Stell Dir vor, es ist Terror und der Mob feiert

Wir schreiben das Jahr 2016. Israel steht in Flammen. Über 75.000 Menschen sind auf der Flucht. Auf Facebook freut sich auf Seiten wie „Islam Fakten“ ein hasserfüllter Mob über die zerstörerischen Flammen.

Im November 2016 brennt Israel und auf Facebook häufen sich in deutscher Sprache Ausdrücke der Freude. So langsam wird mir klar, warum der 9. November 1938 möglich war.

Zum Schluss ein Kommentar der Hoffnung:

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Unsere Gesellschaft ist nicht gespalten!

Unsere Gesellschaft ist nicht gespalten. Es gibt lediglich mehr Möglichkeiten für Extreme, ihre Ansichten digital in die Welt zu brüllen und sich gegenseitig anzuschreien. Menschen wie ich stehen dazwischen und bekommen Ohrenschmerzen!

Die Zuschreibungen „links“ und „rechts“ haben ihre Bedeutungen vollkommen verloren, wenn sie sie jemals besessen haben. Sie dienen nur noch als Beleidigungen. Für einen Rechtsextremen ist jeder Mensch mit Verstand links und für einen Linksextremen rechts.

Vor vielen, vielen Jahren, irgendwann im Jahre Achtzehnhundertnochwas in der Julimonarchie Frankreichs saß die Monarchie rechts im Parlament und die Republikaner und Liberalen in der Opposition links. Daher kommen die politischen Begriffe „links“ und „rechts“. Warum wird im 21. Jahrhunderts immer noch diese Sprachreglung einer monarchischen Sitzordnung aus dem 19. Jahrhundert zur Verortung einer politischen Orientierung genutzt?

Fragen Sie mal einen Linken, was rechts bedeutet und Sie werden die schroffesten Urteile hören. Fragen Sie mal einen Rechten, was links bedeutet und das Ergebnis wird ähnlich vernichtend ausfallen. Deshalb bin ich schon längst dazu übergangen, Zuschreibungen wie „rechtspopulistisch“ oder „linksdeutsch“ kritisch zu begegnen. Ich bewerte Menschen nicht danach, wie andere sie politisch verorten, sondern danach, was sie tun!

Ich habe Respekt vor Menschen, nicht aber vor ihren Ideologien, Religionen und Überzeugungen. Respekt gebürt Menschen, nicht Ideen! Wenn jemand glaubt, ich beleidigte ihn, nur weil ich hart über den Koran, das Evangelium, ein Manifest, Marx, Mohammed oder Jesus spreche, so soll er sich beleidigt fühlen. Ich werde nie auf das Lachen, Zweifeln, Kritisieren und Verarschen von Ideen verzichten. Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch aber ist mehr als die Summe seiner Ideen!

Wenn ein Mensch aufgrund seiner Herkunft kritisiert wird, nennt man das Rassismus. Wenn ein Mensch jedoch für seine Überzeugung kritisiert wird, nennt man das Aufklärung. Für die Herkunft kann niemand was, für seine Überzeugungen jedoch schon! Das Gegenteil von Herkunft ist nämlich Zukunft! Mit jedem Schritt, den ich gehe, entscheide ich die weitere Richtung. Religionen und Ideologien sind Überzeugungen. Sie dürfen jederzeit verarscht werden!

Totalitarismus beginnt dort, wo das Paradies nicht mehr als eine Phantasie in der Vergangenheit liegt, die uns motiviert, bessere Menschen zu sein, sondern wenn das Paradies als Ideologie in der Zukunft verortet wird, die uns zwingt, dem Paradies liniengetreu entgegen zu marschieren. Alles wird in diesem Fall der geplanten Zukunft untergeordnet. Wer es wagt, sich dieser Zukunft nicht unterzuordnen, wird entsorgt oder bestraft!

Wenn zwei Menschen eine Beziehung miteinander eingehen, mag sie privater oder geschäftlicher Natur sein, sollten sie es so frei und unabhängig wie möglich tun können, ohne das ihre Beziehung einer anderen Beziehung gegenüber bevorzugt wird. Wenn Peter und Achmed sich lieben, warum sollte ihre Liebe staatlich anders behandelt werden als die Beziehung von Peter und Maria? Wenn ein Franzose und eine Deutsche miteinander geschäftlich handeln, warum sollten sie es schwerer haben als wenn ein Franzose mit einer Französin handelt? Wenn Kim etwas anbaut und Ill-Young auch, warum sollte Kim Geld vom Staat bekommen, Ill-Young aber nicht? Jede Freiheit eines Individuums, die eingeschränkt wird, muss gut begründet sein.

Der Staat schenkt mir Freiheit nicht! Ich habe die Freiheit in mir, wie jeder Mensch! Ich erlaube dem Staat lediglich Einschränkungen in meine Freiheit. Wenn die Einschränkung keinen Sinn (mehr) macht, sage ich: Fort damit! Freiheit ist eine stete Kritik an herrschenden Konventionen. Leider wird viel zu oft die Autorität der Freiheit vorgezogen. Dabei kamen Veränderungen immer, weil jemand damit angefangen hatte, anders zu denken und zu sprechen. Das Recht auf eine eigene, freie Meinung hat daher jeder! Dummheit muss nicht verboten werden. Dummheit entlarvt sich selbst. Im Grunde bin ich ein Romantiker, denn ich glaube an das Gute im Menschen. Ich glaube, der Mensch ist besser als sein Ruf!

Der Staat ist dafür da, ein Netz zu spannen, das jene auffängt, die vom Seil fallen. Der Staat ist aber nicht dafür da, sich darum zu kümmern, dass man gar nicht erst vom Seil herunter fallen kann. Ich will nicht festgebunden werden. Ich will tanzen! Die Möglichkeit des Fallens gehört zum Seiltanz des Lebens!

Ich brauche keinen Staat, der mir vorschreibt zu welcher Musik ich zu tanzen habe. Ich brauche keine Vorschriften über die Geschwindigkeit meines Tanzes. Ich brauche keine Gesetze über die Abstände meiner Schritte. Ich will nicht, dass der Staat mir die Mindestlänge meiner Balancierstange vorschreibt. Ich brauche keine Einmischung in die Wahl meiner Mitartisten. Ich kann selber entscheiden, an welchen Tagen und zu welchen Stunden ich tanze. Lasst mich einfach nur tanzen, mit all den Gefahren und spannt ein Netz für den Notfall.

Und, Ihr lieben Leute in den extremen Ecken, die Ihr neben der Tanzfläche steht und nicht tanzt, aus Angst, Ihr könntet Euch dabei lächerlich machen. Ihr habt keine Macht über mich!

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Die SZ und die gute alte Zeit 1939

Die Süddeutsche Zeitung vom 18. November 2016 bemängelt in einem Artikel, dass die Erziehung von heute nicht mehr so gut sei, wie in der guten alten Zeit. Damit auch jede Leserin und jeder Leser genau weiß, wann die gute alte Zeit war, versieht die SZ ihren Artikel mit einem Bild und dieser Bildunterschrift:

„Mama liest, und alle hören zu. So war das 1939 in Deutschland. Und so kann das auch heute noch sein, trotz Kinderkanal und iPad-Gewische.“

Ja, 1939, so könnte es auch noch heute sein! Eine Zeit, in der das Frauenbild passte, Mutter ihren Platz in der Gesellschaft kann, nicht entartete Geschichten vorgelesen wurden und Kinder noch ein anständiges Benehmen hatten. Passenderweise trägt der Artikel die Schlagzeile: „Hinsetzen, zuhören“. Vermutlich haben die Mitglieder des Bunds Deutscher Mädel auf diesem Foto genau diesen Befehl öfter gehört. Die gute alte Zeit eben!

Ich frage mich, wer bei der Süddeutschen Zeitung für die Bildauswahl zuständig ist.

(Ich bedanke mich bei Daniel Kilpert für den Hinweis auf diesen Artikel)

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Haben Sie das neunte Gebot gebrochen, Herr Landesbischof?

Sehr geehrter Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm,

Das neunte Gebot lautet: „Du sollst nichts Falsches gegen deinen Nächsten aussagen!“ So jedenfalls sagen es die orthodoxen und viele reformierte Christen, sowie die Anglikaner und Juden. Bei den Katholiken und bei Ihnen ist es das achte Gebot. Jeder zählt wie er will.

So wie es aussieht, haben Sie dieses Gebot gebrochen und wollen es nun auch noch vertuschen. Ich bin weder in der Lage noch verspüre ich den Drang, einen Stein zu werfen, aber einen Brief möchte ich schreiben.

Bei einem Besuch des Tempelbergs in Jerusalem nahmen Sie als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland zusammen mit ihrem katholischen Kollegen Kardinal Reinhard Marx ihre Brustkreuze ab, bevor sie den Tempelberg besuchten. Sie rechtfertigten die Entscheidung mit diesen Worten: „Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt“ und fügten hinzu, es habe sich „um eine Antwort auf den Wunsch der Gastgeber“ gehandelt.

Diesem „Wunsch“ ausgerechnet auf dem Tempelberg nachzukommen, war so falsch, wie etwas nur falsch sein kann. Es gab da mal einen Mann, der sagte, genau dieser Ort, „soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein.“ Wissen Sie, wer das gesagt hat? Jesus! So steht es jedenfalls bei Markus 11, 17. Jesus stand zu seinen Überzeugungen und er leugnete seinen Glauben nie. Sie, Herr Bedford-Strohm, haben Ihren Glauben jedoch geleugnet und erklärten später sogar, in dieser besonderen Situation in Jerusalem wäre es falsch gewesen, dem Wunsch der islamischen Gastgeber nicht nachzukommen.

Zu dieser Leugnung habe ich bereits in einem offenen Brief an Sie Stellung genommen, den unter anderem die Jüdische Rundschau veröffentlicht hat. Auf meinen Brief haben Sie nicht geantwortet, aber an anderer Stelle haben Sie Ihre Leugnung auch noch durch ein falsches Zeugnis über Juden erweitert:

„Man inszeniert einen Kulturkampf mit dieser Sache, um zu zeigen, der Islam sei intolerant. Warum wird nicht gleichzeitig darauf hingewiesen, dass wir bei beiden Religionen, die wir besucht haben, von den Betreuenden gebeten wurden, das Kreuz nicht zu tragen, um nicht zu provozieren?“

Sehr geehrter Herr Bedford-Strohm,

darf ich fragen, wer von jüdischer Seite Ihnen aufgetragen haben soll, das Kreuz nicht zu tragen? Als ich bei der Klagemauer war, habe ich eine solche Aufforderung nicht vernommen. Auf den öffentlichen Plätzen Israels und an der Klagemauer gibt es eine solche Regelung nämlich nicht. Wissen Sie jedoch, wo es eine solche diskrimierende Regelung gibt? Auf dem Tempelberg!

Der Tempelberg wird heute von der sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) kontrolliert. Sie sorgt dafür, dass im Jahr 2016 an einigen Tagen im Monat für den Tempelberg gilt, was im Jahr 1942 für Parks in Deutschland galt: „Nicht für Juden!“ Der Zugang zum Tempelberg ist über elf Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Allerdings ist der Zutritt dort nur Muslimen erlaubt. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Der Felsendom darf nur von Muslimen betreten werden! Verboten sind zudem das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

Stellen Sie sich mal vor, Christen würden sich so benehmen. Was würde wohl geschehen, wenn der Vatikan jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern würde oder wenn Juden am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten dürften. Der Islam aber erklärt, zu welchen Zeiten welche öffentlichen Orte in der islamischen Welt judenrein zu sein haben und Sie ehren das Verhalten, indem Sie Ihr Kreuz abnehmen.

Das allein schon ist schlimm genug und geht gegen die Erklärung Ihres Chefs Jesus, der Tempelberg solle allen Gläubigen offenstehen, Sie haben vermutlich sogar noch ein Bruch des neunten Gebots hinzugefügt, indem Sie ein falschen Zeugnis abgelegt haben. Israels Militärsprecher, Arye Sharuz Shalicar, erklärt dazu, in Israel sei man „empört über diese Behauptung“ und schreibt in Richtung Bedford-Strohm:

„Ich fordere Sie hiermit auf, es öffentlich zu machen, welcher Sicherheitsdienst von jüdischer Seite aus bei Ihrem Besuch der Klagemauer in Jerusalem von Ihnen gefordert haben soll, ‘aufgrund der angespannten Lage in Jerusalem’ Ihre Glaubenssymbole nicht offen zu tragen, um angeblich ‘eine Provokation zu vermeiden’.“

Sehr geehrter Heinrich Bedford-Strohm,

dieser Forderung schließe ich mich an, denn mittlerweile haben sowohl der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, als auch der Sprecher der Evanglische Kirche in Deutschland, Carsten Splitt, auf Nachfrage eingeräumt, von Sicherheitskräften nicht zur Kreuzabnahme aufgefordert worden zu sein. Da aber auch sie darauf beharren, von ihren jüdischen „religiösen Gastgeber“ darum gebeten worden zu sein, möchte ich wissen, wer diese Gastgeber waren. Matthias Kopp jedoch erklärt: „Wir werden das nicht weiter konkretisieren.“ Auch Carsten Splitt will „nicht weiter vertiefen“, welche jüdischen Geistlichen ihn angeblich gedrängt haben.

Entschuldigen Sie, Herr Bedford-Strohm, aber so geht das nicht. Ich erwarte, dass Sie die Sache nicht nur vertiefen, sondern klären, denn es darf nicht angehen, dass der Verdacht im Raum stehen bleibt, ein Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland widersetzt sich erst der Lehre Jesu und bricht dann auch noch eines der zehn Gebote, indem er ein falschen Zeungnis über Juden abgibt. Gerade als Bischof, der in der Tradition von Martin Luther steht, muss diese Angelegenheit geklärt werden, denn das falsche Zeugnis, das Luther einst über Juden abgab, vergiftet heute noch die Beziehungen. Hier ein paar Zitate:

„Wisse du, lieber Christ, und zweifle nicht daran, dass du nächst dem Teufel keinen bittereren, giftigeren, heftigeren Feind hast als einen rechten Juden, der mit Ernst ein Jude sein will.“

„Sie sind eitel Diebe und Räuber (…) Denn ein Wucherer ist ein Erzdieb und Landräuber, der billig am Galgen siebenmal höher als andere Diebe hängen sollte.“

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke sehe ewiglich (…) Zum zweiten: dass man ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre.“

Sehr geehrter Herr Bedford-Strohm,

ich erwarte eine Antwort von Ihnen! Es geht mir nicht darum, Sie zu verurteilen. Es geht mir nur darum, Ihnen die Möglichkeit zu geben, entweder eine Sache zu klären oder sie wieder gut zu machen. Denken Sie immer daran, sogar Petrus hat Jesus verleugnet. Sie sind also in guter Umgebung. Petrus ließ jedoch nicht später durch einen Sprecher verlauten, er werde die Angelegenheit „nicht weiter vertiefen“.

Klären Sie die Sache, Herr Bedford-Strohm, wie Petrus einst am See Genezareth. Ich bin mir sicher, Sie verstehen mich, wenn ich Sie im Sinne von Johannes Kapitel 21 bitte: Sorge für seine Schafe!

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

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Das J-Wort

In Köln soll ein neues Museum an genau der Stelle entstehen, wo über 1111 Jahre die älteste Religion Kölns ihr Veedel hatte. Im 15. Jahrhundert wurde das dort lebende Volk, das ebenfalls das älteste heute noch lebende Volk Deutschlands ist, vertrieben. Nach genau diesem Volk sollte das Museum eigentlich benannt werden: „Jüdisches Museum“.

Leider machte sich gegen diesen Namen schnell Missstimmung breit. Es gab groteske Bürgerbegehren und absure Vorwürfe. Schnell änderte sich der Name zu „Archäologische Zone mit Jüdischem Museum“.

Dieser Name sei jedoch zu sperrig, hieß es dann. Daher rief der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes einen Namenswettbewerb aus, um einen „griffigen Namen“ zu finden. Über 500 Bürger nahmen bei dem Namenswettbewerb teil. Auch Tapfer im Nirgendwo schlug zwei Namen vor:

„Bodenheimer-Wolffsohn-Museum“
oder
„Jüdisches Museum“

Nach Informationen der Kölnischen Rundschau wurden drei Vorschläge von einer Kommission aus den Zusendungen gewählt. Die Vorschläge von Tapfer im Nirgendwo sind nicht dabei. Die Vorschläge lauten, Trommelwirbel:

„Zeit, Ort, Köln“

„Unter uns“

„Miqua“

Miqua? Was bitte bedeutet Miqua?

Miqua steht für „Mitten im Quartier“ und soll sich sprachlich an dem Wort Mikwe orientieren. Eine Mikwe ist ein jüdisches Ritualbad und in Köln befindet sich die älteste Mikwe nördlich der Alpen. Sie wird Teil des Museums. Miqua soll laut Kölnischer Rundschau der Favorit sein.

„Zeit, Ort, Köln“, „Unter uns“, „Miqua“? Ernsthaft? Mann, muss Köln das Wort „Jüdisches Museum“ hassen.

Da in dem Museum jedoch vom römischen Statthalterpalast und dem jüdischen Viertel angefangen, 2000 Jahre Stadtgeschichte zu sehen sein wird, soll der Zusatz „Archäologische Zone. Jüdisches Museum“ bleiben. So kann dann jeder Besucher selbst entscheiden, ob er das J-Wort in den Mund nehmen möchte.

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Kinderehe als Chance

„Ein pauschales Verbot von Ehen von Minderjährigen ist zwar vielleicht gut gemeint, kann aber im Einzelfall junge Frauen ins soziale Abseits drängen. Werden ihre Ehen aberkannt, verlieren sie unter anderem Unterhalts- und Erbansprüche, ihre Kinder wären unehelich, für viele würde das sogar eine Rückkehr in ihre Heimatländer unmöglich machen.“ (Aydan Özoguz (SPD), Integrationsbeauftragte der Bundesregierung)

Bis zum 31. Juli 2016 waren 1475 minderjährige Ausländer im deutschen Ausländerzentralregister als „verheiratet“ eingetragen. 361 dieser „verheirateten“ Minderjährigen sind jünger als 14 Jahre! Kinder!

Was ist der Unterschied zwischen Kindesmissbrauch und Kinderehe? Eine Kinderehe ist staatlich anerkannter Kindesmissbrauch!

Ich habe da einen Vorschlag für die Katholische Kirche:

Die katholische Kirche sollte sich schleunigst für die Homoehe einsetzen! Dann nämlich können katholische Priester ihre Messdieser heiraten und so das Problem auf deutsche Art lösen.

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Swastika or Star of David?

The following artwork was presented at the Art.Fair in Cologne during the month of October 2016:

Whether one sees a swastika or a Star of David in the artwork is a matter of perspective. The Art.Fair was held in the Cologne trade fair halls where on February 19, 1933 Adolf Hitler spoke at a campaign rally of the NSDAP, where April 22-30,1933 a National Socialist „German Week“ under the title „think German – buy German“ took place, where trade fairs reflecting the concept of a superior race took place, where prisoners of war were imprisoned, where Jewish property was auctioned and where Jews and Roma and Sinti were held prisoner before being deported to Poland for extermination.

After the Kir Royal Gallery made a public statement, the artist, Juraj Kralik, chose to defend his work „Le Quattro Stagione Stolen Geometry III“ on Facebook. Tapfer im Nirgendwo presents the artist’s statement:

STATEMENT LE QUATTRO STAGIONE – STOLEN GEOMETRY by Juraj KRALIK, author of artwork Le Quattro Stagione-Stolen Geometry III presented at the ART COLOGNE 2016 art fair.

I am not an ideological, a theological or a political person. I am an artist. And above all I am a human being. For half a century I have been perceiving and experiencing the enormous changes human society has undergone in 20th and 21st centuries, many of them first-hand and some perhaps unique for a citizen of a former communist country. I have always felt astonished as an artist to see how throughout history ideologies have managed to hijack ancient symbols frequently represented visually/geometrically, abusing them for religious and political objectives. This fascination with symbols and the pure shapes of their visual representation led me to conceive, in 2014, a series of artworks named Le Quattro Stagione –Stolen Geometry.

Eight symbols – four installations – four historical confrontations visually represented through graphically clear and strongly contrasting images reflecting antagonism that may be perceived as a clash between good and evil. Such a juxtaposition of symbols could be overwhelming, even shocking, generating the strongest and most violent of emotions – hatred, fear, revolt etc. Communist gulags and famines, the Final Solution, Radical Islam atrocities to name but a few in the name of ideology, religion and faith. Are we capable of living in peace and harmony…? Another impulse to create this series of works was an old man’s lament pointing the finger at the young generation. The ones communicating digitally through social media, embracing the consumerist values imposed on them, oblivious to (their) past, unable to learn from it and therefore blind as to what the future might bring.

Le Quattro Stagione – Stolen Geometry I installation, which juxtaposes symbols of David’s Star and the Nazi swastika presented at Art Cologne last month is part of this series of works. This canvas, as is the case with the rest of the series, does not aspire to comment on an individual/isolated ideology, religion or faith. It does however aspire to be this artist’s memento of their clash resulting in 60 million casualties, be it on the battlefield, in the concentration camp, while escaping the war zone or perhaps hiding in one’s own cellar. My emotions were the strongest while creating this piece and I recall my hands shaking on many occasions thinking of the suffering and atrocities caused.

The second installation represents the clash of Communism and Orthodox Christianity. Hammer and sickle – symbols and tools of communist ideology left millions of dead through starvation or in forced labour camps throughout what was known as the Soviet Union. And its antithesis – the cross of the Orthodox Church. The third installation juxtaposes the symbols of Chistianity and Islam – the Christian Cross and Islam’s Star and Crescent. We are witnesses to this painful and escalating clash on a daily and frequently personal basis.

The series is completed with the juxtaposition of symbols antagonizing not each other, but all the remaining symbols in the series: the Yin and yang concept of interconnectedness and duality of opposing forces and the Pacifism concept of non-violence opposing militarism and war.

The Make Love Not War generation of today may be familiar with the subject of their protest from the high definition screens of their wide screen TV sets. I am afraid that the symbols of the previous 3 installations may have lost their significance for this generation. The circle has been completed and a new cycle follows with changing seasons. Political movements, ideologies do come and go, almost like the seasons, not infrequently leaving behind scorched land as a reminder of conflicts. How many Trojan horses have we brought into our own yard without seeing the danger coming…?

***

What a statement!

My reply is: no, no, no! The Jewish Star of David and the Nazi swastika don’t merely symbolize ideologies. The one ideology isn’t comparable to the other. Judaism is not Nazism. Israel is not Nazi Germany.

There is a clear qualitative difference between the Jewish Star of David and the Nazi swastika. Moreover, the two symbols were not in conflict with each other! Rather, it was those who ganged up behind the swastika who wanted to annihilate without exception all the people – the men, the women, the children, the infants – who stood behind the six-pointed star.

The Holocaust was not a conflict between Nazis and Jews! The Holocaust was the Nazi attempt to exterminate the Jewish people. That’s not an armed conflict, that’s mass murder!

To say this „conflict“ between Jews and Nazis led to the battlefield casualties of World War II, as if the Jews were a war party, is absolutely grotesque and trivializes the inhumanity of the Holocaust.

Maybe artists shouldn’t interpret their own works of art. In any case, this artist’s interpretation makes my hands shake!

***

Translation:
William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Der Künstler hat das Wort

Bei der Art.Fair in Köln war im Oktober 2016 folgendes Werk zu sehen:

Es ist bei diesem Werk nur eine Frage der Perspektive, ob man Hakenkreuz oder Davidstern sieht. Die Art.Fair fand in den Kölner Messehallen statt, dort, wo Adolf Hitler am 19. Februar 1933 auf einer Wahlkundgebung der NSDAP sprach, wo vom 22. bis 30. April 1933 die nationalsozialistische „Deutsche Woche“ unter dem Titel „Denk deutsch – kauf deutsch“ stattfand, wo nationalsozialistische Messen stattfanden, die die Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer „gesunden Rasse“ spiegelten, wo Kriegsgefangene eingesperrt wurden, Zwangsversteigerungen von jüdischem Eigentum vorgenommen wurden und wo ein Zwischenlager für Juden, Sinti und Roma aufgebaut wurde, die von der Messe Köln aus dann nach Polen zur Vernichtung deportiert wurden.​

​Nach einer Stellungnahme der Galerie Kir Royal hat jetzt auch der Künstler Juraj Kralik ein Statement zu seinem Werk „Le Quattro Stagione-Stolen Geometrie III“ auf Facebook verfasst. Tapfer im Nirgendwo präsentiert das Statement:

Ich bin keine ideologische, theologische oder politische Person. Ich bin ein Künstler. Vor allem aber bin ich ein Mensch. Seit einem halben Jahrhundert erlebe und erfahre ich die enormen Veränderungen, die die menschliche Gesellschaft im 20. und 21. Jahrhundert geprägt hat, viele von ihnen aus erster Hand und vielleicht auch einzigartig für einen Bürger eines ehemaligen kommunistischen Landes. Es hat mich als Künstler immer erstaunt, zu sehen, wie es Ideologien im Laufe der Geschichte häufig gelungen ist, uralte Symbole, visuell und geometrisch dargestellt, zu missbrauchen und sie für ihre religiösen und politischen Ziele zu vereinnahmen.

Diese Faszination mit Symbolen und den reinen Formen ihrer visuellen Darstellung führte mich dazu, im Jahr 2014 eine Reihe von Werken namens „Le Quattro Stagione – Stolen Geometry“ zu konzipieren. Acht Symbole, vier Installationen, vier historische Konfrontationen, visuell dargestellt durch grafisch klar und stark kontrastierenden Bildern, spiegeln einen Antagonismus wider, der als ein Zusammenstoß zwischen Gut und Böse wahrgenommen werden kann.

Solch eine Gegenüberstellung von Symbolen kann überwältigend und sogar schockierend sein und die stärksten und heftigsten Emotionen erzeugen – Hass, Furcht, Revolte, usw. Kommunistische Gulags, Hungersnöte, die Endlösung, radikale Gräueltaten des Islams, das sind nur einige Taten, die im Namen von Ideologie, Religion und Glauben begangen wurden. Sind wir überhaupt fähig, in Frieden und Harmonie zu leben …?

Ein weiterer Impuls, diese Serie von Werken zu schaffen, war die Klage eines alten Mannes, der den Finger auf die junge Generation zeigt. Diejenigen, die digital durch soziale Medien kommunizieren und die Werte der Konsumgesellschaft umarmen, die ihnen aufgezwängt werden, die sich ihrer Vergangenheit nicht bewusst sind, unfähig, daraus zu lernen und daher blind sind dafür, was die Zukunft bringen kann.

Die „Le Quattro Stagione – Stolen Geometry“-Installation, die die Symbole Davidstern und Nazi-Hakenkreuz zeigt und auf der Art.Fair in Köln im letzten Monat präsentiert wurde, ist Teil dieser Serie von Werken. Dieses Werk strebt nicht an, wie es ebenfalls nicht beim Rest der Serie der Fall ist, eine individuelle, isolierte Ideologie, Religion oder einen Glauben zu kommentieren. Es wird jedoch angestrebt, das Memento des Künstlers an diesem Konflikt zu zeigen, der zu 60 Millionen Opfern führte, sei es auf dem Schlachtfeld, in Konzentrationslagern, während der Flucht aus der Kriegszone oder im Versteck des eigenen Kellers.

Meine Emotionen waren am stärksten bei der Erstellung dieses Werkes und ich erinnere mich, wie meine Hände oft erzitterten, wenn ich an die Leiden und Gräueltaten denken musste. Eine zweite Installation zeigt den Zusammenstoß des Kommunismus und des orthodoxen Christentums. Hammer und Sichel, Symbole und Werkzeuge der kommunistischen Ideologie, ließen Millionen von Toten durch Hunger oder in Zwangsarbeitslagern in der so genannten Sowjetunion zurück. Und ihre Antithese, das Kreuz der orthodoxen Kirche. Die dritte Installation stellt die Symbole von Chistentum und Islam gegenüber, das christlichen Kreuz und den Stern und Halbmond des Islams. Wir sind Zeugen des schmerzlichen und eskalierenden Zusammenprallens auf einer täglichen und häufig persönlichen Basis.

Die Reihe wird mit der Gegenüberstellung von Symbolen vervollständigt, die sich nicht gegenseitig antagonisieren, aber alle übrigen Symbole in der Reihe: Das Yin- und Yang-Konzept der Verbundenheit und Dualität der gegnerischen Kräfte und das pazifistische Konzept der Gewaltlosigkeit gegen Militarismus und Krieg.

Die „Make Love Not War“-Generation von heute mag darin ihren Protest aus den High-Definition-Bildschirmen ihrer Breitbild-Fernseher erkennen. Ich fürchte jedoch, dass die Symbole der letzten drei Kunstwerke ihre Bedeutung für diese Generation verloren haben. Der Kreis ist abgeschlossen und es folgt ein neuer Zyklus mit wechselnden Jahreszeiten. Politische Bewegungen und Ideologien kommen und gehen, fast wie die Jahreszeiten. Nicht selten hinterlassen sie verbrannte Erde als eine Erinnerung der Konflikte. Wie viele Trojanische Pferde haben wir in unseren eigenen Hof gebracht, ohne die Gefahr zu sehen …?

***

Was für ein Statement!

Ich kann dazu nur sagen, Nein! Der jüdische Davidstern und das Nazi-Hakenkreuz symbolisieren nicht einfach nur Ideologien. Das Eine ist nicht eine Ideologie so wie das Andere. Judentum ist nicht Nationalsozialismus. Israel ist nicht Nazi-Deutschland.

Es gibt deutliche und vor allem qualitative Unterschiede zwischen dem Davidstern der Juden und dem Hakenkreuz der Nazis. Außerdem lagen die beiden Symbole auch nicht im Konflikt miteinander! Es war vielmehr die Absicht der Menschen, die sich hinter dem Hakenkreuz zusammenrotteten, alle Menschen hinter dem Stern zu vernichten und zwar ausnahmslos alle Menschen, alle Männer, alle Frauen, alle Kinder, alle Säuglinge.

Der Holocaust war kein Konflikt zwischen Nazis und Juden! Der Holocaust war der Versuch der Vernichtung des jüdischen Volkes durch die Nazis. Das war kein Konflikt. Das war Massenmord!

Zu behaupten, dieser „Konflikt“ zwischen Juden und Nazis hätte zu den Opfern des Zweiten Weltkriegs geführt, ja, sogar zu den Opfern auf den Schlachtfeldern Europas, ganz so, als seien die Juden mitverantwortliche Konfliktparteien an der Barbarei des Holocausts gewesen, ist eine geradezu groteske, wenn nicht sogar menschenverachtende Relativierung des Holocausts.

Vielleicht sollten Künstler ihre eigenen Kunstwerke besser nicht interpretieren, denn diese Interpretation lässt meine Hand erzittern. Vielleicht ging aber auch etwas wesentliches in der Übersetzung verloren, daher hier noch mal das Statement in der englischen Sprache:

STATEMENT LE QUATTRO STAGIONE – STOLEN GEOMETRY by Juraj KRALIK, author of artwork Le Quattro Stagione-Stolen Geometry III presented at the ART COLOGNE 2016 art fair.

I am not an ideological, a theological or a political person. I am an artist. And above all I am a human being. For half a century I have been perceiving and experiencing the enormous changes human society has undergone in 20th and 21st centuries, many of them first-hand and some perhaps unique for a citizen of a former communist country. I have always felt astonished as an artist to see how throughout history ideologies have managed to hijack ancient symbols frequently represented visually/geometrically, abusing them for religious and political objectives. This fascination with symbols and the pure shapes of their visual representation led me to conceive, in 2014, a series of artworks named Le Quattro Stagione –Stolen Geometry.

Eight symbols – four installations – four historical confrontations visually represented through graphically clear and strongly contrasting images reflecting antagonism that may be perceived as a clash between good and evil. Such a juxtaposition of symbols could be overwhelming, even shocking, generating the strongest and most violent of emotions – hatred, fear, revolt etc. Communist gulags and famines, the Final Solution, Radical Islam atrocities to name but a few in the name of ideology, religion and faith. Are we capable of living in peace and harmony…? Another impulse to create this series of works was an old man’s lament pointing the finger at the young generation. The ones communicating digitally through social media, embracing the consumerist values imposed on them, oblivious to (their) past, unable to learn from it and therefore blind as to what the future might bring.

Le Quattro Stagione – Stolen Geometry I installation, which juxtaposes symbols of David’s Star and the Nazi swastika presented at Art Cologne last month is part of this series of works. This canvas, as is the case with the rest of the series, does not aspire to comment on an individual/isolated ideology, religion or faith. It does however aspire to be this artist’s memento of their clash resulting in 60 million casualties, be it on the battlefield, in the concentration camp, while escaping the war zone or perhaps hiding in one’s own cellar. My emotions were the strongest while creating this piece and I recall my hands shaking on many occasions thinking of the suffering and atrocities caused.

The second installation represents the clash of Communism and Orthodox Christianity. Hammer and sickle – symbols and tools of communist ideology left millions of dead through starvation or in forced labour camps throughout what was known as the Soviet Union. And its antithesis – the cross of the Orthodox Church. The third installation juxtaposes the symbols of Chistianity and Islam – the Christian Cross and Islam’s Star and Crescent. We are witnesses to this painful and escalating clash on a daily and frequently personal basis.

The series is completed with the juxtaposition of symbols antagonizing not each other, but all the remaining symbols in the series: the Yin and yang concept of interconnectedness and duality of opposing forces and the Pacifism concept of non-violence opposing militarism and war.

The Make Love Not War generation of today may be familiar with the subject of their protest from the high definition screens of their wide screen TV sets. I am afraid that the symbols of the previous 3 installations may have lost their significance for this generation. The circle has been completed and a new cycle follows with changing seasons. Political movements, ideologies do come and go, almost like the seasons, not infrequently leaving behind scorched land as a reminder of conflicts. How many Trojan horses have we brought into our own yard without seeing the danger coming…?

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„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“

Am 16. Dezember 2016 findet um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums Kreuzgasse auf der Vogelsanger Straße 1 in Köln das Flüchtlingskonzert „Refugees welcome on stage“ statt. Organisiert wird das Konzert von dem Verein Musik-Brücke e.V.

Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten werden an diesem Abend Musik und Tänze, die zum größten Teil aus ihrer Kultur stammen, präsentieren. Wir freuen uns auf einen abwechslungsreichen und multikulturellen Abend. Die Eintrittsgelder und die zusätzlich gesammelten Spenden des Abends werden unter anderem dafür verwendet, den Flüchtlingen, die an diesem Abend auftreten, ihre Instrumente zurückzugeben, die sie auf der Flucht zurücklassen mussten. Mit den Musikinstrumenten und mit der Musik soll ihnen ein Stück verlorene Heimat zurückgeben werden, damit es ihnen leichter fällt, in Deutschland, ihrer neuen Heimat, Fuß zufassen.

Es wird ein Abend des Kennenlernens, der von Gerd Buurmann und Sebastian Sammeck moderiert wird. Die Schirmherrin des Abends ist die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker. Tapfer im Nirgendwo präsentiert ihr Grußwort:

Sehr geehrte Gäste des Benefizkonzerts,

mehr als eine Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr als Flüchtlinge den Weg zu uns gefunden. Die Gründe für die Flucht sind vielfältig, doch keiner wird diese Entscheidung leichtfertig gefällt haben. Sie alle sind Menschen mit individuellen Schicksalen und Hoffnungen. Menschen, die vor Gewalt und Krieg geflohen sind, sie haben sich ihr Schicksal nicht selber ausgesucht.

Wir müssen den Geflüchteten, egal welcher Herkunft, Kultur oder Religion, die in Not sind und bei uns Schutz suchen, helfen sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden und an ihr teilhaben zu können Hierzu ist vieles erforderlich – angefangen von Grundorientierungsangeboten, Sprachkursen über Bildungs- und Qualifizierungsangeboten bis hin zur Vermittlung geeigneter Arbeitsplätze, die den Lebensunterhalt gewährleisten.

Integration kann nur gut gelingen, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, wenn alle einen Beitrag leisten, wenn Staat und Zivilgesellschaft an dem gemeinsamen Ziel gemeinsam arbeiten. Eine schöne Initiative ist das Benefizkonzert von Musik Brücke e.V., für das ich sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen habe. Der Verein stellt Geflüchteten Instrumente zur Verfügung, da diese ihre eigenen meist bei der Flucht zurücklassen mussten. Hervorzuheben ist, dass bei diesem Konzert Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Kreuzgasse mit Menschen, die nach der Flucht hier ihre neue Heimat gefunden haben, gemeinsam musizieren.

Mein Dank gilt dem Organisator Sebastian Sammeck, dem ersten Vorsitzenden von Musik Brücke e.V. und natürlich Ihnen, liebe Konzertgäste. Denn erst durch den Erwerb der Eintrittskarten und Ihrer Spenden wird eine solche Benefizaktion überhaupt erst möglich.

Der jüdische deutsche Schriftsteller Berthold Auerbach hat über die Musik einmal gesagt: „Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“ Eine Aussage, die mir sehr gut gefällt und die ich gern ergänzen möchte. Musik ist für mich auch Einigkeit und Harmonie, Musik ist für mich Vermittlung zwischen Völkern – sie überbrückt Unterschiede und auch die Zeit. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen schönen Abend mit Musikgenuss und angenehmer Unterhaltung.

Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

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Open letter from Gerd Buurmann to the Chairman of the Council of the Evangelical Church in Germany

During a visit to the Temple Mount in Jerusalem, the Chairman of the Council of the Evangelical Church in Germany, Bishop Bedford-Strohm and his Catholic colleague, Cardinal Reinhard Marx, Chairman of the Catholic Bishops‘ Conference, removed their crosses. Heinrich Bedford-Strohm justified the decision by saying: „We acted out of respect for the wishes our hosts.“

Bedford-Strohm told journalists, that he normally wore his Bishops‘ Cross during visits to mosques. „I think that’s normal.“ In interfaith dialogue it would be wrong to deny one’s faith. In this particular situation in Jerusalem, however, it would have been wrong not to meet the wishes of our Islamic hosts, he explained.

Dear Heinrich Bedford-Strohm,

I would like to disagree. Especially on the Temple Mount, it was particularly wrong of you to remove your cross, because there was someone who said that this place „will be called a house of prayer for all peoples”. Do you know who said that? Jesus! If you didn’t know that, then look up Mark 11:17.

Did you also know how Jesus dealt with people who didn’t treat the place where you removed your cross as a place of prayer for all? Then you may look up John 2:15 where Jesus became irritated:

„He made a whip out of cords and drove them all out of the temple area.“

I admit, Jesus was a bit tough that day. Otherwise, he wasn’t violent. But, Jesus was consistent: He stood by his convictions, and he never denied his faith. He didn’t allow himself to be dissuaded from his faith either in the desert or from the Sanhedrin. But hey, who was that guy called Jesus, Mr. Bedford-Strohm? Jesus was a Jew and your religious founder, Martin Luther, let the world know what he thought of Jews.

„That is what I had in mind when I said earlier that, besides the Devil, a Christian has no more bitter and galling foe than a Jew.“

“The Jews deserve to be hanged on gallows seven times higher than ordinary thieves.”

“I shall give you my sincere advice: First, set fire to their synagogues or schools and bury and cover with dirt whatever will not burn so that no traces are visible. (…) Second, I advise the destruction of their houses.”

Martin Luther is on a line with Hamas, which calls for the annihilation of the entire Jewish people, as stated in Article 7 of the Hamas Charter. The Deputy Minister of Religious Foundations of Hamas, Abdallah Jarbu, says:

“Jews want to present themselves to the world as if they have rights, but, in fact, they are foreign bacteria – a microbe unparalleled in the world. It’s not me who says this. The Koran itself says that they have no parallel: ‘You shall find the strongest men in enmity to the believers to be the Jews.’ May He annihilate this filthy people who have neither religion nor conscience. I condemn whoever believes in normalizing relations with them, whoever supports sitting down with them, and whoever believes that they are human beings. They are not human beings. They are not people. They have no religion, no conscience, and no moral values.”

Fatah is also no friend of the Jews, and is therefore in line with Martin Luther. Bethlehem is indeed the city where the two Jews, Jesus and David, were born, but that was a long time ago. David was king of Judah and Israel some 3000 years ago. Yes, Israel and Judah. These countries were in existence three thousand years ago. So much for the so-called Israeli occupation.

In Bethlehem today, Muslims and Christians are aware of the persecution of Jews thanks to the Palestinian Authority and many Christian non-governmental organizations. The city is „judenrein“ (Jew-free), to use a word once used by the Germans who were also sure to act in the sense of Martin Luther.

At the Church of the Holy Sepulchre in Jerusalem, Christians can feel safe only because the Israeli government protects and guarantees universal accessibility to the site. However, Israel does not receive praise from many Christians because the country is run by “jucky” Jews. By the way, the Temple, named after the site where you, Mr. Bedford-Strohm, removed your cross, is Jewish. It was the Romans who destroyed the Temple and covered that which didn’t burn with earth whereby there’s hardly a visible trace today. All that remains of the Temple Is the Wailing Wall, a site made universally accessible by – yes – Israel.

Today, the Temple Mount is controlled by the so-called Religious Foundation of Islam (Waqf). Analogue the Nazi prohibition for Jews to access public parks, the Waqf limits Jewish access to the Temple Mount several days a month up until this day. Eleven gates on the north and west sides of the Temple Mount are open only to Muslims. If there is any doubt, foreign Muslims must prove their affiliation with Islam. For other believers, access is permitted only from Saturday to Thursday through the Moroccan Gate near the Wailing Wall. It is only possible to enter the building after intensive security checks outside prayer times. Jews are admitted, if at all, only in small groups and often with supervision. Only Muslims may enter the Rock of the Dome! It is forbidden for non-Muslims to carry books and religious objects, and even to pray openly. Jews at the Temple Mount are often threatened.

Even Christians are molested at the Temple Mount.

Dear Heinrich Bedford-Strohm,

Imagine if the Vatican would refuse entry to the country for Muslims during Christian holidays, or Jews and Muslims would be prohibited from entering the square in front of Cologne Cathedral on Sunday. Christians no longer behave so disagreeably. They once did, but the Enlightenment pulled out that medieval tooth. This didn’t occur without the guillotine.

Islam is much less tolerant as proven by the exclusive Muslim claim to the Temple Mount. This claim goes back to a battle 1400 years ago, whereby the site was captured using brutal force and has since been maintained by an acute intolerance towards other religions. Religious hatred, especially of Jews, has no limits. During the last few years, over 7500 rockets and shells have been fired at Israel, in accordance with the declared intention of the Hamas Charter to destroy the entire Jewish people. Fatah and Hamas honor murderers of Jews as martyrs and financially support their families. This is the attempted genocide and ethnic cleansing as demanded by Martin Luther.

Friedrich Nietzsche wrote about Christianity:

„The Christian faith from the beginning is sacrifice, the sacrifice of all freedom, all pride, all self-confidence of spirit; it is at the same time subjection, self-derision, and self-mutilation.“

„Christianity remains to this day the greatest misfortune of humanity.“

„Christianity is the one great curse, the one great intrinsic depravity, the one great instinct of revenge, for which no means are venomous enough, or secret, subterranean and small enough – I call it the one immortal blemish upon the human race.“

Bertrand Russell explained:

„Religion rests first and foremost on fear. I regard religion as a disease, a source of unquenchable misery for the human race. „

“The worst feature of the Christian religion, however, is its attitude towards sex.”

“Christianity has been distinguished from other religions by its greater readiness for persecution.”

“The assertion that Christianity has an uplifting effect on the morale, can only be maintained if you ignore all the historical evidence or falsify it.”

“The Christians assure us that their religion is a religion of love, but the adoption of Christianity by Constantine did nothing to reduce war, and in our day, many of the most fanatic warmongers are Christians.”

Heinrich Böll wrote:

“German Catholicism is lousy and dirty in appearance, stupid and brazen in its methods.”

Heinrich Heine blasphemed:

“If your right eye offends you, pluck it out. If your right arm offends you, cut it off. And if reason offends you, become a Catholic.”

Thomas Jefferson knew:

„Ridicule is the only weapon which can be used against unintelligible propositions. Ideas must be distinct before reason can act upon them; and no man ever had a distinct idea of the trinity. It is the mere Abracadabra of the mountebanks calling themselves the priests of Jesus.”

Albert Camus explained:

„Christianity is immoral.“

Jean-Jacques Rousseau taught:

“Christianity preaches only servitude and dependence. Its spirit is so favorable to tyranny that it always profits by such a régime. True Christians are made to be slaves.”

Islam hasn’t yet faced this intensity of criticism. That’s why the Waqf can practice pure intolerance at the Temple Mount. Your submission, Mr. Bedford-Strohm, to intolerance is perhaps Islamic, but it’s certainly not Christian and certainly not enlightened. From the Enlightenment we have religious freedom, which came with a lot of blood-letting.

When Heinrich Heine was in Paderborn, he wrote as a German poet, a Frenchman and a Jew, born in Dusseldorf, one of the most beautiful poems on Christianity. With these poetic words, I would like to end this letter, hoping that you, Mr. Bedford-Strohm, if not your faith, at least you may consider the enlightenment seriously.

And as the morning mists dissolved,
Just as the day was flowering,
The man who was crucified on the cross
I saw by the road-side towering.

Whenever, poor cousin of me, I see
Your image, I’m filled with sadness–
You, who would fain have saved the world,
A world-redeemer, what madness!

And ill indeed they’ve entreated you,
The gentlemen high in council;
But why on the subject of church and state
Could you not keep your counsel?

‘Twas unlucky for you that the printing-press
Had not yet been invented;
On the problems of heaven a book you had writ
And to a publisher sent it.

The censor would have deleted therefrom
Any portions to this world applying,
Kindly the censorship would have quashed
The case for crucifying.

(Had you preached but your Sermon on the Mount
From a text of a different bias!
You had genius and talent enough to know
That one ought to spare the pious!)

Changers of money and bankers forsooth
You lashed from the temple scorning,
Unhappy dreamer! And now you hang
On the cross as a dreadful warning.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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