Schluss mit dem Palästina-Blödsinn!

Das Problem bei der Debatte um Palästina besteht darin, dass zwar alle „Palästina“ sagen, aber alle damit was anderes meinen. Es gibt keine einheitliche Definition des Begriffs „Palästina“ und dort, wo es Definitionen gibt, sind sie oft judenfeindlich. Es wird Zeit, dass wir diesen Blödsinn endlich beenden.

Golda Meir, die Ministerpräsidentin des Staates Israel von 1969 bis 1974, erklärte einst: „Ich bin eine Palästinenserin!“ In diesem Interview fällt der Satz in Minute 7:15:

Warum überrascht uns dieser Satz heute so? Weil wir heute ein völlig falsches Verständnis von Palästina haben.

Das palästinensische Volk, so wie es heute mehrheitlich definiert wird, entstand erst vor gut fünfzig Jahren. Davor gab es kein palästinensisches Volk, keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur und kein palästinensisches Staatsoberhaupt. Es gab lediglich eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die einzig und allen durch den Umstand vereint wurden, dass sie in einem Gebiet lebten, das einst von den alten Römern Palästina genannt wurde.

Nach der Zerschlagung des jüdischen Volkes im Jahr 135, nannten die Römer das Gebiet Judäa in Palästina um, um durch das Wort jeglichen Bezug der Region zum jüdischen Volk zu verwischen. Das Wort selbst taucht schriftlich erstmals bei dem antiken griechischen Geschichtsschreiber und Völkerkundler Herodot auf, der das Gebiet im 5. Jahrhundert vor moderner Zeitrechnung so nannte und zwar in Anlehnung an das ausgestorbene Volk der Philister, das erstmals in der Bibel beschrieben wird. Das Wort hat somit einen hebräischen Ursprung.

„Palästina“ wurde seit Herodot lediglich als Gebietsbeschreibung genutzt, ähnlich wie das Wort „Rheinland“. Rheinländer ist, wer im Rheinland lebt. Palästinenserin ist, wer in Palästina lebt. Willy Millowitsch war ein Rheinländer und Golda Meir war eine Palästinenserin.

Nach dem 1. Weltkrieg und durch den Untergang des Osmanischen Reiches wurde das Gebiet Palästina herrschaftslos. Ab 1922 verwaltete dann der Völkerbund das Gebiet. Alle Menschen, die zwischen 1923-1948 im britischen Mandat Palästina geboren wurden, hatten damals „Palästina“ in ihre Pässe gestempelt. Wenn man damals allerdings Araber als Palästinenser bezeichnete, waren sie beleidigt und erklärten: „Wir sind keine Palästinenser, wir sind Araber. Die Palästinenser sind die Juden!“

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „Palästinenser“ als Synonym für „Jude“ benutzt! In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum Beispiel gab es in Jerusalem ein sogenanntes palästinensisches Orchester. Es bestand ausnahmslos aus Juden. Die Fahne der Region Palästina sah damals übrigens so aus:

Palästina war das Land der Juden! Wie also konnte es geschehen, dass ein Volk der Palästinenser erfunden wurde, das sich heute dadurch auszeichnet, dass Juden nicht mehr dazugehören?

Der mit Abstand größte Teil Palästinas liegt im heutigen Jordanien. Weitere Gebiete Palästinas sind der Golan, der Gazastreifen, das Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich im heutigen Israel. Alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser im Sinne dieser Gebietsbeschreibung!

Im 20. Jahrhundert wurden jedoch Juden aus der Gruppe der „Palästinenser“ vertrieben. Der PLO-Führer Zuheir Mohsen erklärte im März 1977 in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Trouw:

„Das palästinensische Volk existiert nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, um unseren Kampf gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied mehr zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, denn die arabischen nationalen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenen palästinensischen Volkes als Gegenpol zum Zionismus postulieren (…) Aus taktischen Gründen kann Jordanien, ein souveräner Staat mit definierten Grenzen, keine Forderungen auf Haifa und Jaffa aufstellen, während ich als Palästinenser zweifellos Haifa, Jaffa, Beer-Sheva und Jerusalem fordern kann. Doch in dem Moment, in dem wir unser Recht auf ganz Palästina zurückfordern, werden wir nicht eine Minute warten, Palästina und Jordanien zu vereinen.“

Das palästinensische Volk ist somit nur eine Erfindung! Das palästinensische Volk, wie wir es heute kennen, ist ein mörderischer Blödsinn, der in Schulen, Filmen, Massenveranstaltungen, im Fernsehen und von unzähligen Nichtregerungsorganisationen propagiert wird. Er wurde als Massenvernichtungswaffe gegen Israel geschaffen, um das jüdische Volk zu diffamieren, Israel zu dämonisieren und dem Judenhass eine neue Ausdrucksform zu geben. Aus dem alten „Kauft nicht bei Juden“ wurde so „Boykott Israel“ und die Parole „Die Juden sind unser Unglück“ wandelte sich zu der Aussage „Israel ist die größte Gefahr für den Weltfrieden“.

Letztere Aussage wird sogar vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen vertreten, der Israel öfter verurteilt hat als alle anderen Länder der Welt zusammen, inklusive Syrien, Nordkorea, China, Saudi-Arabien und dem Iran.

Viele palästinensische Parteien und Organisationen von der Hamas bis zur Fatah nutzen das erfundene palästinensische Volk als Massenvernichtungswaffe. Sie verstecken ihre Waffen in Hospitälern, nutzen ihre Kinder und Schulen als Schutzschilde und benennen Stadien und Straßen nach Menschen, die als sogenannte Märtyrer Juden und Israelis getötet haben. Die Hinterbliebenen dieser „Märtyrer“ erhalten stattliche Renten, die unter anderem durch Fördergelder der Europäischen Union und der Vereinten Nationen finanziert werden. In arabischen Kindersendungen werden Kinder zu Kanonenfutter erzogen, die Freude daran verspüren sollen, Juden zu töten, sogar wenn sie selber dabei sterben.

Trotz all dem Hass hält Israel an seinen Glauben an einen Frieden fest. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten. Israelis sind somit die freiesten Palästinenser der Welt!

Mohammed Zoabi sagt:

„Ich bin ein stolzer israelischer, zionistischer, arabischer Moslem. Israel ist die Hoffnung für Demokratie für den gesamten Nahen Osten ist. Ich fordere die Welt auf, endlich aufzuwachen. Ich sage das als Mensch! Ich besuche Juden. Juden besuchen mich. In Israel leben alle Menschen zusammen. Ich gehe in eine jüdische Schule. Ich besuche meine jüdischen Freunde. Ich telefoniere mit meinen jüdischen Freunden. Meine Mutter arbeitet im israelischen Verkehrsministerium. Wir leben alle friedlich zusammen, deshalb entschuldigt meine Ausdrucksweise: Hört mit dem Scheiß auf! Israel ist kein Apartheidsstaat.“

Kothar sagt:

„Es gibt viele andere Araber wie mich, die in Israel leben und arbeiten. Sie haben Freude am Leben, arbeiten, passen sich an und haben keine Probleme hier. Wenn Menschen Israel boykottieren, dann boykottieren Sie mich und alle anderen Araber, die hier leben und arbeiten. Ich lebe seit sechs Jahren in Be’er Sheva in einem Apartment zusammen mit zwei jüdischen Mitbewohnerinnen. Wir sind sehr glücklich hier und es wäre wirklich hart für mich zu gehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, irgendwann einmal zu gehen. Boykotts werden uns nur trennen und verletzen. Nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir Frieden in unsere Zeit bringen.“

Diese beiden Muslime haben zusammen mit über 1,6 Millionen Muslime in Israel einen Regierungschef, der innerhalb einer Demokratie legitim gewählt wurde!

Mahmud Abbas jedoch wurde zwar 2005 zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Demokratisch kann Jordanien somit nicht genannt werden, allein schon deshalb nicht, weil alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, in Jordanien Bürger zweiter Klasse sind. In Syrien sind die Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselte die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und ließ sie dort verhungern. In Gaza herrscht heute die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie sofort Demokratie gegen Staatsterror aus. Seitdem herrscht die Hamas in Gaza ohne Legitimation. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza. Der ganze Horror kommt in der Charta der Hamas zum Ausdruck. Dort wird in Artikel 7 die Vernichtung des ganzen jüdischen Volks weltweit gefordert und Minister der Hamas fordern, den Holocaust an Juden zu vollenden. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas der Hitlergruß.

Die Nazis scheiterten einst mit ihrem Versuch, Europa “judenrein” zu machen. Die Hamas jedoch hat es geschafft. Gaza ist „judenrein“. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Es folgten heftige innerarabische Kampfhandlungen vereinzelter arabischer Klans und der Bewegungen Hamas und Fatah untereinander. Viele Hundert arabische Zivilisten verloren ihr Leben. Seit der Vertreibung der Juden aus Gaza wird Israel ununterbrochen und teilweise täglich mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen. Mit der Vertreibung der Juden begann der Krieg und der moralische Niedergang.

Wir kennen diesen moralischen Niedergang aus der Geschichte nur allzu gut. Einst, so erklärten es die Nazis, sollten auch dem deutschen Volk keine Juden angehören können, dabei lebten Juden in Köln, Speyer, Worms, Trier, Kempten und Augsburg bereits lange bevor es überhaupt Deutsche gab.

Die Vorstellung einer ethnisch-kulturellen Einheit der Deutschen entwickelte sich erst Jahrhunderte nachdem bereits Synagogen am Rhein standen. Von einem deutschen Volk kann man frühesten seit dem 10. Jahrhundert sprechen. Die erste Synagoge am Rhein wird allerdings bereits im 4. Jahrhundert erwähnt. Mit dem Aufkommen eines deutsches Volkes entstand eine neue Welle der Judenverfolgung. So wie das palästinensische Volk Juden zu Erzfeinden erklärten, so begann auch mit dem deutschen Volk eine Zeit der brutalen Judenverfolgung.

Im Jahr 1096 kam es im Verlauf des Ersten Kreuzzuges zu mehreren Pogromen. Am 27. Mai 1096 fielen in Mainz Hunderte von Juden Gewaltexzessen zum Opfer. Ähnliches geschah im Juli desselben Jahres in Köln. Im Jahre 1146 wurden mehrere Juden bei Königswinter von einem aufgebrachten christlichen Mob erschlagen, kurz vor Beginn des Zweiten Kreuzzuges. Nach dem Vierten Laterankonzil im Jahr 1215 waren alle Juden dazu angehalten, sich durch ihre Kleidung deutlich als Nichtchristen auszuweisen. Besonders die Farbe Gelb wurde genutzt, um Juden in Europa diskriminierend zu kennzeichnen. Juden wurden gezwungen, einen gelben Ring in Brusthöhe auf ihrer Kleidung zu tragen.

Aus dieser Stigmatisierung entwickelte sich später der gelbe Judenstern der Nazis. Ähnliche Kleiderordnungen waren im Islam schon seit dem frühen 8. Jahrhundert für Juden üblich. Ihre Kennzeichnungspflicht begann 717 mit einem Befehl von Kalif Umar II. Die Art des Kennzeichens war anfangs nicht festgelegt und variierte. 807 befahl Kalif Hārūn ar-Raschīd in Persien für Juden dann einen gelben Gürtel.

In den Jahren 1287 und 1288 kam es im Rheinland zu einer Verfolgungswelle gegen Juden. In Andernach, Altenahr, Bonn und Lechenich wurden Juden getötet und ihre Häuser geplündert. In den zwanziger Jahren des 14. Jahrhunderts wurde im Kölner Dom die sogenannte „Judensau“ auf einer der Stuhlwangen des Domchores angebracht. Sie befindet sich noch heute dort!

Im 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus diesem Volksbegriff und im Schatten der Kriege gegen die napoleonische Herrschaft das Konzept einer deutschen Nation. Da kein deutscher Nationalstaat existierte, konstituierte sich das Konzept der Volksgemeinschaft nicht über einen Staat, sondern über die Vorstellung einer kulturellen und sprachlichen Identität und gemeinsamer Abstammung. Was es mit dieser gemeinsamen Identität jedoch auf sich hat, kann man heute noch studieren, wenn sich ein Münchener versucht, mit einer Hamburgerin zu unterhalten. Soviel zum Thema deutsche Gemeinsamkeit!

Als im 19. Jahrhundert die Deutsche Nation erfunden wurde, wurde auch gleich ein Mythos dazu geboren. Sein Name war Herrmann! Angelegt war Herrmann an die historische Figur Arminius, der um 17 vor bis um 21 nach moderner Zeitrechnung gelebt hat. Er war aber kein Deutscher. Deutsche gab es damals noch nicht. Er war Cherusker! Die neuen Deutschen erklärten Arminius jedoch zum Urvater der Deutschen.

Arminius diente längere Zeit im römischen Heer und wurde so mit dem römischen Militärwesen vertraut. Er erlernte die lateinische Sprache, erwarb sich das römische Bürgerrecht stieg sogar in den Rang eines Ritters auf. Zu Beginn der modernen Zeitrechnung kehrte er in sein cheruskisches Stammesgebiet zurück, erkannte dort, wie unterdrückerisch das Römisch Reich gegenüber seinem Geburtsvolk vorging und organisierte er einen Aufstand gegen die Römer, der den Römern im Jahre 9 in der Varusschlacht mit der Vernichtung von drei Legionen eine ihrer verheerendsten Niederlagen beibrachte. Arminius wuchs somit unter Fremden auf, führte später jedoch sein Geburtsvolk erfolgreich in einem Aufstand gegen das Volk, in dem er groß geworden war. Kommt uns diese Geschichte bekannt vor?

Arminus Bisographie deckt sich erstaunlich sehr mit der Biographie des Freiheitshelden der Juden: Moses! Moses war ein fürstlicher Jude unter Ägyptern und Armenius war ein fürstlicher Cherusker unter Römern. Juden und Deutsche haben deshalb eine spannende Sache gemein: Deutscher ist nicht, wer auf deutschem Boden geboren wurde. Deutscher ist, wer eine deutsche Mutter hat. Jüdischer geht es kaum noch!

Als Vorfahren der Deutschen werden somit die Stämme angenommen, die vor den Römern rund um den Rhein gesiedelt hatten. Sie nannten sich Sachsen, Alemannen, Schwaben. Die Finnen nennen die Deutschen bis zum heutigen Tag Sachsen. Die Franzosen Alemannen und die Schweizer Schwaben. Für die Engländer sind es Germanen. Die Germanen selber aber nennen sich Deutsche.

Der Begriff „Deutsch“ komm von dem Wort „diutisc“ und bedeutet so viel wie „zum Volk gehörig“. Mit diesem Begriff wurde die nicht-romanischsprechende Bevölkerung jenseits der nördlichen Grenze des Römischen Reichs bezeichnet, deshalb heißt die Ortschaft auf der anderen Rheinseite von Köln auch Deutz (Deutsch). Der erste wichtige Beleg für den Begriff ist eine Textstelle aus dem 4. Jahrhundert, eine Passage in der gotischen Bibelübersetzung des Bischofs Wulfila. In seiner griechischen Vorlage fand er als Gegenbegriff zu jüdisch den Begriff „ἐθνικός“ (zum Heiden-Volk gehörig). Die nichtjüdischen Völker, die noch christlich bekehrt werden sollten, wurden mit diesem Wort zusammengefasst. Wulfila übersetzt den Begriff ins Gotische und verwendete dazu das Wort „þiudisko“.

Mit diesem Begriff wurden alle Stämme jenseits der römischen Grenze zu einem Volk subsumiert. Die so zusammengefassten Stämme waren zunächst jedoch alles andere als ein Volk mit einer gemeinsamen Identität. Nicht wenige lagen im Krieg miteinander. Erst im 19. Jahrhundert entstand daraus eine Nation und diese Nation tat das, was auch das palästinensische Volk macht: Sie erklärte Juden zu illegalen Siedlern.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es viele jüdische Siedlungen in Europa. Sie wurden Schtetl genannt. Für die Nazis waren diese Schtetl jedoch illegale jüdische Siedlungen, die sie vernichteten und mit ihnen einen Großteil der jüdischen Bevölkerung Europas. Die Nazis erklärten, Juden könnten keine Deutsche sein, eine nationale Identität, die erfunden wurde, lange nachdem Juden bereits in deutsche Lande gesiedelt hatten. Das Judentum ist die älteste noch heute praktizierte Religion Deutschlands! Die Nazis aber erklärten, Juden könnten keine Deutsche sein, verfolgten und ermordeten sie und die Katholische Kirche schloss ein Konkordat mit den Nazis.

Es ist heute im Nahen Osten wie in Europa damals. Obwohl Juden schon in Palästina lebten bevor es Palästinenser gab, erklären Palästinenser heute Juden zu illegalen Siedlern. Europäische Politiker übernehmen diese Rhetorik. Sie haben vergessen, dass es ihre Vorfahren genauso gemacht hatten. In Europa wurden Juden einst auch vertrieben und zu illegalen Siedlern erklärt, obwohl Juden bereits in Europa lebten, bevor es Deutsche oder Franzosen überhaupt gab.

Anne Franks Eltern waren so wenig illegale Siedler in Frankfurt wie heute Juden in Hebron illegal sind. Häuser bauende Juden sind kein Problem. Juden haben das Recht, überall zu leben, wie jeder andere Mensch auch! Wer fest davon überzeugt ist, jüdische Siedler seien das Hauptproblem für einen Frieden im Nahen Osten sind, sollte einfach mal das Wort „jüdisch“ streichen und durch „muslimisch“, „christlich“ oder „arabisch“ ersetzen, um sich dann zu fragen, warum unter all den Siedlern in Judäa und Samaria nur die jüdischen Siedler das Problem sein sollen.

In den Gebieten Judäa und Samaria siedelten Juden bereits, bevor es Christen und Muslime überhaupt gab. Der Name Judäa ist eindeutig. Daher sprechen jene, die Juden dort für illegal halten, lieber von der Westbank. Wie immer das Gebiet jedoch bezeichnet wird, zur Zeit gehört es zu keinem Nationalstaat. Dennoch siedeln dort Menschen. Manche siedeln in Häusern, andere in Zelten. Es gibt dort arabische, jüdische, staatenlose und viele andere Siedler. Sie siedeln alle in einem Gebiet, das bis heute umstritten ist, weil kein Staatsgebilde dort regiert. Als „illegal“ werden jedoch nur die Siedler bezeichnet, die Juden sind! Das Problem, das diese Menschen mit diesen Siedlern haben, ist somit ihr Jüdischsein!

Wer jedoch glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen. Wer brüllt “Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft“, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Jüdische Siedlungen sind nur für jene eine Hindernis zum Frieden, die einen Frieden von Juden haben wollen. Für jene jedoch, die einen Frieden mit Juden schließen wollen, ist eine jüdische Siedlung kein Problem sondern die Lösung eines Problems, denn nur in der Akzeptanz von jüdischen Siedlungen wohnt die Möglichkeit der schlichten Erkenntnis, dass Juden einfach nur Nachbarn und Mitbürger sein können.

Juden, die siedeln und Häuser bauen, sind kein Problem! Sie sind es nicht in Israel, nicht in Amerika und nicht in Europa. Sie sollten es auch nicht in den Ländern des Nahen Ostens sein. Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis, sondern gelebte Demokratie.

Arabischen Regierungen im Nahen Osten, die Juden als illegale Menschen sind bezeichnen sind nicht anders als Nazis die Juden einst in Deutschland zu illegalen Menschen erklärten! Ein möglicher palästinensischer Nationalstaat, der Juden zu Illegalen erklärt, wird für mich immer so wenig verteidigungswert sein wie ein deutscher Nationalstaat, der Juden zu Illegalen erklärt!

In jeder israelischen Siedlung gilt das israelische Gesetz. Somit ist jede israelische Siedlung im Nahen Osten ein Ort, wo ich als homosexueller Mensch nicht verfolgt werde, jeder Religion angehören darf und frei meine Meinung sagen kann. Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt aufzuteilen, sondern weil Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen.

Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter. Warum soll ich daher ausgerechnet jene Siedlungen kritisieren, die mich leben lassen, wie ich möchte und nicht viel mehr all die Gebiete, die mich verfolgen, weil ich so bin, wie ich bin? Es leben über 8 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Israel. 1,6 Millionen von ihnen sind muslimische Araber und laut einer aktuellen Studie wollen 77 Prozent dieser Araber nirgendwo lieber leben als in Israel!

Israel ist eine Demokratie, in der jede Kritik, sogar die dümmste und die brutalste, erlaubt ist und artikuliert wird. Jeder Palästinenser kann in Israel seine Meinung frei äußern. Das ist Demokratie! In Jordanien, Syrien, Gaza, Westjordanland aber haben Palästinenser diese Rechte nicht. Warum also werden diese Menschen nicht gestärkt?

Es gibt eine Nakba. Sie fand jedoch nicht in Israel statt. Sie findet täglich in Gaza, Syrien, Jordanien und in der Westbank statt. Die Mörder sind die Schergen der Hamas und der Fatah. Vielen Menschen, die vorgeben, solidarisch auf der Seite der Palästinenser zu sein, sind Palästinenser in Wirklichkeit vollkommen egal. Sie sind einfach nur gegen Juden! Daher verbünden sie sich mit den Feinden der Juden. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhundert wurde von der PLO beschlossen, dass Juden keine Palästinenser sein können, so wie die NSDAP ein paar Jahre vorher beschlossen hatte, dass Juden keine Deutsche sein können. Der Deutschenbegriff der NSDAP wurde verworfen. Der Palästinenserbegriff gilt bis heute.

Nur innerhalb dieses Palästinenserbegriffes können Juden illegal sein. Wer von illegalen jüdischen Siedlern spricht, übernimmt die Sprache der Judenhasser. Juden sind nicht illegal, nirgendwo. Sie können aber eine Menge andere Sachen sein, zum Beispiel Deutsche, Franzosen, Chinesen, Japaner, Rheinländer oder Katalanen. Sie können sogar Palästinenser sein, wie Golda Meir.

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Alle, die die Iran-Spiele schauen, sollten das hier lesen!

Im Artikel 3 der Standard-Statuten des Weltfußballverbands FIFA steht:

„Jegliche Diskriminierung eines Landes, einer Einzelperson oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, Politik oder aus einem anderen Grund ist unter Androhung der Suspension und des Ausschlusses verboten.“

Den Iran kümmert dieser Artikel nicht! Der Verein hätte schon längst von der FIFA disqualifiziert werden müssen.

Im August 2017 schloss der iranische Fußballverband FFIRI zwei Nationalspieler aus der Auswahlmannschaft zur Fußballweltmeisterschaft aus, weil sie mit ihrem Klub, dem griechischen Erstligisten Panionios Athen, in der Europa-League-Qualifikation gegen das israelische Team Maccabi Tel Aviv gespielt hatten. Das iranische Sportministerium erklärte daraufhin, für den Spieler Masoud Shojaei, der bis zu dem Zeitpunkt Kapitän der Mannschaft war und dessen Mittelfeldkollegen Ehsan Haji Safi sei „kein Platz mehr“ im Auswahlteam, denn die beiden Spieler hätten „die rote Linie überschritten.“ Für den Iran ist die Diskriminierung Israels Staatsräson!

Wer im Iran friedlich mit Israelis oder Juden spielt, ist ein Verräter. Im August 2015 wollte Sigmar Gabriel zusammen mit der Staatskapelle Berlin nach Teheran reisen, was einen handfesten Skandal auslöste. Der Sprecher des iranischen Kulturministeriums, Hossein Noushabadi, erklärte damals nämlich, dass es ein Problem mit dem Dirigenten gäbe, da er Jude und somit laut Noushabadi aufgrund seiner „Nationalität und Identität“ mit „Israel assoziiert“. Das Kulturministerium bot jedoch einen Kompromiss an:

„Das Symphonieorchester kann seinen Dirigenten austauschen und dann erneut um einen Auftritt in Teheran bitten. Nur unter diesen Umständen kann eine erneute Anfrage wieder untersucht werden.“

Aber zurück zum Sport. Der iranische Nationalspieler Mehdi Taremi teilte vor der WM auf Twitter einen Eintrag von Ajatollah Ali Chamenei, dem politischen und religiösen Oberhaupt Irans. Im Originaltweet Chameneis stand auf Persisch, Hebräisch und Englisch: „Israel wird keine weiteren 25 Jahre mehr bestehen.“

Iran weigert sich seit über dreißig Jahren, gegen israelische Gegner anzutreten. Ob in Weltmeisterschaften oder bei den Olympischen Spielen, egal in welchen Disziplinen, wenn der Iran auf Israel trifft, betritt der Iran den Platz nicht.

Der Iran ist Mitglied in der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC). Die AFC ist Teil der FIFA. Seit Jahren schon toleriert die FIFA den radikalen Bruch von Artikel 3 ihrer eigenen Standard-Statuten, denn viele Länder, die in der AFC organisiert sind, diskriminieren offen Israel.

Im Jahr 1956 trat der israelische Verband der AFC bei. Länder wie Afghanistan, Pakistan, Indonesien und der Sudan jedoch weigerten sich, mit Israel auf einem Platz zu spielen. So geschah es, dass bei der Qualifikation zum Asien-Cup, der im gleichen Jahr stattfand, die israelische Auswahl kampflos in die Endrunde kam, in der sie gegen Südkorea, Hongkong und Südvietnam spielte und das Turnier als Zweitplatzierte beschloss. Bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1958 sollte Israel in der Vorrunde gegen die Türkei antreten, doch sie trat nicht an. In der Zwischenrunde sollte Israel gegen Indonesien spielen, doch auch Indonesien trat nicht an. Schließlich erwartete Israel im Finale der Ausscheidungsspiele den Sudan, doch auch der Sudan trat nicht an. Damit wäre Israel eigentlich kampflos für die WM qualifiziert gewesen, doch dagegen hatte dann die FIFA etwas und loste aus allen europäischen Gruppenzweiten ein Land aus und ließ dieses gegen Israel um den letzten freien Platz antreten. Das Land war Wales und es gewann gegen Israel das Hin- und Rückspiel. Israel schied somit aus.

Achtzehn Jahre gehörte Israel der AFC an. Achtzehn Jahre, die geprägt waren von der Diskriminierung Israels aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion und Politik. Die Diskriminierungen gingen teilweise so weit, dass sich der israelische Verein bei den Wettkämpfen 1970 sogar in der Ozeaniengruppe wiederfand, weil die AFC sich weigerte, die Plätze der Weltmeisterschaft mit Israelis zu teilen.

Im Jahr 1974 folgte schließlich die offizielle und endgültige Diskriminierung und die AFC schloss den israelischen Verband auf Antrag Kuwaits aus. Die Alternative hätte darin bestanden, die Boykotteure konsequent zu bestrafen, doch dafür gab es innerhalb der AFC keine Mehrheit.

Im Jahr 1978 stellte der israelische Fußballverband daher einen Antrag auf Beitritt zum europäischen Fußballverband (UEFA), doch der Verband lehnt ab. Es sei nicht möglich, so hieß es, einen geografisch nicht in Europa liegenden Verband aufzunehmen. Vor allem die osteuropäischen Mitgliedsländer hatten sich strikt gegen das israelische Ersuchen ausgesprochen. Die Sowjetunion war damals kein guter Freund Israels. Mit dem Zusammenbruch der UDSSR änderte sich die Situation jedoch. Im Jahr 1991 wurde die israelische Fußballnationalmannschaft in den europäischen Verband aufgenommen und erhielt drei Jahre später die Vollmitgliedschaft.

Sechzehn Länder haben zur Zeit, im Jahr 2018, ein Einreiseverbot gegen Juden und Israelis verhängt: Algerien, Bangladesch, Brunei, Iran, Irak, Kuwait, Libanon, Libyen, Malaysia, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen! Einige dieser Länder hassen Israel sogar so sehr, dass sie alles hassen, was mit Israel zu tun hat und daher weder Juden aus Israel ins Land lassen, noch Menschen, die Juden in Israel besucht haben. Dazu gehöre auch ich! Vierzehn dieser Länder sind in der AFC organisiert. Der Sudan und Algerien gehören zum afrikanischen Fußballverband (CAF).

Warum wird dieser Hass innerhalb der FIFA hingenommen?

Sport verbindet die Menschen. Aber immer wenn ich das Meer der Fahnen bei einer WM sehe, denke ich, dass es schon absurd ist, als Zeichen der Vielfalt und Völkerverständigung auch jene Fahnen zu hissen, die für Regime stehen, die die Vielfalt und manche Völker bekämpfen. Eine wohl nicht zu überwindende Absurdität.

Was muss ein Verband eigentlich machen, dass selbst die Fans der Nation sagen, da gehe ich nicht mehr mit?

Heute, am 20. Juni 2018, spielt der Iran bei der Fußballweltmeisterschaft gegen Spanien. Ebenfalls heute wurden über 45 Raketen auf Israel abgefeuert. Viele israelische Kinder, Eltern, Frauen und Männer wurden heute vor 5 Uhr in der Frühe von Alarmsirenen aus ihren Träumen geschreckt. Sie hatten nur wenigen Sekunden Zeit, um sich in die Sicherheit von Bunkern zu flüchten. Der Iran unterstützt den Krieg gegen Israel und diskriminiert offen alle Israelis.

Viel Spaß daher bei den Iran-Spielen. Heute können Sie dem Hass zujubeln. Artikel 3 gilt nämlich nicht für Israel. Die FIFA macht es möglich.

Das heißt natürlich nicht, dass alle, die der iranischen Mannschaft zujubeln, dem Hass zujubeln, aber jeder, der der iranischen Mannschaft aus Hass zujubelt, tut dies im Einverständnis mit dem iranischen Verband, der diesen Hass nicht nur nicht ächtet sondern ihn aktiv durch seine verbandspolitischen Entscheidungen befördert. Aber die Hoffnung bleibt, dass auch dieser Verband einst vom Hass befreit wird.

Dafür aber muss sich in dem Land etwas grundlegendes verändern und das kann nur das iranische Volk selbst bewirken. Möge es die Kraft dazu haben.

Ich werde daher während des Iran-Spiels mal wieder in Klaus Manns Roman „Mephisto“ reinblättern, um darüber nachzudenken, was es bedeutet, in einem inhumanen Regime Karriere zu machen, ob nun als Künstler oder als Sportler.

***

Danke an Alex Feuerherdt für wichtige Informationen.

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Wer hätte das gedacht?

Ein paar Worte des Muts von Monsieur Momo.


Als ich ein kleiner, schüchterner Junge war und nicht unbedingt zu den „coolen“ Typen aus der Klasse zählte, vermutlich sogar genau das Gegenteil war, hätte sicher niemand darüber nachgedacht, dass ich gerade meine „besondere“ Art irgendwann zum Beruf mache!

Als kleiner ängstlicher Junge habe ich angefangen meine ersten Zaubertricks zu üben. Habe mich damit in meine kleine eigene Welt „verzaubert“! Clowns mochte ich nie sonderlich gerne. Sie waren mir zu laut, zu bunt, zu schrill, … jedenfalls die meisten! Und dennoch hat es mich nie losgelassen und vielleicht wollte ich zeigen, dass es besser geht!

Heute schaue ich zurück und bin wahnsinnig glücklich, meinen Traum leben zu können. Ab und zu kommt der kleine, ängstliche Junge von früher zu Besuch! Doch der Erfolg der letzten Jahre zeigt, dass aus der „kleinen Fantasiewelt“ Wirklichkeit geworden ist und wir langsam groß werden!

Weder die Pokale in meinem Schrank, noch der volle Terminkalender erfüllt mein Herz. Das was mich wirklich berührt und was mich erfüllt, ist das Lachen der Menschen und die glücklichen Gesichter. Es ist mir eine Ehre, so viele Menschen, egal ob Jung oder Alt, im Jahr ein kleines bisschen „glücklicher“ zu machen!

Heute sind die Menschen die damals nicht an mich geglaubt haben still! Glaubt an euch selbst! Ihr könnt schaffen was ihr wollt!

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(TINMM)

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Sexistische Terroranschläge

Immer wieder werden Frauen Opfer religiöser Extremisten, so wie Ausländer Opfer von Rassisten werden. Gewalttaten gegen Frauen, begangen von Menschen, die glauben, dadurch einer religiös definierten Ehre zu genügen, sind sexistische Terroranschläge!

Frauen sind die größte Opfergruppe religiöser Fundamentalisten.

Das lateinische Wort „terror“ bedeutet Schrecken. Terrorismus ist die systematische Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärt in seiner Resolution 1566, terroristische Handlunge seien solche, „die mit Tötungs- oder schwerer Körperverletzungsabsicht oder zur Geiselnahme und mit dem Zweck begangen werden, einen Zustand des Schreckens hervorzurufen, eine Bevölkerung einzuschüchtern oder etwa eine Regierung zu nötigen.“

Unter genau diese Terrordefinition fällt sexistische Gewalt. Mit sexistischer Gewalt werden Frauen gefügig gemacht. Sie werden entweder selbst angegriffen oder derart in Angst und Schrecken versetzt, dass sie sich nicht mehr trauen, gewisse Orte zu betreten, es sei denn, sie verschleiern sich. Der sexistische Terrorismus macht ganze Plätze und Parks im Osten und Westen unseres Landes zu No-go-Areas für Frauen.

Die Silvesternacht 2015/16 in Köln war ein Terroranschlag.

Die Silvesternacht in Köln war ein Anschlag an Frauen, exekutiert von männlichen Terroristen, die aus patriarchalen Strukturen stammen und eine autoritäre Religion im Nacken haben. An diesen Männern ist die Aufklärung vorbei gegangen. Sie denken eher in Gruppen als in Individuen. Diese Terroristen schätzen die Ehre eines im siebten Jahrhundert verstorbenen Soldaten aus Mekka, den sie als Propheten verherrlichen, mehr als die Würde einer lebendigen Frau. Sie töten aus ihrer pervertierten Idee von Ehre eher Frauen, als dass sie ihre eigene Religion hinterfragen. Sie zwängen Frauen eher in ein Gefängnis aus Stoff, als männlichen Sexualverbrechern Handschellen anzulegen. Diese Männer sind islamistische Terroristen.

Jeder sogenannte „Ehrenmord“ ist ein Terroranschlag.

Im Jahr 2011 wurde das Wort „Döner-Morde“ zum Unwort des Jahres gekürt. Der Begriff tauchte das erste Mal im Jahr 2006 auf und bezeichnete damals eine Neonazi-Mordserie, die in verschiedenen Großstädten Deutschlands verübt wurde. Die Opfer waren acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer.

Laut der Jury des Unwort des Jahres stand der Ausdruck „Döner-Morde“ prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde. Der Begriff „Ehrenmord“ tut genau das auch. Leider konnte sich die Jury bis heute nicht dazu durchringen, den Begriff „Ehrenmord“ zum Unwort des Jahres zu küren.

Während rassistische Terroristen Ausländer hassen, sind die sexistischen Terroristen davon überzeugt, dass emanzipierte Frauen vom Übel sind. Für Neonazis ist es eine Frage der Ehre, die „Reinheit des deutschen Volkes“ zu erhalten. Für „Ehrenmörder“ ist es eine Frage der Ehre, die Reinheit der Religion des Friedens zu verteidigen. Beide Seite tragen mit ihrer „Ehre“ nur ihren eigenen Extremismus zur Schau. Zudem haben beide Seiten große Probleme mit Homosexuellen.

Auch Homosexuelle werden Opfer von sexistischen Terroranschlägen.

Immer den Vereinigten Staaten von Amerika hielt Sheikh Farrokh Sekaleshfar folgende Rede:

„Wir wollen das Beste für Menschen. Wir haben Mitgefühl mit Menschen. Und ebenso haben wir Mitgefühl mit Homosexuellen. Aus einem Akt des Mitgefühls sollten wir die Homosexuellen los werden, denn sie verseuchen die Gesellschaft. Es ist zum Besten für Homosexuelle, wenn sie gehen. Mit einem Todesurteil wird dem Homosexuellen verziehen und sein ewiges Leben wird zu einem gewissen Grad wieder gesichert sein. Ein Todesurteil ist besser, als einen Homosexuellen machen zu lassen. Wir müssen uns um diese Menschen kümmern und verhindern, dass sie weiter und weiter sündigen. Daher ist der Tod das richtige Urteil für Homosexuelle, wenn Analverkehr vollzogen wurde. Sonst lautet das Urteil hundert Peitschenhiebe.“

Nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika wird muslimisch fundierter Extremismus gepredigt, auch in Moscheen in Deutschland gehört Sexismus zur religiösen Lehre. Am 23. Januar 2015 wurde in Berlin diese Predigt gehalten!

„Eine Frau darf niemals ohne Erlaubnis ihres Mannes einen Mann ins Haus lassen. Eine Frau darf niemals das Haus ohne die Erlaubnis ihres Mannes verlassen! Und unter keinen Umständen darf sie eine Nacht außerhalb des Hauses verbringen ohne Erlaubnis ihres Mannes! Nicht mal bei ihrem eigenen Vater! (…) Das Leben einer Frau muss auf das Haus ihres Mannes beschränkt sein! (…) Eine Frau muss kochen, den Boden wischen, sauber machen und sich um ihren Mann, ihre Söhne und Töchter kümmern! (…) Einer Frau ist es nicht gestattet, den Beischlaf mit ihrem Mann zu verweigern! Mit keiner Entschuldigung darf sie sich rausreden! (…) Auch wenn eine Frau ihre Tage hat, muss sie mit ihrem Mann schlafen, wenn der Mann will. Er sollte nur ihre Vagina meiden … und ihren Anus.“

Wer es Frauen verbieten will, aus dem Haus zu gehen, nimmt sie als Geiseln und das ist laut Resolution 1566 der Vereinten Nationen Terrorismus. Diese Taten als „Beziehungstaten“ zu verharmlosen, wird der Sache nicht gerecht. Sexismus ist neben Rassismus und Judenfeindlichkeit ein Hass, der immer wieder zum Terror führt. Wir müssen aufhören, diesen Terror zu verharmlosen. Allein im Jahr 2017 wurden fast fünfzig Menschen in Namen der „Ehre“ getötet.

Fabienne de M., erstickt am 2. Januar,
Zare, erwürgt am 5./6. Januar,
Leyla und ihr ungeborenes Kind, ermordet am 15. Januar,
Mihiriban S. getötet am 2. Februar,
Soopika Paramanathan, erstochen am 10./11. Februar,
Silvia B., erschossen am 17. Februar,
Nicole M, ermordet Ende Februar,
Ria, erschlagen am 21./22. Februar,
Ana, ermordet am 24. Februar,
Tina O., erstochen am 25. Februar,
Seve, erstochen am 2. März,
Kadir Y., erstochen am 5. März,
Dilek V., erstochen am 15. März,
Anna, erstochen am 9. April,
Sina, erstochen am 16. April,
The T., erstochen am 21. April,
Mehe K., erwürgt am 23. April,
Florija M., erstickt am 24. April,
Farima Seadi, erstochen am 29. April,
Milenka T., enthauptet im Mai,
Salam S., erschossen am 14. Mai,
Naser T., erstochen am 15. Mai,
Hayam, erstochen am 17. Mai,
Maria, erstochen am 17. Mai,
Michelle E., erstochen am 18. Mai,
Fidan, erschossen am 1. Juli,
Merita und Jeff G., erschossen am 15. Juli,
Anne Metzger und ihr Sohn, erstochen am 28. Juli,
Esra C., mit Beil und Messer getötet am 31. Juli,
Mahin R. und ihr ungeborenes Kind, erstochen am 11. August,
Saray Güven, erstochen am 20. August,
Ahlam Dawi, ermordet am 23. August,
Elena D., erstochen am 28. August,
Mohammed N., erstochen am 10./11. September,
Dario und zwei Bekannte, erschossen am 14. September,
Palwasha L. und ihr ungeborenes Kind, erstickt am 19. September,
Valentina, ermordet am 1. Oktober,
Aeysha A., ermordet am 23. Oktober,
Paul, erstochen am 24. Oktober,
Vio, erstochen am 30. Oktober,
Gina, ermordet am 1. Dezember,
Daniela A. H., ermordet am 5. Dezember,
Shukriyeh A., erstochen am 6. Dezember,
Manjinder K., erstochen am 9. Dezember,
Dzemila F., erstochen am 20. Dezember,
Mia V., erstochen am 27. Dezember.

Im Jahr 2017 wurden 405 Morde in Deutschland begangen. Das heißt, jeder zehnte Mord in Deutschland ist ein sogenannter „Ehrenmord“, obwohl „Beziehungtaten“ oft nicht als Morde eingestuft werden, sondern als „Beziehungstaten mit Todesfolge“. Sie fallen daher größtenteils nicht unter die 405 Morde des Jahres 2017.

Allerdings zeigt die Liste, dass die meisten Opfer dieser „Ehrenmorde“ Frauen sind und die meisten Täter ihren Begriff der Ehre aus ihrer wie auch immer (miss)verstandenen Religion speisen.

Es gibt Menschen, die behaupten, es hätte im Jahr 2017 keine islamistisch motivierten Anschläge in Deutschland gegeben. Doch, es hat sie gegeben! Sie werden nur nicht als solche anerkannt. In Deutschland ist Sexismus nur eine „Beziehungstat“ und sexistisch motivierte Morde sind keine Anschläge sondern „Ehrenmorde“. Wer das ändern möchte, läuft Gefahr, als „islamophob“ und somit als wahnsinnig diagnostiziert zu werden.

Solange wir die ideologisch und religiös motivierte Gewalt gegen Frauen nicht als Terrorismus verstehen, werden wir nicht effektiv gegen diese Form der Menschenfeindlichkeit vorgehen können.

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The day Trump is no longer President of the USA

At some point Trump will no longer be President and then the bar will be as low in dealing with the new President as Trump is dealt with today. Just saying.

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Ein Kommentar zur Schweigeminute

Ein kurzer Kommentar von Roger Letsch zu dem Thema, wie Claudia Roth mit der Schweigeminute für Susanna Feldmann im Deutschen Bundestag hätte umgehen können.

Eine Bundestagssitzung zu leiten, ist nach Briefmarken anlecken das mit Abstand Spannendste, wozu man nach einem Semester Theaterwissenschaften qualifiziert sein kann. Es soll aber Leute geben, die das Leiten einer Sitzung richtig gut können und mit Witz, Schlagfertigkeit und Neutralität den Plenarsaal vor dem Tod durch Langeweile oder Phrasenvergiftung zu bewahren verstehen.

Ein solcher Sitzungsleiter hätte Thomas Seitz von der AfD seine Schweigeminute zum Gedenken an Susanna durchführen lassen, auch wenn es dessen ganze Redezeit in Anspruch genommen hätte und dann in etwa folgendes gesagt:

„Herr Abgeordneter Seitz, ich wollte sie nicht unterbrechen, da dies eine Pietätlosigkeit gegenüber dem Opfer gewesen wäre, an welches Sie uns alle hier im hohen Haus zu erinnern die Freundlichkeit besaßen. Jedoch hätte ich es begrüßt, wenn sie ihre Redezeit nutzten, um wie vorgesehen zur Geschäftsordnung zu sprechen. Ihr Schweigen schien jedoch selbst manchen ihrer politischen Opponenten besser gefallen zu haben, als ihr Reden.“

Ist man hingegen unsicher, narzisstisch und mental verklemmt und hält seine eigene Intelligenzausstattung im unteren zweistelligen Bereich für ausreichend, moralische Urteile über alles und jeden zu fällen, dann muss man natürlich wie Claudia Roth reagieren und in offene Gräber spucken.

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(TINRS)

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Eine Schweigeminute im Parlament

„Die vorgesehene Redezeit widmen wir dem Gedenken an die in Wiesbaden tot aufgefundene Susanna. Sie wurde 14 Jahre alt. Aus der Erde kommst du und zu Erde wirst du werden.”

Mit diesen Worte begann Thomas Seitz (AfD) am 8. Juni 2018 eine Schweigeminute im Deutschen Bundestag für Susanna Feldmann. Er argumentierte somit nicht wie vorgesehen zur Geschäftsordnung, sondern nutze die Zeit für eine Schweigeminute für ein Mädchen, das im Alter von vierzehn Jahren vergewaltigt und ermordet wurde.

Die Schweigeminute wurde durch Unruhe im Parlament und schließlich von der Sitzungspräsidentin Claudia Roth (Grüne) unterbrochen:

„Darf ich sie hinweisen, dass wir gerade zur Geschäftsordnung reden? Ich würde Sie bitten, dass auch Sie sich an die vorgegebene Tagesordnung und an die Geschäftsordnungsdebatte halten.”

Da sich Thomas Seitz weigerte, sein Schweigen zu unterbrechen, wurde er gebeten, sich vom Rednerpult zu entfernen. Viele Abgeordnete störten die Schweigeminute.

Die Angst und die Abscheu vor der AfD führen dazu, dass die Abgeordneten der anderen Parteien Dinge tun, die sie mit kühlen Kopf nicht getan hätten und die falsch und völlig unangemessen sind. Eine Schweigeminute für Susanna Feldmann zu unterbrechen, weil sie von einem AfD-Politiker gestartet wurde, mit der Begründung, sie passe nicht in die Geschäftsordnung, zeugt von einer völligen Kopflosigkeit des Parlaments, die zur Verrohung führt. Es gibt zwei Möglichkeiten.

Erstens: Der AfD-Abgeordnete tat dies aus tatsächlicher Anteilnahme. Ich hätte geschwiegen.

Zweitens: Der AfD-Abgeordnete instrumentalisierte den Fall und wollte provozieren. Ich hätte selbst in diesem Fall die Schweigeminute nicht unterbrochen.

Ja, die AfD hat mit der Schweigeminute bewusst die Geschäftsordnung gebrochen, aber ich hätte mich dennoch von der AfD nicht provozieren lassen, denn eine Schweigeminute für Susanna Feldmann ist richtig. Wenn die Falschen etwas Richtiges aus falschen Motiven tun, wird das Richtige nicht falsch. Ich hätte niemals der AfD so viel Macht gegeben, dass ich in die Schweigeminute für ein 14-jähriges ermordetes Mädchen plärre.

Ich sehe dieses Verhalten im Bundestag und schäme mich. Selbst wenn wir uns darauf einigen, dass die AfD das Mädchen instrumentalisiert hat, dann müssen wir eingestehen, dass alle anderen Parteien auch und kräftig über das Stöckchen der Instrumentalisierung gesprungen sind und selbstergriffen bei der Instrumentalisierung mitgemacht haben.

Eigentlich sollten die Gegner der AfD froh sein, wenn AfD-Abgeordnete nicht reden, jetzt aber wird sogar ihr Schweigen gefürchtet.

Nun kann man sagen, der Bundestag sei kein Ort für Schweigeminuten und wenn, dann muss sie vorher abgesprochen werden, aber eine Schweigeminute für ein Kind, die gegen eine Geschäftsordnung angestimmt wurde, unterbreche ich dennoch nicht, selbst dann nicht, wenn sie in einem Puff angestimmt wird. Der Sitzungspräsidentin stand es frei, nach der Minute des Schweigens eine angemessene Beurteilung des Bruchs der Geschäftsordnung vorzunehmen. Das wäre anständig gewesen.

Wenn Menschen ihre Souveränität aus Angst und Abscheu verlieren, tun sie Dinge, die sie besser nicht getan hätten. Ich will keine unsouveränen Politikerinnen und Politiker im Bundestag. Wenn es mittlerweile so leicht ist, die Abgeordneten im Bundestag dazu zu verführen, allen Anstand fahren zu lassen, dann mache ich mir große Sorgen um unsere Vertretung.

Ich habe die AfD nicht gewählt. Mit Erschrecken stelle ich fest, dass alle, die ebenfalls eine andere Partei gewählt haben, Abgeordnete gewählt haben, die sich viel zu schnell von der AfD provozieren lassen und sich daneben benehmen. So viel Macht darf die AfD einfach nicht haben.

Mögen die Abgeordneten der anderen Parteien in einer ruhigen Minute mal darüber nachdenken, wie sie wieder etwas souveräner und anständiger werden können. Man bekämpft Unanständigkeit nicht mit Unanständigkeit. Dadurch vermehrt man sie nur. Gelassenheit und Anstand selbst in unanständigen Zeiten ist gefragt. Wer sich provozieren lässt, schwächt sich. Starke ist gefragt. Dafür aber braucht man einen klaren Kopf.

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Argentina and Lionel Messi knuckle under to hatred

Daniel Tregermann was four years old in 2014 when he was killed by a mortar shell fired at Israel from Gaza. Daniel loved soccer and was a fan of Lionel Messi. He always wore a Argentine national team jersey with Messi’s team number.

On June 9, 2018 a friendly match between Israel and Argentina was scheduled to take place in Jerusalem. Daniel Tregermann would certainly have been thrilled to see that game live. Unfortunately, however, this international match was cancelled by the Argentinians following serious threats against the Argentine national team.

Djibril Radschub, the president of the Palestinian soccer association, suggested that jerseys with Messi’s name and number should be burned if he dared to play in Israel. On June 5, 2018 protesters in front of the training camp in Barcelona held up Argentine jerseys smeared in blood-red color. Radschub is enthusiastic about the cancellation and says:

„Sportsmanship has triumphed today, and Israel was shown the red card.“

Article 3 of the Standard Statutes of the International Federation of Football Associations (FIFA) states:

„Discrimination of any kind against a country, private person or group of people on account of ethnic origin, gender, language, religion, politics or any other reason is strictly prohibited and punishable by suspension or expulsion.“

It’s a shame that this statute is regularly ignored when it comes to Israel. Iran, for example, will take part in this year’s World Cup in Russia. In August 2017, the Iranian Football Federation FFIRI expelled two national players from the World Cup team because they had played against the Israeli team Maccabi Tel Aviv in the European League qualification with their club, the Greek first division team Panionios Athens. The Iranian Ministry of Sport then announced that there will be no player slots for Masoud Shojaei, who was captain of the team at the time, and the midfielder Ehsan Haji Safi because they crossed a „red line“. For Iran, the discrimination of Israel is raison d’etat!

Anyone who plays peacefully with Israelis or Jews in Iran is considered a traitor. In August 2015, a trip to Teheran by Sigmar Gabriel together with the Staatskapelle Berlin (Berlin Orchestra) became the centerpiece of a scandal. The spokesman for the Iranian Ministry of Culture, Hossein Noushabadi, explained at the time that there was a problem with the conductor, whose „nationality and identity“ is associated with Israel. However, the Ministry of Culture offered a compromise:

„The symphony orchestra can replace its conductor and then apply again for admittance to perform in Tehran.“

But back to football. Not only Iran has a problem with Israel, but other countries won’t even tolerate the very existence of Israelis. In January 2017, the Austrian soccer club FC Red Bull Salzburg flew to a training camp in the United Arab Emirates without its Israeli player Munas Dabbur, as the player was denied entry to the country on account of his nationality. The soccer club didn’t seem to have been particularly concerned with the discrimination against one of its own players, because after their arrival a message on their website read: „The Red Bulls arrived in good spirits and are rearing to go.“

Apparently, Munas Dabbur was no longer included on the good-spirited team, although he scored two goals in 15 league games that season, heaving FC Red Bull Salzburg to only 2 points away from the top of the chart. Munas Dabbur is not even Jewish, but is one of those Muslims who make up about 20% of Israeli citizens who all enjoy equal rights.

For the Jew haters in the United Arab Emirates, the hatred of Israel doesn’t even stop at fellow Muslims, especially because their very existence illustrates the fact that peace between Muslims and Israelis is possible. The United Arab Emirates and Iran are members of the Asian Football Confederation (AFC). The AFC is part of FIFA. For years, FIFA has tolerated the rejection of Article 3 by member soccer clubs, since many countries organized in the AFC openly discriminate against Israel.

In 1956, the Israeli Soccer Federation joined the AFC. However, countries such as Afghanistan, Pakistan, Indonesia and Sudan refused to play against Israel on the same field. In that year’s qualifying round for the Asian Cup, the Israeli team entered the final round playing South Korea, Hong Kong and South Vietnam per default to finish second. In qualifying for the 1958 World Cup, Israel was to play against Turkey in the preliminary round, but Turkey stepped down. Israel was then to play Indonesia in the intermediate round, but Indonesia stepped down also. Then, Israel was to play against Sudan in the finals, but Sudan stepped down. Israel would have qualified for the World Cup per default, but FIFA had a plan up their sleeves. Israel was to compete against a country from the European runners-up for the last free place. That country was Wales which then eliminated Israel.

Israel has been a member of the AFC for eighteen years. Eighteen years marked by discrimination against Israel on the basis of ethnic origin, religion and politics. Discrimination went so far that the Israeli club even found itself in the Oceania Group during the 1970 competitions, because the AFC refused a World Cup slot for Israel.

In 1974, official discrimination culminated in Israel’s elimination from the AFC at the request of Kuwait. Actually, the boycotters should have been punished for ignoring anti-discrimination statutes, but there was no majority within the AFC.

In 1978, the Israeli Football Association proceeded to apply for membership with the European Football Association (UEFA), but the association rejected the application because Israel is not geographically located in Europe. The Eastern European member states in particular had strictly opposed the Israeli membership. The Soviet Union was not a good friend of Israel at the time. With the collapse of the USSR, however, the situation changed. In 1991, the Israeli national football team was admitted to the European federation and became a full member three years later.

Currently, Jews and Israelis are banned from entering Algeria, Bangladesh, Brunei, Iran, Iraq, Kuwait, Lebanon, Libya, Malaysia, Oman, Pakistan, Saudi Arabia, Sudan, Syria, the United Arab Emirates and Yemen! Some of those sixteen countries hate Israel so much that they hate everything to do with Israel and therefore do not let Jews from Israel into their country, nor people who have visited Jews in Israel. I’m one of those who are banned entry! Fourteen of these countries are organized in the AFC. Sudan and Algeria belong to the African Football Association (CAF).

Why does the FIFA tolerate such hate? Especially at a time when barrages of rockets and grenades are being fired randomly at Israel and terror kites are sent from the Gaza Strip which are burning up natural preservation areas in southern Israel.

Daniel Tregermann died in 2014 at the age of four years in an attack that was due precisely to the hatred that’s still endangering Israel today. In 2018, people, who do not hate Israel and only want to play football in friendship, will be forced to give up to such hatred.

It’s a complete disgrace that In 2018 Argentina and Lionel Messi were forced to succumb to hatred.

***
Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Argentinien und Lionel Messi geben sich dem Hass geschlagen

Daniel Tregermann war vier Jahre alt, als er im Jahr 2014 von einer Mörsergranate getötet wurde, die vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert worden war. Daniel liebte Fußball und war ein Fan von Lionel Messi. Ständig trug er ein Trikot der argentinischen Nationalmannschaft mit der Nummer von Messi.

Am 9. Juni 2018 hätte in Israel ein Freundschaftsspiel zwischen Israel und Argentinien stattfinden sollen. Daniel Tregermann hätte dieses Spiel gewiss gerne live gesehen. Leider wurde dieses Test-Länderspiel jedoch von argentinischer Seite abgesagt, nachdem es heftige Drohungen gegen die argentinische Nationalelf gegeben hatte.

Der palästinensische Verbandspräsident Dschibril Radschub zum Beispiel hatte dazu aufgerufen, Trikots mit Messis Namen zu verbrennen, sollte es der Spieler wagen, in Israel zu spielen. Am 5. Juni 2018 kam es zudem zu lautstarken Protesten vor dem Trainingsquartier des Vizeweltmeisters in Barcelona, bei der argentinische Nationaltrikots gezeigt wurden, die in blutroter Farbe verschmiert waren. Radschub ist begeistert über die Absage und erklärt:

„Der Sport hat heute triumphiert, und Israel wurde durch die Absage des Spiels die Rote Karte vors Gesicht gehalten.“

Im Artikel 3 der Standard-Statuten des Weltfußballverbands FIFA steht:

„Jegliche Diskriminierung eines Landes, einer Einzelperson oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, Politik oder aus einem anderen Grund ist unter Androhung der Suspension und des Ausschlusses verboten.“

Es ist eine Schande, dass dieser Artikel regelmäßig keine Beachtung findet, wenn es um Israel geht. Bei der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft in Russland zum Beispiel wird der Iran teilnehmen. Im August 2017 schloss der iranische Fußballverband FFIRI zwei Nationalspieler aus der Auswahlmannschaft zur Fußballweltmeisterschaft aus, weil sie mit ihrem Klub, dem griechischen Erstligisten Panionios Athen, in der Europa-League-Qualifikation gegen das israelische Team Maccabi Tel Aviv gespielt hatten. Das iranische Sportministerium erklärte daraufhin, für den Spieler Masoud Shojaei, der bis zu dem Zeitpunkt Kapitän der Mannschaft war und dessen Mittelfeldkollegen Ehsan Haji Safi sei „kein Platz mehr“ im Auswahlteam, denn die beiden Spieler hätten „die rote Linie überschritten.“ Für den Iran ist die Diskriminierung Israels Staatsräson!

Wer im Iran friedlich mit Israelis oder Juden spielt, ist ein Verräter. Im August 2015 wollte Sigmar Gabriel zusammen mit der Staatskapelle Berlin nach Teheran reisen, was einen handfesten Skandal auslöste. Der Sprecher des iranischen Kulturministeriums, Hossein Noushabadi, erklärte damals, dass es ein Problem mit dem Dirigenten gäbe. Der Dirigent war nämlich Jude und somit, laut Noushabadi, aufgrund seiner „Nationalität und Identität“ mit „Israel assoziiert“. Das Kulturministerium bot jedoch einen Kompromiss an:

„Das Symphonieorchester kann seinen Dirigenten austauschen und dann erneut um einen Auftritt in Teheran bitten. Nur unter diesen Umständen kann eine erneute Anfrage wieder untersucht werden.“

Aber zurück zum Fußball. Nicht nur der Iran hat Probleme mit Israel, auch andere Länder wollen die pure Existenz von Israelis nicht dulden. Im Januar 2017 flog der österreichische Verein FC Red Bull Salzburg ohne seinen israelischen Spieler Munas Dabbur ins Trainingslager in die Vereinigten Arabischen Emirate, da dem Spieler die Einreise in das Land aufgrund seiner Herkunft verweigert wurde. Der Verein schien nicht besonders betroffen von der Diskriminierung eines seiner Spieler gewesen zu sein, denn nach der Landung stand auf der Internetseite: „Die Roten Bullen sind gut gelaunt, gesund und munter mit ‚Sack und Pack‘ angekommen.“

Munas Dabbur gehörte offensichtlich nicht zum „Sack und Pack“ der Mannschaft, obwohl er bis zu dem Zeitpunkt in der Saison bereits zwei Tore in 15 Ligaspielen geschossen hat und somit seinen Beitrag dazu geleistet hat, dass der FC Red Bull Salzburg zu dem Zeitpunkt der Reise nur noch 2 Punkte von der Tabellenführung entfernt war. Dabei ist Munas Dabbur nicht mal Jude, sondern einer der zwanzig Prozent Muslime, die selbstverständliche und gleichberechtigte Israelis sind.

Für die Judenhasser aus den Vereinigten Arabischen Emiraten macht der Hass auf Israel nicht mal von Glaubensbrüder halt, vor allem dann nicht, wenn sie es wagen, durch ihre pure Existenz zu zeigen, dass ein Friede zwischen Muslime und Israelis möglich ist, ja dass ein Mensch sogar beides in einer Person sein kann.

Die Vereinigten Arabischen Emirate wie der Iran sind in der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) organisiert. Die AFC ist Teil der FIFA. Seit Jahren schon toleriert die FIFA den radikalen Bruch von Artikel 3 ihrer eigenen Standard-Statuten, denn viele Länder, die in der AFC organisiert sind, diskriminieren offen Israel.

Im Jahr 1956 trat der israelische Verband der AFC bei. Länder wie Afghanistan, Pakistan, Indonesien und der Sudan jedoch weigerten sich, mit Israel auf einem Platz zu spielen. So geschah es, dass bei der Qualifikation zum Asien-Cup, der im gleichen Jahr stattfand, die israelische Auswahl kampflos in die Endrunde kam, in der sie gegen Südkorea, Hongkong und Südvietnam spielte und das Turnier als Zweitplatzierte beschloss. Bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1958 sollte Israel in der Vorrunde gegen die Türkei antreten, doch sie trat nicht an. In der Zwischenrunde sollte Israel gegen Indonesien spielen, doch auch Indonesien trat nicht an. Schließlich erwartete Israel im Finale der Ausscheidungsspiele den Sudan, doch auch der Sudan trat nicht an. Damit wäre Israel eigentlich kampflos für die WM qualifiziert gewesen, doch dagegen hatte dann die FIFA etwas und loste aus allen europäischen Gruppenzweiten ein Land aus und ließ dieses gegen Israel um den letzten freien Platz antreten. Das Land war Wales und es gewann gegen Israel das Hin- und Rückspiel. Israel schied somit aus.

Achtzehn Jahre gehörte Israel der AFC an. Achtzehn Jahre, die geprägt waren von der Diskriminierung Israels aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion und Politik. Die Diskriminierung gingen teilweise so weit, dass sich der israelische Verein bei den Wettkämpfen 1970 sogar in der Ozeaniengruppe wiederfand, weil die AFC sich weigerte, die Plätze der Weltmeisterschaft mit Israelis zu teilen.

Im Jahr 1974 folgte schließlich die offizielle und endgültige Diskriminierungen und die AFC schloss den israelischen Verband auf Antrag Kuwaits aus. Die Alternative hätte darin bestanden, die Boykotteure konsequent zu bestrafen, doch dafür gab es innerhalb der AFC keine Mehrheit.

Im Jahr 1978 stellte der israelische Fußballverband daher einen Antrag auf Beitritt zum europäischen Fußballverband (UEFA), doch der Verband lehnt ab. Es sei nicht möglich, so hieß es, einen geografisch nicht in Europa liegenden Verband aufzunehmen. Vor allem die osteuropäischen Mitgliedsländer hatten sich strikt gegen das israelische Ersuchen ausgesprochen. Die Sowjetunion war damals kein guter Freund Israels. Mit dem Zusammenbruch der UDSSR änderte sich die Situation jedoch. Im Jahr 1991 wurde die israelische Fußballnationalmannschaft in den europäischen Verband aufgenommen und erhielt drei Jahre später die Vollmitgliedschaft.

Sechzehn Länder haben zur Zeit, im Jahr 2018, ein Einreiseverbot gegen Juden und Israelis verhängt: Algerien, Bangladesch, Brunei, Iran, Irak, Kuwait, Libanon, Libyen, Malaysia, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen! Einige dieser Länder hassen Israel sogar so sehr, dass sie alles hassen, was mit Israel zu tun hat und daher weder Juden aus Israel ins Land lassen, noch Menschen, die Juden in Israel besucht haben. Dazu gehöre auch ich! Vierzehn dieser Länder sind in der AFC organisiert. Der Sudan und Algerien gehören zum afrikanischen Fußballverband (CAF).

Warum wird dieser Hass innerhalb der FIFA hingenommen? Besonders in einer Zeit, in der mehrere Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert werden und der Süden von Israel brennt, weil das Land mit Feuerdrachen aus dem Gazastreifen angegriffen wird.

Daniel Tregermann starb im Alter von vier Jahren bei einem Angriff, der genau dem Hass geschuldet war, der auch heute wieder Israel in Gefahr bringt. Im Jahr 2018 zwingt dieser Hass Menschen, die Israel nicht hassen und lediglich in Freundschaft mit Israelis Fußball spielen wollen, zur Aufgabe.

Im Jahr 2018 gaben sich Argentinien und Lionel Messi dem Hass geschlagen.

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Danke an Alex Feuerherdt für wichtige Informationen.

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Wir alle sind Adam!

Erinnern Sie sich noch an Adam Armush? Am 17. April 2018 wurde er in Berlin auf offener Straße mit einem Gürtel verprügelt, weil er eine Kippa trug.

Der judenfeindliche Akt löste damals einen Sturm der Entrüstung aus. In Köln und anderen deutschen Städten trugen Menschen aus Solidarität Kippa und demonstrierten so sichtbar gegen Judenhass.

Im Juni 2018 fand wieder ein judenfeindlicher Angriff statt, wieder in Berlin und wieder taucht der Name Adam auf. Omer Adam ist ein amerikanisch-israelischer Sänger. Sein bekanntestes Lied ist der Sommerhit „Tel Aviv“ aus dem Jahr 2013.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2018 wurden drei Jugendliche am Bahnhof Zoo angegriffen, weil sie dieses Lied hörten, während sie auf dem Weg von einem Kiosk zur U-Bahn waren. Drei junge, arabische Männer hörten das Lied, in dem immer wieder die israelische Stadt Tel Aviv besungen wird und fragten den Jugendlichen, aus dessen tragbarem Lautsprecher das Lied erklang, ob er Jude sei. Als er dies bejahte, wurden folgende Drohungen ausgestoßen:

„Ich will diese Judenscheiße hier nicht hören! Das hier ist unsere Stadt, unser Revier, wenn ich euch noch einmal hier sehe, schlitze ich dir die Kehle auf, du Scheißjude.“

Die drei Jugendlichen führten ihren Weg zur U-Bahn fort, wurden jedoch von den jungen Männern verfolgt. Auf dem Bahnsteig eskalierte die Situation. Der Jugendliche, der sich als Jude zu erkennen gegeben hatte, wurde beinahe auf das Gleis geschubst. Als sein Freund ihn verteidigte, wurde auch er angegriffen.

„Du Scheiß-Alman (Scheiß-Deutscher) hast hier nichts zu sagen“, wurde ihm entgegengebrüllt, während er an eine Wand gedrückt und mehrfach ins Gesicht geschlagen wurde. Als ein 16-jähriges Mädchen sich einschaltete, um zu schlichten, wurde auch Sie angeschrieen: „Warum machst du als Frau den Mund auf? Warum beschützt du diese Juden?‘“

Erst als die Polizei im Anmarsch war, ergriffen die Täter die Flucht.

Diese Tat ist genauso brutal wie der Angriff auf Adam Armush im April 2018. Da diese Tat jedoch nicht mit einer Handykamera aufgenommen und im Internet verbreitet wurde, erregt dieses Verbrechen bisher keine so große Aufmerksamkeit. Die Empörung aber muss mindestes ebenso groß sein, wie damals, als ein junger Mann mit Kippa verprügelt wurde.

So wie die Stadt Berlin im April 2018 Kippa trug, so muss sie im Juni 2018 das Lied „Tel Aviv“ über die Straßen Berlins spielen, um den Judenhass wegzubassen. In ganz Deutschland soll das Lied erklingen, vor allem in jenen Ecken, in denen der Hass auf Juden und Israel besonders zu Hause ist.

Das Lied „Tel Aviv“ war übrigens das Werbelied für die Tel Aviv Pride, eine in Tel Aviv jährlich durchgeführte Demonstrationsparade für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern.

Dieser Umstand ist besonders interessant, da am ersten Wochenende im Juni 2018 nicht nur ein Angriff auf Juden und ihre Freundinnen und Freunde in Berlin stattfand, sondern auch ein Angriff auf zwei homosexuelle Männer in Köln. Und wieder gibt es eine Verbindung zu Adam. In der Bibel heißt es:

„Und Gott schuf Adam (den Menschen) nach seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, männlich und weiblich.“

Das war am sechsten Tag der Schöpfung. In vielen Übersetzung steht, „als Mann und Frau schuf er sie“, aber im hebräischen Original steht „männlich und weiblich“. David und Frank sind zwei junge Männer aus Köln und sie sind wie Adam. Männlich und weiblich schuf Gott sie. Sie sind Drag-Queens und öfter mal als Pam Pengco und Vicky Glämorous unterwegs.

Am frühen Samstagmorgen des 2. Juni 2018 um fünf Uhr saßen David und Frank am Rudolfplatz, nachdem sie ausgelassen gefeiert hatten. Als sie von einem Bekannten mit Küsschen verabschiedet wurden, wurden sie von fünf bis sechs jungen Männern mit schwulenfeindlichen Begriffen beleidigt. Frank wurde mit einem Getränk übergossen und David ins Gesicht geschlagen.

Wenn in Deutschland Juden und Homosexuelle nicht mehr in Sicherheit Musik hören und sich Küsschen geben können, dann muss uns das alle alarmieren! Wer einen Menschen angreift, weil er oder sie lebt und liebt, greift Adam an.

Wir alle sind Adam!

Ich rufe alle Clubs, Bars und alle Menschen mit Lautsprechern auf, spielt das Lied „Tel Aviv“ und hisst die Regenbogenfahne. Zeigt Euren homosexuellen Freundinnen und Freunden, egal woran sie glauben, dass ihr sie liebt. Zeigt Eure Solidarität mit Juden und Homosexuellen in Deutschland. Es darf nicht sein, dass die Mehrheit schweigt, wenn sich der Hass ungeniert in der deutschen Öffentlichkeit zeigt.

Zeigt den hassenden Menschen in Deutschland: Wer Juden, Israelis oder Homosexuelle angreift, greift uns an!

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Nachtrag für alle, die nicht bibelfest sind, hier eine kleine Kurzfassung, wie es in der Schöpfung weiter ging. Achtung Spoileralert!

Nachdem Gott Adam am sechsten Tag sowohl männlich als auch weiblich erschaffen hatte, ruhte Gott am siebten Tag. Danach setzte Gott Adam unter Vollnarkose, halbierte Adam, indem Gott eine Seite von Adam entfernte und schuf so Adam und Eva. In vielen Übersetzung wird von einer Rippe gesprochen, die Adam entfernt wurde, aber die Übersetzung „Rippe“ ist ungenau. „Seite“ trifft es besser. Das hebräische Wort „zela“ kommt in der Bibel öfters vor und wird meistens zur Bezeichnung der Seite eines Gebäudes verwendet. Der Begriff kann sowohl eine Bergseite bezeichnen, als auch den Flügel einer Tür. Es geht also um einen gleichberechtigten Teil eines Ganzen, der dem anderen Teil entspricht.

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