Boycott Israel

“Boycott Israel, if you think that’s just,
But unless you have a double standard you must,
Also boycott the rest of the nations,
With allegations of human rights violations.
We’re not perfect but if you think we’re the worst,
First take a look at the rest of the earth,
Don’t pick and choose to pick on the Jews,
Pick up the paper and read the news.

Boycott North Korea I don’t think you’ll see a
Country in the world that could be un-freer.
Boycott China, let’s not forget
That they stole the whole country of Tibet.
Boycott Japan slaughtering thousands
Of helpless innocent whales and dolphins.
Boycott Vietnam where they choose to use
Drug addicts as slave to shell cashews.
Boycott Cambodia, grabbing up land
Five million acres from the poor man’s hand.
Boycott Thailand for shutting the door
And deporting refugees back to the war.
Boycott Burma, don’t let your cash slip
Into the grip of that military dictatorship.
Boycott India, women can’t escape
When the government officials are guilty of rape.
Boycott Pakistan, crazy country
Where they execute people for blasphemy.
And boycott Afghanistan opium land
Where poppy fields stand in the Taliban’s hand.

Boycott Israel, if you think that’s just,
But unless you have a double standard you must,
Also boycott the rest of the nations,
With allegations of human rights violations.
We’re not perfect but if you think we’re the worst,
First take a look at the rest of the earth,
Don’t pick and choose to pick on the Jews,
Pick up the paper and read the news.

Boycott Syria their government’s killing
Thousands of innocent, unarmed, civilians.
Boycott Iraq make them change the laws
That lock up and torture people without cause.
Boycott Iran with the greatest rate
Of execution out of every other state.
Boycott Turkey because they’ve always denied
And lied about the Armenian Genocide.
Boycott Turkmenistan, where the only media
That you ever see is what the president’ll feed to ya.
Boycott Uzbekistan, government’s rotten
Enslaving children to harvest cotton.
Boycott Russia because every year
More Muslims mysteriously disappear.
Boycott Ukraine, where the politicians
Lock up the opposition, so there’s no competition.
Boycott Belarus, president’s got to go
You know those elections are just for show.
And boycott Germany, cause there’s no reparation
For murdering half the Jewish population.

Boycott Israel, if you think that’s just,
But unless you have a double standard you must,
Also boycott the rest of the nations,
With allegations of human rights violations.
We’re not perfect but if you think we’re the worst,
First take a look at the rest of the earth,
Don’t pick and choose to pick on the Jews,
Pick up the paper and read the news.

Boycott Sudan, the Darfur genocide,
Where hundreds of thousands have already died.
Boycott Egypt and don’t let that narrow
Minded president keep acting like Pharaoh.
Boycott Saudi Arabian oppression
Of women getting beat up, treated like possessions.
Boycott Bahrain police brutality
Against the Shi’ites by the Sunni Monarchy.
Boycott Yemen make them stop the obscene
Execution of juveniles under eighteen.
Boycott Eritrea national slavery,
Where they work for free indefinitely.
Boycott the Congo, doing terrible things
To sell blood diamond engagement rings.
Boycott Zimbabwe you’ll find all kinds
Of torture behind those government mines.
Boycott South Africa, make them pay
For the hundreds of women raped everyday.
Boycott Ivory Coast, sound the alarm
There’s thousands of slaves on those cocoa farms.

Boycott Israel, if you think that’s just,
But unless you have a double standard you must,
Also boycott the rest of the nations,
With allegations of human rights violations.
We’re not perfect but if you think we’re the worst,
First take a look at the rest of the earth,
Don’t pick and choose to pick on the Jews,
Pick up the paper and read the news.

Boycott Chile because they deny
Abortions even if the mother will die.
And boycott Brazil where the brutal police
Kill thousands of people to keep the peace.
Boycott Venezuela closer inspection
Shows that the socialists stole the election.
Boycott Colombia, putting out the lights
Of anyone who fights for union rights.
Boycott Ecuador for stealing the lands
Of indigenous people for their corporate plans.
And boycott Costa Rica where they’ve applied
So much pesticide, that hundreds have died.
Boycott Honduras where a journalist
Gets shot if he writes anything like this.
Boycott Mexico in the war on drugs
The military acts like the cartel thugs.
Boycott the USA make them pay
For torturing people in Guantanamo bay.
And boycott Cuba, but if the government hears
You criticize them, you’ll be locked up for years.

And boycott Israel, if you think that’s just
But unless you have a double standard you must
Also boycott the rest of the nations
With allegations of human rights violations
We’re not perfect but if you think we’re the worst
First take a look at the rest of the earth
Don’t pick and choose to pick on the Jews
Pick up the paper and read the news.”

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Und immer schießt nur Israel

Ein Gastbeitrag von Andreas Schwichtenberg.

Heute früh, beim morgendlichen Check der E-Mail, las ich auf der Homepage des Providers meines Vertrauens die Schlagzeile „Israel bombardiert Gazastreifen“. Der dazugehörigen Artikel ist wiederum überschrieben mit „Israel greift nach Beschuss wieder Ziel im Gazastreifen an“, was in etwa das Gegenteil ist.

Dem inhaltlich halbwegs ausgewogenen Artikel kann man dann entnehmen, dass Israel seit dem 26. August zum ersten Mal wieder einen Luftschlag durchgeführt hat, dieser eine Reaktion auf „den vorherigen Raketenbeschuss aus dem Küstengebiet“ war und dass es seit der Waffenruhe zwei weitere Angriffe auf Israel gegeben hat. Für diese Ecke der Welt also das Übliche:

A haut B.
A haut B nochmal.
A haut B wieder,
B haut zurück.

Wie kann man diesen Vorgang überschreiben mit „B haut A“?

Das macht stutzig. Wie berichten die anderen Medien darüber? Also noch schnell einen Kaffee geholt, damit man nach der Recherche, deren Ergebnis wir alle schon vorher wissen, etwas zum rauskotzen hat. Ich habe die Überschriften der Onlineausgaben der wichtigsten Nachrichtenanstalten mal gesammelt. Hier das Ergebnis:

Süddeutsche
„Israel fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen“

Faz
„Israel fliegt wieder Luftangriffe auf Hamas“

taz
„Israel fliegt Angriffe auf Gazastreifen“

Die Welt
„Israel fliegt Luftangriffe gegen Hamas“

Die Zeit
„Israel fliegt Luftangriff auf Gazastreifen“

Berliner Zeitung
„Israel fliegt Angriffe auf Gaza“

ARD
„Israel fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen“

ZDF
„Israel fliegt Luftangriff auf Gazastreifen“

Spiegel
„Israel bombardiert Ziele im Gaza-Streifen“

Focus
„Nach Raktenbeschuss
Israel fliegt neue Luftangriffe auf den Gazastreifen“

Insgesamt kann man feststellen, dass in allen Überschriften Israel nicht reagiert sondern agiert, obwohl jeder einzelne Artikel mitteilt, dass der Luftschlag eine Reaktion auf einen Angriff war. Lediglich der Focus erwähnt in der Überschrift einen Raketenbeschuss, wenn auch ohne Absender. In einigen der Texten scheint der Beschuss irgendwoher, vielleicht aus dem Himmel, zu kommen. In keinem Artikel findet sich eine deutliche Aussage, dass die Hamas oder, da sich die Hamas anscheinend nicht zu dem Angriff bekennt, „die Palästinenser“ die Waffenruhe gebrochen hätten.

Der Spiegel setzt noch einen drauf und beginnt mit den Worten: „Der Waffenstillstand hielt nur einige Monate.“ Dem weiteren Artikel kann man dann entnehmen, dass Israel mehrmals angegriffen wurde seit August, woraus man wohl schließen muss, dass für den Spiegel Granatenbeschuss auf Israel unter Waffenstillstand fällt.

Auch bei der FAZ, der TAZ und der Berliner Zeitung finden sich mehrere Angriffe seit Beginn des Waffenstillstands, dennoch wird auch dort Israel als Akteur dargestellt und die Angriffe nur nebenbei erwähnt.
Es fällt einem unwillkürlich die dümmste Überschrift seit Menschengedenken ein: „Weiter Raketen auf Israel, aber Waffenruhe hält vorerst“.

Es scheint unter deutschen Journalisten üblich zu sein, Angriffe auf Israel als irgendetwas zu werten, aber nicht als Bruch eines Waffenstillstands. Eine Waffenruhe brechen kann nur Israel. Krieg ist wenn Israel schießt, Frieden ist wenn Israel beschossen wird. Anscheinend setzt bei dem Thema im Verstand irgendein Logikmodul aus.

Wenn man nur den Inhalt destilliert, sind die Artikel wesentlich ausgewogener als die Überschriften erwarten lassen. In der Darstellung dagegen nicht. Beim ZDF beginnt der Text mit den Worten:

„Ein Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat den Nahost-Konflikt neu entfacht: Als Reaktion bombardierte Israels Armee eine Stellung der Hamas – erstmals seit dem Krieg im Sommer.“

Inhaltlich ist das treffend und das Gegenteil der Überschrift. Aber mit „erstmals seit dem Krieg im Sommer“ wird ganz subtil etwas anderes suggeriert. Andere Artikel nennen den Auslöser, den Beschuss Israels erst nach der Reaktion Israels und oft mit nur einem Satz, so dass ein flüchtiger Leser gar nicht mitbekommt wer zuerst geschossen hat. Es erscheint wie ein unbedeutendes Randdetail. Zudem werden die weiteren Angriffe entweder gar nicht oder als Nebensächlichkeit dargestellt. So schaffen es die Artikel, ihren Inhalt irgendwie ins Gegenteil zu verdrehen. Zusammen mit den Überschriften hat man nach dem Lesen das Gefühl, Israel habe die Gefechte begonnen, auch wenn in allen Artikeln inhaltlich das Gegenteil steht. Das ist die hohe Schule der Manipulation.

Es kann nicht mehr wundern, wenn auf deutschen Straßen nicht die Hamas, sondern Israel als Aggressor wahrgenommen wird.

***

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Rassismus beim Deutschlandfunk?

Auf dem Deutschlandfunk hörte ich am 18. Dezember 2014 ein Gespräch zwischen dem katholischen Bischof Ludwig Schick und der Moderatorin Liane von Billerbeck unter dem Titel „Christen dürfen bei Pegida nicht mitmachen“. Leider offenbarte die Moderatorin gleich in der ersten Frage ihren eigenen Hang zu Rassismus. Sie begann mit diesen Worten:

„Christenverfolgung vor allem in arabisch geprägten Ländern, die gibt es seit langem.“

Was hat die Tatsache, dass ein Land arabisch geprägt ist, mit dem Hass auf Christen zu tun. Nichts! Es ist eine rassistische Zuschreibung! Der Hass auf Christen ist Teil einer Ideologie. Die herrschende Ideologie in den Regionen, wo Christen verfolgt werden, ist der Islam.

Christen werden somit in überwiegend muslimisch geprägten Ländern verfolgt. Es sind nicht die Araber, die der christlichen oder der jüdischen Ideologie angehören, die den Hass auf Christen in der Region prägen. Es sind die muslimischen Araber! Ob dieser Hass Teil des Islams ist oder nicht, sollen die Angehörigen der Religionsgemeinschaft klären. Zur Zeit jedoch interpretieren zu viele Menschen den Islam in Richtung Gewalt.

Ideologien sind wandelbar. Um menschlich zu bleiben, müssen sie ständig kritisiert werden. Für die Herkunft kann ein Mensch nichts, für seine Überzeugungen jedoch schon. Islam ist eine Glaubensüberzeugung! Nicht mehr und nicht weniger. Daher gehört sie ständig kritisiert. Das nennt sich Aufklärung.

Warum also flüchtet sich eine Moderatorin des Deutschlandfunks in den Grenzbereich des Rassismus und spricht nicht offen das Problem an?

„Christenverfolgung vor allem in muslimisch geprägten Ländern, die gibt es seit langem.“

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Irland feiert den Holocaust ohne Israel

Der Holocaust Education Trust Irland (HETI) ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die jedes Jahr einen nationalen Holocaust-Gedenktag in Dublin begeht. Für die Feierlichkeit in diesem Jahr haben sich die Veranstalter etwas ganz besonderes einfallen lassen und jede Erwähnung von Israel während der Veranstaltung verboten! Als der Moderator der Veranstaltung, Yanky Fachler, der seit zwölf Jahren die Zeremonie leitet, dagegen Einspruch erhob, wurde er kurzerhand gefeuert!

So sieht es aus: Das Problem am reibungslosen Ablauf einer Holocaustgedenkstunde sind die lebenden Juden! Wären die Nazis erfolgreich gewesen und hätten sie alle Juden umgebracht, so gäbe es heute kein Israel und Irland hätte eine schöne und vor allem stressfreie Holocaustgedenkparty gehabt.

Leider gibt es aber dieses doofe Israel, da, wo Juden sich wehren. Was fällt denen eigentlich ein? Juden haben Opfer zu sein!

Die Hamas erklärt in ihrer Gründungscharta, alle Juden vernichten zu wollen. HETI findet das ganz schlimm, aber noch schlimmer findet HETI es, wenn Juden sich das nicht mehr gefallen lassen. Juden, die sich wehren, das geht ja mal gar nicht! Wen soll man denn bemitleiden und betrauern, wenn Juden auf einmal keine Opfer mehr sein wollen? Wohin mit all den ganzen Kränzen? Stellen wir uns mal vor, es hätte Israel schon vor 1948 gegeben. Vielleicht hätte es den Holocaust dann nicht gegeben. Schrecklicher Gedanke! HETI hätte heute nichts zu gedenken!

Hätte Israel damals gegen Hitler so Krieg führen können wie heute gegen die Hamas, es gäbe heute keine einzige Gedenkstätte für Juden in Europa, aber dafür an jeder Ecke israelkritische Symposien über die „israelischen Kriegsverbrechen an das Dritte Deutsche Reich“. Die Juden von damals wären heute nicht so beliebt, denn gemocht werden Juden nur als Opfer und am besten tot! Unser ganzes Gesellschaftssystem bricht schließlich zusammen, wenn Juden keine Opfer mehr sind.

Wie dramatisch würden die Arbeitslosenzahlen aussehen, wenn es all die Arbeitsplätze in den Holocaustforschungsinstituten und in den Lern-, Gedenk- und Dokumenationsstätten nicht gäbe. Der Holocaust ist eine wirtschaftliche Komponente! Und jetzt kommen da – so mir nichts, dir nichts – lebende Juden und vermiesen alles. Wie kann man nur so selbstsüchtig sein? Die Juden tun ja gerade so, als würde ihnen der Holocaust gehören. Nein, der Holocaust gehört HETI!

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Ihr lieben Patrioten,

die Ihr gegen die Islamisierung des Abendlandes auf die Straßen geht und „Wir sind das Volk“ ruft,

ich fürchte, Ihr seid keine Patrioten! Wäret Ihr Patrioten, Ihr hättet keine solche Angst!

Ich bin Patriot! Ich liebe dieses Land und seine Grundrechte. Ich bin für die Gleichberechtigung der Geschlechter (Art. 3) und für Religions- und Meinungsfreiheit (Art. 4 und 5). Ich glaube an die Kraft der Freiheit und der Persönlichkeit (Art. 2) und ich bin überzeugt davon, dass die Würde des Menschen unantastbar ist (Art. 1).

Mir ist es daher egal, woran die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger meines Landes glaubt, solange ich in meiner Freiheit, meinem Glauben und meiner Liebe nicht eingeschränkt werde. Von mir aus können ruhig 99,9% aller Deutschen Muslime sein, solange nur das Grundgesetz gilt! Solange ich schwul sein kann, ohne verfolgt zu werden, Weihnachten feiern kann, ohne Angst zu haben und Frau sein kann, ohne dadurch Nachteile zu haben, können meinetwegen links und rechts von mir Moscheen aufmachen!

Wer in der puren Errichtung einer Moschee eine Beleidigung erkennt, ist nicht viel besser als jemand, der sich beleidigt fühlt, weil jemand Mohammad karikiert!

Natürlich habe auch ich Angst vor radikalen Fundamentalisten! Religionen an sich sind nie moderat. Sie sind immer radikal! Es gibt keinen moderaten Islam, sondern nur moderate Muslime. Ein Buch mit dem Anspruch, Gottes Wort zu sein, kann nicht moderat sein. Dafür ist Allah selbst zu radikal! Auch Christen und Juden sind nur dort moderat, wo sie nicht alle Worte der Bibel wörtlich nehmen.

Ich liebe Religionen! Ich mag zu Weihnachten mit Christen Lieder unterm Tannenbaum singen. Ich liebe es, zu Pessach mit Juden Wein zu kippen und mit Persern an Nouruz übers Feuer zu springen. Religionen sind wunderbar, wenn sie im Familien- und Freundeskreis stattfinden. Im Privaten sind Religionen eine Bereicherung, im Politischen jedoch eine Gefahr. Meine Oma sagte immer:

„Religionen sind wie Fürze, man meint, nur die der Anderen stinken!“

Ich habe Angst vor Religionen, wenn sie nach staatlicher Macht greifen. Religionen sind immer nur dann tolerant, wenn sie keine staatliche Macht haben. Das Christentum wurde tolerant, nachdem die Aufklärung gesiegt hatte. Dennoch genießt das Christentum in Deutschland weiterhin gewisse Privilegien.

Ein katholisches Krankenhaus, das staatliche Gelder erhält, darf einen Chefarzt entlassen, wenn er nach seiner Scheidung erneut heiratet. Das entschied im Jahr 2014 das Bundesverfassungsgericht. In vielen deutschen Bundesländern darf an Karfreitag nicht öffentlich getanzt, musiziert und Theater gespielt werden, da dies einige Christen in ihrem Glauben beleidigen könnte. Die religiöse Ruhe am Sonntag ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer verpflichtend, egal welcher oder ob sie überhaupt einer Religion angehören. Viele nationale Feiertage sind christliche Feiertage. Katholische Einrichtungen erhalten staatliche Zuwendungen, obwohl bei der Vergabe katholischer Spitzenpositionen (z.B. Priester, Bischöfe, Kardinäle) eine verpflichtende Männerquote von 100% herrscht. Mit dem Artikel 3 des Grundgesetzes ist das zwar nicht vereinbar, aber Steuergelder gibt es dennoch! Der deutsche Staat treibt sogar Kirchensteuern ein!

All diese staatlich subventionierten Diskriminierungen im Namen des Christentums werden mit der vermeintlich christlichen Tradition Deutschlands erklärt. Tradition ist das, was die Mehrheit eines Volkes zur Tradition erhebt. Es ist vollkommen normal in Deutschland, dass es eine Partei mit dem großen C im Namen gibt. Wenn die muslimische Gemeinschaft größer wird, ist bald auch eine IDU denkbar!

Liebe vermeintliche Patrioten,

deshalb habt Ihr Angst! Ihr habt Angst, dass die Gemeinde der Muslime in Deutschland irgendwann so groß werden könnte, dass sie genau jene Rechte und Privilegien einfordert, die die Christen wie selbstverständlich genießen. Wenn die Christen an Karfreitag allen Deutschen das Theater spielen und öffentliche Musizieren verbieten können, warum sollten Muslime dann nicht auch an einem Tag im Ramadan allen Deutschen Alkohol verbieten dürfen?

Jeder Mensch soll glauben, woran er will. Christen sollen meinetwegen ihre Nonnen verschleiern und Muslime keine homosexuellen Imame ernennen, aber dafür sollte es keinen einzigen staatlichen Cent der Subventionierung geben!

Ich bin Patriot, weil ich unser Grundgesetz liebe! Das Grundgesetz hat es in den letzten Jahrzehnten immer wieder vermocht, Diskriminierungen innerhalb der Gesellschaft durch die Kraft der eigenen Verfassung zu beenden. Bis in die siebziger Jahre durfte ein Ehemann in Deutschland seiner Frau das Arbeiten verbieten. Bis in die neunziger Jahre war Homosexualität in Deutschland verboten und Vergewaltigung in der Ehe straffrei. Die Macht des Grundgesetzes machte all dem ein Ende. Nicht selten waren es christliche Fundamentalisten, die sich gegen diese Entwicklung stemmten und homosexuelle Menschen und emanzipierte Frauen diskriminierten. Am Ende siegte jedoch das Grundgesetz.

Deshalb bin ich Patriot! Das Grundgesetz wird sich auch vom Islam nicht unterkriegen lassen. In ferner Zukunft wird der Islam nichts weiter sein als der persönliche Glaube einer relativ großen Gruppe innerhalb der Republik, die keinen Zweifel daran lässt: „Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich!“

Ich bin mir sicher, irgendwann werde ich sogar in Deutschland öffentlich auf einer Bühne als Mohammed verkleidet und mit Bier in der Hand tanzen können! Das Grundgesetz wird es möglich machen.

Sollte dennoch irgendwann eine Gruppe in Deutschland versuchen, die Demokratie abzuschaffen, bleibt uns immer noch Artikel 20 Absatz 4:

„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

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Was ist Jürgen Elsässer?

„Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt, und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte.“

Diese Definition von Antisemitismus kommt von einer Richterin des Münchener Landgerichts, die es Jutta Ditfurth verboten hat, Jürgen Elsässer einen „glühenden Antisemiten“ zu nennen. Sie gab somit dem Herausgeber des verschwörungstheoretischen Magazins Compact recht, der gegen Jutta Ditfurth geklagt hat, weil sie ihn am 16. April 2014 in einem Interview der Sendung Kulturzeit auf 3sat einen „glühenden Antisemiten“ genannt hatte. Für Elsässer ist dies „eine substanzlose Schmähung“ und ein “Killerargument”. Er fühlt sich als Opfer einer „Existenzvernichtung“, da niemand bereit sei, mit einem “glühenden Antisemiten” zusammenzuarbeiten.

Killen und vernichten, darunter macht es Jürgen Elsässer nicht.

Jutta Ditfurth verteidigte sich mit diesen Worten:

„Es ist die Freiheit meiner Meinung, jemanden einen Antisemiten nennen zu dürfen, der massenhaft verdeckt Antisemitisches sagt und schreibt; einen, der sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgibt; der gemeinsam mit anderen antisemitischen Rednern auf Kundgebungen spricht und sich bei Kritik an deren Antisemitismus explizit mit ihnen solidarisiert; einen, der die Regierung Israels nicht sachlich kritisiert sondern Israel antisemitisch schmäht; einen, der sich von Antisemiten und Shoa-Leugnern zu Veranstaltungen einladen lässt; einen, der Antisemiten für seine Zeitschrift interviewt und für seinen Verlag Bücher schreiben lässt. Ja, warum sollte man den in Deutschland nicht das nennen dürfen, was er ist: einen glühenden Antisemiten?“

Die Richterin erklärte Jutta Dirfurth, warum man das nicht darf. Ein Antisemit sei man nur dann, wenn man sich positiv auf den NS-Faschismus bezieht. Sie kommt zu dem Schluss, der Begriff „glühender Antisemit“ läge „jenseits des Hinnehmbaren“ und fügte hinzu: „Es ist ein Totschlagargument. Wer sich so bezeichnen lassen muss, steht in einer Ecke, aus der er nicht mehr rauskommt.“ Ihre Antisemitismus-Definition deckt sich erstaunlich mit der Definition, die Diether Dehm von der Partei Die Linke einmal gewagt hatte:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit!

Es ist schon spannend, was mittlerweile in Deutschland alles kein Antisemitismus mehr ist. Es ist nicht antisemitisch, „Scheiß Jude, brenn“ zu brüllen, Hakenkreuze zu zeigen, den Holocaust zu leugnen und vom „Judenterror“ zu faseln. All dies geschah im Jahr 2014 auf einer Demonstration in Essen, die die Polizei im Nachhinein als „friedlich“ bezeichnete. In Gelsenkirchen stufte die Polizei eine Demonstration als friedlich ein, auf der „Juden ins Gas“ gebrüllt wurde, so geschehen am 12. Juli 2014 in Gelsenkirchen. Die Polizei in Frankfurt und Hagen findet den Ausspruch „Kindermörder Israel“ sogar so legitim, dass sie ihre Megaphone und Polizeiwagen verlieh, damit dieser Ausspruch weithin hörbar war, so geschehen am 12. Juli 2014 in Frankfurt und am 1. August 2014 in Hagen. Die Polizei in Hamburg geht sogar noch weiter. Dort wird man nicht verhaftet, wenn man „Kindermörder Israel“ ruft, sonder wenn man sich öffentlich zu Israel bekennt, so geschehen am 1. August 2014 in Hamburg. In Duisburg wiederum schritt die Polizei nicht ein, als von Judenhassern Steine gegen ein Fenster mit Israelfahne geworfen wurden, sie brach aber in eine private Wohnung ein, um eine Israelfahne aus einem Fenster zu entfernen, so geschehen am 10. Januar 2009 in Duisburg.

All das ist kein Antisemitismus und nicht verboten, denn der Dehm sagt es, Antisemitismus „muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!“ Wenn aber jemand eine Person mit gefährlicher Nähe zum Antisemitismus als „glühenden Antisemiten“ bezeichnet, dann fällt einer Münchener Richterin nur noch ein Wort ein: „Totschlagargument“.

Das ist Deutschland 2014: „Glühender Antisemit“ ist ein Totschlagargument, „Kindermörder Israel“ nicht! So einfach sorgt man dafür, dass Antisemitismus in Deutschland verschwindet.

Tapfer im Nirgendwo fragt zur Sicherheit seine Leserinnen und Leser. Was meinen Sie?

Jutta Ditfurth darf nicht mitspielen! Hat eine Münchener Richterin so beschlossen!

***

Es folgt eine Stellungnahme von Jutta Ditfurth:

Über den Versuch des schwulenfeindlichen, rassistischen und … [derzeit verboten] Rechtspopulisten Jürgen Elsässer meine Meinungsfreiheit einzuschränken

Jürgen Elsässer, der mal ein radikaler Linker und Kommunist war und nun ein Rechtspopulist ist, klagt gegen mich. Ich habe ihn am 16. April 2014 in der Sendung „Kulturzeit“ (3sat) aus sehr guten Gründen einen „…“ (zur Zeit verboten) genannt. Meine Meinung ist derzeit nicht frei. Worum es inhaltlich geht, beschreibe ich in diesem Artikel (hier klicken).

Ich werde in die Berufung gehen, aber es sind bisher Kosten von mindestens 25.000 Euro angefallen, die ich nur mit Hilfe von Spenden bezahlen kann. Meine ökonomische Situation wird meistens überschätzt.

Ich bitte herzlich um Spenden:

Kontoinhaberin: Jutta Ditfurth Verwendungszweck: „Elsässer-Prozess“ Konto-Nr.: 1200881450
Frankfurter Sparkasse 1822
BLZ: 50050201
IBAN: DE61500502011200881450
BIC: HELADEF1822

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Geben Sie mir mein Sie zurück!

„Gib mir mein Sie zurück“ forderte Holger Fuss am 9. Dezember 2014 im Magazin für politische Kultur Cicero.

„Geben Sie mir mein Sie zurück“, diese Aufforderung schickte ich vor einiger Zeit an das Möbelhaus IKEA, da ich dort ständig, ungefragt und penetrant von Plakaten und Schildern aus geduzt werde. IKEA antworteten mir:

„Es ist keinenwegs ein Marketing-Gag, wie einige meinen. Vielmehr sagt das „DU“ etwas darüber aus, wer wir sind woher wir kommen. Mit unseren Herzen kommen wir aus Smaland in Schweden. Unseren eigenen Weg zu gehen, ist smaländisch. In Schweden sagt man „Du“. Trozdem ist man dort nicht unhöflich zueinander. Im Gegenteil: Dort werden Höflichkeit und ein respektvoller Umgang miteinder groß geschrieben. Das ist unser Weg, mit Menschen umzugehen.“

Auf diese Antwort erwiderte ich mit diesem Schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren von IKEA,

nachdem ich angefragt hatte, warum ich von den Schildern und Plakaten Ihres Hauses ungefragt geduzt werde, erhielt ich die Antwort, dass das in Schweden nun mal so sei und dort eben alle geduzt würden. Ich habe mir gestattet, das einmal zu überprüfen.

Wissen Sie, was ich herausgefunden habe? In Schweden werden doch nicht alle geduzt! Nein. Es gibt einen Menschen, der gesiezt werden muss. Der König wird gesiezt! Daraus darf ich also schließen, dass bei IKEA der Kunde nicht König ist.

Bitte entschuldigen Sie meine Reaktion. Es ist keineswegs ein Gag. Vielmehr sagt meine Reaktion etwas darüber aus, wer ich bin und woher ich komme. Mit meinem Herzen komme ich aus dem Emsland in Deutschland. Unseren eigenen Weg zu gehen, ist emsländisch. Im Emsland sagt man „Sie“!

Ich schlage daher vor, wir treffen uns zu einem Smaländisch-Emsländischen Duell, um dieses Problem ein für alle mal aus der Welt zu schaffen. Ein paar Personen Ihres Unternehmens und eine gleiche Anzahl von Leuten meiner Wahl treffen sich in den Abendstunden an einem Ort Ihrer Wahl. Wir trinken alle ein paar emsländische Kurze von Berentzen und bauen dann einen smaländischen IKEA Schrank auf. Die Gruppe, deren Schrank als erstes fertig ist, gewinnt!

Wenn Sie gewinnen, dann dürfen Sie mich in Zukunft duzen!

Abgemacht?

Mit freundlichen Grüßen, Ihr
Gerd Buurmann

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Eine Erfindung von links

Antijudaismus ist der Hass auf Juden. In Europa war diese Form des Judenhasses lange Zeit von Christen geprägt. Sie nannten Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Einer der bekanntestes Einpeitscher des Antijudaismus‘ war Martin Luther. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ erklärte er:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ forderte er:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Mit der Aufklärung nahm der christliche Antijudaismus ab. Seinen Platz nahm der Antisemitismus ein. Antisemiten erklären Juden zu einer minderwertigen Rasse, nennen Juden Kindermörder, verfolgen und ermorden sie und greifen ihre Synagogen an.

Antisemitismus ist der pseudo-wissenschaftliche Versuch, dem alten religiösen Judenhass ein neues Gewandt zu geben. Nachdem viele Menschen die Kostüme der christlichen Dogmen und Fundamentalismen abgelegt hatten, erkannten sie, dass sie nackt waren und immer noch keine Juden mochten. Der Judenhass war in langer, traditioneller Ausübung so tief in ihren Herzen verankert, dass er Eingang in das Zeitalter der Aufklärung hielt.

Das Wort Antisemitismus ist historisch gesehenen der pseudo-wissenschaftliche Versuch, dem alten religiösen Judenhass ein neues modernes Gewandt zu geben. Das Wort taucht in der Mitte des 19. Jahrhundert erstmals auf und wird dann zu einem nicht unerheblichen Teil von dem Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) geprägt. Marr griff das Wort auf und rechtfertigte damit eine rassistische Ausgrenzung der Juden. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und war erklärter Atheist. Wilhelm Marr war links, demokratisch und er hasste Juden!

In Marrs linker Überzeugung waren die Juden schuld am Liberalismus, weil sie sich den jüdisch konnotierten Kapitalinteressen verschrieben hätten. In Berlin erschien im Februar 1879 seine Propagandaschrift “Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet”, die noch im selben Jahr zwölf Auflagen erlebte. In dieser Schrift grenzt sich Marr deutlich von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreiben. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Benutzung des Begriffs „Antisemitismus“. Marr prägte wesentliche Klischees und Schlagworte. Er legte 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

Wilhelm Marr gehört zu jenen aufgeklärten Demokraten, die zwar auf Gott und den König verzichten konnten, nicht aber auf den Judenhass. Mit pseudo-wissenschaftlicher Akribie wurde der Hass intellektuell rehabilitiert und dabei brutalisiert. War es bei dem religiösen Antijudaismus noch möglich, dass ein Jude Christ werden konnte, um der Verfolgung zu entgehen, wurde der Jude für den Antisemiten zu einem ewigen Jude und somit zu einem Problem, das nur noch durch die physische Vernichtung gelöst werden konnte. In der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“ fand dieser Hass seinen grausamen Höhepunkt.

Als der Antisemitismus aufkam, kannten viele Menschen nur den klassischen Antijudaismus. Sie sahen den Antijudaismus nicht mehr als große Gefahr an. Das Christentum hatte schließlich seine absolute Macht eingebüßt und in Deutschland wurden Juden sogar Ende des 19. Jahrhunderts vollwertige Bürger des Deutschen Kaiserreichs. Der Antisemitismus könnte wüten, weil er fahrlässig unterschätzt wurde.

Unterschätzt wird heute auch die neue Form des Judenhasses. Es ist der Antizionismus! Antizionisten erklären Juden zu einem Volk, das nichts aus dem Holocaust gelernt haben soll. Antizionisten nennen Juden Kindermörder, verfolgen und ermorden sie und greifen ihre Synagogen an. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Wieder findet sich dieser neu definierte alte Hass auf Juden besonders in linken Kreisen. Wieder wird dieser Hass maßlos unterschätzt!

Die hysterische Kritik an Israel ist nichts weiter als blanker Judenhass, weil an Israel kritisiert wird, was bei allen anderen Ländern der Welt ignoriert wird. Israel wurde von den Vereinten Nationen öfter mit kritischen Resolutionen bedacht, als alle anderen Nationen zusammen. Israel ist für viele der Jude unter den Staaten. Sie hassen Israel nicht aufgrund eines bestimmten Handels, sondern weil Israel überhaupt handeln kann, egal wie! Es ist die pure Existenz Israels, die nicht erwünscht ist.

So wie der Antijudaismus einst von Christen ausging, so hat der Antizionismus heute in der muslimischen Gemeinschaft einen willigen Vollstrecker. Die muslimische Hamas zum Beispiel hat nicht nur einen Hass auf Israel, sondern fordert zudem die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Hamas peitscht ihre Feinde ein und schießt seit Jahren immer wieder und oft täglich tausende Raketen in Richtung Israel ab, um so viele Kinder, Frauen, Zivilisten, Schulen, Hospitäler und Heime wie möglich zu treffen. Statt aber Israels Recht auf Selbstverteidigung zu verteidigen, wird von vielen Leuten erwartet, Israel solle mit den Judenhassern verhandeln. Wie aber verhandelt man mit einer Terrororganisation, die alle Juden vernichten will? Soll Israel dieser Organisation etwa auf halbem Weg entgegenkommen?

Israel muss jeden Krieg gewinnen! Nach zehn Kriegen muss es 10:0 stehen. Ein 9:1 ist nicht möglich. Nur ein verlorener Krieg bedeutet, dass Israel nicht mehr existiert. Israel lebt seit seiner Gründung in einer permanenten Sudden Death Situation. Der Gegner kann ruhig einen Krieg nach dem anderen verlieren; Israel aber muss jeden Krieg gewinnen. Israel hat daher kein Interesse an einen Krieg. Israel ist eine marktwirtschaftliche Demokratie und wäre lieber von Geschäftspartner umgeben als von Feinden.

Der Antizionismus blendet das alles aus. Der Antizionismus wird in Deutschland so fahrlässig unterschätzt wie einst der Antisemitismus. Diether Dehm von der Partei Die Linke zum Beispiel erklärt:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus laut Diether Dehm also erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist vermutlich eine Ordnungswidrigkeit! Der Antizionismus wird heute so verharmlost wie einst der Antisemitismus. Manch einer fordert sogar einen „unverkrampften Umgang mit Israel“.

Noch unverkrampfter? Israel ist in Deutschland das am meisten kritisierte Land. Kritik an Israel ist in Deutschland nicht nur möglich sondern Mainstream. 65% sind laut einer durch die WELT am 4.11.2003 veröffentlichen Umfrage der EU der Meinung, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstelle. 65% in Europa finden Israel somit bedrohlicher als sämtliche national-islamistischen Diktaturen.

Im Jahr 2004 stimmten bei einer Umfrage der Landeszentrale für politische Bildung 38,4% der in Deutschland Befragten der Aussage zu: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ Wieviel unverkrampfter soll es denn bitte noch werden? Wenn das die deutsche Verkrampfung ist, was passiert dann erst, wenn sich die Deutschen locker machen?

Der Umgang mit Israel ist unverkrampft genug, besonders bei dem Publizisten Jakob Augstein, der immer wieder betont, „im Zweifel links“ zu sein und bei internationalen Analysen schon mal gerne jüdische Strippenzieher ins Spiel bringt:

„Wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.“ (Spiegel)

So denkt es im linken Augstein: Der Jude kommandiert, der Deutsche beugt sich, und was am schlimmsten ist:

„Israel bekommt das, was es will. Und dafür muss Israel nicht einmal zahlen.“ (Spiegel)

Mit diesem Linken Herz am rechten Fleck wundert es nicht, dass Jakob Augstein den Schriftsteller Günter Grass zum Heiligen erklärt, der wie Jesus die Last der Israelkritik für uns alle auf sich genommen hat:

„Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.“ Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen.“ (Spiegel)

Der Grass hat es also auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen. Für Jakob Augstein steht fest: Israel will Krieg und bedient sich dazu ständig der jüdischen Lobby in Amerika und instrumentalisiert sogar das deutsche schlechte Gewissen wegen des Holocausts:

„Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs.“ (Spiegel)

Das sind die Überzeugungen vieler Linke von heute: Israel ist unser Unglück! Mit diesem Hass können viele Islamisten etwas anfangen. Sie sind fest davon überzeugt, dass die Welt friedlich wäre, wenn nur alle den Islam annehmen würden. In einer erst jüngst gehaltenen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‘Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

Mohammed sagt dort: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.”

Sheich Ibrahim Madhi interpretiert: Der Prophet sagt: ‘Die Juden werden gegen euch kämpfen, und Allah wird Euch als Herrscher über sie setzen.’ Wir blasen sie in die Luft in Hadera, wir blasen sie in die Luft in Tel-Aviv und in Netanya. Und auf diese Weise wird Allah uns als Herren über diese Rotte hergelaufener Landstreicher setzen. Wenn ein Jude sich hinter einem Stein oder einen Baum versteckt, dann werden der Stein oder der Baum sagen: Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn…“

Als die Nazis ihren mordenden Judenhass propagierten, ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams ein, u.a. mit dem Mufti Al Husseini. Dieses Bündnis wird noch heute von islamischen Organisationen als heilig angesehen, der Hitlergruß ist gängige Praxis bei der Hamas wie bei der Hisbollah, wie man hier sehen kann. Mehrere islamische Staaten, unter ihnen Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen sind stolz darauf, „judenfrei“ zu sein. Sie haben geschafft, woran Hitler gescheitert war.

Die brutalsten judenfeindlichen Ausschreitungen in Europa haben mittlerweile einen islamistischen Hintergrund. Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er erlag seinen Verletzungen. Am 8. Juli 2014 griff ein arabischer Mann ein 17-jähriges jüdisches Mädchen auf einer Straße in der Nähe des Pariser Nordbahnhof tätlich an und sprühte ihr Pfeffer-Spray ins Gesicht. Im gleichen Monat wurde ebenfalls in Paris ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt. Im selben Monat kam es in vielen Städten Deutschland zu Demonstrationen, bei denen die Vergasung von Juden gefordert wurde. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder. Im Jahr 2014 wurden in Brüssel im Jüdischen Museum drei Menschen durch einen Islamisten ermordet. Im gleichen Jahr riefen Islamisten auf deutschen Straßen dazu auf, Juden zu vergasen! Im Dezember 2014 wurde ein junges jüdisches Paar bei Paris von drei Muslimen überfallen, weil sie Juden waren. Die 19-jährige Frau wurde vergewaltigt.

All diese Taten wurden motiviert von diesen Worten:

“Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!”

Was klingt wie eine Rede von Joseph Göbbels ist in Wirklichkeit viel jünger. Sie wurde am 28. Februar 2010 auf Al-Aqsa TV von einem Minister der Hamas gehalten. Die Worte sind an alle Muslime gerichtet. Die Hamas wurde in Gaza zur stärksten Partei gewählt und fordert laut Artikel 7 der eigenen Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit.

Die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden. Die Fatah wiederum fordert „nur“ die Vernichtung des Staates Israels. Viele Linke nennen die Fatah daher gemäßigt und fordern Israel auf, mit diesen Leuten zu Israel verhandeln. Diese Aufforderung kommt jedoch einer Erpressung gleich. Mit der Fatah und der Hamas über die Modalitäten der Vernichtung zu verhandeln, bedeutet, darüber zu verhandeln, ob nun alle Juden oder nur Israel vernichtet werden sollen und ob nun sofort oder erst in ein paar Jahren.

Sollte es erst in ein paar Jahren sein, haben die Fatah und die Hamas genug Zeit, den Hass in die Köpfe der Kinder zu hämmern. In Kindersendungen, Schulen und in der Moschee wird der Hass auf Juden gepredigt und gelehrt.

Dieser Antizionismus wird heute so unterschätzt wie damals der Antisemitismus. Ob jedoch nun Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, in allen drei Fällen ist die Definition von Judenhass gleich. Henryk M. Broder hat es auf diese einfache wie geniale Formel gebracht:

“Ein Judenhasser ist, wer an Juden kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert.”

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Lieber Mark Zuckerberg,

ich muss Dir was sagen. Ich hoffe, Du hörst zu.

Es passiert sehr oft auf Facebook, dass ein völlig akzeptabler Kommentar über den Islam gelöscht wird, nur weil sich viele Muslime davon beleidigt fühlen, während eine Menge Seiten, die die Zerstörung des Staates Israel fordern oder offen antisemitisch sind, nicht gelöscht werden, weil Facebook erklärt, dass diese Seiten nicht die „community standards“ verletzen.

Wie ist das möglich? Ich erkläre es Dir. Es ist ziemlich einfach.

Das Problem ist, dass eine Facebook-Seite dann gelöscht wird, wenn sich viele Menschen beleidigt fühlen und die Seite melden. Mit 1,7 Milliarden Muslime auf der Welt, aber nur 16 Millionen Juden, haben wir eine kleine, ungerechte Ausgangsposition.

Wenn sich nur 1% aller Muslime von einer Aussage auf Facebook beleidigt fühlen, dann braucht es mehr als 100% aller Juden, um eine gleich starke Macht zu bilden. Die Welt hat einfach nicht genug Juden dafür. Es werden sich nie mehr Juden durch etwas beleidigt fühlen als Muslime. Es ist eine einfache Sache der Mathematik!

Die aktuelle Art und Weise von Facebook, mit Hassreden umzugehen, diskriminiert Minderheiten!

Facebook muss dies sofort ändern!

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Die englische Version finden Sie hier!

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Nicht vergleichbar!

Immer wieder höre ich, die Zeit heute sei nicht mit der Zeit des Nationalsozialismus vergleichbar. Natürlich nicht! Damals gab es Israel nicht. Heute gibt es Israel!

Man möge sich nur einmal vorstellen, wie die Welt aussähe, wenn die Judenhasser könnten, wie sie wollten! Der Hass auf Juden ist nicht weniger geworden. Er ist immer noch da!

Es gibt daher nur einen Grund, warum die Zeit heute für Juden nicht so tödlich ist wie damals: Israel!

Das ist der Judenhass von heute:

Arabische Politiker und Geistliche fordern öffentlich im Fernsehen die Vernichtung aller Juden.
Link: „Ich mag die Deutschen“

Die Hamas erzieht ihre Kinder zum Judenhass und erzeugt eine Lust am Judenmord.
Link: „Rappelkiste Hamas“.

Die Hamas fordert in ihrer Gründungscharta die physische Vernichtung aller Juden.
Link: „Der freie Teil Palästinas“.

Die Hamas fordert ein judenreines Palästina.
Link: „Nicht nur sauber, sonder judenrein!“

Die Hamas bezeichnet Juden als Besatzer und Volksschädlinge.
Link: „Der ewige Besatzer“

Die Hamas erklärt sich zum Opfer des „Weltjudentums“.
Link: „Der ewige Flüchtling“

Die Hamas entrechtet alle Juden im Stil der Nürnberger Rassegesetze.
Link: „Apartheid in Hebron“

Die Hamas vernichtet jüdische Nachbarschaften.
Link: „Illegale Schtetl“

Die Hamas lässt keine Juden über die Grenze.
Link: „Die Mauer in Jerusalem“

Der offizielle Gruß der Hamas ist der Hitlergruß.
Link: Hamas.

Araber hissen die Hakenkreuzflagge.
Link: Im Westjordanland

Ein Drittel aller Palästinenser im Gazastreifen fordert die vollkommene Vernichtung Israels und nur zehn Prozent finden, dass Juden gleichwertige Menschen sind.
Link: „Dem Jud ist alles zuzutrauen!“

Dieser Hass unterscheidet sich nicht im Geringsten vom Hass der Nazis!

Die Nazis von damals unterscheiden sich von den Judenhassern von heute in ihren Taten! Das hat aber nichts mit den Judenhassern selbst sie tun. Sie können nur nicht, wie sie wollen, weil Israel zur Stelle ist, das Volk der Juden zu verteidigen!

Am Israel Chai!

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