The German Federal Foreign Office hits the wrong note on Israel

Imagine a hostage situation whereby several hostages have already been shot. Let us suppose that among the many surviving hostages there is one who hasn’t paid a traffic ticket, another who evaded taxes and another who’s committed some other crime. What would you think if the police described both the hostage-takers and the hostages as equally criminal? What would you say if German politicians were to call on both sides to practice restraint and do everything in their power to ensure that the situation doesn’t escalate? What would you say if an attempt by the hostages to free themselves were to be criticized by any of the media outlets as just pouring oil on the flames and thereby perpetuating violence ?

Well, the German Federal Foreign Office did just that!

On January 9, 2018, rabbi Raziel Shevach, who is also a volunteer worker at the humanitarian aid organization Red Star of David, was murdered in a drive-by shooting near Nablus. He died later in the hospital, leaving behind a wife and six children, the youngest of whom is only ten months old. Germany’s Foreign Office commented on the attack as follows:

„Those who are responsible for this, or welcome this attack, are stirring up violence which makes it difficult to resolve the Middle East conflict through negotiation. We expect both sides to contribute actively to a de-escalation.“

The Federal Foreign Office actually said just that.

They wrote „both sides“ and thus expressly included the victim to actively contribute towards a de-escaltation.

Article 7 of Hamas‘ founding charter calls for the extermination of the entire Jewish people worldwide, and Article 13 declares war against Israel until it is completely annihilated. Even on Fatah’s anniversaries, the extermination of the entire Jewish people is preached, while Abbas regularly turns Jewish murderers into „heroic martyrs“. These terrorists hate Jews, because Jews are alive, because they exist. The only recourse Jews are left with is to simply cease to exist.

Of course, the conflict in the Middle East continues. But this is due to the fact that Jews in Israel have been defending themselves militarily against annihilation since 1948. A conflict will only escalate if one side resists being wiped out by the other side. For Israel, de-escalation can only mean self-destruction. That’s why the German Foreign Office’s statement is not only distasteful but also scandalous. After this cowardly terrorist attack, there is only one possible reaction:

We condemn the terrorist attacks against Jews and Israelis. We call on all Arab governments in the region to condemn terrorist attacks, to fight those terrorists and to accept an Israeli hand of peace in good will, and to maintain peaceful progress in the Middle East. Any support for terrorists is also terrorism. Excusing terrorist attacks is excusing murderous hatred of Jews. We expect the Arab governments to do everything in their power to combat this hatred and end the violence, and we support the Israeli government in its efforts to track down and bring those responsible for the recent attack to justice.

It’s actually quite simple: As long as a hostage-taker holds a gun to the head of a hostage, you don’t criticize the hostage, no matter what he or she may have done. Anyone who feels a hostage must be criticized, must first ensure his or her safety. The loaded gun pointing at the hostage’s head must be taken away. The same goes for Israel. Anyone who feels Israel must be criticized, must first of all ensure that all threats of extermination cease, and above all, the attacks, the bombings and the murders.

Must the German Federal Foreign Office be reminded on what is right? Presumably, those with such an attitude would have called on the rebels in the Warsaw Ghetto in 1944 to practice restraint and works towards de-escalation.

***

Translation: William Wires

http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

Veröffentlicht unter In English | Kommentare deaktiviert für The German Federal Foreign Office hits the wrong note on Israel

Tel Aviv oder Auschwitz?

„Easyjet hat einen dramatisch größeren Betrag gegen Antisemitismus geleistet, als alle staatlichen Erziehungsprogramme zusammen! Wer einmal in Tel Aviv feiern war, ist immun gegen die Berichterstattung, die Juden ausschließlich als Schläfenlockenträger oder Soldaten zeigt.“ (David Harnasch)

Die Berliner Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement spricht sich dafür aus, dass Asylbewerber verpflichtend ein Konzentrationslager besuchen sollen. Sie halte es für sinnvoll, „wenn jeder, der in diesem Land lebt, verpflichtet würde, mindestens einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte besucht zu haben.“ Das gelte „auch für jene, die neu zu uns gekommen sind. KZ-Besuche sollten zum Bestandteil von Integrationskursen werden.“

Als in Deutschland die Wehrpflicht und die Einberufung zum Grundwehrdienst noch nicht auf den Spannungs- und Verteidigungsfall beschränkt waren, als jeder junge Deutsche zum Dienst verpflichtet wurde, gab es die Möglichkeit, den Dienst an der Waffe zu verweigern und stattdessen einen sogenannten Zivildienst zu absolvieren. Ich möchte daher den Vorschlag um die Möglichkeit eines zivilen Dienstes am Judentum erweitern: Der Pflichtbesuch in einer KZ-Gedenkstätte kann durch einen zivilen Strandbesuch in Tel Aviv oder durch einen zivilen Besuch in einer jüdischen Gemeinde ersetzt werden. Ich bin mir sicher, dass ein solcher ziviler Dienst mehr bringt, als ein Pflichtbesuch einer KZ-Gedenkstätte, denn es sind die lebendigen Juden, die gehasst werden, nicht die toten.

In Deutschland findet Judentum fast nur noch in Gedenkstunden statt. Juden sind Gespenster von damals. In Schulen taucht das Judentum deutlich öfter im Geschichtsunterricht auf, als im Philosophie-, Ethik-, Religions- oder Gesellschaftskundeunterricht. Wenn man in New York sagt: „Heute gehen wir in ein jüdischen Stück“, dann freuen sich alle. Jüdisches Theater, das steht in Amerika für spritzige Dialoge, humorvoller Tiefgang, für Woody Allen und Neil Simon. Wenn man aber in Deutschland sagt: „Heute gehen wir in ein jüdisches Theaterstück“, dann kommen deprimierte Gesichter. In Deutschland steht jüdisches Theater für Auschwitz, Holocaust und Anne Frank. Juden sind für viele Deutsche nur die Opfer von damals, nicht die Lebenden von heute. Genau da ist das Problem.

In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile mehr Stolpersteine als lebendige Juden, so dass eine Mehrheit der Deutschen heute im Alltag deutlich öfter auf tote Juden trifft als auf lebendige. Auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Party und nach Hause, überall trifft man in Deutschland auf tote Juden. Dabei erfahren wir jedoch nicht, was diese Juden großes erreicht haben oder wen sie geliebt und worüber sie sich gefreut haben, wir erfahren, wann, wo und wie sie ermordet wurden. Wer Menschen auf ihren Status als Opfer reduziert, erwartet irgendwann auch von ihnen, Opfer zu sein. Der Schritt, sie zu Opfern zu machen, ist dann nicht mehr weit.

Natürlich ist es wichtig, das unfassbare Verbrechen nicht zu vergessen, aber es ist nicht hilfreich, das Judentum auf den Moment der Verfolgung und der Ermordung zu reduzieren. In Deutschland haben mehr Juden Denkmäler dafür bekommen, ermordet worden zu sein, als dafür, etwas geschaffen zu haben. Solange in Deutschland mehr Denkmäler für ermordete Juden stehen als für Juden, die aus ihrer eigenen Schöpfungskraft etwas erreicht haben, werden es lebendige Juden in diesem Land schwer haben.

Das größte Denkmal für Juden in Deutschland ist ein Mahnmal des Todes, das Holocaust Mahnmal in Berlin. Warum gibt es in Deutschland nicht ein Denkmal, das mindestens ebenso groß ist, wie das Holocaustmahnmal und das all die herausragenden und erhabenen Errungenschaften ehrt, die Juden in und für Deutschland geleistet haben? Ich würde gerne zu einem solchen Denkmal gehen. Altkanzler Gerhard Schröder aber sagte, das Holocaust-Mahnmal sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Deutschland ist stolz auf seine Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Eine deutsche Straße, die was auf sich hält, hat mindestens einen Stolperstein. Ohne Stolperstein findet man als Straße heute gar nicht mehr statt. Der Trend geht zum Zweitstolperstein! Bei dem ganzen Stolz um die Vergangenheitsbewältigung vergessen viele Deutsche jedoch den Hass auf lebende Juden, der sich heute wieder auf deutschen Straßen breit macht.

Was würden Sie über Ihre Nachbarn denken, wenn sie immer wieder zu Beerdigungen innerhalb Ihrer Familie auftauchen, aber nie zu Geburtstagen?

Ich wünsche mir für den Fall, dass in Deutschland Besuche von KZ-Gedenkstätten verpflichtend werden, dass es einen zivilen Dienst gibt, wo man Juden nicht als tote Opfer kennenlernt, sondern als lebendige und wehrhafte Menschen.

Veröffentlicht unter Antisemitismus, Deutschland | Kommentare deaktiviert für Tel Aviv oder Auschwitz?

Friends, Americans, countrymen and women, lend me your ears

My dear American friends,

As a citizen of Germany I’d like to share some of my thoughts concerning the future.

Last year I noticed something happening a little more often than during the previous eight years. Americans were apologizing to me for their newly elected President. In recent months, I hear and read more Americans apologizing to Germans and Europeans for the elected President of the United States. Please stop it!

Your apologies only confirm an annoying attitude present in Europe, and above all, in Germany: a condescending moral superiority.

There’s really nothing to apologize for!

I couldn’t imagine any other country besides the United States which can manage transformations of presidential power from the likes of a Bill Clinton, to a George Bush, to a Barack Obama and even to a Donald Trump. It’s unimaginable that such handovers of power would function peaceably in any European country. There are European nations which would descend into civil war over a change of power from a man like Bush to Obama and then again from Obama to Trump. A peaceful transition of power between such extremes is unthinkable in Europe.

Only in the USA are such transitions possible. Why? Because the United States of America has the most beautiful documents ever put in writing: The Constitution and the Bill of Rights.

Sure, with a president like Trump, there’s certainly more heated discussion at the Thanksgiving table. Parents and children may argue a little more under the Christmas tree. Brothers and sisters haggle more than usual during the Seder. Ultimately, you’re being held together by something that had saved Europe from at least two disasters: The American flag, which stands for the Constitution of the United States of America and the Bill of Rights.

Your men and women fought for Europe. Today, I live in freedom because Americans of Asian and African descent, of different beliefs, Americans from all walks of life fought for a free Europe and a free Germany.

America has a constitution that gives every person and every group the right to play a part in the national destiny. Indeed, Donald Trump was able to unite enough men and women to make him President. But he won’t be President in seven years at the latest. Maybe not in three years. Maybe even sooner.

At present, however, he is the President. You can praise and criticize him. You can insult and belittle him. The Constitution allows you. You may even be ashamed of him and apologize for him. Nevertheless, I’m asking you to refrain from apologizing at every opportunity to Germans and Europeans.

These know-it-alls, to whom you’re apologizing simply can’t get over the fact that the banjo playing and bubble gum chewing black Jew from America had to bail out a highly cultivated Europe not once, but twice during the last century. Even today, many German poets and philosophers resent the fact that Germany had to be liberated from self-inflicted barbarism by Yankee Doodle Dandy.

Today’s Germany would presumably drift back into its barbaric ways if a change of government to a Trump-like politician were to occur. Already fearful people in Germany are restricting freedom of expression and letting themselves be intimidated by neo-Nazi and Islamic violence to such an extent that they are willing to compromise fundamental rights and European treaties. I see Germans who’d rather hold their religious and quasi-religious ideals above the German Constitution so much so that human lives are jeopardized.

It is the legal constitution of a state that ensures security and is the best means of protection against tyranny. A constitution can be changed at any time, but it must never be broken.

You should be proud of your country and a Constitution which will survive even a transition such as that from Barack Obama to Donald Trump.

That Donald Trump can be President after Barack Obama without your country sinking into chaos and barbarism is not something you should take for granted. Instead, you should remind yourselves that the following truths are „self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.—That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed, That whenever any Form of Government becomes destructive of these ends, it is the Right of the People to alter or to abolish it, and to institute new Government, laying its foundation on such principles and organizing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safety and Happiness.”

A Trump can come and a Trump will go. But the Constitution will remain. Be proud!

Love,
Gerd Buurmann (Cologne, Germany)

(Translation: William Wires)

Veröffentlicht unter In English | Kommentare deaktiviert für Friends, Americans, countrymen and women, lend me your ears

Tanzen am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

An Karfreitag erinnern Christen an die Ermordung eines Juden durch Römer vor gut 2000 Jahren. Am 27. Januar erinnern Deutsche an die Ermordung von sechs Millionen Juden durch Deutsche vor über 70 Jahren. An einem dieser beiden Tage herrscht ein striktes Tanzverbot in einigen deutschen Bundesländern.

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag: „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Der Jahrestag bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz. Auch die Vereinten Nationen erklärten im Jahr 2005 den 27. Januar zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“.

Ein Tanzverbot gilt in einigen Bundesländern an Karfreitag.

Am „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ findet im Jahr 2018 der Hamburger Presseball statt. Die Veranstalter erklären:

„Der Hamburger Presseball ist mit seiner fast 70-jährigen Tradition eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der Hansestadt und ein exklusiver Treffpunkt für Journalisten und Medienmacher zum Tanzen, Feiern und Flanieren, zum Sehen und Gesehen werden. Ausgebuchte Säle, prominent besetzte Gästelisten und die einhellig positive Presseresonanz zeugen Jahr für Jahr aufs Neue von seinem Erfolg.

Auch der 69. Hamburger Presseball, der am 27. Januar 2018 stattfindet, wird dies wieder bestätigen: ein rauschendes Fest im Hotel Atlantic Kempinski, Prominente aus Politik, Kultur und Wirtschaft, ein hochkarätiges Unterhaltungsprogramm, beste Stimmung und volle Tanzflächen bis in den frühen Morgen.“

Man kann zu einem Tanzverbot stehen, wie man will, ich habe meine Kritik an ein staatlich verordnetes Tanzverbot in dem Artikel „Erzwungener Respekt ist kein Respekt“ in Worte gefasst:

„Respekt kann nicht erzwungen werden. Respekt ist eine Form der Wertschätzung, ein Geschenk der Aufmerksamkeit und der Ehrerbietung. Respekt ist nur da möglich, wo sich ein Mensch frei dazu entscheidet, seine Wertschätzung und seine Aufmerksamkeit zu schenken.“

Die Entscheidung des Hamburger Presseball, ein „rauschendes Fest im Hotel Atlantic Kempinski“ am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu feiern, ist nicht mit Respekt gefallen. Der Name des Hotels erinnert an den Weinhändler Berthold Kempinski, der in Berlin im Jahr 1872 einen Imbiss mit Weinprobierstube in der Friedrichstraße 76 eröffnete. Im Jahr 1927 wurde ein weiteres Weinhaus am Kurfürstendamm 27 eröffnet. Dort steht heute das Hotel Bristol. Das Weinhaus Kempinski ging am 1. Mai 1937 mit allen seinen Betrieben unter Billigung der zuständigen Partei-Dienststellen in sogenannte „arische“ Hände über. Viele Angehörige der einst erfolgreichen Kempinskis wurden von den Nazis verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet. Berthold Kempinskis Enkel Friedrich Unger errichtete 1951 ein Hotel auf dem rückgeführten Grundstück am Kurfürstendamm 27. Das Hotel Kempinski wurde 1952 eröffnet. Friedrich Unger verkaufte 1953 seine Anteile und den Namen Kempinski an die Hotelbetriebs-AG. Ein Hotel dieser Aktiengesellschaft steht in Hamburg und dort wird jetzt am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ausgelassen getanzt.

Kann man machen. Wenn ich jedoch Tanzen und Auschwitz in einem Satz denke, dann nur in diesem Zusammenhang.

In diesem Video tanzt Adam Kohn zusammen mit seinen Kindern und Enkelkindern im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz. Adam Kohn hat Auschwitz überlebt.

Welchen Grund haben die Journalistinnen und Journalisten am 27. Januar 2018 zu tanzen? Was haben Sie überlebt?

Veröffentlicht unter Deutschland | Kommentare deaktiviert für Tanzen am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Israelischer Minister kritisiert Sigmar Gabriel scharf

„Die Aussage, Israel erinnere an die Apartheid Südafrikas, ist nicht nur völlig falsch, sondern delegitimiert und dämonisiert zudem den jüdischen Staat. Die Grenze zwischen einer solchen Delegitimierung und Antisemitismus ist sehr dünn. Es ist keine Überraschung, dass die Hamas, eine antisemitische Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Israel zu vernichten, diese Aussage fröhlich auf Twitter geteilt hat. Alle, die daran interessiert sind, Frieden zu fördern und Hass in der Region zu bekämpfen, müssen solch einen ungeheuerlichen Vergleich ablehnen.“

Mit diesen deutlichen Worten hat Israels Minister für Öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel kritisiert, nachdem Gabriel seinen vor Jahren getätigten Vergleich Israels mit der Apartheid Südafrikas im Dezember 2017 in Berlin vor Migranten und Mitarbeitern der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus erneut angesprochen hatte, was dazu geführte hatte, dass er am 31. Dezember 2017 von der Hamas auf Twitter offiziell zitiert wurde.

Die Gründungscharta dieser Hamas fordert, dass alle Juden weltweit vernichten werden sollen (Artikel 7) und dass es keinen Frieden mit Israel geben darf (Artikel 13). Es ist schon mehr als peinlich, wenn sich diese mörderische und judenfeindliche Partei auf den deutschen Außenminister beruft.

Tapfer im Nirgendwo berichtete. Klicken Sie hier: „Sigmar Gabriel, die Apartheid und ein Lob von der Hamas“

Veröffentlicht unter Antisemitismus, Deutschland, Politik | Kommentare deaktiviert für Israelischer Minister kritisiert Sigmar Gabriel scharf

Sigmar Gabriel, die Apartheid und ein Lob von der Hamas

Am 14. März 2012 erklärte Sigmar Gabriel auf Facebook:

„Ich war gerade in Hebron. Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum. Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt.“

Obwohl er sich damals für den Vergleich entschuldigt hatte, holte er den Vergleich im Dezember 2017 wieder hervor, als er sich mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus traf, um über den Judenhass unter Muslimen und Deutschen zu sprechen. Die deutsche Filmregisseurin Pary El-Qalqili warf ein, dass man die Debatte über den Antisemitismus in Deutschland falsch aufziehe. Anstatt über das Problem der Palästinenser zu sprechen, die unter israelischer Besatzung litten, „wird hier über den vermeintlichen Antisemitismus der jungen Leute gesprochen.“

Sigmar Gabriel widersprach und betonte, die Bundesregierung habe Trumps Entscheidung sofort kritisiert und nehme sich selbstverständlich auch das Recht heraus, Israels Regierungspolitik zu kritisieren. Er selbst habe vor einigen Jahren nach einem Besuch in Hebron in den besetzten Gebieten davon gesprochen, dass ihn das Gesehene an Apartheid erinnere. Diese erneute Beteuerung brachte Sigmar Gabriel zu Silvester 2017 lobende Worte der Hamas-Bewegung auf Twitter ein.

„Deutscher Außenminister bezeichnet die israelische Besatzung als ein Apartheidregime wie jenes in Südafrika.“

Die Gründungscharta dieser Hamas fordert, dass alle Juden weltweit vernichten werden sollen (Artikel 7) und dass es keinen Frieden mit Israel geben darf (Artikel 13). Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärte in einer öffentlichen im Februar 2010:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“

Der Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas in Gaza, Jahia al-Sinwar, erklärte am 19. Oktober 2017 bei einer Rede vor Jugendlichen:

„Es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen oder nicht, sondern um die Frage, wann wir es auslöschen und seine Existenz beenden.“

Diese Hamas bezieht sich nun auf Sigmar Gabriel, dessen Beziehung zu judenfeindlichen Politikern bekannt ist. Sigmar Gabriel selbst nannte Mahmud Abbas von der Fatah seinen Freund. Am 24. März 2017 schrieb er auf Twitter:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.“

Sigmar Gabriels Freund Abbas sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

Noch nie hat Sigmar Gabriel die Regime dieser arabischen Faschisten der Apartheid bezichtigt. Dieses Urteil hat er ganz allein für Israel reserviert. Ausgerechnet für Israel!

Nachdem ein Muslim beim Obersten Justizgerichtshof in Israel geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv ohne einen muslimischen Gebetsort im Freien habe beten müssen, teilte die Regierung Israels mit, die sechs größten medizinischen Zentren des Landes in Jerusalem, Tel Haschomer, Haifa, Tel Aviv, Beerscheba und Petak Tikva seien angewiesen worden, binnen eineinhalb Jahren Gebetsräume für Muslime einzurichten. Das Gesundheitsministerium hatte sogar bereits 2011 beschlossen, an staatlichen Kranken­häusern Gebetsräume für alle Religionen zu verordnen. Schon vor Einreichung der Klage hätten Kliniken in Haifa und in Tel Aviv muslimische Gebetsräume eingerichtet.

Im Jahr 2016 gewann Lina Mahul, eine 19-jährige Araberin aus der nördlichen Hafenstadt Akko die israelische Ausgabe von „The Voice“.

In Israel herrscht Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit und Wissenschaftsfreiheit. Die größte und einzige Parade für Schwulen und Lesben findet in Israel statt. Egal mit wem man schläft, woran man glaubt und welches Geschlecht man hat, in Israel stehen einem alle Ämter offen.

Im israelischen Fernsehen wurde vor einiger Zeit ein Test mit versteckter Kamera unternommen, um zu schauen, wie die Menschen in Israel auf Diskriminierung reagieren. Ein Tankstellenverkäufer, weigerte sich, Araber zu bedienen. Die Gäste reagierten wie folgt:

Im Gaza-Streifen, in Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben Juden nicht nur keinen Gebetsraum in Krankenhäusern sondern gar keine Aufenthaltserlaubnis. Diese Regionen sind allesamt stolz darauf, „judenrein“ zu sein. Jude sein ist in diesen Ländern und Gebieten schlicht und einfach verboten!

Die Fatah und die Hamas sprechen allen Palästinensern, die sich systemkritisch, schwul, lesbisch, westlich, aufgeklärt oder feministisch geben, die elementarsten Grundrechte ab.

Muhammad Abu Shahala wurde zum Tode verurteilt, weil er sein Haus an einen Juden verkauft hat. Laut einer Regelung der Fatah und der Hamas ist es Palästinensern verboten, Land an Juden zu verkaufen.

Das ist Apartheid! Aber Sigmar Gabriel schweigt. Sein Freund ist involviert! Mit seinem Vergleich hat Sigmar Gabriel jedoch nicht nur Juden und Israelis beleidigt, sondern so ziemlich alle schwarzen Afrikaner. Sein Vergleich ist nämlich rassistisch und verleumderisch.

Die Apartheid war eine Periode der institutionalisierten Rassentrennung in eine „schwarze Rasse“ und eine „weiße Rasse“. Sie endete erst 1994. Sigmar Gabriel setzt mit seinem Vergleich den Staat Israel mit der „weißen Rasse“ gleich und unterstellt somit, es gäbe eine israelische Politik, die auf der Annahme beruht, bei dem Judentum handele es sich um eine „überlegene Rasse“. Dies ist jedoch eine Lüge! In der Unabhängigkeitserklärung von Israel findet sich das genaue Gegenteil:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Der Apartheidvergleich ist somit so falsch, dreist und gemein wie die Behauptung, die erfundenen Protokolle der Weisen von Zion seien eine tatsächlich vorhandene jüdische Verhaltensweise. Noch heute müssen diese erfundenen Protokolle bei Antisemiten aller Schattierungen als Beweis für das angebliche Streben aller Juden nach der Weltherrschaft herhalten. In der arabischen Welt sind diese Protokolle noch heute Bestseller.

Es ist mit den Islamisten wie mit den Nazis: Zwar gab es niemals das Streben einer verschworenen jüdischen Gemeinschaft nach der Weltherrschaft und einer damit verbundenen Unterdrückung des deutschen Volkes, aber die Nazis phantasierten sich dennoch die nach Weltherrschaft strebenden Juden in ihren feuchten braunen Träumen zusammen. Sie lasen und glaubten an „Die Protokolle der Weisen von Zion“, obwohl sie eine Fälschung waren.

Die Protokolle der Wannseekonferenz, auf der die Nazis die weltweite Vernichtung des Judentums planten, waren jedoch keine Fälschung! Die gab es! Millionen Juden fielen diesen Protokollen zum Opfer.

Heute verbreiten Islamisten die Lüge, die israelische Politik hinge einer rassistischen Ideologie der Unterlegenheit von Arabern und Palästinensern an und predigen dabei selbst die Überlegenheit des Islams und leiten aus ihr das Recht und die Pflicht eines jedes Moslems ab, an der Vernichtung aller Juden aktiv teilzunehmen. Es gibt keine rassistische Charta Israels. Die Charta der Hamas aber gibt es und sie sieht die Vernichtung aller Juden vor, predigt Apartheid und fordert den Judenhass.

Und was macht Sigmar Gabriel? Er macht genau das, was gerade er als Deutscher machen muss und beschuldigt die Juden.

Der Apartheid-Vergleich von Sigmar Gabriel ist aber besonders rassistisch, weil er damit erklärt, die Schwarzen zur Zeit der Apartheid Südafrikas seien vergleichbar mit der Horde brutaler und barbarischer Terroristen, die heute die Vernichtung eines ganzen Volkes im Kopf haben und vor keiner Gewalttätigkeit zurückschrecken, um ihren Traum von einer Welt ohne diese Menschen zu realisieren. Nichts anderes fordert heute die Hamas!

Sigmar Gabriel behauptet somit, schwarze Afrikaner seien damals in Häuser von weißen Familien eingebrochen, um dort Kinder und Säuglinge zu ermorden, hätten Busse hochgejagt, um so viele weiße Menschen wie möglich zu töten, hätten zur Pogromen gegen das weiße Südafrika aufgerufen, ihre Kinder zu Hass und Mord auf eine ganze Menschengruppe erzogen und teilweise stündlich mit Raketen und Granaten auf Menschen geschossen, wie es palästinensische Terroristen mit Israel tun.

Im Jahr 2011, nachdem der wahnsinnige Attentäter Breivik in Oslo gemordet hatte, tat sich Sigmar Gabriel mit dieser Aussage hervor:

„In einer Gesellschaft, in der Anti-Islamismus und die Abgrenzung von anderen wieder hoffähig wird, in der das Bürgertum Herrn Sarrazin applaudiert, da gibt es natürlich auch an den Rändern der Gesellschaft Verrückte, die sich letztlich legitimiert fühlen, härtere Maßnahmen anzuwenden.”

Dieser Satz von Sigmar Gabriel darf heute, da in Deutschland wieder Davidsterne vor dem Brandenburger Tor verbrannt, Synagogen angegriffen und Juden auf offener Straße als „Schweine“ bezeichnet werden, deren Tod gefordert wird, auf ihn selber angewendet werden:

“In einer Gesellschaft, in der Anti-Israelismus und die Abgrenzung von anderen wieder hoffähig wird, in der das Bürgertum Herrn Gabriel applaudiert, weil er Israel mit der Apartheid gleichsetzt, da gibt es natürlich auch an den Rändern der Gesellschaft Verrückte, die sich letztlich legitimiert fühlen, härtere Maßnahmen anzuwenden.” 

Veröffentlicht unter Antisemitismus, Deutschland, Israel, Palästina, Politik | Kommentare deaktiviert für Sigmar Gabriel, die Apartheid und ein Lob von der Hamas

Offener Brief an Markus Lanz von Simone Hofmann

Sehr geehrter Herr Lanz,

als treue Zuschauerin Ihrer Sendungen habe ich Sie immer sehr hoch geschätzt. Sie sind doch jemand, der die Dinge gerne beim Namen nennt und kein „Blatt vor den Mund nimmt“. Heute war ich beim Schauen Ihrer Dokumentation über das „Heilige Land“ dann doch negativ überrascht.

Der Teil, in welchem Sie über Gaza berichten, hat viele Dinge nicht gezeigt und viel nicht beim Namen genannt. So wie der Bericht gezeigt wurde, unterstellt er, dass alle Schuld bei den Israelis liegt. Das wird so nicht erwähnt, aber die Berichterstattung lässt einen Zuschauer, der sich nicht so sehr mit dem Thema befasst, das so glauben. Dem ist aber nicht so. Die Sequenz, die bei der Familie mit den kranken Kindern gedreht wurde, zeigte eindeutig Medizin mit hebräischer Aufschrift. Wo kommt diese her? Die Vereinten Nationen und die Europäische Union geben jährlich Milliarden als Unterstützung nach Gaza. Die Energieknappheit resultiert eben nicht daher, dass Israel den Strom abgedreht hat, sondern hat andere Gründe.

Die Hamas und die Palästinensische Automiebehörde konnten sich im April 2017 nicht einigen, wer die Stromrechnung bezahlen soll. Chaos drohte und Krankenhäuser liefen Gefahr, geschlossen zu werden. Die Vereinten Nationen haben dann die Stromrechnung für die in Gaza befindlichen Krankenhäuser bezahlt. Ihre Berichterstattung über Gaza zeigt meiner Meinung nach ein falsches Bild. Warum wurde nicht erwähnt, dass die Situation der Menschen dort so schlecht ist, weil Gelder in dunkle Kanäle verschwinden, Hamas-Funktionäre große Villen besitzen und ein sehr gutes Leben haben – im Gegensatz zur Bevölkerung?

Wenn der Bericht nicht politisch sein sollte, dann hätte er anders sein müssen. So war er politisch und hat Israel zum Sündenbock gemacht. Gaza grenzt auch an Ägypten und dieses Land hat die Blockade nicht aufgehoben.

Die Situation ist sicher für die Bewohner von Gaza schrecklich, aber verschuldet hat diese Situation alleine die Hamas, die als Terrororganisation diktatorisch herrscht. Kriege sind für alle schrecklich, auch für Israel, das sich 2014 mit einem Tunnelsystem konfrontiert sah, welches in das Kernland Israels hineinging und von der Hamas mit Millionen gebaut wurde, Millionen, die doch sicher besser in Schulen, ein Gesundheitssystem und anderen Dingen, die für die in Gaza lebenden Menschen wichtig gewesen wären, investiert worden wären. Dafür war das Geld sicher auch gedacht.

Niemand zwingt die Hamas, Waffen in Schulen zu verstecken und Tunnel zu bauen oder Raketenabschussrampen und Raketen zu kaufen. Das Geld könnte in die Wirtschaft Gazas investiert werden und da Milliarden von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen in den Gazastreifen fließen, erschließt sich mir nicht, warum nicht schon längst eine Wasseraufbereitungsanlage gebaut wurde, die Wasser garantieren und Arbeitsplätze schaffen würde.

Im Übrigen stimmt die Aussage nicht, dass die „Kontrahenten in dem Konflikt die Umwelt vergessen“. Israel bereitet 92 % des Abwassers auf und 75 % des Abwassers werden in der Landwirtschaft wiederverwendet, die höchste Rate in der Welt. Das ist nur ein Aspekt. Israel setzt den Fokus sehr wohl auf den Umweltschutz. Israel ist eines von zwei Ländern in der Welt, in der Wüsten zurückgehen, statt sich weiter auszudehnen. Natürlich hat auch Israel seine Probleme. So ist das Tote Meer tatsächlich zurückgegangen, aber generell zu sagen, dass man den Umweltschutz in Israel außer Acht lässt, ist einfach so nicht wahr.

Eine objektive Berichterstattung über Gaza findet im Deutschen Fernsehen leider nicht statt. Den Bewohnern geht es schrecklich und die Not ist groß. Gelder fließen genug – nur wohin? Diese Frage müsste man sich bei Reportagen über Gaza zuerst stellen. So viel Not hätte schon längst gelindert werden können, wäre die Unterstützung von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen richtig eingesetzt worden. Stattdessen baut man lieber Tunnel und kauft Waffen und die Bevölkerung lebt in schlimmsten Zuständen.

Würde die Hamas das ändern, was sie ganz leicht könnte, tja, dann hätte man den Sündenbock Israel nicht mehr. Eine ganz einfache Rechnung auf Kosten der Bevölkerung von Gaza und alle fallen drauf rein – schade. Von Ihnen hätte ich einfach eine objektive Berichterstattung erwartet.

Ihnen und Ihrer Familie ein Frohes Fest und ein gutes Neues Jahr.

Simone Hofmann

***

Sollte Ihnen dieser Artikel gefallen haben, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal. Schreiben Sie als Verwendungszweck gerne den Namen der Autorin. Sie wird dann davon profitieren.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

(TINSH)

Veröffentlicht unter Fremde Feder | Kommentare deaktiviert für Offener Brief an Markus Lanz von Simone Hofmann

Werde Mitglied im Artikel 5 Club

Ich lebe lieber in einem Land, in dem Gott, der Präsident und eine Fahne geschmäht werden dürfen, es aber wenige tun, als in einem Land, in dem es verboten ist, sich aber unzählige Unterdrückte danach sehnen, es zu können! Der Staat hat nicht zu entscheiden, was ich über Gott, einen Präsidenten, eine Fahne, ein Land, einen Propheten, einen Bürger oder eine Bürgerin sage. Sämtliche Gesetze, die einem Staat die Macht geben, darüber zu entscheiden, was angemessene Meinung ist, werden letztendlich missbraucht. Kein Staat darf Menschen verbieten, ihre Gedanken auszusprechen! Und ja, es gibt widerliche Gedanken, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Ich bin Mitglied im Artikel 5 Club!

Dieser Club kennt nur eine Aufnahmeregel: Verteidige das Recht einer Person, deren Meinung Du verabscheust, ihre Meinung sagen zu dürfen. Es darf aber keine Meinung sein, die Du nur blöd findest oder wo Du lediglich eine andere Meinung hast, nein, es muss eine Meinung sein, die Dein Blut zum Kochen bringt! Die Meinung muss Dich richtig anekeln und Dir Angst machen.

Oft höre ich, Meinungsfreiheit schließe keine Hassreden und Falschaussagen ein, aber genau das tut sie. Es ist die exakte Definition von Meinungsfreiheit, dass auch falsche Meinungen geäußert werden dürfen. Es gibt kein Zuviel an Meinungsfreiheit. Entweder gibt es Meinungsfreiheit oder es gibt sie nicht. So einfach ist das!

Es gibt jedoch ein Zuviel an Angst und ein Zuviel an Beleidigtsein. Gegen Meinungen, die schmerzen, mögen sie nun schmerzen, weil sie wahr sind oder weil sie unwahr sind, hilft als Sofortmaßnahme ein einfaches Weghören und auf längere Sicht die Gegenrede als zivilisierte Form der Verteidigung.

Wer glaubt, ein Mensch sei eine Gefahr, weil er spricht, glaubt auch, eine Frau sei eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus geht. Die Zensur ist für die Redefreiheit das, was der Schleier für die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte, so wie jeder Mensch selbst entscheiden darf, ob und zu was er schweigen will. Es darf keinen Zwang geben, weder für den Schleier noch für den Mantel des Schweigens. Meinungsfreiheit gilt auch für die Hassrede. Sonst müsste der Koran schon längst verboten worden sein, denn da stehen einige deutliche Aufrufe zur Gewalt drin.

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie gingen in eine Kneipe und da säße ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen und er würde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrüßen, weil das unter Hassrede fällt. Sie würden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie plötzlich merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden oder ihn blockieren. Um aber entscheiden zu können, ob ich jemanden ignorieren oder blockieren möchte, muss ich ihn zunächst erkennen können.

Reden lassen und Zuhören ist ein präventiver Schutzmechanismus. Nur so lerne ich das Innere eines Menschen kennen und kann rechtzeitig entscheiden, ob ich mich vor ihm schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden.

Andere Meinungen auszuklammern, ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen.

Das Verbieten von Meinungen ist ein Präventivschlag, ein Kampf gegen eine Zukunft, die aus der eigenen Angst konstruiert wurde. Wer Meinungen verbietet, nimmt andere Menschen als Geisel der eigenen ängstlichen Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht.

Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden. Der Mensch, der in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt für ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf. Das Messer in der Hose eines Mannes verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird.

Die Nazis wurden groß in einer Welt, in der es kein Internet gab. Meinungsfreiheit ist nicht das Problem, im Gegenteil: Eine der ersten Aktionen der Nazis, nachdem sie die Macht dazu bekommen hatten, bestand darin, Meinungen zu kriminalisieren und Kunst zu verbieten.

Deshalb ist ein Staat, der Zensur übt, immer schlimmer als ein Arschloch, das menschenfeindliche Scheiße redet.

Veröffentlicht unter Liberalismus | Kommentare deaktiviert für Werde Mitglied im Artikel 5 Club

Warum so einseitig, Markus Lanz?

Im Jahr 2017 machte sich Markuz Lanz gemeinsam mit Pater Nikodemus auf die Spuren Jesu. Heraus kam ein erschreckend einseitiger Bericht gegen Israel, der Juden immer wieder als Störenfriede darstellte.Die Reise wurde an Weihnachten 2017 unter dem Titel „Mit Markus Lanz im Heiligen Land“ im ZDF gesendet. Es war ein Tiefpunkt der neueren deutschen Fernsehgeschichte.

Die Reise begann in Jesus‘ Geburtsort Bethlehem. In der Geburtskirche fiel Markus Lanz auf: „Man sieht ja ganz viele Muslime hier.“ Markus Lanz fiel jedoch nicht auf, dass er keine Juden sah. Jedenfalls erwähnte er es nicht.

Juden werden in Bethlehem verfolgt. Würden die Juden Maria und Josef heute leben, wäre Bethlehem für sie kein sicherer Ort. Bethlehem ist heute ein Ort des Judenhass. Diese Wahrheit erzählte Markus Lanz nicht.

Stattdessen nahm sich Markus Lanz sehr viel Zeit, um die Mauer zu kritisieren. Diese Mauer sorgt dafür, dass der in Bethlehem gelebte mörderische Judenhass nicht nach Israel gelangen kann. Seitdem die Mauer errichtet wurde, sind die Selbstmordanschläge in Israel, begangen von Terroristen, die in den Gebieten der palästinensischen Autonomie erzogen wurden, gen Null gegangen. Diese Mauer, die das Leben von Juden schützt, kritisierte Markus Lanz:

„Die Isolation durch die Mauer ist Nährboden für Frustration und Aggression. Kinder werden früh radikalisiert. Seit der ersten Intifada, dem ersten Aufstand gegen die israelische Besatzung, stehen bei den Protesten immer wieder auch Kinder an vorderster Front.“

Die Intifada als „Aufstand gegen die israelische Besatzung“ zu bezeichnen, ist eine krasse Verharmlosung. Die Intifada ist kein Aufstand. Sie ist ein Pogrom!

Die Intifada begann kurz bevor sich die Hamas gründete. In der Gründungscharta der Hamas vom 18. August 1988 steht, dass alle Juden weltweit vernichten werden sollen (Artikel 7) und dass es keinen Frieden mit Israel geben darf (Artikel 13). Minister der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf, die sie öffentlich als Ungeziefer und Bakterien bezeichnen, deren Kehlen durchgeschnitten und Familien ermordet gehören. Diese Reden zur Vernichtung der Juden werden in Schulen, Moscheen, auf Marktplätzen und im Fernsehen gehalten.

Die Kinder Gazas werden dazu erzogen, Juden zu hassen. In den Schulen und im Kinderfernsehen wird gelehrt, Juden seien keine Menschen und es mache Spaß, sie zu töten. Sie lernen Lieder, in denen die Vernichtung von Juden gefeiert wird und lernen Gedichte auswendig, in denen es heißt, Juden seien die größte Plage der Welt und gehörten ausgerottet. Eltern erklären ihren Kinder, sie seien stolz, wenn sie als Selbstmordattentäter Juden töten. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

All dies erfuhr man in dem Reisebericht nicht. Stattdessen besuchte Markus Lanz das Arafat Museum, benannt nach dem Gründer der judenfeindlichen Fatah, der als Terrorist an mehreren Judenmorden beteiligt war. In diesem Museum, das den Krieg gegen Israel und Juden feiert, traf Markus Lanz Ramzi Aburedwan. Als Kind wurde er derart zum Hass erzogen, dass er Steine auf Menschen warf, einzig und allein weil sie Israelis und Juden waren.

Markus Lanz ließ Ramzi Aburedwan ausgiebig erzählen, dass Steine auf Israelis werfen das gleiche Gefühl der Freiheit vermittelt wie Geige spielen. Er erzählte Horrorgeschichten von mordenden Juden. Verifiziert wurde keine diese Horrorgeschichten. Markus Lanz hörte andächtig zu als in einem Museum, das nach einem Judenhasser benannt ist, Schauermärchen über Juden erzählt wurden.

Kein Juden kam in Bethlehem zu Wort.

Nach Bethlehem reiste Markus Lanz nach Nazareth. Dort erklärte er: „Hier leben Muslime, Christen und Juden zusammen ohne trennende Mauern.“ Er erklärte jedoch nicht, warum es dort keine Mauern gibt. Dabei ist der Grund ganz einfach: Nazareth liegt in Israel und dort herrscht Religionsfreiheit.

In Bethlehem wird der Judenhass gepredigt und gefördert, in Nazareth aber gilt die israelische Unabhängigkeitserklärung. Dort steht:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

In Israel werden Kinder nicht zum Hass erzogen. Muslime, Christen und Juden sind in Israel gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger des Landes. Es braucht keine Mauern in Nazareth, da dort keine Terroristen erzogen werden wie in Bethlehem. All das erfährt man in dem Reisebericht nicht.

Markus Lanz ließ nur negative Geschichten über Israel zu, während über die arabische Seite überwiegend positiv berichtet wurde. In Gaza ließ Markus Lanz Teshreen Sami Sultan von Gaza Sky Geeks zu Wort kommen. Sie durfte sich ausgiebig über die vermeintlichen Aggressionen Israels äußern. Das Unternehmen Gaza Sky Geeks stellt Computerspiele her. Was für Computerspiele, das erfuhr man nicht.

Das Ziel eines der dort produzierten Spiele ist es, Mauern und Trennwände zu errichten, damit die Blicke von Männern nicht auf Frauen fallen können. Bei solchen Ideen für Computerspiele wundert es nicht das in dem Unternehmen in Gaza, die Frauen entweder Kopftuch tragen oder vollverschleiert sind. In Gaza herrscht Geschlechterapartheid. Das erwähnte Markus Lanz nicht.

Homosexuelle werden in Gaza verfolgt und getötet. Zudem ist der Gazastreifen „judenrein“. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Das erwähnte Markus Lanz nicht.

In Gaza wird alles verfolgt, was nicht in die frauen-, juden- und homosexuellenfeindliche Ideologie der islamfaschistischen Hamas passt. Diese Hamas hat seit Januar 2010 über mehrere Tausend Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Die Raketen werden in Richtung von israelischen Schulen, Kindergärten, Synagogen, Moscheen, Kirchen und Krankenhäusern abgefeuert. Der einzige Grund, warum dieser Bombenhagel nicht zum Völkermord führt, ist der Verteidigungsanlage von Israel geschuldet. Sie ist die beste Verteidigungsanlage der Welt. Die deutliche Mehrheit aller Rakten konnten abgefangen werden.

Im Gazastreifen kommen deutlich mehr Menschen um. Das heißt aber nicht, dass Israel bösartiger ist. Die Hamas ist lediglich schwächer. Schwäche ist jedoch keine moralische Eigenschaft! Schwäche ist gut, wenn es jene trifft, die morden wollen!

Israel versucht, soviele zivile Tote wie möglich zu vermeiden. Das ist jedoch sehr schwer, weil die Hamas ihre Waffen und Raketen in Kindergärten, Moscheen und Krankenhäuser lagert und die Zivilbevölkerung ganz bewusst als Schutzschild für ihre Waffen missbraucht. Israel nutzt Waffen, um die Bevölkerung zu schützen, die Hamas jedoch benutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen. Die Hamas wirft ihre Kinder vor Raketen und fesselt das eigene Volk an Bomben. All das erfuhr man in dem Reisebericht nicht.

Markus Lanz verschwieg all die Mauern des Juden- und Frauenhasses, die überall in Gaza errichtet werden. Er schwieg zu den Mauern der Todeszellen, in denen Homosexuelle und Andersgläubige auf ihre Hinrichtung warten. Er schwieg zu den Mauern aus Stoff, die über Frauen geworfen werden, um sie auszugrenzen. Stattdessen kritisierte er den Grenzzaun, der Juden davor schützt, ermordet zu werden.

Das macht Sinn, wenn man nicht weiß, was für ein Judenhass in Gaza herrscht, gepredigt und gefördert wird. Markus Lanz sorgt mit seinem Schweigen dafür, dass man all dies nicht erfährt. Stattdessen erklärt er, das Durchschnittsalter im Gazastreifen sein 18 und erklärt, „eigentlich ein riesiges Potential.“ Das dieses Potential aus Kindern besteht, die in den Schulen und im Fernsehen zum Judenhass erzogen wurde, erfährt man nicht. Markus Lanz schweigt über all den Hass und die Gewalt gegen Juden.

Stattdessen fand er Zeit, über einen Anschlag jüdischer Extremisten auf die Kirche der Brotvermehrung zu berichten. Markus Lanz schwieg über den arabischen Terror, aber die Geschichte über terroristische Juden breitete er genüsslich aus. Dabei verschwieg er, dass der islamische Terror von der arabischen Seite unterstützt und gefördert wird, während der jüdische Terror von der israelischen Seite verurteilt wird. Sämtliche Israelische Politiker distanzierten sich von dem Brandanschlag. Die Behörden ermittelten gegen die Terroristen und verurteilten sie.

Die Fatah und die Hamas jedoch feiert und fördert ihre Terroristen. Wer Juden ermordet bekommt von der Fatah und der Hamas Prämien und Renten. Die Terroristen in Israel jedoch kommen in den Knast. Diesen wichtigen Unterschied erfuhr man von Markus Lanz nicht. Bei so viel Ignoranz gegen Juden wundert es nicht, dass Markus Lanz über die Ruine einer Synagoge in Kafarnaum sagte: „Das Gebäude ist mit reichen Reliefs geschmückt, darunter auch der Davidstern, heute Symbol für den Staat Israel.“

Markus Lanz erklärte ein Pentagram zum Davidstern. Bei all dem, was sich Markus Lanz in diesem Reisebericht erlaubt hatte, war dies der kleinste Fehler.

Veröffentlicht unter Deutschland, Israel | Kommentare deaktiviert für Warum so einseitig, Markus Lanz?

Das fürchterliche Wort „Beziehungstat“

Das Wort „Beziehungstat“ verharmlost alle terroristischen Taten, die im Rahmen von Sexismus begangen werden. Sexismus ist neben Rassismus, Judenfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit ein Hass. Er darf nicht verdrängt werden.

Es gibt organisierten Sexterror, wie in der Silvesternacht 2015 in Köln, staatlichen Sexterror, wie beim Kopftuchzwang und privaten Sexterror, wie die sogenannten Ehrenmorde. Wer sexualisierte Gewalttaten als „Beziehungstaten“ herunterspielt, leugnet so den Terror gegen Frauen, der die gesamte Gesellschaft durchzieht und in vielen, oft religiös definierten Kulturen, zum Alltag gehört. Das Ziel des sexistischen Terrors ist es, bei Frauen Angst und Schrecken zu verbreiten.

Der Münchner Sozialpädagoge Andreas Dexheimer jedoch verharmlost den Terror. Im Focus erklärt er auf die Frage, ob das Frauenbild des jungen Mannes, der in Kandel eine junge Frau abgestochen hat, für seine Tat eine Rolle gespielt hat, wie folgt:

„Ich denke nicht, dass es irgendeine Rolle gespielt hat. Denn grundsätzlich ist das Frauenbild von jungen Afghanen von Wertschätzung geprägt. Die Mutter hat in der Familie die Hosen an. Diese Wertschätzung gilt ebenfalls jüngeren Frauen oder Gleichaltrigen.“

1936 hätte dieser Sozialpädagoge vermutlich folgendes über die Hitlerjugend geschrieben: „Das Judenbild dieser jungen Deutschen ist von Wertschätzung geprägt. Juden haben in der Finanzwelt die Hosen an.“ Was immer Andreas Dexheimer studiert hat, in der Zeit hat er offensichtlich erfolgreich den Hass verdrängt, der sich in diesen zwei Sätzen manifestiert:

„Alles Fotzen außer Mutti!“
„Ich habe nichts gegen Juden, einige meiner besten Freunde sind Juden.“

Ein Judenhasser, der Juden als Freunde hat, mag diese Juden nur solange, wie sie ihren Platz in der durch Judenhass geprägten Gesellschaft kennen und akzeptieren. Ebenso ist es mit Frauen in sexistischen Gesellschaften. Solange sie ihre Stellung akzeptieren, werden sie geliebt. Ein Frauenhasser schläft sogar mit Frauen, oft zahlt er sogar dafür.

Grundsätzlich sind alle Erklärungsversuche von Andreas Dexheimer, den Hass frauenfeindlicher Gewalttäter zu erklären, durchtränkt von der Weigerung, Sexismus mit in die Gleichung zu nehmen. Wenn er zum Beispiel erklärt, junge Afghanen seien in Gewalt aufgewachsen und hätten diese Gewalt zu Hause von der Taliban und auf der Flucht von Mitflüchtlingen erlebt, dann unterschlägt er, dass Frauen ebenfalls in diesem Klima der Gewalt aufgewachsen. Dennoch ticken deutlich weniger Frauen aus. Andreas Dexheimer erklärt:

„Viele entwickeln eine posttraumatische Belastungsstörung. Sie leben in der Sorge um ihre Existenz, sind schreckhaft, ängstlich, angespannt.  Zudem ist die Lage von allen afghanischen Flüchtlingen hochproblematisch, da sie wissen, dass sie kaum eine längerfristige Bleibeperspektive haben. Sie haben Angst, dass sie das Land bald verlassen müssen.“

Wenn das erklären soll, warum junge Männer ausrasten und zur Gewalt greifen, warum gilt diese Erklärung dann nicht auch für junge Frauen? Man kann dieses Phänomen natürlich auf die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen schieben, aber diese Erklärung unterschlägt, dass dieses Phänomen nicht nur zwischen Männern und Frauen auftaucht. Juden zum Beispiel wurden jahrhundertelang in Europa brutal verfolgt. Dennoch hat sich in Europa niemals ein jüdischer Terrorismus entwickelt, der auch nur vergleichbar wäre mit dem islamischen Terrorismus wie wir ihn heute erleben. Wenn man Juden erlauben würde, ihren Hass so zu verarbeiten, wie es bei Muslimen nur allzu oft toleriert wird, dürfte Israel heute sowohl die europäische als auch die arabische Welt auslöschen und Andreas Dexheimer würde entschuldigende Worte dafür finden.

Jeder Versuch einer Erklärung des islamischen Terrors durch den Hass, den Muslime erfahren, unterschlägt die Tatsache, dass Juden krasseren Hass erleben mussten und immer noch erleben müssen, ohne zu vergleichbarem Terror und Gewalt zu greifen. Es muss somit irgendwas in der jüdischen Philosophie geben, das in der islamischen Philosophie nicht so sehr zur Entfaltung gelangen konnte. Wer nun aber behauptet, das läge an biologischen Unterschieden zwischen Juden und Muslimen, ist ein Rassist. Muslime sind weder dümmer noch klüger als Juden. Alle Menschen sind in der Lage, die Welt zu erfahren und zu erklären. Muslime können von Juden lernen, so wie Juden von Muslimen lernen können.

Wer glaubt, es gäbe biologische Unterschiede, die Männer weniger vernünftiger machen als Frauen, ist ein Sexist. Männer können von Frauen lernen. Die erste Lektion ist es, sexualisierte Gewalt gegen Frauen nicht weiter zu marginalisieren und zu verharmlosen. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist Terror. Dieser Terror taucht in allen Gesellschaften und Kulturen auf. Alle Kulturen sind in der Lage, gegen diese Gewalt zu wirken. Alle Kulturen sind aber auch in der Lage, diese Gewalt zu ignorieren, zu tolerieren oder gar zu fördern. Zur Zeit zeigen sich viele islamische Gesellschaften als sehr anfällig für sexistischen Terror.

Vergewaltigungen können jede Frau treffen. Das ist Terror! Jeder Mord, resultierend aus der Weigerung der Frau, Besitz zu sein, ist Terror, unabhängig von der Ideologie des Täters. Menschenhandel ist Terror!

Terror agiert auch und vornehmlich sexistisch und in seiner sexistischen Form wird er sogar hier und da durch Staaten gefördert. Es darf nicht sein, dass Opfer dieses Terrors einfach nicht als Opfer von Terror anerkannt werden, nur weil es angeblich irgendeine Definition verwässern soll. Welche Definition eigentlich?

Den Sex-Terror als solchen zu bezeichnen und zu verurteilen, muss eine Selbstverständlichkeit sein, egal woran man selbst glaubt.

Veröffentlicht unter Feminismus | Kommentare deaktiviert für Das fürchterliche Wort „Beziehungstat“