Tapfer im Nirgendwo – Faktencheck

Was die öffentlich-rechtlichen Senderanstalten können, kann mein Blog alle Mal. Tapfer im Nirgendwo präsentiert einen Faktencheck zu einigen Dokumentationen und Berichten, die von öffentlich-rechtlichen Sendern veröffentlicht wurden, obwohl sie einige handwerkliche Mängel aufwiesen. Allerdings gab es im Nachhinein niemals eine Diskussion über diese Fehler. Es gab auch keine lang und breit erklärten Distanzierungen der Programmchefs. Gegen Juden und Israel ist eben immer noch etwas mehr möglich als gegen andere Menschen und Länder. Und alles ist selbstverständlich brav durch Gebühren finanziert. Mein Faktencheck ist spendenfinaziert.

Tapfer im Nirgendwo – Faktencheck:

Anfang Juli 2016 behauptete das Magazin ZDF heute+, jüdische Kinder in Israel würden dazu erzogen, Palästinenser zu töten.

„Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten – und zu töten.“

Auf Nachfrage von mir erbrachte das Magazin keinen einzigen Beweis für die Behauptung und löschte den Vorwurf einfach. Der Bericht hatte jedoch tagelang die Welt vergiftet. Nachdem ich diese Lüge thematisierte hatte, änderte das ZDF seine Behauptung und erklärte:

„Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten.“

Damit machte das ZDF jedoch alles noch viel schlimmer! In der erster Version der Schlagzeile war schließlich neben der Lüge über Israel auch eine wahre Aussage enthalten. Zwei Aussagen steckten der der Urversion. Erstens: Israelische Kinder sollen dazu gebracht werden, Palästinenser zu verachten – und zu töten. Zweitens: Palästinensische Kinder sollen dazu gebracht werden, Israelis zu verachten – und zu töten. Die erste Aussage war eine Lüge. Die zweite Aussage jedoch nicht! Das ZDF löschte jedoch beide Aussagen. Da ich mich mit dieser Löschung nicht zufrieden geben wollte und schrieb an die Redaktion des ZDF: „Welche Grund hatte heuteplus dafür zu behaupten, dass an israelischen Schulen Kindern das Töten von Palästinensern beigebracht wird?“

Die Redaktion des ZDF reagierte mit diesen Worten:

„Besten Dank für Ihre Post und die Kritik an dem „heute+“-Beitrag, die wir sehr ernst nehmen. Wir haben die unangemessen verkürzte und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung auf Facebook und in der Beschreibung des Mediatheks-Videos unmittelbar entfernt. Wir bedauern natürlich sehr, wenn sich durch die ursprüngliche Formulierung jemand verletzt fühlte. Die Korrektur war vor allen Dingen deshalb notwendig, weil im Beitrag selbst tatsächlich das eine nicht mit dem anderen gleichgesetzt wird: Die Autorin geht mit dem Thema differenziert um und zeigt, wie palästinensische Kinder schon im Kinderfernsehen zu Messerangriffen ermuntert werden oder im Gazastreifen im Kindertheater Tunnelbau, Hass und Krieg gegen Israel propagiert werden. Der Film beschreibt aber auch, dass für israelische Jugendliche Palästinenser teilweise als Problem dargestellt werden, als Flüchtlinge, Bauern und Menschen, mit welchen kein Frieden zu haben ist.“

Ich antwortete:

„Sie sprechen von einer „unangemessen verkürzten und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung“. Nein! Die Formulierung ist nicht verkürzt. Sie ist falsch. Falsch! Sie wissen schon: das Gegenteil von Richtig! An israelischen Schulen wird nicht systematisch wie an palästinensischen Schulen das Töten von Menschen gelehrt! Sie sagen, Sie bedauern, wenn sich durch Ihre Formulierung jemand verletzt fühlt. Sie haben nicht nur Gefühle verletzt. Durch Ihre Formulierung wurden Vorurteile und Hass geschürt. Bedauern Sie das auch? Unabhängig davon, ob Sie es bedauern, Sie haben Schaden angerichtet!“

Das ZDF reagierte kurz:

„Wir haben in unserer Antwort unser Bedauern zum Ausdruck gebracht, und wir haben Ihnen mitgeteilt, dass wir die von Ihnen angesprochene Passage auf dem Facebook-Post und in der Beschreibung des Mediathek-Videos korrigiert haben. Und wir haben Ihnen geschrieben, dass wir im Beitrag das eine nicht mit dem anderen gleichgesetzt haben. Wir haben also durchaus auf Ihre Kritik regiert.“

Ich schrieb zurück:

„Ihr Bedauern habe ich zur Kenntnis genommen, möchte jedoch betonen, was Sie genau bedauern. In Ihrer ersten Reaktion schreiben Sie: „Wir bedauern natürlich sehr, wenn sich durch die ursprüngliche Formulierung jemand verletzt fühlte.“ Sie bedauern also mein Gefühl, nicht Ihre Tat. Mein Gefühl braucht aber kein Bedauern! Es ist eine ganze natürliche Reaktion auf Ihre Lüge, die in meinen Augen eine der schlimmsten öffentlich-rechtlichen Verleumdungen von Juden der jüngeren deutschen Geschichte darstellt.“

Die Blindheit des ZDF gegenüber dem Hass gegen Juden, der überall in der arabischen Welt gepredigt wird, ist atemberaubend. Im arabischen Fernsehen ruft das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden und Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wurde zur besten Sendezeit gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Dieser Hass ist real! Er findet sich nicht nur auf einer Seite. Das ZDF löschte jedoch sowohl die Lüge, in Israel gäbe dieses Hass, als auch die vollkommen korrekte Aussage, dass es diesen Hass gegen Israel und Juden gibt. Wenn Juden nicht zu Hass erziehen, dann ist die Tatsache, dass zum Hass gegen Juden und Israelis erzogen wird, für das ZDF offensichtlich keine Nachricht wert.

Wer diesen Hass in Schulen und Kindergärten leugnet, wird blind für Judenhass. Es wundert daher nicht, dass das Magazin ZDF heute+, nachdem wieder ein kleines Mädchen zur Terroristin geworden war, am 26. Mai 2016 ganz naiv die Frage stellte: „Wollte die 12-jährige Dima töten?“

So schrecklich es klingt, die Antwort lautet: Ja, Dima will Juden töten! Sie „will“ es, weil sie von ihren Eltern, Lehrern und religiösen Führern, seelisch, religiös und nicht selten sexuell missbraucht wurde, so dass der letzte Funken kindlicher Neugier und Liebe in ihr erstickt wurde. Zurück blieb ein zerstörtes Wesen, bereit zu töten!

Im Gazastreifen herrscht die Hamas. Sie missbraucht Kinder als Schutzschilde für ihre Waffen, die sie nutzen, um Artikel 7 der eigenen Gründungscharta zu befolgen, wo die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit gefordert wird. Die Kinder, die sterben, weil sie von der Hamas in den Kugelhagel geworfen wurden, werden nicht selten Israel zu Last gelegt, was zeigt, wie pervers die Situation geworden ist.

In dem ganzen Bericht um die kleine Dima erwähnte das ZDF die programmatische Erklärung zur Vernichtung des jüdischen Volks nicht ein einziges Mal! Stattdessen wurden in dem Bericht Israelis angeklagt, die sich gegen den Judenmord wehren. Die Hamas will Israel vernichten und opfert dafür das eigene Volk. Israel versucht jedoch, so viele Tote wie möglich zu vermeiden und weint über jedes tote Kind. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir hat es in wenigen Worten auf den Punkt gebracht:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Das ZDF ließ ebenfalls die Eltern der Kindersoldatin zu Wort kommen. Sie wurden jedoch nicht gefragt, warum sie die eigene Tochter nicht vor dem Hass bewahren. Stattdessen durften sie gegen Israel wettern. Am Ende zeigte das ZDF, wie das Mädchen gefeiert wird. Spätestens hier wäre es angebracht gewesen zu erwähnen, dass die Familien von Terroristen und Judenmördern von der Hamas und der Fatah fürstlich belohnt werden, nicht selten mit Geldern aus Deutschland, aber das ZDF schwieg. Das ZDF erwähnte nicht, dass eine arme Familie nur eine Tochter braucht, die Juden absticht, damit ihre Armut gemindert wird!

Der Hass gegen Juden wird überall gepredigt, aber das ZDF schweigt dazu. Schweigen, wenn es um Judenhass geht, hat in Deutschland Tradition. Das ZDF führt im Grunde nur eine lange deutsche Tradition fort. In diesem Video zum Beispiel sagen Menschen folgende Dinge in die Kamera:

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“

„Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

All diese Videos sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom. Sie sind Alltag! In dem Bericht über die kleine Kindersoldatin Dima hätte ZDF heute+ diesen Hass erwähnen müssen. Das ZDF aber schwieg! Dieses Schweigen ist in etwa so, als hätte das ZDF einen Bericht über die Hitlerjugend gemacht mit der Frage: „Wollte der 12-jährige Herrmann töten?“

Am 15. Mai 2017 haute das ZDF diese Nachricht raus:

„Nach unterschiedlichen Schätzungen wurden 700.000 Palästinenser vertrieben.“

Ich stellte dem ZDF daraufhin diese Fragen:

Da sie als öffentlich-rechtliche Anstalt gewiss niemals Fake News verbreiten würden, möchte ich Sie fragen, woher Sie die Information haben, im Jahre 1948 seien 700.000 Palästinenser vertrieben worden. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich was anderes. Dort steht:

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte.

Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges zur totalen Vernichtung Israels und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die „israelreine“ Region zurückkehren, verließen (laut meinem Geschichtsbuch) rund 500.000 Menschen ihre Heimat. Sie wurden somit nicht dazu gezwungen, jedenfalls nicht von Israel. Sie gingen in der Gewissheit, das jüdische Volk würde vernichtet werden und in der Absicht, der Vernichtung der Juden nicht im Wege zu stehen. Sie wollten nicht zu einem Kollateralschaden des arabischen Holocaust werden.

Die arabische Welt plante einen Holocaust an Juden und holte sich dafür Wissen von den Experten im organisierten Judenmord. Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Muhammad Amin al-Husseini und der Führer von Nazideutschland, Adolf Hitler in Berlin. Es ging um die “Endlösung der Judenfrage”. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt von diesem Bauplan zur Judenvernichtung gewesen sei.

Das alles steht in meinem Geschichtsbuch. Sie sagen nun aber, dass das nicht stimmt und sprechen stattdessen von einer Vertreibung der Palästinenser. Sagen Sie mir bitte, wie diese Vertreibung ausgesehen hat und auf welche Quellen Sie sich berufen. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich, dass die Araber nicht vertrieben wurden, sondern dass Israel im Gegenteil den Arabern sogar angeboten haben soll zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis.

Das heißt nicht, dass es keine Vertreibung gab. Es wurden Menschen vertrieben. Die Vertriebenen waren jedoch Juden!

Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während somit in Israel heute 190% so viele Araber leben wie 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist interessant, dass in diesem Zusammenhang sehr oft von Vertreibung und Völkermord die Rede ist, damit allerdings nicht die fast vollständige Vertreibung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel.

Was geschah mit den 850.000 vertriebenen jüdischen Flüchtlingen? Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause! Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 arabischen Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen Flüchtlinge geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute Bürgerrechte besitzen, sind die 1,25 Millionen israelischen Palästinenser.

Die palästinensischen Flüchtlinge sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, ein Hochkommissariat der Vereinten Nationen, das mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftrag ist, bleibt die UNRWA bestehen.

Der Grund dafür ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Palästinenser in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt: Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die palästinensischen UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus. Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können palästinensische Flüchtlinge laut UNRWA Flüchtlinge gebären. Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge in ihrem Gastland. Zudem erhält die UNRWA mehr finanzielle Unterstützung von der UN als der UNHCR und beschäftigt deutlich mehr Mitarbeiter.

Während also der UNHCR mit weit weniger Mitteln erträgliche Lösungen für zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, konnte die UNRWA bisher mit deutlich mehr Mitteln keinem einzigen palästinensischen Flüchtling zu einer Staatsbürgerschaft verhelfen. Im Grunde gibt es bisher nur ein einziges Gebilde, das dafür sorgt, dass Palästinenser Menschen mit Bürgerrechten werden: Israel! Es ist das einzige Land im Nahen Osten, das die Menschenrechte der Palästinenser garantiert.

1,25 Millionen arabische Israelis gibt es bisher. Was aber ist aus den 500.000 Arabern geworden, die Israel verlassen haben? Sie leben in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben. Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge, die nicht das Glück haben, zu den 1,25 Millionen Palästinensern zu gehören, die in einem Land leben, das mit ihrem Wunsch auf Freiheit verbündet ist: Israel!

Bis auf Israel scheint sich niemand wirklich um das Wohl der Palästinenser zu sorgen. Warum? Welches Interesse können die arabischen Länder haben, Palästinenser zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen? Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UN sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Wem diese Forderung zu radikal ist, der muss eingestehen, dass sie ebenso radikal ist, wenn es um palästinensische Flüchtlinge geht. Die ständige Rede von palästinensischen Flüchtlingen ist nichts als pure Einseitigkeit, die jedoch leider zum Mainstream geworden ist. Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt nur einer Gruppe: den Feinden Israels. Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.'“

Das ZDF beteiligte sich daran, diese Wunde offen zu halten und übernahm sogar die judenfeindliche Propaganda und behauptete:

„Diese Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser.“

Ja, die Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser; sie wurden jedoch bewusst verlassen, um der Vernichtung von Juden nicht im Wege zu stehen. Was ist eigentlich mit den Schlüsseln all der 850.000 Juden, die tatsächlich vertrieben wurden? Die zeigt das ZDF nicht. Neutralität und Objektivität scheint in der öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht gefragt zu sein. Ich stellte daher dem ZDF die Frage: „Wie kommen das ZDF dazu, von vertriebenen Palästinensern zu sprechen? Bitte erklären Sie Ihre Wortwahl, denn entweder stimmt mein Geschichtsbuch nicht oder Sie haben eine Lüge über Israel verbreitet. Dann aber frage ich: Warum?“

Ich erhielt keine Antwort auf meine Fragen. Bei dem ZDF scheine ich es nicht mehr wert zu sein, eine Antwort zu erhalten. Dafür erklärte der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist (CDU), die ARD verbreite Propaganda:

„Ein so einseitiger Bericht ist eben keiner, sondern kritiklose Übernahme von Propaganda. Leider ist die ARD in den letzten Jahren immer wieder mit solchen einseitigen Darstellungen in Erscheinung getreten.“

In dem Bericht über die Wasserversorgung in den palästinensischen Autonomiegebieten wurde behauptet, Israel sei verantwortlich für den Wassermangel in diesen Gebieten. Es wurde behauptet, „dass Palästinenser keine Baugenehmigungen für Brunnen erhielten, um sich selbst zu versorgen.“ Es wurde jedoch verschwiegen, dass Israel dies nur tut, um Trinkwasser für alle Menschen in der Region zu retten. Als sich nämlich im Jahr 2005 Israel komplett aus dem Gazastreifen zurückzog, fielen dort auch die Kontrollen weg, was dazu führte, dass jeder nach Wasser bohrte und so das Grundwasser in Gaza schnell sank. Dadurch floss dann Salzwasser aus dem Mittelmeer nach, was dazu führte, dass heute 95% des Süßwassers im Gazastreifen ungenießbar ist. Damit die Bürger im Gazastreifen nicht verdursten, pumpt Israel jetzt Trinkwasser in den Gazastreifen, obwohl Israel das nicht müsste, da die Regierung von Gaza Krieg führt gegen Israel und erklärt, alle Juden weltweit vernichten zu wollen und keinen einzigen Juden im Gazastreifen erlaubt. Welches Land der Welt pumpt auf eigene Kosten Trinkwasser in das Land seiner Feinde?

In dem Bericht wurde jedoch nicht nur verschwiegen, sondern auch ganz klar gelogen. In den sogenannten A und B Gebieten ist nämlich die palästinensische Autonomie verantwortlich für die Wasserversorgung und nicht Israel. Nur in dem sogenannten C Gebiet ist Israel verantwortlich und natürlich versorgen die Israelis zunächst ihre eigenen Leute. Da die palästinensische Autonomiebehörde nicht demokratisch konstituiert ist, verteilt sie das Wasser willkürlich und nicht selten zu Gunsten der herrschenden Kreise, wie diese Bilder beweisen. Darum gibt es in Ramallah mehr Wasser als in den kleinen Dörfern im C Gebiet. Die Wasserknappheit hat somit fast nichts mit der israelischen Regierung zu tun, aber dafür sehr viel mit der palästinensischen Autonomie.

Die israelische Regierung hat eine Infrastruktur gebaut, während die palästinensische Regierung nichts gemacht hat, um seine Leute mit Wasser zu versorgen. Dies aber nun Israel vorzuwerfen, ist eine Hetze gegen Juden, wie sie an das Mittelalter erinnert. Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten. Außerdem wurden Juden aufgrund ihrer religiös verankerten Hygienevorschriften oft weniger von Epidemien getroffen als die übrige Stadtbevölkerung. Statt aber die Schuld bei sich selbst zu suchen und dem Versäumnis, sauberes Wasser zu erschließen, verfolgten Christen Juden, weil sie sauberes Wasser erschlossen hatten.

Das war das Mittelalter. Heute ist es nicht viel anders! In Israel haben Juden ab der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vielzahl moderner Wasseranlagen gebaut. Statt das zu bewundern, wird Israel heute von der Tagesschau kritisiert, weil Araber keine modernen Wasseranlagen gebaut haben, ganz so als sei es die Schuld der Juden, wenn Araber heute kein sauberes Wasser erschließen wie Christen im Mittelalter.

Richtig tief in die Lügenkiste griff die ARD Tagesschau jedoch mit dem Bericht über die Ortschaft Salfit. Der Ort Salfit gilt als grüne Oase der Region, weil Israel es mit Wasser versorgt. Vor einigen Wochen jedoch kam es zu einen Rohrbruch bei einer Hauptleitung. Daraufhin war in dem Ort einige Tage lang das Wasser knapp. In dieser Zeit drehte die ARD den Bericht, lässt eine Familie über die Wassernot lamentieren und behauptet somit, Israel sei Schuld an dem Rohrbruch. Das ist eine Lüge, die der Brunnenvergifterlegende aus dem Mittelalter locker das Wasser reichen kann. Da frage ich mich, ob ARD für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland steht.

Am 4. April 2015, sendete die Tagesschau einen Bericht über die Osterfeierlichkeiten in Jerusalem, die jedes Jahr von israelischen Verteidigungsstreitkräften wegen ständiger Terrorgefahr gesichert werden müssen. Die Feierlichkeiten können nur aufgrund Israels Sicherheitskonzept in Jerusalem stattfinden. In dem Bericht wurden jedoch folgende Worte gesprochen:

„In Jerusalem leben jüdische Siedler, Christen und Muslime auf engstem Raum“

Die Worten kamen von Markus Rosch! Mit diesem Satz offenbarte er am Tag nach Karfreitag sein ganzes Ressentiment. Er sagte nämlich nicht, dass in Jerusalem Juden, Christen und Muslime leben, sondern er machte aus Juden „jüdische Siedler“ – und zwar nur aus Juden! Christen waren für ihn Christen, Muslime Muslime, aber Juden waren „jüdische Siedler“.

Siedeln Muslime und Christen in Jerusalem etwa nicht? Haben Muslime und Christen etwa keine Häuser und Wohnungen? Natürlich haben sie das! Warum also machte Markus Rosch eine Ausnahme bei Juden? Weil sie etwas besonderes sind und somit eine Sonderbehandlung von der deutschen Arbeitsgemeinschaft ARD verdient hatten. Die ARD rechtfertigte die Wortwahl von Markus Rosch auf Nachfrage so:

„Anzumerken bleibt, dass es in unmittelbarer Nähe der Altstadt zahlreiche Siedlungen in Ostjerusalem inmitten eines arabischen Gebietes gibt. Laut Definition sind das auch Siedlungen, da Ostjerusalem mit der Altstadt bis 1967 jordanisches Gebiet war („jenseits der grünen Linie“). Jerusalem wurde zwar de facto von Israel annektiert, international ist das aber nicht anerkannt. Und der Status von Jerusalem ist umstritten.““

Ich erwiderte darauf:

„Anzumerken bleibt aber auch, dass Markus Rosch nicht von israelischen Siedlern spricht, sondern von jüdischen Siedlern! Das heißt also, die Tagesschau erklärt nicht nur, dass die Frage, ob Jerusalem zu Israel gehört, umstritten ist, sondern auch, dass die pure Existenz von Juden in Jerusalem umstritten ist. Jerusalem ist, nebenbei bemerkt, die Hauptstadt Israels!“

Juden haben in Jerusalem schon gelebt, als es noch keine Christen und Muslime gab! Juden leben seit Jahrtausenden im Norden, Süden, Westen und Osten von Jerusalem! Markus Rosch aber sprach von „jüdischen Siedlern“, nicht aber von muslimischen und christlichen Siedlern. Damit war er auf einer Linie mit sämtlichen islamischen Parteien, die im Nahen Osten regieren. Für sie ist jeder Jude eine Gefahr und illegal. Sie nennen Juden Bakterien und Parasiten und fordern ihre physische Vernichtung. Aus der Sicht dieser Judenhasser macht es Sinn, nur Juden zu Siedlern zu erklären. Markus Rosch bediente genau diese Sicht und die ARD sendete diesen Blick auch noch.

Das war aber nicht der größte Quatsch, den die ARD über Israel sendete. In einem anderen Bericht unter dem Titel „Gaza im Winter“ durfte Markus Rosch behaupten, in Gaza Stadt lebten über 100.000 Menschen auf 12 Quadratmetern. Das sind über 8333 Menschen auf einem Quadratmeter.

Ich kommentierte diese lächerliche Fehlleistung mit einer Polemik:

„Wenn Menschen richtig eng zusammen stehen, können mit etwas gutem Willen und wenn Karneval in Köln oder Rushhour in Tokio ist, 10 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden. Es müssen also über 833 Menschen übereinander stehen, damit 8333 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden können. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Körpergröße eines Menschen in Gaza Stadt von 1,68 Meter erreicht man so schon eine Höhe von 1400 Metern. Das sind bereits 393 Meter mehr als sich das höchste Gebäude der Welt in den Himmel streckt.

Der Kingdom Tower in Saudi-Arabien ist lediglich lächerliche 1007 Meter hoch. In Gaza Stadt jedoch wurde bereits eineinhalb Kilometer hoch gebaut, wie wir jetzt in einem Nebensatz des ARD Studio Tel Aviv erfahren durften. Das höchste Gebäude der Welt steht somit in Gaza Stadt! Das Komische ist nur, kaum jemand weiß davon. Wie kann das sein?

Wenn das nicht an den Juden liegt! Mit Sicherheit nutzen die Juden schon seit Jahren ihren Einfluss in den Medien, um der Welt vorzuenthalten, dass das achte Weltwunder in Gaza Stadt steht! Sowas machen die Juden ja schon mal. Sieht ihnen ähnlich. Die sperren schließlich auch 100.000 Menschen auf nur 12 Quadratmetern.

Ich möchte dem ARD Studio Tel Aviv zu Gute halten, dass Markus Rosch vermutlich schlecht in Mathematik ist, aber warum werden die Zahlen und Fakten nicht gecheckt, bevor sie in die Welt gesendet werden? Wenn es um Israel geht, scheint der ARD keine Horrorzahl zu absurd zu sein, als dass sie sie nicht senden würde. Vermutlich traut die ARD Juden so ziemlich alles zu. Die Wahrheit ist, es sind 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern und das ist im internationalen Vergleich nicht viel.

In Tel Aviv leben knapp 70.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern, in München über 55.000 Menschen, in New York Stadt knapp 130.000 Menschen, in Tokio fast 180.000 Menschen und in Paris sogar über 250.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern! 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern ist eine ganz normale Größe für eine Stadt und wenn Gaza Stadt den Frieden mit Israel nicht immer wieder gebrochen hätte und vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2015 nicht über 7500 Raketen auf Israel abgefeuert hätte, und die Milliarden von Euro, die Jahr für Jahr nach Gaza geflossen sind, in den Aufbau von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Infrastruktur gesteckt hätte, statt in den Aufbau kriegerischer Infrastruktur, wie dem Bau von Terrortunneln und Kriegszellen, dann wäre Gaza Stadt heute auch eine lebenswerte Metropole wie Tel Aviv.“

Auf all die Lügen und Fehler, die ARD und ZDF über Israel verbreiten, kann man teilweise nur noch mit Spott, Hohn und Polemik reagieren. Kurz vor der Wahl in der Niederlanden am 15. März 2017 sendete der WDR einen Bericht über Geert Wilders, in dem Juden nur als Fanatiker präsentiert wurden. Bei dem Bericht handelt es sich größtenteils um eine Aufwärmung der BBC 2 Produktion „Wilders: Europe’s Most Dangerous Man?“ von Mags Gavan and Joost van der Valk aus dem Jahr 2011. Dementsprechend veraltet war auch das meiste Filmmaterial, das in diesem Bericht geboten wird. Seriöser Journalismus sieht anders aus.

Der WDR wärmte vergammeltes Essen auf und würzte das abgelaufene Zeug mit frischen Kommentaren, um so den Schimmelgestank zu übertünchen. Der WDR entfernte nicht mal jene Stellen, die sechs Jahre vorher zum Himmel gestunken hatten. In dem Bericht tauchten Juden ausschließlich als durchgedrehte Blogger, hassschürende Aktivisten (Jewish Task Force), rechte Politiker und unrechtmäßige Siedler auf. Wenn es um amerikanische Finanziers ging, zeigte der Bericht religiöse Juden in New York, ganz so als läge bei den Juden das Geld und Gold der Welt. Genüßlich wurde Geert Wilders mit Kippa und vor der Klagemauer gezeigt, um zu zeigen, wer wirklich hinter Geert Wilders stecke. Der Bericht erwähnte auch, dass Geert Wilders eine jüdische Großmutter und eine jüdische Frau hat, ganz so als habe er dadurch seine politischen Ansichten im Blut. Der Bericht unterstellt zudem, Wilders sei in Israel von Juden, „die sogar in Israel als rechts gelten“ (O-Ton des Films, man beachte das Wort „sogar“) indoktriniert worden. Mit dieser Behauptung trug der WDR eine Verschwörungstheorie in deutsche Haushalte. Ich schrieb daraufhin:

„Wenn Geert Wilders ein rechtspopulistischer Politiker ist, dann ist der WDR eine rechtspopulistische Fernsehanstalt.“

Im August 2014 war beim Tagesgespräch auf WDR5 der ehemalige Botschafter Israels, Shimon Stein, zu Gast. Es war ein sehr ausgewogenes Gespräch. Shimon Stein sprach sich zu jeder Sekunde für den Frieden aus. Niemals artikulierte er einseitige Kritik in Richtung aller Palästinenser. Seine Kritik richtete sich ausschließlich an die Hamas. Die meisten Anrufer jedoch übten einseitige Kritik an Israel. Jedem Anrufer begegnete er mit Respekt. Er sprach sogar über Fehler auf israelischer Seite und gestand ein, dass keine Seite ohne Makel sei.

Ein Tag später war die sogenannte Botschafterin Palästinas, Kholoud Daibes, zu Gast beim Tagesgespräch. Schon mit ihrem ersten Monolog setzte sie zu einer Hetze gegen Israel an. Sie weigerte sich, die Terrororganisation Hamas zu verurteilen und sprach stattdessen von legitimer Verteidigung. Sie verurteilte nicht die Charta der Hamas, die zur Vernichtung aller Juden auffordert. Sie hielt unerträgliche Monologe des Hasses. Obwohl die Hamas einen Krieg gegen alle Juden führt und Israel versucht, die geforderte Vernichtung des jüdischen Volkes zu verhindern, behauptete Daibes, es ginge Israel nur darum, Palästinenser zu töten. Für sie war Israel das pure Böse!

Auch an diesem Tag kritisierten die meisten Anrufer, die durchgestellt wurden, wie am Tag zuvor Israel. Der erste Anrufer behauptete, die Fakten seien klar, Israel wolle niemals Frieden, sondern nur noch mehr Zerstörung und Boden rauben! Er betonte, Israel sei ein Unrechtsstaat, aber nicht wegen seiner Handlungen, sondern durch seine Gründung. Die Existenz Israels erklärte er zum Unrecht. Der Moderator schritt nicht ein. Er schritt erst ein, als der Anrufer zu lange sprach.

Auf jede Kritik an Israel stürzte sich Daibes mit Wolllust. Sie malte immer hässlichere Fratzen von Israel. Eine Anruferin wurde durchgestellt, die zunächst die „Gräueltaten“ Israels verurteilte, aber dann doch anmerkte, dass Daibes Wortwahl etwas problematisch sei. Daraufhin unterbrach Daibes sie und brüllte sie regelrecht nieder. Es dauerte lange, bis der Moderator einschritt. Als der Moderator bat, die Anruferin aussprechen zu lassen, war die Anruferin schon eingeschüchtert.

Die Frage des Moderators, ob Kholoud Daibes sich vorstellen könne, mit Shimon Stein über Frieden zu verhandeln, beantwortete sie durch die Weigerung, die Frage zu beantworten. Stattdessen nannte sie Israel, wo 1,2 Millionen Araber als gleichberechtigte Bürger leben, einen Apartheidsstaat, aber nicht Gaza, wo keine Juden leben dürfen. Dafür behauptete Daibes, die Tatsache, die Hamas benutze die Zivilbevölkerung als Schutzschild, um die Waffen zu schützen, die in der Intention des Massenmords auf Israel abgefeuert werden, als Lüge und Propaganda Israels. Ein Anrufer sagte darauf: „Ich muss das jetzt glauben. Es gibt keinen Grund, das nicht zu glauben.“

Da hatte der WDR ganze Arbeit geleistet. Im öffentlich-rechtlichen Radio gab es in Anwesenheit von Shimon Stein Kritik an Israel und der Hamas und in Anwesenheit von Kholoud Daibes hemmungslose Hetze gegen Israel und die Weigerung, die Hamas zu kritisieren. Shimon Stein erklärte, Israel sei nicht ohne Makel. Kholoud Daibes bestand darauf, Israel sei purer Makel. Das ist die Ausgewogenheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks!

Bei solch einer „Ausgewogenheit“ verstehe ich, warum so viele Menschen beim einseitige Kritik an Israel richten. Wären die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten meine Hauptinformationsquelle, ich würde auch einseitig Israel kritisieren. Zum Schluss des Tagesgespräch mit Daibes wurde ein Anrufer durchgestellt, der nach all der einseitigen Hetze zum großen Schlag ausholen durfte. Es war der Höhepunkt der Veranstaltung. Als großes Finale forderte er, die ganze Welt möge sich gegen Israel richten, dem Land jede Hilfe verweigern und das Land ächten. Daibes hob an, um auch noch ihren Senf dazuzugeben, aber der Moderator sagte, es täte ihm leid, die Zeit sei nun zu Ende. Er sagte: „Ich unterbreche sie ungerne!“ Das glaube ich gerne. Beim Tagesgespräch wird Hetze gegen Israel offensichtlich gern gehört.

Am 25. Januar 2016 sendete der Deutschlandfunk den Bericht „Zehn Jahre Hamas in Palästina“ von Peter Philipp. Der Bericht wurde auf der Internetseite des Deutschlandfunks mit diesen Worten angekündigt:

„Am 25. Januar 2006 gewann die islamistische Hamas die Wahlen in Palästina. Die Bewegung ist Sprössling der konservativ-religiösen Muslimbrüder. Sie vertritt eine fast antisemitische Ideologie und entwickelte sich schnell zum gefährlichsten Gegner Israels. Seit Beginn ihrer Herrschaft verstärkten sich die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte – und Israel schlug immer härter zurück.“

Die Hamas ist also nur fast antisemitisch, aber nicht wirklich. Werfen mir mal einen Blick in die Gründungscharta der Hamas:

„Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten!“

Das ist fast antisemitisch, aber nicht wirklich, sagt der Deutschlandfunk!

In Artikel 28 erlärt die Charta, die Juden stünden „hinter der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen“ und in Artikel 32 wird gesagt, woher all das Wissen über die Boshaftigkeit der Juden kommt:

„Ihr Komplott wurde in den Protokollen der Weisen von Zion niedergelegt: Ihre derzeitiges Verhalten ist der bester Beweis für das, was dort gesagt wurde.“

Diese Charta treibt die Hamas an. Es wundert daher nicht, dass allein in den Jahren vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2016 knapp 7500 Raketen von Gaza auf Israel abgefeuert wurden, um den in der Charta erklärten Willen zur Vernichtung aller Juden weltweit ein Stückchen näher zu kommen! Das ist fast antisemitisch, aber nicht wirklich, sagt der Deutschlandfunk!

Ich schrieb daraufhin der Artikel „Deutschlandfunk deckt auf“. Kaum war der Artikel online, kam schon folgende Reaktion vom Deutschlandfunk:

„Liebe Hörer, die Formulierung „fast antisemitisch“ hat zu Protesten geführt, die wir verstehen können. In der geläufigen Verwendung des Wortes „antisemitisch“ im deutschen Sprachraum wird darunter „judenfeindlich“ verstanden. Dies entspricht aber nicht der ursprünglichen Bedeutung. Die Araber sind nämlich selbst Semiten, daher können sie schwerlich antisemitisch sein. Das gilt auch für die Hamas. Wie sehr viele Araber sprechen aber auch die Hamas-Anhänger meist nicht von „den Israelis“, sondern von „den Juden“ (Al Yehud), denn es waren ja Juden, die als Zionisten nach Palästina kamen, dort siedelten und einen Staat gründeten. Dadurch wird die arabische Ablehnung und Feindseligkeit gegenüber den Israelis sprachlich „fast“ identisch mit dem Antisemitismus der Nazis. Aber eben nur „fast“. Wir bedauern, dass das zu Missverständnissen geführt hat.“

Ein Neonazi hätte Antisemitismus nicht relativierender erklären können, vor allem nicht in einer Zeit, in der sich Judenhass wieder auf deutschen Straßen ausbreitete und Sprüche wie diese gebrüllt wurden:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“

Am 22. Juli 2014 erklärte Sabine Rau in einem Kommentar in den Tagesthemen, diese Sprüche seien zwar „absolut inakzeptabel“, doch unter den Demonstranten seien schließlich auch „Palästinenser, die die Verzweiflung auf die Straße treibt“ und „Deutsche, die sich empören über den brachialen Feldzug“ Israels. Sabine Rau erklärte, es ginge nicht an, einseitig nur die Hamas zu verurteilen.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Hamas in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden fordert, während die israelische Unabhängigkeitserklärung erklärt, im Frieden mit allen arabischen Nachbarn leben zu wollen, war Sabine Raus Kommentar so geschmackvoll wie die Aussage: „Es ist nicht gerade mutig zu sagen, am Holocaust seien nur die Deutschen Schuld. Kritik an Juden muss erlaubt, gerade unter Freunden.“

Wenn in Deutschland Brandsätze und Steine auf Synagogen geworfen werden, Juden attackiert und „Scheiß Juden“ gebrüllt wird, dann sind nur die Nazis zu verurteilen, die das tun. Nur die Täter! Sabine Rau aber gab Israel eine Mitschuld. Stünden in Deutschland marodierende Banden vor Moscheen, flögen Wurfgeschosse auf Moscheen und Muslime, ich würde in einem Kommentar zum Thema „antimuslimische Parolen“ nicht eine Sekunde damit verbringen, den Islam zu kritisieren oder ein islamisches Land!

Der Konflikt im Nahen Osten ist leicht zu erklären, schwer zu lösen vielleicht, aber leicht zu erklären: Die Seite der Hamas will die jüdische Seite vernichten! Alles andere ergibt sich daraus. Die Frage, ob Israel sich verteidigen darf und wie, welche Fehler Israel dabei macht, wo Juden leben dürfen, wo sie vertrieben werden dürfen (was für eine grausame Debatte, die aber leider geführt wird, auch von Sabine Rau), alles ist Folge der Ausgangslage: Die Hamas will die jüdische Seite vollständig vernichten.

Israel will Frieden! Israel ist eine Demokratie und hat tausendmal lieber Geschäftspartner als Nachbarn als Feinde. Jeder israelische Bürger kann Jude, Christ, Moslem, Araber oder Palästinenser sein. Überall in Israel siedeln Juden, Christen, Moslems, Araber oder Palästinenser. Warum sollen in einem zukünftigen Palästina keine Juden siedeln dürfen? Warum tun sich so viele so leicht damit, Sonderregelungen für Juden zu schaffen? Warum werden Juden so ganz besonders beurteilt? Warum sind siedelnde Juden in arabischen Ländern oft ein Problem, siedelnde Muslime in Israel aber nicht? Warum reicht es nicht, dass Israel es besser macht als alle anderen Nationen? Warum muss nur Israel perfekt sein? Warum muss Israel so heftig kritisiert werden? Welche Lust steckt dahinter? Warum muss selbst ein Kommentar über antisemitische Parolen in Deutschland nach 19 Sekunden zu einer Nachhilfestunde für Israel werden? Vor einiger Zeit fand ich auf Facebook diesen Kommentar:

„Unfaire Berichterstattung besteht auch darin, negatives – und nur negatives – über Israel zu publizieren, arabische Angriffe jedoch zu verschweigen, was gerade momentan vor allem bei den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten praktiziert wird. Gegen diese perfide Vorgehensweise kann man nicht anders angehen, als die Fakten aufzuzeigen und Hintergrundinformation zu liefern. Sowohl bei der ARD wie auch beim ZDF wird nur von den „überzogenen“ Absichten Israels gesprochen, gegen Terror härter anzugehen. Israels Handeln wird so als „Aktion“ hingestellt und nicht als „Reaktion“. Für Zuschauer, die dieses Thema nicht verfolgen, wird Israel so zum Aggressor.“

Die Worte stammten von einer deutschen Jüdin, die dazu gezwungen wird, die einseitige Berichterstattung gegen Israel zu bezahlen. Sie kann nicht einfach sagen, ich bestelle ARD und ZDF ab, so wie sie jede Zeitung, jedes Abo und jeden anderen nicht öffentlich-rechtlichen Bezahlsender abbestellen kann. Sie wird mit der Gewalt des Staates dazu gezwungen, diese Sender zu finanzieren. Diese Gewalt nennt sich Rundfunkgebühren. Sie kann nicht schreiben:

„Sehr geehrte Damen und Herren der Rundfunkbeitragzentrale,

hiermit setze ich Sie darüber in Kenntnis, dass ich keine Rundfunkbeiträge mehr zahlen werde. Meine Begründung: Ich bin Jude und die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender ist im höchsten Maße tendenziös gegen Israel gerichtet. Ich weigere mich, in Deutschland von einer Nichtregierungsorganisation dazu gezwungen zu werden, mit meinem Geld ein Medienunternehmen zu finanzieren, das gegen mich und mein Volk tendenziös berichtet und nicht selten Fakten zu Ungunsten Israels verdreht. Die Zeiten, wo Juden gezwungen wurden, Kritik am jüdischen Volk zu finanzieren, sollten der Vergangenheit angehören. Dies ist ein freies Land. Sie dürfen berichten wie Sie wollen, aber ich darf auch entscheiden, ob ich diese Nachricht kaufe! So halte ich es mit jeder Zeitung, mit jedem Buch, mit jedem Verlag, mit jedem Bezahlsender und so ab heute auch mit Ihnen!“

Die öffentlichen-rechtlichen Sendeanstalten berichten unter dem Schutz des deutschen Staates in atemberaubend einseitiger und ressentimentgeladener Art und Weise über Israel. Wenn aber mal ein Bericht produziert werden soll, in dem Israel nicht dämonisiert wird, dann weigern sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten, diesen Bericht zu senden.

Im April 2015 wurde von Arte die Dokumentation „Antisemitismus in Europa“ in Auftrag gegeben. Im Dezember 2016 nahm die zuständige Redakteurin Sabine Rollberg den Film ab. Die Dokumentation wurde jedoch nicht gesendet, da der Programmdirektor von Arte, Alain Le Diberder, sich gegen die Dokumentation mit der Begründung aussprach, es mangele dem Bericht an „Ausgewogenheit“. Soweit sind wir also schon gekommen: Ein deutscher Bericht über Judenhass muss ausgewogen sein!

Die abenteuerlichsten Vorwürfe wurden gegen die Dokumentation vorgetragen. So wurde behauptet: „Der Film ist eine Provokation.“ Zudem wurde moniert, die Dokumentation „schüttet Öl ins Feuer“ und könne „angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden“, da sie „antiprotestantisch, antimuslimisch und proisraelisch“ und nicht „ergebnisoffen“ sei.

Ganz schön harte Worte für die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, die in den letzten Jahren ganze Galonen von Öl ins anti-israelische Feuer gepumpt haben und selbst vor offensichtlich antijüdischen Lügen und Gerüchten nicht zurückgeschreckt haben, um ihre negativen Nachrichten über Israel zu würzen. Wie soll überhaupt eine „ergebnisoffene“ Dokumentation über Judenhass aussehen? Sollen etwa auch Gründe für Judenhass aufgezeigt werden? Wo beginnt Judenhass überhaupt? Der Deutschlandfunk hat eine spannende Antwort.

Siebzig Jahre nach dem Holocaust werden die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands dazu gezwungen, „ergebnisoffene“ Berichte über Judenhass zu finanzieren.

Diese Liste ist lang, sehr lang und dennoch, dass es das besonders Traurige daran, alles andere als vollständig.

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Antisemitismus gibt es gar nicht und die größten Opfer sind die Israelkritiker!

Ein Gastbeitrag von Tano Bokämper.

„Antisemitismus gibt es gar nicht und die größten Opfer sind die Israelkritiker!“

Wenn man diese These wortwörtlich so aufstellen würde, dann würde man höchstwahrscheinlich für nicht ganz dicht erklärt. Als ich gestern Abend nach der Sendung „Maischberger“ ins Bett ging, war das aber genau die Information mit der ich einschlief. Alles gut, Klappe zu, Affe tot!

Die Frage, die sich der Zuschauer eigentlich stellen sollte: Warum eigentlich ein Thema diskutieren, das es gar nicht gibt? Irgendwie überflüssig oder? Polemisch ausgedrückt, ja, die Sendung war vollkommen überflüssig! Nicht aufgrund des Themas, das Thema ist mehr als überfällig, aber dieses wurde nicht einmal im Ansatz diskutiert. Das Thema der Sendung war „Gibt es einen neuen Antisemitismus?“

Diskutiert wurde allerdings die Israelische Besatzung und die alte Binsenweisheit, das Israelkritik kein Antisemitismus ist. Auslöser war der, vorher gezeigte, Film „Auserwählt und ausgegrenzt, Der Hass auf Juden in Europa“. Der Film wurde vom WDR und arte in Auftrag gegeben, allerdings ein halbes Jahr zurückgehalten, weil man wohl mit dem Ergebnis nicht zufrieden war. Erst auf öffentlichen Druck wurde er, in fragwürdig kommentierter Fassung, gezeigt.

Ein maßgeblicher Kritikpunkt an dem Film war wohl, dass er das Thema Antisemitismus in Europa behandeln sollte, größtenteils aber im Nahen Osten stattfindet. Der Film spielte jedoch deshalb weitgehend im Nahen Osten, weil das eine vom Anderen nicht zu trennen ist. Die Kernaussage des Films ist, dass obsessive, zum Teil falsche und auch übertriebene Israelkritik der Schleim ist, auf dem der neue Antisemitismus in Europa erwächst. Am Ende wurden französische Juden gezeigt, die die Leidtragenden dieser Obsession sind.

Die Aussage des Films wurde aber offensichtlich nicht verstanden! Weder vom WDR, noch von arte, und maßgeblich auch nicht von der Redaktion Maischberger. Die ausgelöste Reaktion und leider auch die in der Sendung folgende Diskussion ging nicht über Antisemitismus, sondern darum, den Israelkritikern eine Selbstverteidigungsplattform zu bieten. Schon in der Zusammensetzung der Runde war mir klar, dass das zu keinem erfreulichen Ergebnis, bezüglich des Themas, führen konnte. Lediglich zwei Talkshowgäste, die tatsächlich ein Interesse daran hatten, das eigentliche Thema der Sendung zu diskutieren, Achmad Mansour und Michael Wolfssohn. Allerdings drei „prominente“ Israelkritiker auf der Gegenseite, deren Anliegen eher darin lag, ihre Lobbypositionen zu verteidigen. Norbert Blüm, Gemma Pörzgen und (last but not least) der Israelkritische Alibijude Rolf Verleger.

Ich war an dieser Stelle schon dankbar, dass man nicht Evelyn Hecht-Galinsky eingeladen hatte. Soviel Irrsinn wollte man dem Zuschauer dann doch nicht zumuten.

Norbert Blüm wollte lieber über die israelische Politik diskutieren als über Antisemitismus. Frau Pörzgen behelligte uns damit, dass ja überhaupt und niemals die palästinensische Sicht der Dinge zugelassen würde, zum Beispiel auf dem Al Quds Tag in Berlin, auf den Palästina Tagen in München, der Israeli Apartheid-Week, dem Palästina Forum München, dem Palästinakomitee Stuttgart, der Jüdischen Stimme für einen Gerechten Frieden in Nahost, dem Institut für Palästinakunde Bonn e.V., …, ach, man verzeihe mir, dass ich keine Lust habe, ca. 600 Palästinakomitees aufzuzählen. Aber abgesehen von 600 Palästina und Boykott Israel Vereinigungen sind palästinensische Narrative natürlich so selten wie Pandabären! Und man darf natürlich Israel nicht kritisieren, weil dann ist man ja …, bla, bla, langweilig!

Die meisten Schwierigkeiten hatte ich allerdings mal wieder, Rolf Verleger ernst zu nehmen. Irgendwie sein die Juden ja selber schuld, wenn sie sich nicht genügend von Israel distanzieren! Super! Hätten die Juden im koscheren Supermarkt von Paris, im jüdischen Museum von Brüssel oder vor der jüdischen Schule in Toulouse mal alle ein Boykott Israel T-Shirt getragen, vielleicht wären sie dann noch am Leben?!

Da gäbe es allerdings dann noch die jüdische Weltverschwörung, die Brunnenvergiftung, das internationale freimaurerisch-bolschewistisch-demokratische Finanzjudentum und das Schlachten von Christenkindern, um aus ihrem Blut Maze zu backen, wovon man sich auch noch distanzieren müsste, um als Jude auf Nummer Sicher zu gehen. Aber Rolf Verleger hatte 2014 im ZDF auch behauptet, als auf deutschen Straßen „Jude, Jude feiges Schwein“ und „Juden ins Gas“ gebrüllt wurde, das wäre aus menschenrechtsorientierter Motivation geschehen. Kurzum, Herr Verleger würde den Antisemiten nicht mal erkennen, wenn er ihn zusammenschlägt und „scheiss Jude“ ins Gesicht brüllt.

Verzweifelt wurde immer wieder von Achmad Mansour versucht, die Diskussion auf das eigentliche Thema zu lenken. Leider vergebens! Irgendwie schien die Angst, Israel nicht mehr kritisieren zu dürfen, größer zu sein als die Sorge um Juden. Eigentlich hätte man mal ein Thema diskutieren können, dass die öffentlich-rechtlichen Medien auch betrifft. Jedes mal, wenn im öffentlich-rechtlichen Fernsehen das Thema Juden in einer Sendung oder einem Kommentar besprochen wird, hat man in der Online-Kommentar-Spalte nach ca. 5 Minuten sämtliche Irren der Republik auf Kommentarseite. Bei keinem anderen Thema müssen seitens ARD, ZDF, etc. so viele Kommentare gelöscht werden, wie beim Thema Juden. Meist, weil der Inhalt nichts mehr mit freier Meinungsäußerung zu tun hat, sondern sich eher im justiziablen Bereich aufhält.

Im ORF wurde anlässlich der österreichischen Bundespräsidentenwahl und dem damit befürchteten Rechtsruck in Österreich eine Reihe Interviews geführt mit Wiener Holocaust Überlebenden. Man konnte die Uhr danach stellen, dass spätestens im fünften Kommentar irgendeiner mit sogenannter Israelkritik um die Ecke kommt. Ist ein 90 jähriger Wiener Jude israelischer Regierungssprecher? Natürlich nicht! Aber beim Antisemiten stellt sich sofort ein Pawlowscher Effekt ein, wenn er das Worte Jude und Holocaust hört.

“Jude als Opfer? Das muss ich sofort relativieren!“

Und sofort fällt ihm Israel als schwarzer Fleck auf der weißen Opferweste der Juden ein.

Oder, wie ich es persönlich erlebt habe, dass eine Frau während meiner Vorstellung in Köln empört den Saal verlies, weil ich, als Jude, Israel nicht kritisiert hatte. Die drei russisch-jüdischen Laienschauspieler, die vor mir auf der Bühne standen und ein Auszug aus einem Stück über jüdische Kontingentflüchtlinge von Gerd Buurmann spielten, hatten Israel auch nicht kritisiert. Keiner von uns hatte in seiner Darbietung auch nur annähernd den Nahen Osten thematisiert.

Das war ihr aber egal! Ihr war wohl schon seit 2 Stunden der Geifer aus dem Gebiss der tollen Hunde getropft, wann wir uns nun endlich, gefälligst, für den Zionismus entschuldigen. Als es dann der vierte Jude auch nicht tat, wurde das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich würde das ein Paradebeispiel für israelbezogenen Antisemitismus nennen. Die Dame würde das natürlich abstreiten und sagen, sie habe im Bürgerzentrum Ehrenfeld die „Befreiung Palästinas“ eingeleitet, in dem sie drei Russen und einen Bayern boykottierte.

Mit diesem israelbezogenem Antisemitismus sind alle Juden hierzulande, außer Rolf Verleger, schon mal konfrontiert worden. Genau davon handelt der Film. Aber das Ergebnis der Sendung war zu erwarten. Wenn dasselbe Medium, das eine Dokumentation, aufgrund fadenscheiniger Argumente, abgelehnt hat, darüber selbst Gericht sitzen soll, ob die Inhalte des Films richtig sind oder nicht, zu welchem Ergebnis wird man wohl kommen? Man sägt doch nicht auf dem Ast auf dem man selbst sitzt. Wäre man gutmütig, könnte man zu Frau Maischberger sagen:

„Themaverfehlung, setzten 6!“

Ich würde aber eher sagen, mit der Entscheidung, den Film ein halbes Jahr zu boykottieren und sich dann in einer Talkshow auch noch selbst freisprechen zu wollen, hat sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen selbst einen Bärendienst erwiesen. Es bleibt ein fahler Beigeschmack, dass der Film nicht aufgrund journalistischer Mängel nicht gezeigt wurde, sondern aus Angst, sich mit einem antisemitischen Mob anzulegen.

Denn wenn jede Sendung, die den Recherchemangel, der Gazastreifen sei der dichtest besiedelte Ort der Erde, aufweist, deshalb nicht gezeigt wird, dann blieben nur noch sehr wenige Sendungen übrig.

***

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(TINTB)

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Ein beispielloser Skandal: Der WDR grenzt Journalisten aus!

„Wenn Sie die von Ihnen propagierten Standards immer anwenden würden, dann hätten Sie nur Testbilder!“ (Michael Wolffsohn an den WDR-Programmchef Jörg Schönenborn)

Wenn ich etwas schlecht finden möchte, finde ich einen Grund und wenn ich etwas schlecht machen möchte, dann finde ich einen Weg.

Das dachte sich wohl der WDR in Anbetracht der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner und nutzte seine gesamte Infrastruktur, um über die Dokumentation in Abwesenheit der Filmemacher zu richten. Warum die Filmemacher nicht eingeladen wurden, erklärte Sandra Maischberger in der Talkshow am 21. Juni 2017 sehr ehrlich:

„Es ist, wenn man über die Inhalte sprechen möchte, vielleicht nicht gut, wenn der Autor da ist, weil er dann über den Film reden möchte und über den Umgang.“

Mit anderen Worten: Der WDR redet über die Inhalte des Films, verurteilt die Dokumentation in brutalster Art und Weise, nutzt seine breite und von deutschen Beitragszahlenden finanzierte Infrastruktur, um über die Dokumentation zu richten und Sandra Maischberger erklärt frank und frei, es wäre nicht gut gewesen, wenn die Filmemacher bei diesem öffentlich-rechtlichen Schauprozess anwesend gewesen wären, weil sie sich dann ja gegen diesen Umgang hätten wehren können und grenzt die Journalisten einfach aus! Dass die Talkshow ein Prozess war, bestätige Jörg Schönenborn in der Talkshow selbst, indem er erklärte: „Ich bin der Anwalt der Zuschauer.“

Ich bin einer der Zuschauer und es läuft mir kalt den Rücken herunter, wenn ich mir klar mache, dass von meinen Rundfunkbeiträgen ein Fernseh-Schauprozess in Abwesenheit der Angeklagten finanziert wird und dann auch noch ein Richter erklärt, als Anwalt in meinem Namen zu wirken. Ware Jörg Schönenborn wirklich mein Anwalt, ich würde ihn feuern!

Als Jörg Schönenborn von Michael Wolffsohn damit konfrontiert wurde, dass es in der Vergangenheit viele öffentlich-rechtliche Berichte gab, in denen Israel kritisiert wurde und dabei nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet wurden, gab Jörg Schönenborn keine Erklärung zu diesen Fehlleistungen ab. In meinem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten dokumentiert. Michael Wolffsohn konfrontierte Jörg Schönenborn im Verlaufe der Sendung wiederholt mit Berichten, die deutlich fehlerhafter waren als die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ und dennoch und vor allem ohne Faktencheck gesendet wurden. Jörg Schönenborn ignorierte jedes Mal diese Kritik und wich jedes Mal auf ein anderes Thema aus, nicht ohne die Ablenkung mit einem herablassenden „mein lieber Herr Wolffsohn“ einzuleiten, um zu zeigen, wer der Herr im Hause war.

Der sogenannte „Faktencheck“, der vom WDR präsentiert wurde, beinhaltete mehr Fehler und handwerkliche Mängel, als die Dokumentation selbst!

Hätte der WDR an seinem Talkshow-Tribunal und an den „Faktencheck“ die gleiche Messlatte angelegt wie an die Dokumentation von Joachim Schroeder und Sophie Hafner, die Ausgabe von Maischberger hätte nie gesendet und der „Faktencheck“ nie veröffentlicht werden dürfen! Schauen wir uns mal ein paar der vermeintlichen Mängel an:

Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten. Außerdem wurden Juden aufgrund ihrer religiös verankerten Hygienevorschriften oft weniger von Epidemien getroffen als die übrige Stadtbevölkerung. Statt aber die Schuld bei sich selbst zu suchen und dem Versäumnis, sauberes Wasser zu erschließen, verfolgten Christen Juden.

Das war das Mittelalter. Heute ist es nicht viel anders! Am 23. Juni 2016 war Mahmud Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, wie sehr die abfälligen Juden- und Israelbilder bereits Früchte getragen haben, indem er offen und ganz direkt die mittelalterliche Lüge vom brunnenvergiftenden Juden verbreitete. Er behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften.

Natürlich war das alles gelogen. Es gibt diese Rabbiner nicht und Juden vergiften heute so wenig die Brunnen wie im Mittelalter, aber Abbas wollte wissen, ob die Juden- und Israelbilder in Europa bereits so viel erreicht haben, dass diese Lüge wieder offen in Europa verbreitet werden können. Sie können! Abbas sollte nicht enttäuscht werden. Am Ende der Rede gab es sogar stehenden Applaus vom Parlament. Am 23. Juni 2016 applaudierte sich die Europäische Union zurück ins Mittelalter.​​

Der Brunnenvergiftervorwurf von Abbas war eine derart offensichtliche Lüge, dass selbst Abbas sie nicht lange aufrecht erhalten konnte. Nur zwei Tage später, am 25. Juni 2016, veröffentlichte die Presseabteilung von Mahmud Abbas folgendes Statement:

„Nachdem es offensichtlich geworden ist, dass es die angeblichen Aussagen eines Rabbiners, palästinensische Brunnen zu vergiften, wie es verschiedenen Medien berichtet haben, nicht gegeben hat, erklärt Präsident Mahmud Abbas, dass er damit keine schädlichen Auswirkungen auf das Judentum verursachen wollte und nicht die Absicht hatte, das jüdische Volk zu beleidigen.“

Die Dokumentation berichtet von diesem Vorfall. Der WDR aber erklärt:

„Der Kommentartext fügt dem Zitat von Abbas weitere Inhalte hinzu: „Rabbiner planen palästinensische Brunnen zu vergiften.“ Von „Brunnen“ spricht Abbas hier jedoch nicht, auch nicht von „Plänen“ der Rabbiner, das Wasser zu vergiften. Ebenso ist in den ausgestellten Zitaten keine Rede von „Landraub“. Aus dieser Interpretation wird die Behauptung abgeleitet, die Rede Abbas stünde in einer Tradition, die den Juden seit dem Mittelalter vorwirft, Brunnen zu vergiften, um sie dadurch „zu enteignen, zu vertreiben und zu ermorden“. Abbas spricht in seiner Rede, aus der die zuvor kommentierten Zitate isoliert wurden, zudem von dem Ziel einer friedlichen Koexistenz zweier Staaten Israel und Palästina.“

Ach so, Abbas hat nicht „Brunnen“ und „Pläne“ gesagt und deshalb ist es wohl okay, dass er behauptet hat, Juden würden Wasser vergiften. Ausserdem soll er gesagt haben, er stünde für eine friedliche Koexistenz. Das hätte der Dokumentation nicht erwähnt. Stimmt. Das hat die Dokumentation nicht erwähnt. Sie hat aber auch nicht erwähnt, dass Abbas einst sagte:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Im Jahr 2005 wurde Abbas zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Seine Legislaturperiode endete jedoch am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

All das hat die Dokumentation nicht erwähnt! Das aber kritisiert der WDR nicht. Der WDR bemängelt, dass Abbas zu negativ dargestellt wurde, obwohl die übelsten Sachen gar nicht erwähnt wurden. Der WDR bemängelt auch, dass über Wagner und Luther schlecht geredet wird:

„Die angerissene historische Entwicklung des Antisemitismus im Neuen Testament, in Schriften von Martin Luther, Molière, Richard Wagner und anderen lässt den jeweiligen historischen Kontext völlig außer Acht.“

Martin Luther schreibt in seinem Werk „Von den Jüden und ihren Lügen”:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson erklärt wurden:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich.“

Richard Wagner wiederum schrieb den judenhassenden Aufsatz „Das Judenthum in der Musik“, um „das unwillkürlich Abstoßende, welches die Persönlichkeit und das Wesen der Juden für uns hat, zu erklären, um diese instinktmäßige Abneigung zu rechtfertigen, von welcher wir doch deutlich erkennen, dass sie stärker und überwiegender ist, als unser bewusster Eifer, uns dieser Abneigung zu entledigen.“

Der WDR aber bemängelt jedoch einen fehlenden Hinweis auf den Kontext. Vermutlich hätten die Filmemacher erklären sollen, dass Judenhass damals einfach zum guten Ton gehörte. Generell ist der WDR empört darüber, wie über das Christentum gesprochen wird. Der WDR bemängelt:

„Das Kruzifix ist beispielsweise nicht, wie es der Text implizieren könnte, ein Symbol für Judenhass, sondern für das Schultern der Sünden dieser Welt.“

Nirgendwo in der Dokumentation wird das Kruzifix als Symbol des Judenhassen bezeichnet. Der WDR lügt hier einfach. In der Dokumentation heißt es:

„Apropos Kultur, die christliche Kultur. Die Mutter allen Judenhasses. Jedes Kruzifix ein Zeugnis des christlichen Plots. Für eine Handvoll Silberlinge haben die Juden den Messias verraten.“

Dazu aber sagt der WDR:

„Hier ist allerdings wichtig zu unterscheiden, dass der Begriff des Antisemitismus erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Antijudaismus war religiös motivierte Judenfeindlichkeit. Der Antisemitismus jedoch postulierte eine Vorherrschaft der Juden in der kapitalistischen Gesellschaft und ihre Unterlegenheit als Rasse.“

Mit anderen Worten: Weil der Antisemitismus früher Judenhass hieß, hat ein Hinweis auf diesen Judenhass, der dem Antisemitismus einen fruchtbaren Boden bereitete, nichts zu suchen. Das ist das Niveau des „Faktenchecks“. Ich wundere mich, dass so eine journalistische Drecksarbeit durch Gebühren finanziert wird. in jedem freien Medium würden über so eine „Arbeit“ Köpfe rollen.

Gänzlich peinlich wird es, als der WDR diese Stelle in der Dokumentation bemängelt. In der Dokumentation heißt es:

„Hässliche Ironie der Geschichte: Erst dient der Mufti den Nazis – wenig später der PLO und dem palästinensischen Befreiungskampf durch Terror.“

Im Kontext der Aussage wird klar, dass damit nicht der Mufti in Person gemeint ist, sondern die Struktur, die der Mufti geschaffen hat und die Erben, die in seinem Namen weiter hassen. Der WDR aber bemängelt:

„Die PLO wurde erst 1964, knapp 20 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, gegründet.“

Das ist kein handwerklicher Mangel, sondern die erklärte Absicht des WDR, die Dokumentation misszuverstehen, um sie verurteilen zu können. Von diesem angeblichen Mängeln gibt es viele und es ist ein Skandal, dass der WDR damit durchkommt. Für mich stellt das eine Veruntreuung von Rundfunkgebühren dar. Der Höhepunkt der Veruntreuung kommt aber noch:

Am 13. November 2015 wurden im Zuge einer dschihadistischen Terroranschlagserie in Paris hunderte Konzertbesucher während des Auftritts der Band Eagles of Death Metal im Konzertsaal des Bataclan von drei schwer bewaffneten Terroristen als Geiseln genommen. Die Terroristen feuerten mit Kalaschnikow-Sturmgewehren in das Publikum und warfen Handgranaten in die Menge. Insgesamt wurden im Bataclan-Theater 90 Menschen ermordet. Das Theater wurde von den Mördern nicht zufällig gewählt.

Am 20. Dezember 2008 drehten arabische Terroristen einen Film des Hasses über das Theater und Caféhaus Bataclan, in dem am 13. November 2015 brutal gemordet wurde. Damals drängten vermummte Männer zum Eingang des Bataclans mit einer klaren Nachricht für die jüdischen Besitzer. Ein Mann sprach:

„Der Zorn und die Revolte in meinen Vierteln ist etwas, das wir nicht länger kontrollieren können, darum haben wir eine Nachricht für die Leiter dieses Theaters. Heute bin ich noch nett, aber eins sollten Sie wissen, mit all den Männern, die wir hinter uns haben, wir werden sie nicht mehr lange zurückhalten können. Das ist es, was ich sagen wollte und jetzt werde ich zurückziehen. Aber wisse das, wir werden mit Ungeduld warten!“ 

http://www.liveleak.com/view?i=4d8_1447514351

Dieses Video wurde als Propagandavideo von Terroristen für Terroristen gemacht. Sogar noch kurz von den Anschlägen wurde dem Bataclan mit Anschlägen gedroht. Die Bedrohungslage wurde so heftig, dass die jüdischen Besitzer das Theater kurz vor dem Anschlag verkaufen mussten.

An dem Tag des Anschlags spielte die Band Eagles of Death Metal in dem Theater. Die Band hatte sich ebenfalls bei islamischen Fundamentalisten und deren Unterstützer sehr unbeliebt gemacht, da sie sich lautstark gegen Israelhass ausgesprochen hatte. Einige Monate vor dem Anschlag zum Beispiel wurde die Band unter anderem vom Pink Floyd Mitbegründer Roger Waters aufgefordert, einen geplanten Auftritt in Israel abzusagen, da Israels Behandlung von Palästinensern laut Roger Waters mit den Verbrechen der Nazis zu vergleichen sei. Er drängte die Musiker von Eagles of Death Metal in einem Brief, nicht in Tel Aviv aufzutreten. Am 12. Juli 2015 traten sie dennoch in Israel auf. Vier Monate später wurden in einem Konzert dieser Band, in einem Theater, das von islamischen Terroristen als jüdisches Theater angesehen und schon mehrmals bedroht wurde, neunzig Menschen ermordet. Der WDR aber erklärt:

„Es gibt keinerlei Belege dafür, dass der Anschlag auf das Bataclan im November 2015, zu dem sich der IS bekannt hat, antisemitisch motiviert war. Er kann deshalb nicht in eine Aufzählung antisemitischer Attentate aufgenommen werden.“

Es gibt keinerlei Belege? Das ist die größte Lüge, die in dem Zusammenhang der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner getätigt wurde. Die Lüge wurde aber nicht von den Filmemachern getätigt, sondern von dem WDR. Natürlich gibt es Belege. Sogar Der Spiegel berichtete von diesen Belegen. Der WDR Faktencheck aber behauptete was anderes. Es ist einfach nur skandalös.

Leider hat Tapfer im Nirgendwo nicht so viel Geld wie der WDR. Dennoch kann selbst ich mit meinen bescheidenen Mitteln mit einem eigenen Faktencheck nachweisen, dass der Faktencheck vom WDR nicht ansatzweise den Standards genügt, die der WDR selbst an die Dokumentation anlegt.

Die weiteren vermeintlichen Mängel werden in dem Faktencheck von der Redaktion Audiatur als das entlarvt, was sie sind: Versuche, eine Dokumentation zu denunzieren, die man nicht mag.

Die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Den Fokus aber richtet die Dokumentation auf den mörderischen Judenhass des 21. Jahrhunderts in Europa und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Der Judenhass wurde von Europa in die arabische Welt exportiert, um dann mörderisch nach Europa zurückzukehren und zwar in Form einer brutalen und durch europäische und christliche Organisationen finanzierten „Kritik“ an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Nachdem man die Dokumentation gesehen hat, versteht man die letzten Sätze der Dokumentation:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Die Leute, die diesen Menschen den Hass eingeredet haben, sind Menschen aus Europa, Christen, linke und rechte Aktivisten, Politiker, aber auch Journalisten und Redakteure der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die Dokumentation macht deutlich, dass die bisherige Art, wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten über Israel berichtet haben, in einer Form einseitig und unausgewogen war, dass dadurch judenfeindliche Ressentiments geschürt wurden. Der Film sagt also:

Alle Morde, die in Europa im 21. Jahrhundert von Muslimen an Juden begangen wurden, sind Resultat einer europäisch-christlichen Propaganda gegen Juden und Israel!

Diese berechtige und jeden Faktencheck überstehende Kritik an den WDR denunziert nun der WDR mit allen Kräften und Privilegien seiner Zwangsgebühren. Das ist Veruntreuung von Gebührengeldern!

Zudem hat Jörg Schönenborn selbst die Unwahrheit gesagt. Bei Maischberger erklärte WDR-Programmdirektor, der Sender habe während der ganzen Zeit seit Abgabe des Films in Kontakt mit den Autoren gestanden. Dies weist Joachim Schröder als Lüge zurück:

„Es geht natürlich nicht, dass ein Programmdirektor des WDR offen in die Kameras lügt, man hätte mit uns gesprochen die ganze Zeit. Das ist eine nachweisliche Lüge.“

Zum WDR „Faktencheck“ sagt der Filmemacher:

„Wir haben den Faktencheck angeguckt, wir werden darauf antworten. Das ist ein Konvolut von hastig zusammengesuchten Meinungen, großteils von jenen, die unseren Film hassen. Da werden Dinge teilweise komplett falsch dargestellt. Darauf wird es eine wissenschaftlich fundierte Antwort geben. Die wird begleitet im legalen Sinne von einem Anwalt.“

Wenn der WDR noch etwas Anstand besitzt, dann entschuldigt er sich bei den Filmemachern für diesen unwürdigen Schauprozess und versetzt Jörg Schönenborn an einen anderen Ort. Als seriöser Journalist hat er ausgedient. Henryk Broder schreibt:

„Der WDR trickst bis zum letzten Moment. Der Dokumentation über den zeitgenössischen Antisemitismus in Europa wird eine Worttafel vorangestellt, auf der das Haus den Zuschauern versichert, man habe sich immer gegen Antisemitismus engagiert. (Eine tolle Leistung, als ob eine öffentlich-rechtliche Anstalt die Wahl hätte und sich für Antisemitismus entscheiden könnte.) In den laufenden Film werden dann an drei Stellen Inserts eingeschnitten, in denen sich der WDR von der Doku distanziert.

Das ist ein in der deutschen TV-Geschichte einmaliger und einzigartiger Vorgang. Vor die Wahl gestellt, den Film zu senden oder nicht zu senden, hat sich das Haus klammheimlich und ohne Absprache mit den Autoren der Doku dafür entschieden, die Arbeit zu denunzieren und zu verfälschen.

Die Verantwortung dafür trägt in letzter Instanz der amtierende Intendant.“

Henryk Broder erklärt, der WDR habe seine Macht missbraucht, um eine Arbeit über Judenhass zu denunzieren und zu verfälschen.

Sandra Meischberger und Jörg Schönenborn sollten besser nicht mehr unkommentiert auf die Zuschauerinnen und Zuschauer losgelassen werden. Jedenfalls nicht, wenn es der WDR mit seinen eigenen Standars ernst meint.

Veröffentlicht unter Antisemitismus, Europa | Kommentare deaktiviert für Ein beispielloser Skandal: Der WDR grenzt Journalisten aus!

Offener Brief von Gerd Buurmann an Sandra Maischberger

Liebe Sandra Maischberger,

Warum geben Sie sich und Ihren Namen für die ganze Sache her?

In den letzten Jahren haben die öffentlich-rechtlichen Sender mehrmals einseitige Berichte und Lügen über Israel gesendet. Einige Aussagen waren so offensichtlich falsch, dass später öffentliche Entschuldigungen getätigt werden mussten. In dem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen dokumentiert. Wenn es um Israel geht, wurden falsche Zahlen, Behauptungen und Unterstellungen gesendet, die im Nachhinein korrigiert werden mussten. Jedoch wurde in keinem Fall eine der großen Talkshows genutzt, um über diese anti-israelischen Fahrlässigkeiten zu diskutieren.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner enthält keine der falschen und einseitigen Anschuldigungen gegen Israel. Arte weigerte sich, den Film zu senden. Nach langen Protesten, auch von meinem Blog Tapfer im Nirgendwo, sendet nun der WDR diese Dokumentation, aber nicht ohne im Anschluss eine Talkshow folgen zu lassen, in der lang und breit erklärt wird, welche angeblichen handwerklichen Mängel dieser Film aufweisen soll, obwohl bisher nicht auch nur ein Fehler nachgewiesen werden konnte, der so eklatant ist, wie all die diversen Fehler, die in israelkritischen Artikeln von öffentlich-rechtlichen Sendern veröffentlicht wurden, ohne dass jemals darüber in großen Talkshows berichtet wurde.

Liebe Sandra Maischberger,

warum machen Sie sich zur Komplizin dieser doppelmoralischen Sonderbehandlung von Israel?

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Den Fokus aber richtet die Dokumentation auf den mörderischen Judenhass des 21. Jahrhunderts in Europa und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis:

Die Dokumentation zeigt, wie Judenhass von Europa in die arabische Welt exportiert wurde, um dann mörderisch nach Europa zurückzukehren und zwar in Form einer brutalen und durch europäische und christliche Organisationen finanzierten „Kritik“ an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Nachdem man die Dokumentation gesehen hat, versteht man die letzten Sätze der Dokumentation:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Die Leute, die diesen Menschen den Hass eingeredet haben, sind Menschen aus Europa, Christen von „Brot für die Welt“ und „Misereor“, linke und rechte Aktivisten, Politiker der Europäischen Union, aber auch Journalisten und Redakteure der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die Dokumentation macht deutlich, dass die bisherige Art, wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten über Israel berichtet haben, in einer Form einseitig und unausgewogen war, dass dadurch judenfeindliche Ressentiments geschürt wurden. Der Film sagt also:

Alle Morde, die in Europa im 21. Jahrhundert von Muslimen an Juden begangen wurden, sind Resultat einer europäisch-christlichen Propaganda gegen Juden und Israel!

Ich habe den letzten Satz fett gedruckt, denn er sollte noch einmal gelesen werden, bevor wir anschauen, zu welcher Barbarei diese Propaganda bereits geführt hat.

Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten. Am 19. März 2012 wurden drei Kinder und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren. Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten dieselben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt. Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden. Am 13. November 2015 wurde das Bataclan Theater in Paris Ziel eines Anschlags, bei dem neunzig Menschen ermordet wurden. Das Theater wurde nicht zufällig ausgesucht.

Am 20. Dezember 2008 drehten arabische Terroristen einen Film des Hasses über das Theater und Caféhaus Bataclan, in dem am 13. November 2015 brutal gemordet wurde. Damals drängten vermummte Männer zum Eingang des Bataclans mit einer klaren Nachricht für die jüdischen Besitzer. Ein Mann sprach:

„Der Zorn und die Revolte in meinen Vierteln ist etwas, das wir nicht länger kontrollieren können, darum haben wir eine Nachricht für die Leiter dieses Theaters. Heute bin ich noch nett, aber eins sollten Sie wissen, mit all den Männern, die wir hinter uns haben, wir werden sie nicht mehr lange zurückhalten können. Das ist es, was ich sagen wollte und jetzt werde ich zurückziehen. Aber wisse das, wir werden mit Ungeduld warten!“ 

http://www.liveleak.com/view?i=4d8_1447514351

Dieses Video wurde als Propagandavideo von Terroristen für Terroristen gemacht. Sogar noch kurz von den Anschlägen wurde dem Bataclan mit Anschlägen gedroht. Die Bedrohungslage wurde so heftig, dass die jüdischen Besitzer das Theater kurz vor dem Anschlag verkaufen mussten.

An dem Tag des Anschlags spielte die Band Eagles of Death Metal in dem Theater. Die Band hatte sich ebenfalls bei islamischen Fundamentalisten und deren Unterstützer sehr unbeliebt gemacht, da sie sich lautstark gegen Israelhass ausgesprochen hatte. Einige Monate vor dem Anschlag zum Beispiel wurde die Band unter anderem vom Pink Floyd Mitbegründer Roger Waters aufgefordert, einen geplanten Auftritt in Israel abzusagen, da Israels Behandlung von Palästinensern laut Roger Waters mit den Verbrechen der Nazis zu vergleichen sei. Er drängte die Musiker von Eagles of Death Metal in einem Brief, nicht in Tel Aviv aufzutreten. Am 12. Juli 2015 traten sie dennoch in Israel auf. Der Vormann der Band, Jesse Hughes, rief sogar ein paar deutliche Worte von der Bühne: „Wisst Ihr, was ich zu Roger Waters sage? Zwei Worte: Fick Dich!“

Vier Monate später wurden in einem Konzert dieser Band, in einem Theater, das von islamischen Terroristen als jüdisches Theater angesehen und schon mehrmals bedroht wurde, neunzig Menschen ermordet. In der deutschen Berichterstattung wurde jedoch über diesen judenfeindlichen Hintergrund kaum berichtet. Vermutlich, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner jedoch thematisiert diesen Judenhass. Arte weigert sich jedoch, diese Dokumentation zusenden und der WDR sendet diese Dokumentation nur, wenn im Anschluss eine Dokumentation folgt, die behauptet, die Dokumentation habe „handwerkliche Mängel“, obwohl im Vorfeld diverse Filme gegen Israel gesendet wurden, die voller nachweislicher Fehler und Lügen waren.

Wenn es gegen Israel geht, dürfen Fehler und Lügen sein, wenn es jedoch für Israel geht, sind bereits Mängel zu viel!

Liebe Sandra Maischberger,

warum machen Sie da mit und wer bitte war für die Gästeauswahl zuständig?

Die Hauptaussage der Dokumentation besagt: Alle Morde, die in Europa im 21. Jahrhundert von Muslimen an Juden begangen wurden, sind Resultat einer europäisch-christlichen Propaganda gegen Juden und Israel!

Was bitte kann Norbert Blüm zu diesem Thema beitragen? Was ist seine Expertise in dieser Angelegenheit? Bisher ist er ausschließlich als eben solcher Christ in Erscheinung getreten, der in dem Film massiv kritisiert wird. Offen und ohne auch nur den Anschein einer Objektivität vermitteln zu wollen, verbreitet er ausnahmslos negative Bilder über Israel. Was er bei Hart aber Fair über Israel vom Stapel gelassen hat, ist an einseitiger Israelverurteilung kaum noch zu überbieten.

Nachdem ich das gesehen habe, möchte ich fast sagen:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Europa den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte Norbert Blüm sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Nobert Blüm hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist.“

Und wehe, jetzt beschwert sich wer und sagt, wie kannst Du nur so über Norbert Blüm reden, das ist Verleumdung. Zunächst einmal, ich habe geschrieben, dass ich das „fast“ sagen möchte und weiter, selbst, was ich fast sagen wollte, ist harmlos im Vergleich zu den bösartigen Einseitigkeiten, die Norbert Blüm im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gegen Israel und Juden vom Stapel gelassen hat.

Warum sitzt Rolf Verleger in der Runde. Bei Wikipedia steht:

Ferner äußerte Rolf Verleger Verständnis für die „verzweifelte“ Hamas, die sich „aus Protest […] mit den Mitteln […] wehrt, die sie hat“

Die Hamas fordert in ihrer Gründungscharta die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit. Die Hamas fordert die „Endlösung“! So steht es in Artikel 7. Der stellvertretende Minister der Hamas für religiöse Angelegenheiten erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Für diese „verzweifelte“ Hamas und für diesen „Protest“ zeigt Rolf Verleger Verständnis und Norbert Blüm sagt über Israel und den Versuch der israelischen Regierung, diesen erklärten Holocaust zu verhindern:

„Ich kann in den Aktionen der israelischen Armee keinen Abwehrkampf gegen den Terrorismus sehen – sondern nur Vernichtung.“

Herzlichen Glückwunsch, liebe Sandra Maischberger, eine wundervolle Truppe haben Sie sich zusammengestellt. In der Runde wird ebenfalls die „Nahostexpertin“ Gemma Pörzgen sitzen. Sie sagt:

„Der Film hat einfach eine sehr klare propagandistische Linie und zeigt aus meiner Sicht eben diese ganze Thematik sehr einseitig.“

Ja klar, der Film ist einseitig, aber natürlich nicht der WDR, der Sandra Maischberger vorschickt, um zu zeigen, wie einseitig die Dokumentation sein soll, obwohl der selbe WDR noch nicht eine Talkshow zu den vielen Lügen gemacht hat, die nachweislich von öffentlich-rechtlichen Sendern über Israel verbreitet wurden.

Das Befremdlichste an der ganzen Talkshow ist jedoch, dass die Filmemacher nicht mit in der Runde sitzen. Ich habe bei Joachim Schroeder nachgefragt. Er sagt, er sei nicht mal gefragt worden. Ich finde das alles entsetzlich.

Liebe Sandra Maischberger,

warum geben Sie sich dafür her?

Veröffentlicht unter Antisemitismus, Europa | Kommentare deaktiviert für Offener Brief von Gerd Buurmann an Sandra Maischberger

Greetings from the pigsty!

Bloggers generally have a questionable reputation. If I, as a blogger, should counter a news report from a public broadcaster with photos and facts, I’m always the pariah.

I can understand the lack of trust in bloggers. There are some real screwballs among us. For example, I love the ESC (Eurovision Song Contest), CSD (Christopher Street Day, the theater, Israel, feminism. How much screwier can it get?

Pariahs are usually poorer than the establishment, and their manners are often more rough and rude than those in the front parlor. Tapfer im Nirgendwo is not as financially endowed as the WDR (West German Broadcasting Corporation). My blog’s tone is demonstrably less refined than the WDR local news. This doesn’t mean that I, Gerd Buurmann, don’t write with the same dedication and decency as the public broadcasting journalists. They are not more or less objective than me. We’re all human. Except that I don’t force anyone to buy my stuff. Public broadcasting in Germany does!

Shortly after the demonstration in Cologne „Not with us! Muslims and Friends against Violence and Terror“ on June 17, 2017, I wrote a blog article with the title “Speechless“:

„Today, Muslims demonstrated against Islamic terror in Cologne. 10,000 people were expected, but less than 1,000 came!”

Being myself present at the demonstration, I could actually count the number of participants, which was unfortunately quite low. I also asked the police in the presence of Henryk M. Broder, who had an even lower estimate. However, the police did officially report a peak of 1,000 participants.

The public broadcasting news station Tagesschau reported over 2,000 people and the WDR even counted more than 3,000. In my blog article „Technical Deficiencies“, I asked:

„Who does the counting at WDR? Donald Trump? Conjuring masses of people and developing „alternative facts“ is just as silly with Donald Trump as with Lamya Kaddor. One would think that. So, can I pay a 7.50 euro monthly television fee and claim it’s really 17.50 euros?“

Now, I’m getting messages calling me a rabble-rouser.

„Mr. B., the AfD (Alternative for Germany, a right wing political party) may have a position for you – or even the Neo-Nazi Identitarians may have need for a village crier like you. Interested?“

„The police estimated 3,500 demonstrators. You could have done proper research. But, propaganda is more important for you.“

The police had never made such an estimate. The organizers are merely claiming to quote the police. After I stated that I was there and could prove the numbers wrong, the answer came promptly:

„Well, I live a couple of hundred miles away and have to rely on official figures.“

The official figures came from the WDR and the news (Tagesschau). Their numbers are way off, but they made sure that my estimate was deemed a lie, pure propaganda or backroom neo-Nazi talk. This, dear WDR, happens when you work unprofessionally. And then you insist that a compulsory fee is required to finance a public broadcasting company which ensures the news is objective and free of errors. But, in this case you’re neither objective nor accurate! I’m curious as to whether I’ll receive an apology.

If I hadn’t incessantly pointed out the errors, the WDR would have perhaps gotten away with the lying, just as they would never have broadcast the TV documentary „Selected and Excluded – Jew Hatred in Europe“.

Greetings from the pigsty!

***

Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Wir müssen uns distanzieren!

„Ich bin schockiert über diese schreckliche, abscheuliche Tat. Das ist ein Terroranschlag in jeder Hinsicht. Wir müssen den Terrorismus gemeinsam bekämpfen, unabhängig davon, von welcher Seite er kommt.“

Diese Aussage stammt vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, nachdem ein israelischer Terrorist einen mörderischen Brandanschlag auf eine arabische Familie verübt hatte. Netanjahu erklärte, „alle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um die Mörder zu fangen und sie so bald wie möglich vor Gericht zu bringen.“

Die Siedlerin schrieb damals:

„Schreckliche Nachrichten erreichen uns an diesem Morgen. Ein Terroranschlag wurde im arabischen Dorf Duma in Samaria verübt. Nach ersten Erkenntnissen der Armee bzw. der israelischen Medien drangen gegen 4 Uhr morgens mindestens zwei maskierte Personen in das arabische Dorf ein und warfen offenbar einen Brandsatz/Molotow-Koktail in zwei Gebäude am Dorfrand, und sprühten auf diese Hassbotschaften in Hebräisch. Das erste Gebäude, welches durch den Brandsatz ausbrannte, stand leer. Im zweiten Gebäude schlief eine Familie – Vater, Mutter und zwei Kinder, darunter ein anderthalb Jahre altes Baby, Ali Dawabshe. Sie wurden vom Brandsatz überrascht, das Haus fing schnell Feuer. Das ältere Kind wurde von den Eltern aus dem Haus herausgezogen. Als nach Angaben die Mutter versuchte, auch das Baby aus dem Haus zu zerren, gelang ihr es nicht mehr und das Kind wurde bei lebendigem Leibe verbrannt.“

Präsident Reuven Rivlin sagte:

„Das ist eine Zeit, zusammenzukommen. Die Strafverfolgungsbehörden und unser Rechtssystem werden die Mörder finden und sie vor Gericht stellen. Das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen und sich den Gewalttaten zu unterwerfen, ist so, als würde man einen Preis an Terroristen vergeben.“

Die stellvertretende Außenministerin Tzipi Hotovely erklärte:

„Du sollst nicht morden. Das ist die vorrangige Unterweisung der Zehn Gebote. Das Judentum heiligt das Leben und bedauert alles, was mit der Verehrung des Todes verbunden ist. Das Nehmen unschuldiger Leben und die Verunreinigung der jüdischen Moral ist ein unverzeihlicher Terrorakt, den wir alle verurteilen müssen. Wir müssen alles tun, um weitere Gräueltaten gegen Unschuldige zu verhindern, wer und wo auch immer sie sind.“

An diese Worte muss ich denken, wenn ich an den Terroranschlag vom 19. Juni 2017 denke, als kurz nach Mitternacht ein Terrorist mit einem Lieferwagen im Londoner Stadtteil Finsbury Park in eine Gruppe von Muslimen fuhr, die aus einer Moschee kamen. Das ist ein Terroranschlag in jeder Hinsicht. Wir müssen den Terrorismus gemeinsam bekämpfen, unabhängig davon, von welcher Seite er kommt.

Israel ist ein Land, das sich seit seiner Gründung in einem Krieg befindet, an dessen Ende viele Feinde nur die totale Vernichtung des Staates Israels als „Endlösung“ akzeptieren können. Die Hamas zum Beispiel fordert in ihrer Gründungscharta die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes. Die Fatah wiederum ehrt und unterstützt Terroristen und Judenmörder. Nicht wenige arabische Minister zeigen offen ihre Verehrung für Adolf Hitler.

Trotzt dieser Gefahrenlage achtet die israelische Gesellschaft darauf, sich nicht dem Hass zu ergeben. Die Fatah und die Hamas ehrt und finanziert die Terroristen in den eigenen Reihen, nicht selten finanziert mit Geldern aus Deutschland und der Europäischen Union, Israel aber verdammt, verfolgt und verurteilt die Terroristen in den eigenen Reihen, selbst wenn sie in der Armee sind. Es gibt bisher kein einziges Beispiel in der Geschichte der gesamten Menschheit, da ein Volk, ein Land oder eine Nation sich einer vergleichbaren Bedrohung wie Israel ausgesetzt sah und dennoch an den Prinzipien der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und offenen Gesellschaft festgehalten hat. Wer einmal in Israel war und sieht, wie dort Menschen frei und gleichberechtigt leben, lieben und lachen, unabhängig von ihren politischen, sexuellen oder religiösen Orientierungen, obwohl sich das Land in einem Krieg befindet, bei dem es darum geht, sich der physischen Totalvernichtung zu verwehren, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

An Israel können wir uns ein Beispiel nehmen!

Der Terrorist vom 19. Juni 2017 muss mit aller Kraft unserer Gesetze verurteilt werden. Wir müssen alle klar und deutlich machen, dass solche Taten in unserer Mitte keinen Platz haben. Wir müssen uns moralisch distanzieren von dieser Tat, aber wir müssen uns auch zur Aufklärung der Sache, der Tat annähnern und nachforschen, wie es dazu kommen konnte. Ein gleichzeitiges Distanzieren und Annähnern ist somit die angemessene Reaktion auf diese Tat, denn sie hat selbstverständlich mit uns zu tun. Sie wurde in unserer Mitte begangen und ist somit Teil und Resultat unserer Gesellschaft.

Wir tragen Verantwortung dafür, wie wir mit dieser Tat umgehen und wir müssen überlegen, was wir tun können, um solche Taten in Zukunft zu verhindern. Wir müssen den Täter zur Rechenschaft ziehen, denn er hat sich entschieden, diese Tat zu begehen! Es war sein Wille. Es darf aber nicht unser Wille sein und er und seine Freunde dürfen niemals glauben können, dass es unser Wille ist!

Nichts, was der Täter erlebt hat, entschuligt seine Tat! Terror bleibt Terror!

Daher sagen wir nicht, die Tat hat nichts mit unserer Kultur zu tun. Natürlich hat sie das. Genau darum haben wir ja Gesetzesbücher, in denen Taten wie diese verurteilt werden. Unsere Bücher sind jedoch bewegliche Bücher. Sie wandeln sich, passen sich an, gestehen Fehler ein und ändern sich. Unsere Bücher werden immer wieder kritisiert und umgeschrieben, denn unsere Bücher sind nicht in Stein gemeißelt, sind jeder Kritik und jeder Polemik zugänglich und vor allem, sie sind nicht nur ein Buch, sie sind viele Bücher, unterschiedlich, sich teilweise widersprechend, zwar fehlerhaft, aber dafür menschlich.

Und weil wir diese Bücher haben, weil wir sagen, dass unsere Bücher nicht heilig sind, sondern menschlich, weil wir sagen, dass wir Messer der Vernunft in Ideologien stechen aber niemals Messer in Menschen, darum sagen wir nicht: Das hat nichts mit uns zu tun. Wir sagen: Das hat mit uns zu tun! Es ist unsere Verantwortung. Wir nutzen unser Wissen, unsere Bücher, unsere Menschlichkeit, um diese Verbrechen zu ahnden, damit wir nicht selber Opfer der Unmenschlichkeit werden, die wir bekämpfen. Wir schaffen das.

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Lieber WDR, schöne Grüße von dem Schmuddelkind!

Man hat es als Blogger nicht leicht. Wenn die öffentlich-rechtlichen Medien etwas berichten, das falsch ist, kann ich noch so sehr mit Bildern, Fakten und Berichten vom Ort kommen, um zu zeigen, dass da etwas nicht stimmt, als Blogger bin ich stets das Schmuddelkind, dem nicht zu trauen ist.

Das mangelnde Vertrauen, das uns Blogger entgegengebracht wird, kann ich sogar verstehen. Es gibt echt viele Spinner unter uns. Ich zum Beispiel liebe den ESC, den CSD, das Theater, Israel und mache als Feminist in roten High Heels vor Franz Münteferig den Georg Groddeck. Wieviel spinnerter kann es noch gehen?

Schmuddelkinder sind zudem ärmer als die Elite und ihr Umgangston ist nicht selten rauer als in den guten Stuben. Tapfer im Nirgendwo hat nicht so viel Geld wie der WDR und der Ton auf meinem Blog ist nachweislich etwas gossenhafter als bei der WDR Lokalzeit. Das heißt aber nicht, dass ich, Gerd Buurmann, nicht mit der selben Hingabe und der selben Menschlichkeit am Werk bin, wie eine öffentlich-rechtliche Redaktion und die öffentlich-rechtlichen Mitarbeiter sind auch nicht mehr oder weniger objektiv als ich. Wir sind alle Menschen, mit der Ausnahme, dass ich niemanden zwinge, meine Werke zu kaufen. Der WDR schon!

Kurz nach der Demonstration „Nicht mit uns! Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror“ auf dem Kölner Heumarkt am 17. Juni 2017 schrieb ich unter dem Titel „Ohne Worte“:

„Heute fand in Köln die Demonstration der Muslime gegen islamischen Terror statt. Erwartet wurden 10.000 Menschen. Es kamen weniger als 1.000!“

Die Zahl hatte ich ermittelt, da ich vor Ort selbst gezählt hatte, was aufgrund der geringen Anzahl von Demonstranten leider möglich war und weil ich in Anwesenheit von Henryk M. Broder bei der Polizei nachgefragt hatte, die jedoch vor Ort sogar noch eine kleinere Menge angab. In späteren und offiziellen Angaben sprach die Polizei dann von 1.000 Teilnehmern zu Spitzenzeiten.

Die Tagesschau sprach jedoch von über 2.000 Menschen und der WDR sah sogar über 3.000 Menschen. Ich stellte daraufhin in dem Artikel „Handwerkliche Mängel“ die Frage:

„Wer zählt da eigentlich bei der ARD? Donald Trump? Ich finde das Erfinden von Menschenmassen und „alternative Fakten“ bei Donald Trump ebenso albern wie bei Lamya Kaddor. Sie offenkundig nicht. Schade. Darf ich ab sofort auch 7,50 Euro Rundfunkgebühren monatlich bezahlen und behaupten, es wären 17,50 Euro gewesen?​“

Daraufhin erhielt ich einige Nachrichten, die mir vorwarfen, ein Hetzer zu sein.

„Herr B., die AfD hat bestimmt noch einige Mitarbeiterposten für Sie frei – oder auch die Neonazi-Vereinigung „Identitäre Bewegung“ für Marktschreier wie Sie. Na, Interesse?“

„Polizeiangaben sind um 3.500. Du hättest auch ordentlich recherchieren können. Aber offenbar ist Dir Propaganda wichtiger.“

Die Polizei hatte eine solche Angabe nie gemacht. Die Veranstalter hatten lediglich behauptet, die Polizei hätte das gesagt. Als ich daher erwiderte, ich sei vor Ort gewesen und könne belegen, dass die Zahl falsch sei, kam die Antwort:

„Tja, ich wohne ein paar hundert Kilometer weg und muß mich auf offizielle Zahlen verlassen.“

Die offiziellen Zahlen kamen vom WDR und von der Tagesschau. Sie waren falsch, sorgten aber dafür, dass meine Aussagen als Lügen, Propaganda und Neonazigerede bezeichnet wurden. Das, lieber WDR, passiert, wenn Sie unsauber arbeiten, aber die Zahlung erzwingen mit der Behauptung, nur so könnten Sie objektiv sein und Fehler vermeiden. In diesem Fall waren Sie es nicht! Sie machten einen Fehler! Ich bin mal gespannt, ob ich Entschuldigungen erhalten werde.

Mittlerweile hat sich der WDR korrigiert:

So ganz stimmt diese Korrektur jedoch auch nicht, denn der WDR sprach in der WDR Lokalzeit sogar von über 3000 Teilnehmenden.

​ ​

Diese hohe Zahl verschweigt der WDR aber in diesem Bild. Das ist jetzt schon der zweite handwerkliche Mangel in weniger als 24 Stunden. Das ist schon sehr bezeichnend, wo der WDR doch gerade so viel wert darauf legt, dass alles so ganz korrekt sein muss, jedenfalls wenn es um Juden geht.

Das Erste wird am 21. Juni 2017 um 22:15 Uhr die für arte produzierte TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ senden und im Anschluss eine Diskussionssendung folgen lassen. In der Presseerklärung des Ersten heißt es:

„Dabei werden auch die vom WDR beanstandeten handwerklichen Mängel der Dokumentation berücksichtigt.“

Der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, erklärt:

„Ich halte es für richtig, die umstrittene Dokumentation jetzt einem breiten Publikum zugänglich zu machen, auch und trotz ihrer handwerklichen Mängel. Nur so kann sich das Fernsehpublikum ein eigenes Bild machen. Die ja längst stattfindende öffentliche Diskussion bekommt so eine Grundlage, auf der sich jeder sein eigenes Urteil bilden kann.“

Welche handwerklichen Mängel genau gemeint sind, da hält sich die Presseerklärung noch zurück. Bisher wurde noch kein handwerklicher Mangel bewiesen. Wir erfahren nur:

„So enthält der Film Tatsachenbehauptungen, für die es nach jetzigem Kenntnisstand des WDR keine ausreichenden Belege gibt.“

Wofür gibt es keine ausreichenden Belege? Bisher ist es lediglich eine unbegründete Tatsachenbehauptung von Ihnen, dass es keine Belege gibt. Und überhaupt, wann werden eigentlich Diskussionen zu all den öffentlich-rechtlichen Sendungen folgen, die in der Vergangenheit Israel kritisiert haben und dabei nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet haben? In dem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen dokumentiert. Heute erklärt WDR-Intendant Tom Buhrow:

„Das Thema der Dokumentation war und ist uns wichtig. Und je wichtiger das Thema, desto genauer muss die journalistisch-handwerkliche Sorgfalt sein. Dabei gilt: Sorgfalt vor Schnelligkeit. Wir haben den Film intensiv geprüft und ich habe entschieden, die Dokumentation und unsere handwerklichen Fragezeichen dazu transparent zur Diskussion zu stellen.“

Das sind unglaublich hochtrabende Worte, wenn man bedenkt, dass der WDR am 17. Juni 2017 die Zahl einer Demonstration von Muslimen einfach mal so verdreifacht hat und in der Korrektur am 18. Juni 2017 ein zweites Mal einen alternativen Fakt präsentierte, in dem die Angabe über den eigenen Fehler vom Vortag ein Drittel unterhalb der tatsächlichen Zahl liegt.

Hätte mein Blog den Fehler nicht so konsequent thematisiert, wäre der WDR vielleicht mit der Lüge davongekommen, so wie der WDR vielleicht auch nie die TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ gesendet hätte, hätte ich nicht konsequent aus meiner Gosse geschrieben.

Schöne Grüße von dem Schmuddelkind!

Veröffentlicht unter Deutschland, Philosophie, Politik | Kommentare deaktiviert für Lieber WDR, schöne Grüße von dem Schmuddelkind!

Wir wurden alleine gelassen!

Am 17. Juni 2017 war ich auf der Demonstration „Nicht mit uns! Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror“ auf dem Kölner Heumarkt. Ich ging dort hin, um zu tun, was Ralph Giordano bereits im Juni 2007 erklärt hatte:

„Ich jedenfalls stehe an der Seite aller säkularisierten Muslimas und Muslime, die mit Reformen den Weg zu einer Integration frei machen wollen, die diesen Namen verdient – ein Ziel, von dem wir noch weit entfernt sind. Was mich nicht hindert, es mit meinem Molekül näherzubringen. Denn eine friedliche Alternative zur Integration gibt es nicht.“

Wie weit wir zehn Jahre nach diesem Ausspruch noch von dem Ziel entfernt sind, wurde am 17. Juni bitter deutlich. Über 10.000 Menschen wurden erwartet, um gegen Gewalt und Terror im Namen des Islams zu demonstrieren, aber es kamen weniger als 1.000. Die meisten waren keine Muslime. Ich kam mit einer gehörigen Portion Hoffnung zum Heumarkt und ging mit dem Gefühl der bitteren Enttäuschung.

Im Gegensatz zu vielen Besserwissern, die jetzt sagen, sie hätten es kommen sehen und genau gewusst, dass nur so wenige kommen würden, hatte ich tatsächlich damit gerechnet, an dem Tag über 10.000 Menschen auf dem Heumarkt zu treffen. Ich wollte in der Menge singen, lachen und kritisch sein. Ich wollte zeigen, dass es völlig okay ist, einer Religionsgemeinschaft anzugehören, es aber auch wichtig ist, jede Religion zu kritisieren und ihre Prinzipien zu hinterfragen, weil eine Religion mit Absolutheitsanspruch und dem Glauben an die Manifestation der Wahrheit in ihrem Gott, der Gewalt und dem Terror Tür und Tor öffnen können, vor allem, wenn sie zur Mission aufruft, also zur Unterwerfung unter dem Prinzip der göttlichen Wahrheit. Ich wollte zeigen, dass es das Recht eines jeden Menschen ist, sich religiös zu kleiden, so wie es auch das Recht eines jeden Menschen ist, über diese Kleidung zu lachen.

Die Mit-Initiatorin Lamya Kaddor hatte gut für die Demonstration getrommelt und sämtliche großen Medien hatten im Vorfeld darüber berichtet. Dennoch wurden wir alleine gelassen!

Dabei fand die Demonstration doch in Köln statt, wo sich der gemeine Kölner und die gemeine Kölnerin gerne mal auf dem Heumarkt unterhaken und sich gegen Menschen quer stellen, die mehr Hass als Liebe in den Herzen tragen. Als Pegida behauptete, sie seien patriotische Europäer, füllten sich die Plätze Kölns mit Europäern, die sich distanzierten. Als die AfD sagte, sie seien das Volk füllten Deutsche und Freunde den Heumarkt und distanzierten sich lautstark. Nach all den vielen Muslimen aber, die im Namen des Islams hassen und morden, blieb der Heumarkt erschreckend leer. Dabei hatte Lamya Kaddor erklärt:

„Der Terrorismus hat oder der Islamismus hat natürlich etwas mit dem Islam zu tun, in so fern ist es quasi auch mal an der Zeit, das vielleicht nochmal deutlicher, die Abgrenzung noch schärfer vorzunehmen.“

Scharf grenzte sich an dem Tag leider keine muslimische Gemeinde ab. Unter den wenigen Muslimen, die an dem Tag in Köln anwesend war, stellte die deutliche Mehrheit, nämlich über 50% aller anwesenden vermeintlichen Muslime die Ahmadiyya. Ich schreibe „vermeintlich“, weil die meisten Muslime weltweit die Ahmadiyya nicht als muslimische Gemeinschaft anerkennen. Im April 2013 wurde die Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat in Hessen zwar als Gemeinde in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt, aber für die deutliche Mehrheit aller Muslime sind die Ahmmadiyya keine Muslime.

Die Demonstration auf dem Heumarkt muss daher als krachende Niederlage gewertet werden.


Albert Einstein soll einmal gesagt haben:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

Es ist daher egal, was die Mehrheit der Muslime denkt und wie sie den Islam auslegt. Die Mehrheit ist irrelevant, wenn sie schweigt und die gefährliche Minderheit machen lässt!

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Handwerkliche Mängel beim WDR

Am 17. Juni 2017 fand in Köln eine Demonstration von Muslimen gegen islamischen Terror statt. Erwartet wurden 10.000 Menschen. Es kamen weniger als 1.000. Die meisten davon waren keine Muslime.

Die Tagesschau sah jedoch über 2.000 Menschen: ​

Der WDR sah sogar über 3.000 Menschen: ​​

Wer zählt da eigentlich bei der ARD?

Es waren deutlich weniger Menschen! Bilder von der Demonstration finden Sie hier: „Ohne Worte!“

Übrigens, das ZDF hat nur knapp 1.000 Menschen gezählt.

Es gibt offensichtlich noch öffentlich-rechtliche Sender, die zählen können, obwohl ich vor Ort noch weniger gezählt habe.​

​Dem WDR ist da wohl ein handwerklicher Fehler unterlaufen. Gesendet wurde die Zahl dennoch. Spannend, wo doch der WDR gerade so viel wert darauf legt, dass alles immer ganz korrekt sein muss, jedenfalls wenn es um Juden geht. Bei Muslimen ist der WDR da etwas wohlwollender.

Das Erste wird am 21. Juni 2017 um 22:15 Uhr die für arte produzierte TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ senden und im Anschluss eine Diskussionssendung folgen lassen. In der Presseerklärung des Ersten heißt es:

„Dabei werden auch die vom WDR beanstandeten handwerklichen Mängel der Dokumentation berücksichtigt.“

Der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, erklärt:

„Ich halte es für richtig, die umstrittene Dokumentation jetzt einem breiten Publikum zugänglich zu machen, auch und trotz ihrer handwerklichen Mängel. Nur so kann sich das Fernsehpublikum ein eigenes Bild machen. Die ja längst stattfindende öffentliche Diskussion bekommt so eine Grundlage, auf der sich jeder sein eigenes Urteil bilden kann. Im Anschluss an die Dokumentation wird auch die Gesprächsrunde bei Sandra Maischberger das Thema aufgreifen.“

Welche handwerklichen Mängel genau gemeint sind, da hält sich die Presseerklärung noch zurück. Bisher wurde noch kein handwerklicher Mangel bewiesen. Wir erfahren nur:

„So enthält der Film Tatsachenbehauptungen, für die es nach jetzigem Kenntnisstand des WDR keine ausreichenden Belege gibt.“

Wofür gibt es keine ausreichenden Belege? Bisher ist es lediglich eine unbegründete Tatsachenbehauptung von Ihnen, dass es keine Belege gibt. Und überhaupt, wann werden eigentlich Diskussionen zu all den öffentlich-rechtlichen Sendungen folgen, die in der Vergangenheit Israel kritisiert haben und dabei nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet haben? In dem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen dokumentiert. Heute erklärt WDR-Intendant Tom Buhrow:

„Das Thema der Dokumentation war und ist uns wichtig. Und je wichtiger das Thema, desto genauer muss die journalistisch-handwerkliche Sorgfalt sein. Dabei gilt: Sorgfalt vor Schnelligkeit. Wir haben den Film intensiv geprüft und ich habe entschieden, die Dokumentation und unsere handwerklichen Fragezeichen dazu transparent zur Diskussion zu stellen.“

Das sind unglaublich hochtrabende Worte, wenn man bedenkt, dass der WDR am 17. Juni 2017 die Zahl einer Demonstration von Muslimen einfach mal so verdreifacht hat.

Lieber WDR,

können Sie sich diese handwerklichen Mängel erklären?

Darf ich ab sofort auch 7,50 Euro Rundfunkgebühren monatlich bezahlen und behaupten, es seien 17,50 Euro?

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Demo in Köln – Ohne Worte!

Heute fand in Köln die Demonstration der Muslime gegen islamischen Terror statt. Erwartet wurden 10.000 Menschen. Es kamen weniger als 1.000!

Von Leuten, die sich auf dem Heumarkt versammelten, gehörte ein großer Teil keiner muslimischen Gemeinde an. Mit etwas Wohlwollen demonstrierten heute in Köln 400 Muslime gegen den Terror. Lamya Kaddor erklärte im Vorfeld:

„Wir Muslime müssen uns von den Tätern stärker abgrenzen und ihre gesellschaftliche Ächtung herbeiführen. Wir wollen diesen Verbrechern zurufen: Es reicht uns“

Rund 400 Muslime folgten dem Ruf. Es waren deutlich mehr Polizisten, Christen und Journalisten anwesend. Ich kam mit viel Hoffnung und ging mit herber Enttäuschung.

Kein Vergleich mit Masse, die in Köln für Erdogan demonstriert hatte oder den Zehntausenden, die sich gegen Pegida stellten.

Ohne Worte!

Hier ein paar Bilder vom Geschehen:

Und hier ein paar Videos:​​​

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