Sommer 2014 in Essen – Die Polizei spricht von „friedlich“

Gestern fand eine Demonstration in Essen statt. Unter Fahnen und Plakaten putschte sich ein Mob auf, der wenig später zu Hunderten auf dem Willy-Brandt-Platz “Scheiß Juden!” und “Scheiß Jude, brenn!” skandierte.

„Ich habe bei den Straftaten, die aus der nicht angemeldeten Kundgebung begangen wurden, minütlich darauf gewartet, dass die Antisemiten von der Polizei weggeräumt werden“, schreibt ein Besucher der Demonstration auf Facebook und erklärt weiter, dass er die Polizei gefragt habe, „ob die eigentlich warten wollen, bis die Lust haben freiwillig nach Hause zu gehen. Die meinte dann, die würden ja auch wie wir ihre Meinung sagen.“

Meinungen gab es an dem Tag in Essen viel. Unter anderen wurde das Hakenkreuz gezeigt. Es war in ein Davidstern gezeichnet. Hier ist das Hakenkreuz in Verbindung mit dem Ruf „Kindermörder“ zu sehen:

Auf einem anderen Plakat stand: „Früher angeblich Opfer“. Angeblich! Vermutlich gab es den Holocaust gar nicht. Ein anderes Plakat geißelte den „Judenterror“.

Und es war Sommer! Statt am Strand zu liegen, trafen sich tausend Menschen in Essen, um mal richtig Ramba Zamba zu machen. Einige brüllten „Adolf Hitler!“

Zum Glück gab es auch eine Gegendemonstration, Menschen, die sich den Hakenkreuzzeigern und Holocaustleugnern in den Weg stellten. Es waren nicht viele. 200 Menschen standen in der brütenden Sonne. Es sollte aber nicht die Hitze sein, die den Tag zur Hölle werden ließ. Was in dieser Demonstration geschehen sein soll, ist unfassbar. Das Portal Ruhrbarone berichtet, dass pro-Hamas Demonstranten Steine, Flaschen und Böller auf die friedlichen Demonstranten warfen. Sogar ein zusammengeklapptes Taschenmesser soll unter den Geschossen gewesen sein. Ein Teilnehmer schreibt auf WordPress:

„Am neuen Kundgebungsplatz hatten sich bereits pro-Hamas Gruppen postiert, die unter anderem auch Plakate mit Hakenkreuzen zeigten. Nur 40 Minuten später wurden wir, so nachdrücklich wie hastig, von einer offensichtlich völlig überforderten Einsatzleitung aufgefordert, unsere Versammlung unverzüglich zu beenden. Grund: Die Linksjugend auf dem Weberplatz hatte offenbar die Kontrolle über ihre Versammlung verloren, und diese vorzeitig beendet. Bis zu dreitausend Teilnehmer seien nun auf dem Weg zu uns, und wenn wir blieben seien wir “selber Schuld”, so der Kontaktbeamte der Einsatzleitung. Eine Einschätzung, die er in den folgenden Stunden – als Flaschen, Steine und Böller auf unsere Teilnehmer regneten, ein ums andere Mal wiederholte: Wären wir fünf oder zehn Minuten vor der Ankunft der Antisemiten seiner Aufforderung gefolgt und hätten die Versammlung aufgelöst, sei alles gut gewesen, nun könne er unseren Schutz nun einmal nicht mehr gewährleisten.

Nicht auszudenken was geschehen wäre, wenn wir dieser hanebüchenen Sicherheitseinschätzung gefolgt wären. Versprengt hätten unsere Teilnehmer in Grüppchen herumgestanden, ohne den Schutz des Versammlungsrechts – ein leichtes Ziel für potenzielle Angreifer. Für die Polizei, wie uns versichert wurde, die “einfachste Lösung” – für uns nicht.“

Und es war Sommer 2014 in Essen!

In dem Polizeibericht vom 18. Juli um 22:19 Uhr der Polizeistelle Essen heißt es:

„Friedliche Demonstrationen in der Essener Innenstadt

Essen (ots) – 45117 E- Stadtmitte:

Wie angemeldet, fanden im Laufe des heutigen Tages (18.Juli) zwei Kundgebungen am Weberplatz und am Willy-Brandt-Platz statt. Beide verliefen friedlich. Nachdem die Kundgebung am Weberplatz beendet war, zogen von dort cirka 200 Personen zum Willy-Brandt-Platz. Sie suchten die Konfrontation mit den dortigen Veranstaltungsteilnehmern. Trotz vereinzelter Würfe von Flaschen und anderen Gegenständen, gelang es der Polizei durch konsequentes Einschreiten und kommunikatives Geschick beide Parteien zu trennen.

Acht Personen wurden festgenommen und eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Körperverletzungen.

Aus der polizeilichen Netzwerkarbeit in den Stadtteilen und den persönlichen Gesprächen der Kontaktbeamtin für muslimische Institutionen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die polizeilichen Maßnahmen sowohl in der libanesisch-türkisch-stämmigen Einwohnerschaft, als auch bei den polizeilichen Netzwerkpartnern, die dort erheblichen Einfluss auf die Stimmung haben, auf großes Verständnis gestoßen sind.

Der Polizeiführer, Herr Leitender Polizeidirektor Detlef Köbbel, zeigt sich mit dem Einsatzverlauf zufrieden:“ Es war uns wichtig, den Menschen, die heute ihre politische Meinung äußern wollten, eine störungsfreie Demonstration zu gewährleisten. Das ist uns gelungen. Gegen Straftäter gingen wir entschlossen vor!“

Man sollte mal bei der Polizei Essen nachfragen, ob Hakenkreuze, der Aufruf „Scheiß Jude, brenn“ und Holocaustleugnung friedlich sind, denn gegen all das wurde nicht „entschlossen“ vorgegangen.

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Eine Mutige weniger

Ein Nachruf von David Serebrjanik.

Der Name Walerija Nowodworskaja sagt in Deutschland nicht jedem etwas. Jedenfalls nicht so viel, wie Mikhail Chodorkowsky oder Anna Politkowskaja. Zu den gängigen Russland-Klischeebildern (Matrjoschka, Wodka, Perestroika, Putin, Nazdrowje) hat sie auch nicht viel beigetragen. Sie war eine stille und zugleich laute Kämpferin und wenn man nach einer Gestalt suchte, die Mut, Entschlossenheit, Freiheitsstreben und -sinn, Klugheit und Witz in sich vereint, so wäre die Gestalt Nowodworskajas die am besten Passende dafür.

Nun ist sie gestorben und der russische Zirkus geht weiter ohne sie, die sie zu jeder Zeit und bei jedem Regime in diesem Land ihre kritische, manchmal spöttische, manchmal bissig-ironische, aber immer freie und von nichts unterdrückte Stimme erhob.

Keinem politischen System in Russland war sie genehm und bequem. Kein politisches System in Russland hat es sich nehmen lassen, ihr Böses zuzugüfügen, in Form von Gefängnis, Zwangspsychiatrie, Mobbing, Berufsverbot.

Dissidentin, Menschenrechts-Verteidigerin, Freidenkerin und später auch Politikerin, in keine der russischen Schubladen und Systeme wollte und konnte sie sich einfügen.

Unbequem, vor allem unbequem war sie und geisselte und kritisierte das verbrecherische und menschenwürdewidrige Sowjetsystem, wie auch alle darauf folgende russischen Systemversuche zu jeder Zeit und so, wie sie es für richtig hielt. Bis zum Letzten ihrer Tage empörte und äusserte sie sich kritisch über die Staatsverbrechen und Rechtsbeugungen in Russland und gehört damit zu den Menschen, dank denen, wenn überhaupt, einiges besser, menschlicher und zivilisierter werden konnte in Russland.

Man könnte in ihrem Namen eine gewisse Symbolik sehen. Neuhof, so ist die ungefähre Übersetzung ihres Namens auf Deutsch. Wobei Hof im russischen (wie übrigens auch im Deutschen) nicht zwingend mit dem königlichen oder zarischen Hof assoziiert werden muss. Mit „Hof“ bezeichnet man vielmehr im Russischen auch „das Draussen“, auf der Strasse, im Freien. So kann man sie als ein Symbol und eine Hoffnung auf das neue Draussen, auf die neue Luft sehen. Dieses Neue ist aber nach wie vor in Russland nicht eingetreten. Stattdessen scheint das UDSSR-Nachkomme-Ungetüm sich immer weiter und mit immer grösseren Begeisterung in der alten Scheisse herumzuwühlen.

Menschen, wie Valeria Nowodworskaja braucht das Land!

Ruhen Sie in Frieden, freie Walerija Iljinitschna!

Walerija Iljinitschna Nowodworskaja (russisch Вале́рия Ильи́нична Новодво́рская; * 17. Mai 1950 in Baranawitschy, Weißrussische SSR; † 12. Juli 2014 in Moskau) war eine russische oppositionelle Politikerin, Publizistin und Menschenrechtlerin, die vor allem für ihre radikal-liberale und pro-US-amerikanische Ansichten und extrem scharfe Kritik der Regierung Putin bekannt wurde.

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(TINDS)

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German police supports antisemitism

This really happened!

On July 12th, 2014 in the center of Frankfurt the words „Allah is great“ and „Israel kills children“ sounded from the speakers of a german police car.

The German police had temporarily left the microphone of a police car to the demonstrators.

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While anti-Israeli slogans were called from the police car, the car drove by posters with clear statements. One poster stated: „You Jews are beasts“.

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On July 12th, 2014 a demonstration in the old antisemitic tradition took place in the German town of Frankfurt and the German police did not only not intervene, the German police joined!

The German police joined in order to deescalate the situation. The speakers of a police car were left to a protester in order to make him calm down the demonstration. He calmed down the situation but also used the microphone to call „Israel kills children“ and „Allah is great“.

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Pictures by Honestly Concerned

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Hier spricht die Polizei: „Kindermörder Israel“

Am 12. Juli 2014 schallten in der Frankfurter Innenstadt die Worte „Allah ist groß“ und „Kindermörder Israel“ aus den Lautsprechern eines Polizeiwagens. Die Polizei hatte das Mikrofon eines Polizeiautos vorübergehend den Demonstranten überlassen.

Einträchtig mit den Demonstranten fuhr das Polizeiauto mit Blaulicht über die Zeil in Frankfurt und tönte antiisraelische Parolen in die Menge. Was mögen wohl die Menschen gedacht haben, als sie hörten, wie die Worte „Kindermörder Israel“ aus einem deutschen Polizeiauto ertönten?

Gewiss, vermutlich, hoffentlich, stand die Polizei nicht hinter dieser Aussage, aber sie wurde aus den Lautsprechern eines deutschen Polizeiwagens mit Blaulicht getätigt. Während die Parolen aus dem Polizeiauto ertönten, fuhr der Wagen an Plakaten mit deutlich Aussagen vorbei.

Auf einem Plakat stand: „Ihr Juden seid Bestien“

Am 12. Juli 2014 wurde in Frankfurt am Main wieder in alter judenfeindlicher Tradition demonstriert und die deutsche Polizei schritt nicht nur nicht ein, sie machte sogar mit!

Nur 50 Polizisten waren eingesetzt worden. 2500 Demonstranten standen daher 50 Polizisten gegenüber. Einige Demonstranten bewarfen die Polizisten mit Steinen. Andere traktierten Polizisten mit Tritten. Mehrere Beamte wurden verletzt. Zunächst setzen die Polizisten noch Schlagstöcke und Pfefferspray ein, schafften es aber nicht, die Veranstaltung unter Kontrolle zu bekommen. Mehrere Personen wurden festgenommen. Erst am späteren Abend beruhigte sich die Situation. Eine deeskalierende Maßnahme war es, den Demonstranten die Lautsprecher eines Polizeiautos zu überlassen. Erst als ein Demonstrant die Menge über einen Lautsprecherwagen der Polizei dazu aufforderte, friedlich zum Rathenauplatz zu gehen, beruhigte sich die Situation. Auf dem Weg zum Rathenauplatz gab der Demonstrant jedoch durch den Polizei-Lautsprecher immer wieder die Parole „Kindermörder Israel“ durch.

So sieht deutsche Deeskalation im Jahr 2014 aus. Thomas von der Osten-Sacken bringt es mit diesen Worten auf den Punkt:

„Vom mutigen Einsatz der Frankfurter Polizei sollten sich Israel und andere eskalierende Kriegstreiber mal lernen, wie man, wenn es der Frieden verlangt, auch mit ganz unüblichen Mitteln, eine angespannte Lage beruhigt. Man stellt denen, die “Kindermörder Israel” rufen und das auch so auch meinen, einfach sein technisches Equipment zur Verfügung, statt notfalls gegen sie das Gewaltmonopol durchzusetzen.“

Am 12. Juli 2014 fand auch in Gelsenkirchen eine Demonstration gegen Israel statt. Dort durften Teile der Polizei folgende Worte vernehmen: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“

In einer offiziellen Pressemitteilung erklärte die Polizei später, die Demonstration sei „insgesamt friedlich“ verlaufen. Von der Tatsache, dass der Ruf erfolgte, Juden zu vergasen, steht in der Pressemitteilung nichts.

Während in Frankfurt die Polizei ihre Lautsprecher für antiisraelische Parolen verleiht, verschweigt die Polizei in Gelsenkirchen in ihrer Presseerklärung das Skandieren antijüdischer Parolen.

Bei der antiisraelischen Demonstration in Frankfurt mischte sich übrigens auch die Neonazi-Gruppe „Nationale Sozialisten Rhein-Main“ unter die Demonstranten. Die Neonazis werden sich sicher gefreut haben, als sie die Parolen „Fuck Israel“ und „Ihr Juden sein Bestien“ auf einer Demonstration in Deutschland sahen. Sie waren bestimmt auch begeistert, als sie hörten, was aus den Lautsprechern eines Polizeiautos ertönte. Vermutlich überlegen die Neonazis jetzt, wie sie das nächste Mal an die Lautsprecher eines Polizeiautos kommen. Von Islamisten können Nazis eben noch eine Menge lernen. Das wissen die Nazis spätestens seit der innigen Freundschaft zwischen Adolf Hitler und Muhammad Amin al-Husseini.

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Wahlmanipulation beim ZDF!

Was macht das ZDF, wenn die CDU in einer Wahl vor der SPD landet? Das ZDF manipuliert einfach die Wahl!

Für die Show „Deutschlands Beste!“ forderte das ZDF seine Zuschauerinnen und Zuschauer auf, die besten deutschen Männer und Frauen zu wählen. Die CDU landete dabei in der Gunst des Publikums vor der SPD. Das gefielt dem ZDF nicht und änderte prompt das Ergebnis!

Frank-Walter Steinmeier (SPD) war eigentlich auf Platz 10 und somit vier Plätze hinter Wolfgang Schäuble (CDU) gewählt worden, der auf Platz 6 war. Das ZDF setzte Steinmeier aber kurzerhand auf Platz 6 und Schäuble auf Platz 11.

Hannelore Kraft (SPD) war mit Platz 5 eigentlich ein Platz hinter Ursula von der Leyen (CDU) gewählt worden. Das ZDF schob Kraft jedoch einen Platz hoch und von der Leyen zwei Plätze runter. Am Ende war die SPD vor der CDU, ein Ergebnis, dass dem ZDF offenkundig besser gefiel.

Das ZDF schreckt nicht mal vor Wahlmanipulation und Betrug zurück. Alles finanziert von den Zwangsabgaben, die jeder Deutsche, der wohnhaft ist, entrichten muss.

Das Geld der Bürgerinnen und Bürger wurde somit veruntreut! Ich finde, alle, die die Zwangsgebühren zahlen, sollten sofort Anzeige erstatten! § 266 StGB jedenfalls dürfte klar zum Einsatz kommen:

„Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, mißbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auftrags, Rechtsgeschäfts oder eines Treueverhältnisses obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Die Rundfunkgebühren sind an einen klaren Auftrag und an Pflichten gebunden. Das ZDF hat seine Kompetenzen deutlich missbraucht. Unser Geld wurde veruntreut!

Ich hoffe auf eine Welle von Anzeigen!

Eine andere Möglichkeit als Anzeigen haben wir nicht, denn die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten entziehen sich jeder bürgerlichen Kontrolle und Repräsentation und das, obwohl sie Steuern einziehen! Der sogenannte Rundfunkbeitrag ist nichts weiter als eine Steuer, um genau zu sein eine Wohnsteuer! Jeder Bürger, der irgendwo zwischen vier Wänden und einem Dach gemeldet ist, unabhängig davon ob er einen Fernseher besitzt oder nicht, ist zur Zahlung des Rundfunkbeitrags verpflichtet. Diese Abgabe geht dann direkt an den Beitragsservice, der das Geld verteilt. Die Wohnsteuer ist somit eine zweckgebundene Steuer.

Zweckgebundene Steuern sind in Deutschland jedoch verfassungswidrig!

Die deutsche Steuerpolitik sieht eigentlich vor, dass es keine direkte Gegenleistung für gezahlte Steuern geben darf. Alle Steuergelder in Deutschland haben in einem gemeinsamen Topf zu landen. Aus diesem Topf finanziert der Staat seinen Haushalt. Wenn sich der Staat ein paar eigene Staatssender gönnen will, müsste er sie eigentlich aus dem allgemeinen Topf der Steuern zahlen. Die Wohnsteuer müsste somit in den allgemeinen Topf fließen. Sie tut es aber nicht! Die Rundfunkgebühr ist nämlich eine mit dem Rundfunkvertrag gut getarnte Einziehung einer zweckgebundenen Steuer!

Es wird Zeit, diesen offenkundigen Verfassungsbruch endlich als solchen zu begreifen und zu beenden! Der Rundfunkbeitrag gehört abgeschafft, spätestens jetzt, da mich Menschen, die keine hoheitlichen Befugnisse besitzen, die ich nicht gewählt habe und die mich nicht politisch vertreten, mit einer gefälschten Wahl belogen und wahrheitswidrig behauptet haben, die SPD sei vor der CDU gelandet.

Die Wahlmanipulation ist nicht nur ein Fall für den Presserat. Es ist ein Fall für das Volk. Wir wurden nämlich nicht nur politisch betrogen, die Propaganda wurde auch noch mit unseren Geldern finanziert, die wir unter Zwang entrichten mussten.

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Was? Selbstverbrennung? Wo? Botschaft? Israel? Berlin? Sofort veröffentlichen!

Vor ein paar Minuten veröffentlichte die Botschaft von Israel via Facebook diese Nachricht:

„EILMELDUNG: Verschiedene Medien haben berichtet, dass vor unserer Botschaft eine Selbstverbrennung stattgefunden habe. Diese Meldung ist falsch!“

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In Berlin hat zwar eine Selbstverbrennung stattgefunden, jedoch nicht vor der israelischen Botschaft sondern vor der libyschen Botschaft. Dennoch berichteten einige Medien ein paar Minuten lang die Falschmeldung, die Selbstverbrennung habe vor der israelischen Botschaft in Berlin stattgefunden, zum Beispiel Spiegel Online.

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Aber auch andere Medien berichteten kurzfristig die falsche Nachricht, zum Beispiel der Tagesspiegel und der Berliner Kurier.

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Wie bitte kann das geschehen? Offenkundig haben der Spiegel, der Tagesspiegel und der Berliner Kurier das Recherchieren aufgegeben. Man ruft dort nicht mal mehr kurz in der israelischen Botschaft in Berlin an, bevor man so eine Nachricht in die Welt setzt! Es ist einfach zu verführerisch. Eine Nachricht wie „Selbstverbrennung vor der israelischen Botschaft“ muss einfach sofort und ungeprüft veröffentlicht werden. Das steigert die Auflage. Das passt ins Konzept. Das muss einfach wahr sein.

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Die Juden sind unser Unglück!

Im WDR-Tagesgespräch vom 10. Juni 2014 wurde über eine halbe Stunde lang das Mantra, „der Terror der Hamas ist ein sekundäres Problem, Hauptschuld trägt Israel“, in die Ohren der Zuhörerinnen und Zuhören getrommelt. Jeder Anrufer, der sich zu Wort meldete und Verständnis für Israel aufbrachte, wurde auf Kurs der Israelkritik gebracht, während Sympathisanten für die Seite der palästinensischen Autonomiebehörde ungehindert reden konnten.

Das Tagesgespräch begann mit einer Anmoderation von Elif Senal, die zunächst an den Mord an vier Jugendliche erinnerte, drei davon waren Juden, einer Moslem. Mir fiel gleich auf, wie unterschiedlich sie die vier Jugendlichen bezeichnete. Die Juden waren „israelische Religionsschüler“. Der Moslem war ein „palästinensischer Jugendlicher“. Entweder hat der Moslem nie Religionsunterricht bekommen oder die Moderatorin hatte irgendwelche Hintergedanken, dass sie neben allen Fächern, die die jüdischen Kinder studierten, von Biologie bis Mathe, ausgerechnet die Tatsache betonte, dass die jüdischen Jungen auch zum Religionsunterricht gingen. Ich bekam gleich ein ungutes Gefühl. Es sollte sich bestätigen, denn der Experte wurde vorgestellt: Dr. Michael Lüders.

Michael Lüders wurde als Nahostexperte vorgestellt, sollte sich jedoch schnell als Experte für aktives Israelbashing erweisen.

Die erste Zuhörerin, die sich zu Wort meldete, war Monika Schoppmann aus Münster. Sie erklärte, dass sie nur eine Möglichkeit sähe, wie die kriegerische Situation ein Ende finden könnte, nämlich durch die Anerkennung der Existenz des Staates Israels durch die Hamas. Die israelische Siedlungspolitik sei zwar auch „zum Vergessen“ und wenig hilfreich, außerdem würde der Konflikt durch Ängste und Feindbilder geschürt, aber das Grundproblem sei die Hamas und ihre Weigerung, Israel anzuerkennen. Sie betonte, dass sie selbst erlebt hätte, wie gut und friedlich Israelis und Palästinenser in Frieden zusammen leben können und berichtete von ihren Erlebnissen in Haifa und in diversen Kibbuzim.

Eigentlich wäre es jetzt die Aufgabe eines Nahostexperten gewesen, die Tatsache zu unterstreichen, dass all die positiven Beispiele von Juden und Palästinensern, die in Frieden zusammen leben, auf israelischem Boden stattfinden, während auf dem Gebiet der palästinensischen Autonomiebehörde religiöse Apartheid, institutionalisierte Diskriminierung und Segregation herrschen. Der geladene Nahostexperte des WDR war aber Michael Lüders. Lüders ignorierte die Tatsache, dass in Israel alle Religionen gleichberechtigt sind, was dafür sorgt, dass in Israel auch alle Araber in Frieden leben, der einzige Ort im Nahen Osten übrigens, wo Araber frei leben können, und stutze stattdessen Frau Schoppmanns Aussage zusammen, die Hamas sei das Grundproblem. Er erklärte:

„Die Hamas wird Israel erst dann anerkennen, wenn der politische Preis stimmt.“

Damit machte Michael Lüders klar, dass das Recht auf Leben für Israelis an Bedingungen geknüpft ist. Michael Lüders ging sogar noch weiter:

„Die Anerkennung Israels ist im Grunde genommen, ich verstehe was Sie meinen, Frau Schoppmann, Sie haben vollkommen Recht, es wäre schön, wenn die Hamas dieses täte, es ist aber dennoch ein sekundäres Problem.“

Gelassener und offener habe ich in meiner Lebenszeit noch nie einen Mann live auf einem deutschen Radiosender sagen hören, dass Israelis das Menschenrecht auf Leben nicht besitzen. Die Tatsache, dass ihre Existenz in Frage gestellt wird und die Gründungscharta der Hamas in Artikel 7 die Vernichtung aller Juden fordert, ist für Dr. Michael Lüders ein sekundäres Problem. Das Recht der Israelis zu leben ist nun mal an Bedingungen geknüpft. Kann man nichts machen. Ätsch Bätsch!

Michael Lüders fuhr fort, die Hamas sei eine Organisation, die nicht aus dem Vakuum heraus entstanden sei, sondern ein Ergebnis israelischer Besatzung und erklärte:

„Die Lebensbedingungen in Gaza sind eine Katastrophe und es ist klar, dass Menschen, die keinerlei Perspektive haben, zur Radikalität neigen.“

Was ist das denn für ein Experte? Gaza ist seit 2005 nicht mehr besetzt. Seit 2005 ist Gaza sogar „judenrein“. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Den Menschen in Gaza geht es somit nicht schlecht wegen der Besatzung, sondern es geht ihnen schlecht, nachdem die Besatzung aufgehört hat! Die Lebensbedingungen der Menschen in Gaza sind somit nachweislich der Hamas anzulasten. Michael Lüders aber erklärt, Israel sei schuld und das obwohl seit 2005 keine Juden mehr in Gaza leben dürfen.

Juden selbst in ihrer Abwesenheit noch zum Grund für die Existenz von Judenhass zu erklären, ist widerlicher Propaganda in der Tradition der Ideologie, die behauptet: „Die Juden sind unser Unglück!“

Frau Schoppmann stimmte Herrn Lüders schließlich zu und erklärte: „Die israelische Politik halte ich für katastrophal!“

Die Moderatorin Elif Senal erwiderte: „Danke schön!“

Da Frau Schoppmann merkte, dass sie für diese Aussage keinen Widerspruch erhielt, legte sie noch eins drauf: „Die orthodoxen Juden, die sind schon ein dickes Problem! Die haben einfach zu viel Einfluss.“

Frau Schoppmann war auf Kurs gebracht worden. Als nächste Anruferin wurde Edelgard Kempel aus Viersen durchgestellt. Sie stellte klar, was sich Nahostexperte Michael Lüders geweigert hatte, klarzustellen:

„Da, wo zum Beispiel wunderbare israelisch-palästinensischen Kinderprojekte funktionieren, kommt es immer wieder zu eskalierenden Morden und Aufregungen von Seiten der Orthodoxen auf beiden Seiten, eher noch, wenn ich das so aus der Ferne beobachte, von den Fanatikern Hamas und andere Konsorten und das geht natürlich nicht, dass man die Hamas immer als pubertierende Gruppe betrachtet und dann hebt die Weltöffentlichkeit den Zeigefinger und sagt „Du, Du, Du, Ihr bösen Jungs“ und wenn Israel das macht, werden sie als Vollstrafmündige behandelt, die dann Revanchismus betreiben und ganz böses machen, indem sie sich rächen. Das kann man so auch nicht immer machen.“

Das war ja nun gar nicht der Kurs von Michael Lüders. Er musste sich ganz schön anstrengen und entschied sich für den Holzhammer:

„Der Grundkonsens in der Politik und auch in weiten Teilen die Medien ist der, die Hamas beschießt Israel, Israel verteidigt sich legitimerweise gegen diesen Raketenbeschuss, weil kein Land sich dies bieten lassen kann. Insofern ist die Verantwortung ausschließlich auf Seiten der Hamas, hingegen die israelische Seite hat hier überhaupt gar keine Schuld und keinen Beitrag zu leisten. Diese Sichtweise ist natürlich sehr schlicht, wenn man sich vor Augen hält, dass allein in den Bombardements des Gazastreifens in den letzten Tagen etwa siebzig Palästinenser ums Leben gekommen sind und zwar nach Angaben der israelischen Zeitung Haaretz zu zwei drittel Zivilisten, das gilt auch für die vierhundert Verletzten, umgekehrt in Israel kein Mensch zu Schaden gekommen ist, dann ist doch klar, dass ist eine große Ungleichgewichtigkeit in den Machtverhältnissen gibt.“

Was ist das denn für ein Experte? Auf der Seite der Hamas kommen Zivilisten und Kinder ums Leben, weil die Hamas sie als Schutzschilde missbraucht. Israel aber schützt seine Bürger und zwar unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und dem kulturellen Hintergrund. In Israel stirbt kein Palästinenser an den Raketen der Hamas, weil Israel seine palästinensischen Bürgerinnen und Bürger schützt. Die Hamas aber missbraucht die palästinensischen Kinder und Zivilisten und unterhält bewusste keine Bunker, außer natürlich für hochrangige Politiker der Hamas. Die Hamas braucht die Bilder des Leids zur Propaganda, damit Experten wie Dr. Michael Lüders Material haben, um Israel zu kritisieren. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir hat es in wenigen Worten auf den Punkt gebracht:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Für Michael Lüders gilt aber:

„Wir haben die Hamasextremisten auf der einen Seite und wir haben jüdische Extremisten auf der anderen Seite und es gibt kaum noch mäßigende Stimmen der Vernunft.“

Spätestens jetzt bedient sich Michael Lüders der Sprache von Judenhasser. Zu behaupten, Israel hasse die Hamas so, wie Hamas Israel hasst, ist so geschmacklos, wie zu behaupten, Juden hätten die Nazis so gehasst, wie die Nazis Juden gehasst haben. Die Nazis forderten die Vernichtung aller Juden und erklärten dies auf der Konferenz am Wannsee. Zur selben Zeit unterstellten die Nazis allen Juden, die Welt unterjochen zu wollen und begründeten es mit den “Protokollen der Weisen von Zion”, eine judenhassende Hetzschrift, die belegen sollte, wie mörderisch Juden sind. Die “Protokolle der Weisen von Zion” waren eine Lüge! Die Konferenz am Wannsee war real!

Heute ist es nicht anders. Der Vernichtungswille der Hamas ist real! Der Gazastreifen ist so “judenrein” wie Hitler Deutschland haben wollte. Der Glaube, in Israel gäbe es einen Hass auf Araber, der auch nur vergleichbar ist mit dem Hass, der im arabischen Raum gegen Juden gepflegt wird, ist so falsch, wie der Glaube der Nazis in Deutschland falsch war, Juden würden Deutsche so sehr hassen wie Nazis Juden gehasst haben.

Der institutionalisierte Judenhass der arabischen Seite steht in keinem Verhältnis zu Israel, ein Land, in dem, wir haben es von Monika Schoppmann gehört, Juden, Moslems und Christen größtenteils friedlich zusammenleben. Dr. Michael Lüders lügt und stellt Hamas und Israel auf eine Stufe. „Die Juden sind unser Unglück!“

Wer sich nicht vorstellen kann, das jene, die erklären, Juden vernichten zu wollen, es ernst damit meinen, sich aber ohne Probleme vorstellen kann, dass Juden all das tun, was ihnen von Judenhassern unterstellt wird, ist selbst ein klassischer Judenhasser.

Als nächste Anruferin wurde Monika Depeweg durchgestellt. Sie war froh darüber, dass Edelgard Kempels Bedenken vom geladenen Nahostexperten vom Tisch gefegt worden waren und bedankte sich bei Michael Lüders für seine „Ausgewogenheit“. Sie bezeichnete den Gazastreifen, den Juden nicht betreten dürfen, von dem täglich Raketen auf Israel abgefeuert werden und in dem eine Partei herrscht, die die Vernichtung aller Juden fordert, als von Israel errichtetes „Freiluftgefängnis“ und forderte die Weltöffentlichkeit auf, Israel in die Schranken zu weisen. Sie erklärte, die Hamas sei nicht das Problem sondern Israel und fügte hinzu, Israel vernichte, was es nur könne. Monika Depeweg hatte offenkundig ein Problem damit, dass Israel sich nicht einfach so vernichten lässt, sondern sich wehrt.

Dr. Michael Lüders schwieg. Die Frau war auf Kurs. „Die Juden sind unser Unglück!“

Als nächster Anrufer wurde Rolf Löhrer aus Aachen durchgestellt und der regte sich über die verzerrte Darstellung des Konfliktes in den Medien auf:

„Eben haben wir gehört 3000 Raketen. Es wird aber nie berichtet, dass keine trifft. Die Israelis könnten damit im Gründe genommen viel gelassener umgehen. Das machen sie aber nicht. Sie machen es deshalb nicht, weil sie den Raketenbeschuss benutzen, um ihre Interessen immer weiter auszubreiten.“

Was soll ich da noch sagen? Rolf Löhrer glaubt, Juden seien so böse, dass sie selbst noch vom Judenhass profitieren und den Wunsch der Vernichtung Israels nutzen, um sich auszubreiten. Er glaubt weiterhin, Juden hätten die Medien unter Kontrolle gebracht, damit sie einseitig für Israel berichten. Wer das glaubt, ist krank! Die Krankheit heißt Antisemitismus. Beim WDR jedoch darf so ein Kranker nicht nur die Sendezeit füllen, Dr. Michael Lüders erklärt auch noch, warum die Medien so vermeintlich einseitig für Israel berichten. Die Juden kontrollieren nämlich angeblich die öffentliche Meinung. Es sei „nicht zuletzt das Vorhandensein einer sehr wirkungsmächtigen israelischen Lobby in Washington.“

„Rein theoretisch könnten die Amerikaner natürlich die israelische Regierung unter Druck setzen und sagen „Ihr hört jetzt auf mit Eurer Besiedlung, mit Eurer Besatzungspolitik, Ihr räumt die besetzten Gebiete, Ihr zieht Euch zurück. Warum geschieht das nicht?“

Was ist das denn für ein Experte? Es ist geschehen und zwar im Jahr 2005 als Israel den Gazastreifen nicht nur geräumt hatte, sondern alle Juden aus dem Gazastreifen vertrieben wurden. Seitdem lässt der Gazastreifen jedoch nichts unversucht, Israel zu vernichten. Dr. Michael Lüders lügt somit wieder! „Die Juden sind unser Unglück!“

Im Juni 2014 ließ das Washington Institut eine Befragung der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen und Westjordanland durchführen. Insgesamt 1200 Personen wurden befragt, was geschehen solle, wenn es der palästinensischen Führung gelingen sollte, eine Zwei-Staaten-Lösung mit Israel auszuhandeln. 64 Prozent antworteten, dass weiterhin an der Zerstörung ganz Israels gearbeitet werden sollte. Nur 10 Prozent antworteten, dass in einem palästinensischen Staat Juden die gleichen Rechte wie Moslems haben sollten.

In der israelischen Unabhängigkeitserklärung heißt es dennoch und weiterhin und die absolute Mehrheit aller israelischen Bürgerinnen und Bürger stehen hinter diesen Worten uneingeschränkt:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Der Unterschied zwischen Hamas und Israel kann somit nicht größer sein. Dr. Michael Lüders aber sieht das anders. Er mag Israel nicht. „Die Juden sind unser Unglück!“ Was aber ist Dr. Michael Lüders „Beweis“ dafür, dass die Juden so schlimm sind wie die Hamas? Ich mag es kaum schreiben, aber er hat es wirklich gesagt. Es ist Facebook!

„Ultranationalistische Strömungen sind in Israel so stark worden, dass sie fast schon den Mainstream bilden. Wenn beispielsweise nach der Ermordung der drei israelischen Jugendlichen es auf Facebook eine Kampagne gibt in Israel die innerhalb von zwei Tagen 25.000 Likes erfährt, nämlich mit der Aussage, „Es ist in Ordnung, Araber zu hassen“, da muss man sich schon fragen, wohin die Reise geht.“

Was ist das denn für ein Experte? Eine offenkundig geschmacklose und widerliche Seite auf Facebook erhält weltweit in zwei Tagen 25.000 Likes und das beweist, dass Israel Gefahr läuft, so schlimm zu werden, wie die Hamas, die Judenhass und den Vernichtungswillen staatlich institutionalisiert hat? Nach dem Mord an Muhammad Hussein Abu Khdeir hat Israel alles dafür getan, die feigen Mörder von Muhammad zu suchen und zu verurteilen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wies die Strafverfolgungsbehörden an, den Mord so schnell wie möglich zu untersuchen und Israels Generalstaatsanwalt, Yehuda Weinstein, ordnete unverzüglich eine Untersuchung an, nachdem hasserfüllte Kommentare auf Facebook veröffentlicht wurden. Die israelische Polizei beauftragte sogar ihre Elite-Einheit im Kampf gegen Cyberkriminalität, Lahav 433, mit der strafrechtlichen Untersuchung von Aufrufen zum Hass im Internet. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) bestrafen Soldaten, die hasserfüllte Kommentare veröffentlicht haben oder zur Rache aufrufen. Sieben Soldaten sind zu Haft in Militärgefängnissen verurteilt worden. Präsident Shimon Peres sagte:

„Es ist Zeit für alle von uns, sich zurückzuhalten und Verständnis zu zeigen, und wir als Menschen, wir alle, sollten unserer Moral treu bleiben und unserer Hoffnung, gemeinsam in Frieden zu leben (…) Als Präsident des Staates Israel habe ich eine ernste Bitte an jeden Bürger, an alle Bürger. Zwei Dinge sind jetzt wichtig: das Gesetz zu respektieren und Anstachelung zu vermeiden.“

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nannte den Mord „verachtenswert“. Er rief alle Seiten auf, „das Gesetz nicht in die eigenen Hände zu nehmen“ und ergänzte: „Israel ist ein Rechtsstaat, in dem sich jeder an die Gesetze halten muss.“ Justizministerin Tzipi Livni sagte bezogen auf die Hassaufrufe: „Das ist nicht, wofür der Zionismus steht. Das ist nicht, wofür der Staat Israel steht. Wir dürfen den Extremismus nicht siegen lassen.“ Weniger als 24 Stunden nachdem sie ihren Sohn Naftali beerdigt hatte, veröffentlichte die Familie Frenkel eine Stellungnahme:

„Wir wissen nicht genau, was in der Nacht in Ostjerusalem passiert ist. Die Polizei untersucht den Fall. Aber falls sich herausstellen sollte, dass ein arabischer Jugendlicher aus nationalistischen Motiven getötet wurde, dann wäre dies erschreckend und entsetzlich. Es gibt keinen Unterschied zwischen Blut und Blut. Mord ist Mord, Alter und Nationalität spielen keine Rolle. Es gibt keine Rechtfertigung, Vergebung oder Sühne für solch einen Mord.“

Dr. Michael Lüders aber fantasierte von einer angeblichen Mehrheit hasserfüllter Israelis und lügt damit wieder. „Die Juden sind unser Unglück!“

Die Mutter der Mörder der drei jüdischen Schuljungen Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel schlägt ganz andere Töne an als die Familie Frenkel. Voller Stolz erklärte sie in einem Fernsehinterview des israelischen Channel 10:

“Wenn er es wirklich getan hat, werde ich stolz auf ihn sein bis zu meinem letzten Tag. Ich hab meine Kinder auf den Knien der islamischen Religion erzogen. Sie sind religiöse Jungen, mit ehrlichen und sauberen Händen, und ihr Ziel ist es, den Sieg des Islam zu bringen.”

Auf die Frage, was mit Menschen geschehen solle, die Israel auf der Suche nach den jüdischen Jungen helfen, sagte sie kurz, knapp und klar:

“Möge Allah an ihnen Rache nehmen.”

Dazu sagte Dr. Michael Lüders nichts! „Die Juden sind unser Unglück!“ Als nächster Anrufer wurde Hans-Ulrich von der Dunk aus Bochum durchgestellt. Er berichtete von seiner Tätigkeit als Betreuer von palästinensischen und israelischen Jugendlichen auf „neutralem Boden“ und erklärte, dass alle Jugendliche, die sich zunächst mit Skepsis begegnet seien, am Ende als Freunde auseinandergingen. Sein Appell war klar und schön: In erster Linie sind wir alle Menschen!

Danach wurde Johannes-Jürgen Nass aus Aachen durchgestellt. Mit ihm driftete das Tagesgespräch in den absoluten Wahnsinn ab. Er faselte etwas davon, dass sowohl Israel als auch die Hamas theologisch verbrämte nihilistische Systeme seien, die gegeneinander antreten und im Denksystem von Marquis de Sade handeln würden. Es fielen wahllos Worte wie Stolz, Egoismus, Gewissenlosigkeit, Gewalt und Trauma. Am Ende prophezeite er die Wiederkehr des Dreißigjährigen Krieges. Jeder einigermaßen normal denkende Mensch hätte diesem Schwachkopf die Leitung abgedreht. Nicht so Elif Senal. Sie erkannte in ihm wohl einen Experten wie Dr. Michael Lüders und fragte: „Haben Sie eine Idee oder eine Hoffnung wie der Konflikt beigelegt werden könnte?“ Hatte er: Emphatisch sein und ins Antlitz des Anderen schauen!

Dass da noch keiner vorher drauf gekommen ist.

Auch Michael Lüders war beeindruckt über soviel Sachverstand und attestierte: „Die Ausführungen, die Herr Nass soeben gemacht hat, beschreiben wenn man so will, das anthropologische Debakel auf beiden Seiten.“

Nach 28 Minuten Tagesgespräch wurde ich Zeuge, wie beim WDR zusammenwuchs was zusammen gehörte. Danach wurde Özcan Öztürk aus Bielefeld durchgestellt. Er verlangte, dass „Deutschland endlich von der Geschichte abkommt und mal Farbe bekennt.“

Da fühlte sich Dr. Michael Lüders endlos befreit. Mit radikaler Einseitigkeit drosch er aus Israel ein.mIsrael erklärte er zum „Besatzer“ und die Palästinensern zu „Flüchtlingen“. Alles war auf einmal nur noch schwarz und weiß. Grautöne gab es nicht mehr. Zum Schluss brachte er noch seine Lieblingsvokabel unter: „Flächenbrand“.

Es war ein Tiefpunkt in der Geschichte des Radios, aber leider keine Ausnahme. Am 24. Juni 2014 durfte die Botschafterin Palästinas in Deutschland, Khouloud Daibes, im Morgenecho auf WDR 5 folgendes Statement abgeben: Juden sind eine Gefahr für Kinder, Frauen und Olivenbäume, darum tragen wir keine Verantwortung für die entführten jüdischen Jungen!

Das war auch so Expertin für dies und das. Die jüdische Provinz Judäa heißt seit zweitausend Jahren Judäa. Dieses Judäa, wo sich unglaublich viel jüdische Geschichte abgespielt hat und sich weiter abspielt, wird von Khouloud Daibes jedoch lieber Westbank genannt, weil Judäa so verdächtig jüdisch klingt, dass sie beim Gebrauch dieses Ausdrucks beim besten Willen nicht erklären könnte, weshalb Juden, die schon immer in Judäa leben, dort nicht hingehörten, Fremde seien, ja Besatzer. Sie spricht auch nie von drei Jugendlichen, die entführt wurden, sondern immer nur von „illegalen Siedlern“.

In Judäa siedeln viele Menschen, die meisten davon sind Muslime, aber ein „illegaler Siedler“ ist man für Khouloud Daibes nur, wenn man Jude ist. Diese Haltung wurde mittlerweile von erschreckend vielen Menschen kritiklos übernommen. Es ist das jüdisch sein, was einen Menschen in Judäa illegal werden lässt. Darum sagen so viele Leute Westbank und nicht Judäa!

Khouloud Daibes weigert sich, irgendeine Verantwortung auf Seiten der Fatah zu akzeptieren, sie findet es sogar „zynisch“, wenn ihre Seite gebeten wird, bei der Suche der verschwunden Jugendlichen zu helfen. Sie besteht darauf: Juden sind illegale Siedler und somit eine Gefahr für „Frauen, Kinder und Olivenbäume“. Darum muss die Westbank judenrein werden und es ist „zynisch“, wenn von Fatah verlangt wird, etwas gegen diese Säuberung zu unternehmen.

Spannend, was WDR 5 so alles zu sich einlädt!

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es auch in Europa viele jüdische Siedlungen. Sie wurden Schtetl genannt. Für die Nazis waren diese Schtetl illegale jüdische Siedlungen, die sie vernichteten und mit ihnen einen Großteil der jüdischen Bevölkerung Europas. Letztendlich scheiterten die Nazis mit ihrem Versuch, Europa “judenrein” zu machen. Die Hamas allerdings scheiterte nicht. Alle Juden wurden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben.

Nahostexperten wie Dr. Michael Lüders kritisieren jetzt aber nicht die Haltung der arabischer Faschisten, die keine Juden auf ihrem Boden dulden, sondern sie kritisieren Juden, die es wagen, dort zu leben, wo man sie nicht haben will. Michael Lüders hätte 1936 die Juden in Europa garantiert auch aufgefordert, die Schtetl zu räumen. Für ihn sind nämlich nicht die Menschen ein Problem, die Juden vertreiben, sondern jene Juden, die sich nicht vertreiben lassen.

Niemandem darf nur aufgrund seiner Religionszugehörigkeit irgendwo das Siedeln verboten werden. Ein Staat darf Juden nicht verbieten, was er allen Anderen erlaubt. Warum Dr. Lüders das nicht verstehen kann, bleibt sein Geheimnis als Nahostexperte.

Wer glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen. Wer brüllt „Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft“, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Jüdische Siedlungen sind nur für jene eine Hindernis zum Frieden, die einen Frieden von Juden haben wollen. Für jene jedoch, die einen Frieden mit Juden schließen wollen, ist eine jüdische Siedlung kein Problem sondern die Lösung eines Problems, denn nur in der Akzeptanz von jüdischen Siedlungen wohnt die Möglichkeit der schlichten Erkenntnis, dass Juden einfach nur Nachbarn und Mitbürger sein können.

Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis, sondern gelebte Demokratie.

Juden leben in allen Ländern des Nahen Ostens deutlich länger als Muslime. Juden haben dort schon gesiedelt und gebaut als Mohammed noch nicht einmal geboren war. Dort jedoch, wo die Hamas herrscht, vernichtet sie die alte jüdische Tradition. Die angeblich gemäßigte Fatah hat mit der Radikalen Hamas eine Koalition gegründet. Es wird spannend sein zu sehen, wie Hamas und Fatah sich zu dem Punkt einigen werden, ob Juden Bakterien sind und ob die Juden vernichtet (radikaler Flügel) oder nur ins Meer getrieben werden müssen (gemäßigter Flügel).

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Was Franzi nicht lernt, lernt Ska nimmer mehr

Im Wikipedia Artikel zu der Europaabgeordneten Ska Keller (Bündnis 90/Die Grünen) steht:

„Ska Keller studierte Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik an der FU Berlin und der Sabancı Üniversitesi in Istanbul. Sie schloss das Studium 2009 mit einem Magister ab. Keller ist verheiratet mit dem Finnen Markus Drake, mit dem sie in Brüssel lebt. Sie spricht neben Deutsch fließend Englisch, Französisch, Spanisch sowie etwas Türkisch und minimal Arabisch.“

Kann mir mal jemand erklären, wo und wie ich den Islam studieren kann, wenn ich nur minimale Arabischkenntnisse besitze? Und wo und wie kann ich Judaistik studieren komplett ohne Hebräischkenntnisse? Das interessiert mich! Vielleicht kann ich dort auch Germanistik und Anglistik mit nur minimalen Kenntnissen in Deutsch und Englisch studieren. Vielleicht kann ich dort auch römisch-katholische Religionslehre studieren und zwar ganz ohne Latinum.

Ska Keller jedenfalls hat es geschafft. Wunderbar! Und sie hat beim Verfassen ihrer Magisterarbeit bestimmt nicht abgeschrieben, weil sie die relevanten wissenschaftlichen Abhandlungen schlicht und einfach aus Mangel an Sprachkenntnissen nicht lesen konnte. Gewusst wie!

Sie kann sogar Filme machen ohne jegliche Kenntnisse von Moderation und Schauspielkunst.

Einfach beeindruckend diese Frau!

***

Nachtrag: Was ein Artikel auf Tapfer im Nirgendwo doch so alles auslösen kann, nur ein paar Tage nach dem Erscheinen dieses Artikels wurde folgender Eintrag aus dem Wikipedia Artikel zu Ska Keller entfernt: „Sie spricht neben Deutsch fließend Englisch, Französisch, Spanisch sowie etwas Türkisch und minimal Arabisch.“

Nachweis: Protokoll der Änderungen

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Carrie – Des Satans deutsche Tochter

Wer erinnert sich? Im traurigen Monaten November 2013 war es, die Tage wurden trüber, der Wind riss von den Bäumen das Laub, da erstellte ein Realschullehrer aus Nagold im Schwarzwald eine Onlinepetition. Sie erhielt über 192.000 Unterschriften und trug den Titel: „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens.“

Die Petition sprach sich in deutlichen Worten gegen einen Entwurf des Baden-Württembergischen Bildungsplans für 2015 aus. Der Bildungsplan sah vor, Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt als Lernziel im Unterricht zu verankern. Ziel sollte es sein, die Schüler dabei zu unterstützen, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt in einer globalisierten Welt klarzukommen. Homosexualität war dabei ein Thema unter vielen. Die Pläne stießen schnell auch auf den Widerstand der Kirchen des Landes. Die zwei evangelischen Landeskirchen und die zwei katholischen Diözesen forderten in einer gemeinsamen Mitteilung, dass in der Bildung jeder Form der „Instrumentalisierung, Ideologisierung und Indoktrination“ gewehrt werden müsse. Dies gelte „nicht zuletzt im sensiblen Bereich der sexuellen Identität und damit verbundener persönlicher und familiärer Lebensentwürfe“.

Wenn es um Sexualität geht, drehen erstaunlich oft religiöse Menschen durch. An Schulen gehört das Schimpfwort „schwul“ zum verbalen Repertoire der Halbstarken. Jugendliche, die ihre eigene Homosexualität entdecken, erleben in der Schule oft eine Hölle der Ausgrenzung und Diskriminierung. Das Land Baden-Württemberg hatte lediglich einen Lehrplan vorgestellt, in dem diese Form der Diskriminierung nicht mehr ignoriert wird, sondern durch ein aktives Eintreten für Toleranz und Akzeptanz ersetzt wird und schon fantasierten sich einige Christen den Satan des Regenbogens herbei.

Niemand muss schwul sein. Niemand muss Lesben schön finden. Man darf sogar glauben, dass ich für Homosexualität in die Hölle kommt. Mir doch egal. Komm ich halt in die Hölle. Im Himmel sind eh nur die Langweiler! Wenn religiöse Menschen jedoch glauben, in den Schulplan eingreifen zu müssen, damit ihre Vorstellung von „Schwanz in Möse gut, Möse an Möse schlecht“ auch schulisch propagiert wird, dann bekommen sie es mit mir zu tun. In einem Faltblatt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz heißt es:

„Sexualerziehung ist eine gemeinsame Aufgabe von Eltern und Schule. Nach § 1 Abs. 3 SchulG befähigt die schulische Sexualerziehung als Teil der Gesamterziehung zu verantwortungsbewusstem geschlechtlichem Verhalten und wird fächerübergreifend durchgeführt. Ein Anspruch auf Befreiung vom Sexualkundeunterricht besteht nicht, auch wenn dafür religiöse Gründe angeführt werden. Dies ist ständige Rechtsprechung. Der Sexualkundeunterricht ist so ausgestaltet, dass den Grundsätzen der Zurückhaltung und Toleranz Rechnung getragen wird. Die Schule soll die unterschiedlichen Wertevorstellungen respektieren und darauf Rücksicht nehmen. (Vgl. Richtlinien zur Sexualerziehung vom 22.06.2009, Amtsbl. S. 193).

Eltern werden rechtzeitig vor Beginn der Sexualerziehung über die Ziele, den Inhalt und die Form der Sexualerziehung informiert. Im Rahmen von Elternabenden, aber auch in Einzelgesprächen können die Bedenken der Eltern gemeinsam diskutiert und Lösungen, die für alle Beteiligten akzeptabel sind, gefunden werden. Es ist für Eltern oftmals beruhigend zu wissen, dass in diesem Unterricht auf einen sensiblen Umgang mit der Sprache geachtet wird und die Medien behutsam und sorgfältig ausgewählt werden.“

Soweit so gut. Allerdings führt das Faltblatt zur Beruhigung von religiösen Eiferern aus, dass es eine Möglichkeit gibt, den Fundamentalisten entgegenzukommen:

„Eine hilfreiche und die Situation entspannende Möglichkeit wäre die Organisation des Sexualkundeunterrichts in geschlechtshomogenen Gruppen.“

Kennen Sie noch den Film „Carrie“? In diesem Film von Brian De Palma nach einem Roman von Stephen King lebt die sechzehnjährige Carrie White bei ihrer Mutter Margaret. Margaret ist eine Frau, die seit dem Tod ihres Mannes einem extremen religiösen Wahn verfallen ist. Carries körperliche Entwicklung zur Frau hält sie für einen Ausdruck von Sünde und Schande. Eine sexuelle Aufklärung hat Carrie niemals erhalten. Als Carrie unter der Dusche nach dem Sportunterricht ihre erste Menstruation bekommt, gerät sie in Panik, weil sie über den Vorgang nicht aufgeklärt ist. Ihre Mitschülerinnen sind amüsiert und machen ihr eine höchst peinlich-demütigende Szene, bis schließlich die Sportlehrerin eingreift.

Obwohl der Film erst ab sechzehn Jahren freigegeben ist, sah ich ihn schon in jüngeren Jahren. Ich bin froh, ihn früher gesehen zu haben. Kaum ein Film hat mich mehr sensibilisiert, wohin religiöser Fanatismus und Körperfeindlichkeit führen können. Allerdings zeigt der Film auch die Probleme, die entstehen, wenn eine moderne Lebensweise auf fundamentalistische Überzeugungen trifft. Die Mitschülerinnen lassen jede Empathie für Carries Ängste missen. Die Sportlehrerin unterstützt Carrie zwar darin, selbstbewusster zu werden und ihre Weiblichkeit zu entwickeln, sie geht aber auch so hart gegen die Demütigungen der Mitschülerinnen vor, dass sie dadurch die Rachegelüste von Carries Mitschülerin Chris auslöst, was wiederum in den mörderischen „Amoklauf“ von Carrie am Ende des Films mündet.

Ausgangspunkt für die Katastrophe ist und bleibt der Fundamentalismus der Mutter.

Carrie ist ein verschüchtertes junges Mädchen, das ihren eigenen Körper nicht kennt und keinen Kontakt zu Gleichaltrigen aufnehmen konnte. Deshalb beunruhigt es mich, dass in dem oben zitierten Faltblatt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz Vorschläge gemacht werden, wie der religiösen Eiferei tolerant entgegengekommen werden kann. In Sachen Klassenfahrt wird das Faltblatt sogar erschreckend zuvorkommend:

„Schulfahrten (Klassenfahrten, Studienfahrten, Unterrichts- gänge und Schulwanderungen) sind wichtiger Bestandteil des schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrags. Sie fördern das Zusammenleben und gegenseitige Verständnis aller am Schulleben Beteiligten, insbesondere hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Toleranz. Sie tragen dazu bei, die Fähigkeit zur Lösung der im sozialen Miteinander entstandenen Konflikte weiterzuentwickeln. Es ist daher immer anzustreben, dass alle Schülerinnen und Schüler an solchen Aktivitäten teilnehmen.

Bei Bedenken christlicher Eltern wegen der Teilnahme ihrer Kinder müssen zunächst die Gründe für diese Bedenken besprochen werden. Häufig geben Eltern religiöse Gründe an. Sie fürchten, dass die für sie wichtigen Regeln bzgl. Speisen und Alkoholkonsum nicht ausreichend beachtet werden, oder sie fürchten einen zu engen Kontakt zwischen Jungen und Mädchen.“

Moment, bevor Sie weiterlesen. In dem Text stand nicht wirklich „christlich“ sondern „muslimisch“. Das Faltblatt trägt nämlich den Titel „Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule“. Weiter im Text:

„In jedem Fall sollten bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten die Eltern einbezogen werden. Gute Erfahrungen wurden gemacht, wenn ehemalige Schülerinnen, Lehramtsanwärterinnen, muslimische Mütter oder ältere Geschwister als Begleitpersonen mitfahren, da sie mit der Sprache und der Kultur vertraut sind und dies für die Eltern vertrauensbildend wirkt und somit bzgl. ihrer Bedenken eine Beruhigung sein kann.“

Gute Idee! In einer Kultur, in der es in den fundamentalistischen Kreisen dazu kommen kann, dass ein älterer Bruder die vermeintlich verlorene Ehre der Schwester und Familie damit wieder herstellt, dass er die Schwester ermordet, ist es ein mehr als guter Gedanke, ein älteres Geschwisterteil zur Klassenfahrt mitzunehmen, um einen Kontakt der Schwester mit all dem vermeintlich Sündhaften zu verhindern. Es wäre geradezu eine Katastrophe, wenn bei einer Klassenfahrt ein muslimisches Mädchen entdecken würde, dass Frauen gleichberechtigt sind und einen Körper hat, der ihr Lust und Freiheit versprechen kann. Das darf nicht sein und muss verhindert werden.

Die Liste der Menschen, die in Deutschland ermordet wurden, weil sie nach den religiösen Wertvorstellungen ihrer Familienmitglieder sündhaft gelebt haben, ist lang. Im Jahr 2013, als die Petition „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ ins Netzt gestellt wurde, gab es in Deutschland fast 30 dokumentierte Ehrenmorde. Die Dunkelziffer dürfte erschreckend höher liegen.

Das Faltblatt wurde im Rahmen der Umsetzung des Integrationskonzeptes des Landes Rheinland-Pfalz auf Anregung der Arbeitsgruppe Religion vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen und der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration herausgegeben.

Wenn ich schon höre, dass die Arbeitsgruppe Religion mit dem Ministerium für Frauen eine gemeinsame Lösung sucht, dann komm mir sofort eine religiöse Frau wie Carries Mutter Margaret in den Sinn. Ebenfalls im traurigen Monat November 2013 wurden unter dem Kurator Manfred Reichel in einem Flur der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf sechs Aktbilder aus Rücksicht vor den religiösen Gefühlen von Muslimen abgehängt. Als ich davon erfuhr musste ich sofort an dieses Aktbild denken, das vor etwas längerer Zeit in Deutschland aus Rücksicht vor dem deutschen Geschmack, der schon damals gut mit dem Islam konnte, abgehängt wurden.

Die zuständige Kulturstadträtin des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, Juliane Witt (LINKE), erklärte übrigens zu der Entscheidung, die Aktbilder zu entfernen, Marzahn-Hellersdorf stehe für beides, „Freiheit der Kunst und interkulturelle Öffnung“. Genau da liegt das Problem: Freiheit der Kunst und kulturelle Öffnung sind nicht gleichrangig zu bewerten! Menschenrechte haben immer Vorrang vor einer kulturellen Öffnung. Die Menschenrechte sind keine Verhandlungsmasse auf dem Jahrmarkt der Kulturen. Das Grundgesetz ist kein Richtwert sondern Gesetz! So wenig wie es Angela Merkel gestattet sein darf, homosexuellen Menschen gleiche Rechte zu verwehren, nur weil sie dabei ein ungutes Gefühl hat, ebensowenig darf die Freiheit der Kunst eingeschränkt werden, nur weil Ayasha Merkel beim Anblick einer nackten Frau ein ungutes Gefühle bekommt.

Dabei macht Ayasha Merkel nur, was ihr zusteht. Das deutsche Grundgesetz garantiert die Religionsfreiheit. Keine Religion darf einer anderen politisch bevorzugt werden. Solange Christen in Deutschland Privilegien genießen, ist es das Recht eines jeden Moslems, diese Privilegien auch einzufordern. Entweder bekommen Muslime Privilegien wie Christen oder Deutschland wird in Sachen Religion liberaler und erklärt deutlich: Jeder kann glauben, woran er will, aber er darf seinen Glauben nicht von Ungläubigen erzwingen.

Der deutsche Staat aber erzwingt die Einhaltung gewisser religiöser Überzeugungen. Der deutsche Staat zieht Kirchensteuern ein, macht den christlichen Sonntag und eine Vielzahl christlicher Feiertage für alle Bürgerinnen und Bürger verbindlich und erlaubt es staatlich finanzierten Einrichtungen unter christlicher Trägerschaft, die christliche Sexualmoral von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Privatleben zu erzwingen. Einrichtungen der katholischen Kirche, die vom Staat finanziert werden, dürfen in Deutschland Mitarbeiter nach Scheidung und zweiter Ehe entlassen.

Wenn die deutsche Politik christliche Werte von ihren Bürgerinnen und Bürger erzwingt, dann muss dieser deutsche Staat auch alle deutschen Bürgerinnen und Bürger zwingen, ihre Geschäfte am Samstag zu schließen, aus Respekt vor dem Islam, für den der Samstag so heilig ist wie für Christen der Sonntag, für den Deutschland aus Respekt vor Christen ein gesetzlich vorgeschriebenes Ladenöffnungsverbot verabschiedet hat. Den Veggie-Day könnte Deutschland nebenbei als Ramadan verpflichtend machen.

Apropos Ramadan, den regelt das Faltblatt „Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule“ auch gleich mit:

„Das Fasten während des ganzen Tages kann zu einer Einschränkung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler führen. Das schafft insbesondere dann Probleme, wenn der Ramadan in eine Phase fällt, in der zahlreiche Klassenarbeiten geschrieben werden müssen. Auch die Belastungen im Sportunterricht sollten diesen Rahmenbedingungen angepasst werden. Eltern sollten deshalb zum einen darauf hinwirken, dass ausreichender Schlaf ihrer Kinder auch im Ramadan sichergestellt wird. Zum anderen sollte berücksichtigt werden, dass ein religiöses Gebot zum Fasten vor der Pubertät nach islamischer Auffassung nicht besteht. Auch im Übrigen sollten flexible Lösungen gefunden werden, die die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler insbesondere bei Klassenarbeiten u. ä. sicherstellen.

Unabhängig davon sollten bei der Planung von Schulfahrten und der Festlegung von Praktika, Schulfesten u. ä. seitens der Schule auch die Zeiten des Ramadan wenn möglich berücksichtigt werden.“

Stellen wir uns mal vor, christliche Fundamentalisten würden dafür sorgen, dass in der Fastenzeit vor Ostern und Weihnachten (ja, ihr lieben Ungläubigen, die Adventszeit ist liturgisch gesehen eine Fastenzeit) der Lehrplan auf die Bedürfnisse von religiösen Eiferern abgestimmt wird. Obwohl, oft genug wird er das. Karfreitag zum Beispiel heben einige Bundesländer die Freiheit der Kunst auf und bestimmen, welche Stücke gezeigt werden dürfen und welche nicht. Im Jahr 2011 durfte die „Salome“ zwar gezeigt werden, „Madame Butterfly“ jedoch nicht. Puccini konnte den Christen an dem Tag eben nicht zugemutet werden. Am 29. März 2013 wiederum wurde in der Oper Köln Richard Wagners “Parsifal” gegeben. Zur gleichen Zeit wurde in Bochum im Sozialen Zentrum an der Josephstraße der Film “Das Leben des Brian” gezeigt. Gegen diese angebliche Gotteslästerung eröffnete das Rechtsamt der Stadt Bochum ein Bußverfahren. Gegen Wagner wurde keine Klage erhoben!

Wenn es hart auf hart kommt, wenn Christentum, Islam und Aufklärung in eine Auseinandersetzung geraten, werden sich mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Christentum und Islam gegen die Aufklärung verbünden. Gegen die Vernunft haben sich Religionen, die sich sonst spinnefeind sind, immer schon bestens verbünden können. Nichts gegen einen festen Glauben an Gott, aber Staat und Kirche müssen getrennt sein!

Deshalb bereitet mir das Flugblatt „Muslimische Kinder und Jugendliche in deutschen Schulen“ ein wenig Unbehagen, denn wenn es etwas gibt, das Deutschland nicht noch mehr braucht, dann weitere muslimische und christliche Carries!

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9 Millionen Dollar für Hass

Der Stürmer der algerischen Fußballnationalmannschaft, Islam Slimani, hat verkündet, dass die Mannschaft ihre Einkünfte aus der Weltmeisterschaft den Palästinensern im Gaza-Streifen geben will: „Sie brauchen es mehr als wir.“

9 Millionen Dollar, damit der Gazastreifen weiterhin „judenrein“ sein kann!

9 Millionen Dollar, damit der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas weiterhin propagieren kann:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

9 Millionen Dollar für ein Volk, von dem laut einer aktuellen Umfrage 90 Prozent nicht finden, dass Juden die gleichen Rechte haben sollten wie Araber. 67 Prozent fordern sogar die komplette Vernichtung Israels.

9 Millionen Dollar für Raketen und Mörser, die fast täglich auf Israel abgefeuert werden.

9 Millionen Dollar für Fernsehsendungen, in denen Kinder zum Hass auf Juden erzogen werden, damit sie Lust am Morden verspüren.

9 Millionen Dollar für ein Volk, das zu großen Teilen auf die Straße geht und sich freut, wenn jüdische Schuljungen entführt und ermordet werden.

9 Millionen Dollar für ein Volk, das von einer Partei regiert wird, dessen Gründungscharta im Artikel 7 diese Worten aufweist:

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Die Menschen im Gazastreifen brauchen nicht noch mehr Geld! Die Menschen im Gazastreifen brauchen weniger Terroristen und Politiker, die das viele Geld, das in den Gazastreifen fließt, für Hass, Mord und Krieg gegen Juden ausgeben. Kaum eine Region der Welt wird mit mehr Spendengeldern überhäuft als der Gazastreifen. Die Menschen im Gazastreifen sind nicht arm, weil sie zu wenig Geld haben, sie sind arm, weil dort zu viele Leute hassen!

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