische Ressentiments zu finden.

Gelegentlich wird bei unserem Film von handwerklichen Fehlern gesprochen. Das ist falsch. Die gestern geleakte Version war scheinbar die Arte-Fassung ohne Untertitel, denn diese werden zweisprachig von Arte eingeblendet. Wenn Arte oder der WDR oder die ARD den Film senden, dann werden alle Untertitel vorhanden sein.

Zum Vorwurf des Spiegel, „ausnahmslos alle Araber grinsen provokante Fragen orientalisch weg oder geben unkommentiert entsetzlichen (eben: antisemitischen) Quark von sich“, sei gesagt: Das stimmt nicht. Die sich antisemitisch äußernden Personen im Film sind bis auf eine Ausnahme – Fuad Afane, der sich völkisch auf einer Berliner Demo äussert – Deutsche, Franzosen und Schweizer. Der Kollege wirft uns zudem philosemitischen Elan vor. Das ist seine Übersetzung dafür, dass wir als Autoren eine Haltung haben. Er befindet sich damit in guter Tradition. Bereits Heinrich von Treitschke argumentierte gegenüber seinen nicht-jüdischen Gegnern mit der Formulierung: „philosemitischer Eifer!“

Unser Offtext sagt, die Dichte an NGOs wird als überproportional angesehen – in Israel und den palästinensischen Gebieten. Das ist Fakt. Beim Blick in andere Krisengebiete dieser Erde sind nachweislich wesentlich weniger NGOs vor Ort. In unserem Film sagt Edelgard Meyer zu Uptrup von EAPPI (Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel) uns direkt in die Kamera ihren Holocaustvergleich:

„Ja, das ist eine ganz große Belastung, sich zu sagen, eigentlich tun die was Ähnliches, was ihnen selbst widerfahren ist, durch dieses Hineinsteigern in die Opferpsyche.“

Dieser Holocaustvergleich ist ein gängiges antisemitisches Stereotyp, das nach einer Studie des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, die im Bundestag 2017 vorgestellt wurde, von immerhin 24% der Bundesbürger geteilt wird. 40% der Bundesbürger sind der Meinung, dass sie verstünden, dass man etwas gegen Juden hat, angesichts der israelischen Politik. Die Aussagen von EAPPI sind ungeschnitten.

Last but not least: Als Dokumentarfilmer haben wir eine eigene Meinung. Dies ist kein Tagesschau-Nachrichtenbeitrag, der Objektivität vorgaukeln soll und dabei häufig in die Kritik gerät, siehe zuletzt zum Beispiel der Beitrag über Wasserversorgung in Gaza.

Arte und WDR verweigern unter fadenscheinigen Gründen die Ausstrahlung unseres Filmes. Sie beanstanden nicht das Handwerk, sondern die erschreckenden Ergebnisse unserer Dokumentation. Das Vorhalten unseres Filmes stellt einen krassen Verstoß gegen das Recht auf informative Selbstbestimmung der Steuerzahler und Zuschauer dar. Wir fordern Arte und WDR auf, unverzüglich für die Sendung unseres Filmes Sorge zu tragen.

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(TINJOS)

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Das Schweigen von arte und dem WDR

Stellen Sie sich einmal vor, im 15. Jahrhundert hätte eine kirchliche Institution eine Abhandlung über die Beschaffenheit der Welt in Auftrag gegeben und die Schreiber wäre zu dem Ergebnis gekommen, die Erde sei rund und bewege sich um die Sonne. Stellen Sie sich weiter vor, die Institution Kirche hätte daraufhin die Abhandlung wegen angeblicher handwerklicher Mängel in den Giftschrank geschlossen und zudem erklärt, die Dokumentation sei nicht dem Auftrag gerecht geworden, weil eine Abhandlung über die Erde als fixe Scheibe in Auftrag gegeben wurde.

So ziemlich genau das ist geschehen, jedoch nicht zum Ende des Mittelalters, sondern im 21. Jahrhundert. Es ist jedoch nicht die Kirche, die so reagiert. Es ist der WDR!

Der WDR hat in Zusammenarbeit mit arte eine deutlich sechsstellige Summe für eine Dokumentation über Antisemitismus ausgegeben. Heraus kam die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner. Diese Dokumentation zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt ferner, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und heute nach Europa zurückkehrt und zwar in Form einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Nachdem man die Dokumentation gesehen hat, versteht man die letzten Sätze der Dokumentation:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Die Liste der Menschen, die so gewalttätig wurden, dass sie Juden mordeten ist lang und die Dokumentation zeigt sie:

Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten. Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren. Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten die selben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt. Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden. Am 13. November 2015 wurde das Bataclan Theater in Paris Ziel eines Anschlags, bei dem neunzig Menschen ermordet wurden. Das Theater wurde nicht zufällig ausgesucht. Jahrelang hatten die jüdischen Besitzer des Theaters Spendengalas für Israel organisiert. Das Theater wurde seit 2008 massiv bedroht und entging im Jahr 2011 erstmals einem Terroranschlag. Im Sommer 2014 wurden auf deutschen Straßen diese Parolen gebrüllt:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

All diese antisemitischen Verbrechen werden in dem Film erwähnt und ihre Wurzeln durchleuchtet. Sie liegen im Nahen Osten, wo die Hamas zur Vernichtung aller Juden aufruft und die Fatah Judenmörder feiert. Die Dokumentation zeigt, dass dieser Hass auf Juden im Gazastreifen und in der palästinensischen Autonomie durch Gelder aus Deutschland und Europa finanziert wird. Gelder von Brot für die Welt, Misereor und der Europäischen Union benutzt, um im Nahen Osten Judenhass zu finanzieren und arabische Kinder zu missbrauchen, indem sie dazu gezwungen werden, als Schutzschilde für den Judenmord zu fungieren. Dieser Hass wird dann nach Europa zurückexportiert. Es wundert daher nicht, dass der Terror, wie wir ihn von palästinensischen Terroristen kennen, die mit Autos und Lkws in Menschenmengen rasen und wahllos Passanten abstechen, jetzt auch in Europa um sich greift.

Fast alle antisemitischen Judenmorde in Europa im 21. Jahrhundert gingen auf das Konto von Israelhassern, deren Hass von Ideologen aus dem Nahen Osten gespeist wurde. Die Gründungscharta der Hamas erklärt in Artikel 7 die Vernichtung aller Juden als Endlösung des Konflikts mit den Juden. Minister der Hamas rufen offen zur Vernichtung aller Juden auf. Im arabischen Fernsehen, werden Kinder dazu erzogen, Juden töten zu wollen. Hitler wird verehrt und der Holocaust von hohen arabischen Regierungsstellen wahlweise geleugnet oder gefeiert. All das zeigt die Dokumentation. Das WDR Social Media-Team aber erklärt:

„Der Film entspricht nicht dem Auftrag von arte, nämlich den „Antisemitismus in Europa“ zu beleuchten. Das behandelt der Film allerdings nur in Teilen. Der WDR kann die Kritik von arte nachvollziehen, da der Film nicht liefert, was beauftragt war.“

Wer sagt, die Dokumentation über den Antisemitismus in Europa hätte sich nicht so ausführlich mit dem Nahen Osten beschäftigen dürfen, sagt damit, die Dokumentation über Antisemitismus in Europa hätte sich nicht so ausführlich mit den Judenmorden in Europa beschäftigen dürfen, denn sie alle sind im nah-östlichen Konflikt eingebettet.

Früher, als noch die Kirche bestimmte, was gute und schlechte Literatur ist, da waren die Menschen gezwungen, die Kirche zu finanzieren. Die Kirche sagte: „Es ist nur zu Eurem Besten!“ Wer die Kirche und ihre erklärte gute Absicht in Frage stellte, war ein Ketzer! Interessanterweise ist es heute nicht anders, jedoch sind wir jetzt gezwungen, die öffentlich-rechtlichen Sender zu finanzieren, allerdings mit der selben Begründung, mit der sich die Kirche jahrhundertelang das Geld ergaunert hatte. Sie behaupten einfach, ohne ihre Existenz würde alles noch viel schlimmer werden und mit den erzwungenen Geldern sorgen sie dafür, dass gut und richtig berichtet wird, weil nur sie unabhängig und sündenfrei genug sind, um anständig und vernünftig zu berichten. Der Mensch brauche nun mal gute Hirten, sagen sie und diese guten Hirten seien nun mal sie, alternativlos!

So redete einst die Kirche und so reden heute die öffentlich-rechtlichen Anstalten. Ein großer Teil der Bevölkerung folgte in Sündenscham gebeugt gerne dieser Rhetorik und erklärte: „Wir zahlen unseren Teil gerne!“

Im Jahr 2017 muss für jede Wohnung in Deutschland monatlich 17,50 Euro bezahlt werden, damit die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gute Fernsehsendungen für das Volk einkaufen. Der WDR gab von diesem Geld nun einen Bericht über Antisemitismus in Europa in Auftrag, der allerdings genau so beschaffen sein musste, wie ihn sich der Auftraggeber vorgestellt hatte. So wie einst für die Kirche feststand, was das Ergebnis einer Recherche zu sein hatte, nämlich ein Ergebnis, das sich in das eigene Weltbild einfügt, so muss heute ebenfalls das Ergebnis einer von einem öffentlich-rechtlichen Sender in Auftrag gegebene Dokumentation über Antisemitismus in Europa ist das vorgefertigte Weltbild passen. Als sich herausstellte, dass das Ergebnis anders war, verweigerten der Sender die Ausstrahlung. Eine Recherche in Auftrag zu geben, jedoch nicht zu zeigen, weil einem das Ergebnis nicht passt, ist nicht wissenschaftlich, sondern ideologisch-fundamentalistisch, beim WDR ebenso wie in der Kirche.

Früher sorgte sich die Kirche um die Schäfchen im Staat, heute die öffentlich-rechtlichen Anstalten. Können wir nicht froh sein, in einem Staat zu leben, der so gut auf uns aufpasst? Vermutlich kaufen die Anstalten bald wieder einen Film, in dem Israel so richtig schön kritisiert wird, damit wir wieder gutes deutsches Fernsehen mit bösen jüdischen Siedlern sehen können.

Ich weiß zwar nicht, wie sich der WDR Antisemitismus in Europa vorstellt, aber ich weiß, dass die Juden, die gerade in Europa verfolgt und ermordet werden, deshalb ermordet werden, weil die Mörder glauben, dass es ihre Pflicht ist, Juden und jüdische Kinder zu ermorden, um sich so mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist! Diese Einredung wird seit Jahrzehnten von der Europäischen Union und christlichen Nichtregierungsorganisationen finanziert und von öffentlich-rechtlichen Sendern durch einseitige, israelkritische Berichterstattung befördert. Hätten die öffentlich-rechtlichen Sender an all den vielen israelkritischen Berichten die gleiche handwerkliche Messlatte angelegt, wie an „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“, die meisten Berichte hätte nie gesendet werden dürfen, da sie nachweislich falsche Zahlen und Namen beinhalteten.

Am 14. August 2016 sendete die ARD einen Bericht von Markus Rosch, der mehr aus Propaganda denn aus Fakten bestand. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist (CDU) sprach sogar davon, die ARD verbreite Propaganda. Tatsächlich war der Film voller handwerklicher Fehler. Die Zahlen des Experten hielten einer genaueren Prüfung nicht stand und nicht mal der Name des Experten war von der ARD richtig wiedergegeben. In einer öffentlichen Stellungnahme räumte die ARD später Versäumnisse ein und drückte ihr Bedauern aus.

In einem anderen Bericht unter dem Titel „Gaza im Winter“ durfte Markus Rosch behaupten, in Gaza Stadt lebten über 100.000 Menschen auf 12 Quadratmetern. Auch diese Zahl war nachweislich falsch!

Kurz vor der Wahl in der Niederlanden am 15. März 2017 sendete der WDR einen alten Bericht aus dem Jahr 2011 über Geert Wilders, in dem Juden ausschließlich als Fanatiker und Gefahr präsentiert wurden. Schon im Jahr 2011 waren dieser Dokumentation zahlreiche handwerkliche Fehler nachgewiesen worden, aber der WDR sendete den Film dennoch über fünf Jahre später wieder.

Dies sind nur ein paar Beispiele. In dem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen dokumentiert. Heute schreibt der WDR als Begründung für seine Weigerung den Film „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner zu zeigen:

„Wir bedauern, dass die redaktionelle Abnahme im WDR offenbar nicht den üblichen in unserem Haus geltenden Standards genügte. Wir arbeiten das derzeit intern auf. Dabei geht uns Sorgfalt vor Schnelligkeit – ungeachtet der aktuellen öffentlichen Diskussion über einen nicht ausgestrahlten Film. Selbstverständlich haben wir ein großes Interesse, die Dokumentation zu veröffentlichen, sofern die darin getroffenen Behauptungen und Informationen belegt und journalistisch sorgfältig geprüft sind.“

Das sind unglaublich hochtrabende Worte, wenn man bedenkt, dass der WDR in der Vergangenheit schon oft schlampige Reportagen, die Israel kritisieren und voller handwerklicher Fehler waren, in aller Schnelligkeit gesendet hat. Ausgerechnet jetzt will der WDR ganz sorgfältig einen Bericht prüfen, der genau diese Schlampigkeit im Umgang mit Israel kritisiert? Kann es sein, dass die Dokumentation deshalb so streng geprüft, weil diesmal der WDR selbst von der Kritik betroffen ist? Wenn dem so ist und ich sehe keine Anhaltspunkte, daran zu zweifeln, dann ist der WDR nicht objektiv, sondern das genaue Gegenteil davon: Der WDR ist befangen! Das Urteil über einen Bericht über Judenhass in Europa ist dann so wertvoll wie das Urteil eines Mönches aus dem 16. Jahrhundert über einen Bericht über Judenhass in Europa.

Gegen eine strenge Prüfung von Fakten ist nichts einzuwenden, gäbe es bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht eine lange Geschichte von ungeprüften Aussagen und Berichten gegen Israel, die sich nach der Ausstrahlung als Lügen herausstellten. Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner ist handwerklich deutlich besser als all die von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten finanzierten israelkritischen Dokumentationen, denen derart viele Fehler nachgewiesen wurden, dass sich die Verantwortlichen dafür später rechtfertigen und um Entschuldigung bitten mussten. Darum sage ich Ihnen:

Wer Lügen über Israel verbreitet, aber ein Bericht über Antisemitismus einer journalistischen Sonderbehandlung unterzieht, der veruntreut in gewissem Sinne die Rundfunkgebühren und öffnet dem Judenhass die Tür genau den Spalt breit, den der Hass braucht, um in deutsche Wohnzimmer zu gelangen. Sie verharmlosen den Judenhass, indem sie nicht wahrhaben wollen, dass sich der Judenhass über die Jahrhunderte immer als sehr wandlungsfähig erwiesen hatte. Aber der Judenhass bewegt sich doch, auch in den Reihen der öffentlich-rechtlichen Anstalten! Judenhass ist überall!

Der Hass auf Juden ist so alt, dass er bis in die kleinste Faser mit unserer Kultur verwoben ist. Judenhass findet sich im Christentum und im Islam. Er findet sich bei aufgeklärten Denkern wie Immanuel Kant und Voltaire, bei Schriftstellern wie Charles Dickens und Oscar Wilde, bei Komponisten wie Johann Sebastian Bach und Richard Wagner, ja sogar bei Karl Marx. Der Judenhass durchzieht unsere Kultur so sehr, dass niemand in unserer Gesellschaft vor diesem Hass gefeit ist, nicht mal Juden selbst.

So sicher, wie jeder Mensch, ob nun männlich oder weiblich, in einer sexistischen Gesellschaft sexistisch denkt, so denkt jeder Mensch, möge er nun Jude sein oder nicht, in einem judenfeindlichen Umfeld auch mal judenfeindlich. Ja, auch ich! Wir können uns diesen Hass jedoch bewusst machen und so bekämpfen! Der Judenhass ist erschreckend wandelbar. Es ist die Stärke des Judenhasses, sich stets den neuen Gegebenheiten anpassen zu können. Es gibt drei große Arten des Judenhasses: Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus.

Antijudaismus ist der Hass auf das Judentum als Religion. Antisemitismus ist der Hass auf das Judentum als vermeintliche Rasse. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Ob nun aber Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, in allen drei Fällen ist die Definition von Judenhass gleich. Henryk M. Broder hat es auf die einfache Formel gebracht:

“Ein Judenhasser ist, wer an Juden kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert.”

Der christliche Judenhass nannte sich Antijudaismus. Antijudaisten nannten Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Antijudaismus war der Hass auf das Judentum als Religion. Einer der bekanntestes Einpeitscher des Antijudaismus war Martin Luther. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ erklärte er:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ forderte er:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Mit der Aufklärung nahm der christliche Antijudaismus ab. Seinen Platz nahm der Antisemitismus ein. Antisemiten erklären Juden zu einer minderwertigen Rasse, nennen Juden Kindermörder, verfolgen und ermordeten sie und greifen ihre Synagogen an.

Antisemitismus ist der pseudo-wissenschaftliche Versuch, dem alten religiösen Judenhass ein neues Gewandt zu geben. Nachdem viele Menschen die Kostüme der christlichen Dogmen und Fundamentalismen abgelegt hatten, erkannten sie zwar, dass sie nackt waren, jedoch auch, dass sie immer noch keine Juden mochten. Der Judenhass war in langer, traditioneller Ausübung so tief in ihren Herzen verankert, dass er sich in das Zeitalter der Aufklärung retten konnte.

Das Wort Antisemitismus taucht in der Mitte des 19. Jahrhundert erstmals auf und wird dann zu einem nicht unerheblichen Teil von dem Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) geprägt. Marr griff das Wort auf und rechtfertigte damit eine rassistische Ausgrenzung der Juden. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und war erklärter Atheist. Wilhelm Marr war links, demokratisch und er hasste Juden! In seiner linker Überzeugung waren die Juden schuld am Liberalismus, weil sie sich den jüdisch konnotierten Kapitalinteressen verschrieben hätten. In Berlin erschien im Februar 1879 seine Propagandaschrift “Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet”, die noch im selben Jahr zwölf Auflagen erlebte. In dieser Schrift grenzt sich Marr deutlich von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreiben. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Benutzung des Begriffs „Antisemitismus“. Marr prägte wesentliche Klischees und Schlagworte. Er legte 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

Wilhelm Marr gehört zu jenen aufgeklärten Demokraten, die zwar auf Gott und den König verzichten konnten, nicht aber auf den Judenhass. Mit pseudo-wissenschaftlicher Akribie wurde der Judenhass intellektuell rehabilitiert und dabei brutalisiert. War es bei dem religiösen Judenhass noch möglich, dass ein Jude Christ werden konnte, um der Verfolgung zu entgehen, war der Jude für den Antisemiten ein ewiger Jude und dadurch nur noch durch die physische Vernichtung zu entfernen.

Als der Antisemitismus aufkam, kannten viele Menschen nur den klassischen Antijudaismus. Sie sahen den Antijudaismus nicht mehr als große Gefahr an. Das Christentum hatte schließlich seine absolute Macht eingebüßt und in Deutschland wurden Juden sogar Ende des 19. Jahrhunderts vollwertige Bürger des Deutschen Kaiserreichs. Der Antisemitismus könnte wüten, weil er fahrlässig unterschätzt wurde.

Unterschätzt wird heute die neue Form des Judenhasses. Es ist der Antizionismus! Antizionisten erklären Juden zu einem Volk, das nichts aus dem Holocaust gelernt haben soll. Antizionisten nennen Juden Kindermörder, verfolgen und ermorden sie und greifen ihre Synagogen an. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Wieder findet sich dieser neu definierte alte Hass auf Juden besonders in linken Kreisen. Wieder wird dieser Hass maßlos unterschätzt, wie man an der Friedenauer Gemeinschaftsschule in Berlin erkennen kann.

Die hysterische Kritik an Israel ist nichts weiter als blanker Judenhass, weil an Israel kritisiert wird, was bei allen anderen Ländern der Welt ignoriert wird. Israel wurde von den Vereinten Nationen öfter mit kritischen Resolutionen bedacht, als alle anderen Nationen zusammen. Israel ist für viele der Jude unter den Staaten. Sie hassen Israel nicht aufgrund eines bestimmten Handels, sondern weil Israel überhaupt handeln kann, egal wie! Es ist die pure Existenz Israels, die nicht erwünscht ist.

So wie der Antijudaismus einst von Christen ausging, so hat der Antizionismus heute in der muslimischen Gemeinschaft einen willigen Vollstrecker. Die muslimische Hamas hat nicht nur einen Hass auf Israel, sie fordert in Artikel 7 ihrer Gründungscharta zudem die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Hamas peitscht ihre Feinde ein und schießt immer wieder und oft täglich tausende Raketen in Richtung Israel ab, um so viele Kinder, Frauen, Zivilisten, Schulen, Hospitäler und Heime wie möglich zu treffen. Statt aber Israels Recht auf Selbstverteidigung zu verteidigen, wird von vielen Leuten erwartet, Israel solle mit den Judenhassern verhandeln. Wie aber verhandelt man mit einer Terrororganisation, die alle Juden vernichten will? Soll Israel dieser Organisation etwa auf halbem Weg entgegenkommen?

Israel muss jeden Krieg gewinnen! Nach zehn Kriegen muss es 10:0 stehen. Ein 9:1 ist nicht möglich. Nur ein verlorener Krieg bedeutet, dass Israel nicht mehr existiert. Israel lebt seit seiner Gründung in einer permanenten Sudden Death Situation. Der Gegner kann ruhig einen Krieg nach dem anderen verlieren; Israel aber muss jeden Krieg gewinnen. Israel hat daher kein Interesse an einen Krieg. Israel ist eine marktwirtschaftliche Demokratie und wäre lieber von Geschäftspartner umgeben als von Feinden.

Der Antizionismus blendet das alles aus. Der Antizionismus wird in Deutschland so fahrlässig unterschätzt wie einst der Antisemitismus. Der Antijudaismus hatte einst mit Luther seinen bedeutendsten deutschsprachigen Unterstützer. Der Antisemitismus hatte in Hitler seinen besten Verbündeten. Heute wütet der Antizionismus. Wie wird sich Deutschland wohl diesmal entscheiden? Diether Dehm von der Partei Die Linke hat sich bereits entschieden und trumpft mit dieser Definition von Antisemitismus auf:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus laut Diether Dehm also erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist vermutlich eine Ordnungswidrigkeit! Der Antizionismus wird heute so verharmlost wie einst der Antisemitismus. Die Überzeugungen vieler Judenhasser von heute lautet: „Israel ist unser Unglück!“

Mit diesem Hass können viele Islamisten etwas anfangen. Sie sind fest davon überzeugt, dass die Welt friedlich wäre, wenn nur alle den Islam annehmen würden. In einer erst jüngst gehaltenen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‘Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

Mohammed sagt dort: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.”

Sheich Ibrahim Madhi interpretiert: Der Prophet sagt: ‘Die Juden werden gegen euch kämpfen, und Allah wird Euch als Herrscher über sie setzen.’ Wir blasen sie in die Luft in Hadera, wir blasen sie in die Luft in Tel-Aviv und in Netanya. Und auf diese Weise wird Allah uns als Herren über diese Rotte hergelaufener Landstreicher setzen. Wenn ein Jude sich hinter einem Stein oder einen Baum versteckt, dann werden der Stein oder der Baum sagen: Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn…“

Als die Nazis ihren mordenden Judenhass propagierten, ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams ein, u.a. mit dem Mufti Al Husseini. Dieses Bündnis wird noch heute von islamischen Organisationen als heilig angesehen, der Hitlergruß ist gängige Praxis bei der Hamas wie bei der Hisbollah, wie man hier sehen kann. Mehrere islamische Staaten, unter ihnen Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen sind stolz darauf, „judenfrei“ zu sein. Sie haben geschafft, woran Hitler gescheitert war.

Die brutalsten judenfeindlichen Ausschreitungen in Europa haben mittlerweile einen islamistischen Hintergrund. In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis angeschossen. Ein paar Wochen später am 8. Januar 2009 rief auf den Straßen in Oslo ein überwiegend muslimischer Mob “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” In Hannover wurden im Jahr 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen mit Steinen beworfen. Welche Vorbilder haben diese Kinder? In Offenbach wurde ein Rabbiner in einer Einkaufspassage angegangen. Auf Facebook werden seit Jahren täglich Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde, da dort auch muslimische Kinder zur Schule gehen. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war, was einem arabisch skandiereden Mob nicht gefiel.

Dieser Hass wird auch in deutschen Moscheen gelehrt. Im Jahr 2016 schickte der Journalist Constantin Schreiber einen Mann inkognito in fast zwanzig Moscheen in Deutschland, um sich die Freitagspredigten anzuhören. Was er zu hören bekam, war wenig vertrauenserweckend und teilweise sogar sehr erschreckend. Die Gläubigen wurden allesamt dazu aufgerufen, sich vom Leben in Deutschland abzugrenzen. Constantin Schreiber sagt:

„Der Aufruf zur Abgrenzung zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte.“

In Moscheen in Deutschland wird gepredigt, dass Demokratie und Islam sich ausschließen und kein gläubiger Muslim demokratisch und liberal sein kann. Es wird offen gegen Juden gehetzt. Syrischen Flüchtlinge, die die Predigten gehört haben, erzählen Constantin Schreiber, sie seien überrascht, dass solch aggressive und rückwärtsgewandte Predigten in Deutschland gehalten werden. Aus Syrien, so erklären sie, kennen sie das nicht.

Ich weiß nicht, welche Predigt die Terroristen in Europa hörten, bevor sie loszogen, um Juden zu morden, ich weiß auch nicht, wer die islamischen Lehrer jener jungen Muslime sind, die auf deutschen Schulhöfen das Wort „Jude“ wieder als Schimpfwort salonfähig gemacht haben, aber ich muss leider feststellen, dass sie sich selber als Muslime sehen. Sie behaupten sogar, ihren Hass im Namen des Propheten zu begehen. Der Ruf nach Allahs Größe begleitete so ziemlich sämtliche Morde des 21. Jahrhunderts in Europa die einen judenfeindlichen Hintergrund hatten.

Es reicht daher nicht, einfach zu behaupten, all die Verbrechen hätten nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich haben sie das! Ich würde die Judenhasser und Terroristen, die brüllen und morden auch am liebsten schlicht Arschlöcher nennen, aber ich kann nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für die gute Sache Juden zu morden. Vor hundert Jahren war es die christliche Kirche, die Juden als Brunnenvergifter und Kindermörder bezeichnete. Sie ebnete so den Weg in den Holocaust. Heute sind es Moscheen, in denen der Hass auf Juden gepredigt wird.

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Ein wichtiger Brief

Dieser Brief gilt nicht nur der Oberbürgermeisterin von Köln, sondern allen Politikerinnen und Politikern, die es so gut mit Juden meinen und dann doch manchmal so tief ins Fettnäpfchen treten.

Sehr geehrte Oberbürgermeisterin der Stadt Köln,

Zunächst einmal vielen Dank, dass Sie am 7. Juni 2017 beim Israel Tag auf dem Heumarkt in Köln als Schirmherrin eine Rede gehalten haben. Es ist schön, die Kölner Oberbürgermeisterin an so einem schönen Tag an der Seite zu wissen. Bevor Sie Ihre Rede hielten, hatten wir bereits Stunden auf dem Heumarkt gefeiert, getanzt, gelacht, gegessen und getrunken. Dann kamen Sie!

Leider bekam die Party mit Ihnen einen Dämpfer.

Sie haben die Stimmung natürlich nicht absichtlich getrübt. Sie kamen nicht zum Israel Tag, um die Party zu verderben, aber was sie taten, vermutlich aus Achtlosigkeit oder weil Ihr Redenschreiber nicht anders konnte, kühlte die ausgelassene Stimmung auf dem Heumarkt doch spürbar ab. Sie taten etwas, das jede Stimmung auf einer Party killt, besonders, wenn auf dieser Party viele Juden feiern. Sie nahmen das Mikrofon in die Hand und redeten über den Holocaust!

Sie waren an dem Tag tatsächlich die erste Person, die auf der Bühne über den Holocaust sprach. Dabei wirkten Sie wie eine Frau, die zu spät zu einer Party kommt, von der sie weiß, dass dort einige Gäste ein Trauma haben, nur um dann zu sagen: „Ich finde es wirklich schrecklich, dass Du damals erlebt hast. Das macht mich ganz betroffen! Schrecklich. Prösterchen!“

Wenn es einen Ort gibt, an dem eine deutsche Oberbürgermeisterin christlichen Glaubens nicht auf den Holocaust hinweisen muss, dann ist es der Israel Tag, bei dem viele Menschen anwesend sind, für die der Holocaust grausamer Teil der Familiengeschichte ist. Das Wissen um dieses Verbrechen ist stets da, wenn Juden in Deutschland feiern, vor allem, wie an dem Tag in Köln geschehen, auf der Bühne „I will survive“ gesungen wird und vor der Bühne eine 90-jährige Jüdin tanzt.

Sie müssen auf dem Israel Tag nicht über den Holocaust sprechen und erklären, was es daraus zu lernen gibt. Das wissen die Gäste schon selbst. Genau deshalb feiern sie ja Israel, das jüdische Land, das die Lebensversicherung für alle Juden weltweit ist.

Liebe Henriette Reker,

Sie hätten an dem Israel Tag über so viele andere Dinge reden können. Bei Ihrem Wahlkampf wurden Sie zum Beispiel von den Grünen unterstützt. Sie hätten auf den Jüdischen Nationalfond hinweisen können, der am Israel Tag mit einem Stand auf dem Heumarkt vertreten war und als große Umweltorganisation Wüsten begrünt, Wälder schützt und weltweit eine Vorreiterrolle in der Wasseraufbereitung einnimmt. Wenn es um grüne Technologie geht, kann Köln viel von Israel lernen.

Sie wurden in Ihrem Wahlkampf ebenfalls von der CDU unterstützt. Sie hätten daher auch über all die christlichen Stätten in Israel sprechen können, die Christen besuchen können, weil Israel diese Stätten für Christen schützt. Sie hätten zum Beispiel vom See Genezereth sprechen können, vom Berg der Seligpreisung oder von Jerusalem, eine Stadt, in der Christen sicher sind, weil Israel diese Sicherheit garantiert und verteidigt.

Sie hätten auch sagen können, wie stolz Sie darauf sind, dass die Fahne Israels von dem Kölner David Wolffsohn erfunden wurde. Sie hätten von Max Isiodor Bodenheimer sprechen können, der in Köln wichtige Ideen für den modernen Staat Israel entwickelte und der für Köln so wichtig ist, dass er eine Statue an dem Bürgerturm des Rathauses hat, in dem Sie zur Zeit regieren. Sie hätten auch über die wunderbaren Ähnlichkeiten zwischen dem Kölner Karneval und dem jüdischem Fest Purim berichten können, zwei Feste, die für Freiheit, Leben und Ausgelassenheit stehen, bei denen viel getrunken, gelacht und sich kostümiert wird. Sie hätten auch loben können, dass Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, wo Juden, Muslime und Christen friedlich zusammenleben können.

Sie wurden aber auch von der FDP unterstützt und hätten voller Stolz auf die CSD Paraden in den liberalen Städten Köln und Tel Aviv hinweisen können, die zu den erfolgreichsten, schönsten, lebendigsten Paraden der Welt gehören.

Über all diese wunderbaren Dinge hätten Sie sprechen können. Sie hätten eine Rede über das Leben, die Liebe und die heutige Beziehung Kölns zu Israel halten können.

Die Jüdinnen und Juden in Köln wollten feiern und glücklich sein. Israel ist ein lebensfroher, liberaler und demokratischer Staat. Leider aber saß ein deutscher Bürokrat in einem Kölner Büro und dachte, als er Israel hörte, zunächst an den Holocaust und dann an die Krisen, in denen sich das Land befindet. Daher schrieb er Ihnen die deprimierende Rede, die Sie an dem Tag vortrugen.

Glauben Sie mir, auch von den Krisen wusste die Mehrheit der Besucherinnen und Besucher auf dem Heumarkt aus eigener Erfahrung, weil sie im Gegensatz zu Ihnen in vielen Ländern dieser Welt ein Einreiseverbot haben, weil sie Juden sind. Die Gäste wussten, dass die Hamas in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit fordert. Sie wussten auch, dass Minister der Hamas Juden als Bakterien bezeichnen, die vernichtet werden müssen und die Fatah Kinder dazu erzieht, Juden zu töten, um den Familien dieser kommenden Mörder hohe Renten zu zahlen, wenn die Judenmorde erfolgreich waren. Sie wussten auch, dass viele arabische Politiker von judenreinen Gebieten träumen und daher alle Siedler als „illegale Siedler“ bezeichnen, wenn sie jüdisch sind und sogar die pure Existenz von jüdischen Siedlern bereits zum größten Friedenshindernis hochjazzen.

Deshalb bitte ich Sie, wer immer für Ihre Rede am Israel Tag veröffentlich war, das nächste Mal, wenn Sie zum Israel Tag kommen, denken Sie daran: Das Volk Israel lebt! Halten Sie daher mal eine Rede über das Leben und erzählen Sie, was Sie an Israel lieben. Ich habe Ihnen ein paar Beispiele genannt, aber es gibt noch unendlich viel mehr. Sagen Sie Ihrem Redenschreiber, dass Sie in Zukunft den feiernden Jüdinnen und Juden Ihrer Stadt nicht „Holocaust und Krise, Krise, Krise“ zurufen möchten.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

***

Nachtrag: Bei ihrer nächsten Rede zum 70. Jahrestag der Gründung Israels hielt Henriette Reker in der Kölner Synagoge eine Rede, in der sie genau das tat, was hier erbeten wurde. Daher: Danke!

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arte – Da steckt Absicht dahinter!

Während sich der deutsch-französische Sender arte weigert, eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa zu zeigen, sendet der Sender eine anti-israelische Dokumentation, die vor Einseitigkeit nur so strotzt: https://tinyurl.com/y9m582b6

Der kurze Film „Was ist die grüne Linie“ beginnt mit den Worten: „Nach dem Unabhängigkeitskrieg 1949 zeichnen Israel, Ägypten, Jordanien und Syrien unter Vermittlung der UNO die neue Linie Israels mit grüner Tinte.“

Nicht erwähnt wird, dass Israel angegriffen wurde und dass es die erklärte Absicht der Angreifer war, Israel als Land und als Volk zu vernichten. Die Gründungscharta der Hamas enthält heute noch die Forderung nach der Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes. All das interessiert arte nicht. Israel wird als Aggressor gezeigt. Der Film geht weiter mit diesen Worten: „Sechstagekrieg, 1967. Israel erobert den Gaza-Streifen, die Sinai-Halbinsel, sie Golan-Höhen, das Westjordanland.“

Dabei wird eine Karte eingeblendet, in der Israel in rot dargestellt wird, dessen gefährliche rote Farbe sich unter dramatischer Musik über die Gebiete des Nahen Osten ergießt. An einer Stelle wird sogar gezeigt, wie sich das israelische Rot über den ganzen arabischen Raum legt und Ägypten, Syrien, Jordanien und den Libanon verschlingt. Juden sind die blutrote Gefahr, die alles verschlingen.

Das ist die Bildsprache die arte nutzt. Der selbe Sender, der sich weigert, einen Bericht über Antisemitismus in Europa zu senden, sendet Antisemitismus in Europa. Der Film geht weiter: „Israel zieht sich zurück, aber jüdische Siedler gehen über die Grüne Linie hinaus in die Palästinensergebiete.“ Dabei zeigt der Film ein in grün gehaltenes Gebiet, in dem sich rote Flecken solange ausbreiten, bis die ganze Karte wieder rot ist. Unter den Worten „Heute leben 400.000 im Westjordanland und 200.000 in Ostjerusalem“ färbt sich wieder die ganze Karte rot.

Arte verschweigt jedoch, dass 400.000 Juden im Westjordanland jedoch nur rund 17% sind, während in Israel über 20% Palästinenser leben. Warum ist Israel bei diesen 20% nicht grün, wenn 17% Juden eine Karte schon rot machen? Warum verschweigt arte, dass in Israel selbstverständlich Muslime leben und zwar mit den gleichen Rechten versehen wie jeder andere Bürger und jede andere Bürgerin des Landes aus, während die Hamas erklärt, keinen einzigen Juden auf ihrem Gebiet zu tolerieren? Seit 2005 ist der Gazastreifen „judenrein“. Sollte arte sowas nicht wenigstens erwähnen, bevor Bilder gezeigt werden, in denen sich Juden unter dramatischer Musik und mit blutroter Farbe über den ganzen Nahen Osten ausbreiten?

Dieser kurze Film ist reine Propaganda und gehört in eine ganze Reihe von anti-israelischen Filmen, die von arte gesendet werden. Wer nicht gut informiert diese Reportagen schaut, muss Israel verurteilen und als brutalen Staat sehen, der Menschen einfach so ermordet und vertreibt. Mir kommen bei solchen Bildern die Begründungen in den Sinn, die verkündet wurden, nachdem arte beschlossen hatte die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner nicht zu zeigen:

„Der Film ist eine Provokation!“
„Der Film schüttet Öl ins Feuer!“
„Der Film kann angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden.“
„Der Film ist nicht ergebnisoffen.“

Kann mir mal bitte jemand erklären, wie ein Mensch, der solche Worte gesprochen hat, den Film „Was ist die grüne Linie“ senden kann? Dieser Film ist absolut einseitig, nicht ergebnisoffen und schüttet Öl ins Feuer. Er sollte gerade gerade angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“, die arte nicht senden will, zeigt gerade, dass die terroristischen Morde, die in den letzten Jahren in Europa an Juden begangen wurden, als „Vergeltungakte gegen Israel“ inszeniert wurden. Die Dokumentation zeigt, dass die drei jüdischen Kinder, die am 19. März 2012 vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet wurden, als Vergeltung wegen Israel ermordet wurden. Aus dem selben Grund wurden die Menschen am 24. Mai 2014 im Jüdischen Museum in Brüssel und die vier Menschen am 9. Januar 2015 in einem jüdischen Supermarkt in Frankreich ermordet. Die Dokumentation, die arte nicht senden will, zeigt diesen Hass und endet mit den Worten:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Es ist genau diese missverstandene Solidarität, die dazu geführt hat, dass im Sommer 2014 folgende Parolen auf den Straßen Deutschlands zu hören waren:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

Diese Parolen und die Verbrechen an Juden und jüdischen Kindern wurden im 21. Jahrhundert auf deutsch-französischem Boden möglich, weil deutsch-französische Sender wie arte einseitig und hetzerisch gegen Israel berichten, aber Berichte über Antisemitismus unter Verschluss halten. Da steckt Absicht dahinter! Für Juden in Europa ist es eine lebensgefährliche und durch Rundfunkgebühren zwangsfinanzierte Absicht.

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Gebührenfinanzierte Zensur?

Folgendes ist passiert, es ist unfassbar.

Jeden Monat muss ich 17,50 Euro bezahlen, damit die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gute Fernsehsendungen für mich einkaufen. Ohne diesen Zwang, so sagen sie, gäbe es kein gutes Fernsehen in Deutschland. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber sie sagen es.

Diese öffentlich-rechtlichen Sender haben nun eine deutlich sechststellige Summe ausgegeben, um eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa einzukaufen. Nachdem sie den Film jedoch gesehen haben, erklären sie, die Dokumentation sei nicht gut genug für mich. Darum schließen sie den Film weg, damit ihn niemand sehen kann. Sie tun dies, weil sie es können. Der Film ist in ihrem Besitz und ohne ihre Erlaubnis kann der Film nicht öffentlich gezeigt werden.

Können wir nicht froh sein, in einem Staat zu leben, der so gut auf uns aufpasst? Hoffentlich kaufen die Sender bald mal wieder einen Film, in dem Israel so richtig schön kritisiert wird, damit wir wieder gutes deutsches Fernsehen mit bösen jüdischen Siedlern sehen können.

Das klingt unglaublich? Genau das ist jedoch geschehen! Arte und der WDR haben die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner gekauft und entscheiden, die Dokumentation nicht zu senden. Die Aufführungsrechte liegen bei arte und dem WDR. Die Zeitung Le Monde spricht gar von Zensur.

„Arte, un soupçon de censure“ (Le Monde)

„Ein öffentlich-rechtlicher Skandal“ (Tapfer im Nirgendwo)

„A public television debacle“ (Tapfer im Nirgendwo)

„Arte und WDR zeigen eine Dokumentation über Antisemitimus nicht“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Arte verweigert Ausstrahlung“ (Bild)

„Ein Armutszeugnis für arte“ (Lizas Welt)

Eine ganze Reihe international anerkannter Historiker, Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperten loben die Dokumentation. Prof. Michael Wolffsohn bezeichnet die Dokumentation als „meisterhaft“, Ahmad Mansour als „großartig und überfällig“ und Götz Aly als „beachtliche und außerordentlich facettenreiche journalistische Leistung.“ Das WDR Social Media-Team aber erklärt:

„Der Film entspricht nicht dem Auftrag von arte, nämlich den „Antisemitismus in Europa“ zu beleuchten. Das behandelt der Film allerdings nur in Teilen. Der WDR kann die Kritik von arte nachvollziehen, da der Film nicht liefert, was beauftragt war.“

Weil der WDR das Geld hat, interessiert es nicht, was Experten sagen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben das Geld des Volkes und deshalb entscheiden sie, was das Volk sehen darf. Es geht schließlich um gutes Fernsehen. Es darf nicht sein, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer über folgende Ereignisse informiert werden:

Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten.

Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren.

Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen.

Im Sommer 2014 wurden auf deutschen Straßen diese Parolen gebrüllt:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten die selben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt.

Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden.

Am 13. November 2015 wurde das Bataclan Theater in Paris Ziel eines Anschlags, bei dem neunzig Menschen ermordet wurden. Das Theater wurde nicht zufällig ausgesucht. Jahrelang hatten die jüdischen Besitzer des Theaters Spendengalas für Israel organisiert. Das Theater wurde seit 2008 massiv bedroht und entging im Jahr 2011 erstmals einem Terroranschlag.

Es darf nicht sein, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, wie es zu diesen Morden kam, vermutlich weil ein Teil dieser Antworten die Bevölkerung nur verunsichern würde. Im November 2015 hielt der deutsche Innenminister Thomas de Maizière Informationen über terroristischen Hass mit der Begründung zurück, Teile der Antwort könnten die Bevölkerung verunsichern. Im Jahr 2017 übernehmen die öffentlich-rechtlichen Sender diese Logik und kaufen eine Dokumentionen über terroristischen Judenhass auf, damit sie nicht gesendet wird. Sicher ist sicher!

Teile der Antwort sind aber wirklich sehr beunruhigend! Die Dokumentation beschäftigt sich nämlich unter anderem mit der Verbindungen zwischen der deutschnationalen und der palästinensischnationalen Bewegung und legt erstaunliche Parallelen offen. In Zeiten, da der Terror, wie wir ihn von palästinensischen Terroristen kennen, die mit Autos und Lkws in Menschenmengen rasen und wahllos Passanten abstechen, auch in Europa um sich greift, birgt eine Dokumentation, die zeigt, dass dieser Terror von europäischen Organisationen finanziert wird, ungeheuren Zündstoff. Das würde die Bevölkerung wirklich verunsichern!

Die Macher der Dokumentation haben zum Beispiel herausgefunden, dass der Hass auf Juden im Gazastreifen und in der palästinensischen Autonomie durch Gelder aus Deutschland und Europa finanziert wird. Gelder von Brot für die Welt, Misereor und der Europäischen Union werden im 21. Jahrhundert benutzt, um im Nahen Osten Judenhass zu finanzieren. Die Dokumentation zeigt zudem, wie Gelder aus Europa und von den Vereinten Nationen benutzt werden, um arabische Kinder zu missbrauchen, indem sie dazu gezwungen werden, als Schutzschilde zu fungieren.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt ferner, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und heute nach Europa zurückkehrt und zwar in Form einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Nachdem man die Dokumentation gesehen hat, versteht man die letzten Sätze der Dokumentation:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Die Leute, die diesen Menschen den Hass eingeredet haben, sind Menschen aus Europa, Christen von „Brot für die Welt“ und „Misereor“, linke und rechte Aktivisten, Politiker der Europäischen Union, aber auch Journalisten und Redakteure der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die Dokumentation macht deutlich, dass die bisherige Art, wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten über Israel berichtet haben, in einer Form einseitig und unausgewogen war, dass dadurch judenfeindliche Ressentiments geschürt wurden. Die lange Liste der Verfehlung öffentlich-rechtlicher Berichterstattung über Israel hat ebenfalls Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „Ich klage an“ dokumentiert.

Hier wird es besonders pikant: Ein öffentlich-rechtlicher Sender kauft eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa, in der deutlich wird, dass die Art der Berichterstattung über Israel auch durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mitverantwortlich ist an dem explodierenden Judenhass, um diese Dokumentation dann wegzusperren. Das lässt vermuten, dass hier aus Befangenheit geschwiegen und verheimlicht wird und alles unter öffentlich-rechtlicher Hand.

Dieser Skandal ist so groß, dass ich alle Leserinnen und Leser bitte, bei dieser Aktion mitzumachen:

„Aufforderung an arte und WDR“

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Es ist Euer Islam, es ist Eure Verantwortung!

„Wir können und dürfen nicht so tun, als könnten wir einfach so weitermachen wie bisher. Die Dinge müssen sich ändern!“

Diese Worte sprach die englische Premierministerin Theresa May ein paar Stunden nach dem Terroranschlag von London am 3. Juni 2017. Es war der dritte Terroranschlag in England in nur wenigen Wochen.

„Obwohl die jüngsten Angriffe nicht durch gemeinsame Netzwerke verbunden sind, so sind sie doch in einem wichtigen Sinn verbunden: Sie sind durch die böse Ideologie des islamistischen Extremismus verbunden, der Hass predigt und Sektierertum fördert. Es ist eine Ideologie, die behauptet, dass unsere westlichen Werte von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten nicht mit der Religion des Islam vereinbar sind.“

Stimmt das? Ist der Islam mit den westlichen Werten von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten nicht vereinbar? Theresa May sagt, die Ideologie sei „eine Perversion des Islam und eine Perversion der Wahrheit“. Mir jedoch ist es egal, ob es eine Perversion des Islams ist oder eine Normalität. Es interessiert mich nicht, ob der Islam mit den westlichen Werten vereinbar ist oder nicht. Ich möchte einfach nur, dass der Terror aufhört! Allen jedoch, die nicht nur möchten, dass der Terror ein Ende hat, sondern auch noch den Islam als Religion des Friedens retten möchten, sei gesagt: Es ist Euer Islam, es ist Eure Verantwortung!

Für mich sind die Terroristen verabscheuungswürdige Menschen. Ich kann jedoch nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen, sogar als wahre Muslime, berechtigt, den Islam so gut verstanden zu haben, dass sie in seinem Namen morden dürfen. Sie fahren in Menschenmengen, stechen Passanten ab, schneiden Menschen die Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle, jagen Kinder in die Luft, alles im Namen ihres Korans. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen die Muslime, die im Namen Gottes diese widerlichen Taten begehen, schlimmer sein als alle, die den Islam kritisieren.

Mir ist es egal, ob Islam Frieden bedeutet oder Krieg. Ich will einfach nur, dass der Terror aufhört. Erklärt daher nicht mir, was der Islam bedeutet. Ich habe ganz andere Probleme. Ich sorge mich nicht um das Image des Islams. Es ist nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht steht. Für all die Menschen, denen der Islam lieb und teuer ist, gilt: Geht zu den Muslimen, die den Islam nutzen, um gegen die Werte der Aufklärung zu hetzen. Zwingt weder mich noch die Opfer der Terroristen zum Islamunterricht. Ich will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es egal ist, was ich vom Koran halte! Redet stattdessen mit jenen, die im Namen des Korans hassen!

Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen Muslime, die im Namen Allahs hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die den Koran verbrennen. Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Das Problem von Muslimen sind nicht Karikaturisten, Kritiker und Spotter. Ihr Problem ist jeder Mensch, der sich Muslim nennt und im Namen Allahs Hass sät und Gewalt ausübt.

Der Krieg, in dem wir uns befinden, ist ein Krieg innerhalb des Islams. Es ist ein Krieg um die Frage, ob die westlichen Werte von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten mit der Religion des Islam vereinbar sind. Diesen Krieg können jedoch nur Muslime auskämpfen. Nicht-Muslime können nur zuschauen und sich schützen, um nicht in diesen Religionskriegs hineingesogen zu werden, denn genau das ist es: Ein Religionskrieg zwischen jenen Muslimen, die glauben, der Islam sei mit dem Westen vereinbar und jenen Muslimen, die fest davon überzeugt sind, dass der Westen der Feind des Islams ist.

Ob wir nun Muslime sind oder nicht, als Bürgerinnen und Bürger der westlichen Welt ist es unsere Aufgabe, unsere Werte von Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen. Diese Werte sollten uns wichtiger sein als jede religiöse Ideologie. Ob der Islam bleibt oder nicht, sollte uns erstmal egal sein. Für die Leute jedoch, denen der Islam wichtig ist, gilt: Es ist Euer Islam, es ist Euer Krieg! Es reicht nicht, stumpf zu behaupten, die Verbrechen in Manchester, London, Brüssel, Berlin, Madrid, Paris, New York und Tel Aviv hätten nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich haben sie das! Wenn nach mörderischen Bluttaten im vermeintlichen Namen des Islams nicht mehr Muslime auf die Straße gehen und protoestieren, als nach dem Zeichnen einer dänischen Karikatur von Mohamed, dann ist es der Islam nicht wert, verteidigt zu werden. Theresa May sagt:

„Seit der Entstehung der Bedrohung durch den islamisch inspirierten Terrorismus hat unser Land erhebliche Fortschritte bei der Vereitelung von Anschlägen und dem Schutz der Öffentlichkeit gemacht. Es ist jedoch an der Zeit zu sagen: Genug ist genug! Wir alle sollen unser Leben weiterführen wie bisher und unsere Gesellschaft soll weiterhin in Übereinstimmung mit unseren Werten funktionieren, aber wenn es darum geht, wie wir Extremismus und Terrorismus begegnen, muss sich was ändern! Als Land muss unsere Antwort die sein, die wir immer gegeben haben, wenn wir mit Gewalt konfrontiert waren: Wir müssen zusammenkommen! Wir müssen zusammenhalten und uns vereinigen! Wir werden den Kampf annehmen und unsere Feinde besiegen!“

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