Eine Frage des Respekts

An Karfreitag erinnern Christen der abschließenden Menschwerdung ihres Gottes, denn zum Mensch sein gehört die Sterblichkeit. Christen glauben, dass Gott Mensch wurde. Er litt, starb und im Sterben zweifelte er sogar an Gott, also an sich selbst. In den Evangelien des Markus und Matthäus finden sich folgende letzte Worte von Jesus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen.“ Der Zweifel macht den Menschen aus. Jesus hadert mit Gott. Gott zweifelt an Gott. Da muss man erst einmal drauf kommen!

An Karfreitag hören Christen keine Musik, tanzen nicht und die Kirchenglocken schweigen. Karfreitag ist für Christen ein besonderer Tag. All das gilt es zu respektieren. Religion ist Privatsache. Wenn aber von Nicht-Christen erwartet wird, sich an religiöse Gesetze zu halten, dann ist es eine Respektlosigkeit.

Ein Kölner Wirt wollte seine Gaststätte am Karfreitag für die Feierlichkeit eines Brauchs vermieten, der sowohl im Islam als auch im Judentum von elementarer Bedeutung ist. Die Kölner Stadtverwaltung untersagte die Feierlichkeit jedoch mit Hinweis auf das Feiertagsgesetz.

Das Land Nordrhein-Westfalen untersagt es allen Bürgerinnen und Bürgern, mögen sie nun christlich sein oder nicht, an Karfreitag Theater zu spielen oder öffentliche Tanzveranstaltung zu besuchen. Von Mitternacht bis zum Samstag um 6 Uhr morgens, also ganze 30 Stunden, untersagt das Land NRW folgende Aktivitäten: Märkte, gewerbliche Ausstellungen, Sportveranstaltungen einschließlich Pferderennen, Zirkus, Volksfeste, Freizeitanlagen, soweit dort tänzerische und artistische Darbietungen erfolgen, alle Unterhaltungsveranstaltungen einschließlich sämtlicher, auch klassischer, Theater- und Musikaufführungen wie Opern, Operetten, Musicals, Puppenspiele und Ballett, Spielhallen, Wettannahme, musikalische sowie sonstige unterhaltende Darbietungen in Gaststätten sowie alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz. Mit anderen Worten: Karfreitag ist NRW ein Gottesstaat und das Ordnungsamt sind Sittenwächter, die darauf achten, dass die religiöse Sitte eingehalten wird!

An Karfreitag nutzt der Staat seine Gewalt, um eine religiöse Sitte zu erzwingen. Das ist respektlos.

Das Feiertagsgesetz ist Ländersache. Es gibt Bundesländer, in denen das Verbot herrscht und andere, die dieses Verbot nicht kennen. Da stellt sich mir die Frage, wenn ich nun an der Grenze zweier Bundesländer, auf der Seite spiele und tanze, wo das Spielen und Tanzen an Karfreitag erlaubt ist, mein Publikum aber ganz ruhig und still auf der Seite sitzt, wo es verboten ist, macht sich dann wer strafbar?

Vom Verbot nicht betroffen sind Kino, Radio und Fernsehen. Die dürfen senden, was sie wollen. Soviel zum Thema Gleichheitsgrundsatz! Vom Verbot ebenfalls nicht betroffen, sind ein paar religiöse Stücke. Heinrich Heine ist verboten! Hedwig Dohm, Kurt Tucholsky und Neil Simon auch. Felix Mendelssohn Bartholdy sowieso. Nicht verboten ist jedoch die Oper „Parsifal“ von Richard Wagner! Im Jahr 2013 wurde das Werk in der Oper Köln gegeben, während allen anderen Theatern in Köln das Spielen unter Androhung empfindlicher Geldstrafen verboten wurde.

Wenn die Politik entscheidet, welche Stücke gespielt werden dürfen und welche nicht, so ist das Zensur!

Im “Parsifal” gibt es eine Figur, die Kundry heißt. Sie ist von Richard Wagner als eine Art “ewige Jüdin” angelegt. Kundry ist eine Frau, die Jesus auf seinem Weg zur Kreuzigung verspottet und ausgelacht hatte und daher dazu verflucht wurde, in ständiger Wiederkehr durch die Welt zu wandern. Erlöst wird sie erst im dritten Akt an Karfreitag. Es ist der Tag, an dem sie Jesus erkennt und schließlich getauft wird. Mit der Taufe endet der Fluch und Kundry findet ihren Frieden. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet diese Oper zu den wenigen Stücken gehört, die an Karfreitag in NRW gezeigt werden dürfen. In der Geschichte des Christentums hatten es Juden nämlich besonders an Karfreitag schwer, da sie jahrhundertelang für den Tod von Jesus verantwortlich gemacht wurden.

Nirgends wurde dieser christliche Vorwurf an Juden deutlicher propagiert, als während der Karfreitagsfürbitte für Juden, den die römischen Katholiken, Altkatholiken und manche Anglikaner über Jahrhunderte verwendeten und teilweise immer noch verwenden. Im 6. Jahrhundert tauchen die ersten Karfreitagsfürbitten auf, in denen Gott darum gebeten wird, Juden den „Schleier von ihren Herzen“ wegzunehmen, ihnen die christliche Erkenntnis zu schenken und so der „Verblendung ihres Volkes“ und „Finsternis“ zu entreißen. Ab 750 wurden Juden in den Karfreitagsfürbitten perfidis („treulos“) genannt und ihr Glauben als iudaica perfidia („jüdische Treulosigkeit“) bezeichnet. Eine zaghafte Kritik an der traditionellen Judenfürbitte wurde erst nach der Shoa formuliert, aber 2008 erlaubte Papst Benedikt XVI. eine abgeschaffte Karfreitagsfürbitte für die alte lateinische Messe schon wieder. Der Wortlaut lautet: “Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

Im “Parsifal” erkennt Kundry Jesus als Retter und wird getauft. “Parsifal” darf an Karfreitag in NRW gespielt werden.

Wenn es für einen vor zweitausend Jahren durch Römern ermordeten Juden ein Tanzverbot gibt, aber für 6 Millionen von Deutschen vor 70 Jahren ermordeten Juden nicht, dann bist Du in Deutschland.

Als Hauptgrund für die Entscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, an dem Feiertagsgesetz festzuhalten, wird immer wieder der Ruf nach Respekt angeführt. An einem Tag im Jahr, so heißt es, dürfe der christliche Teil der Gesellschaft durchaus mal Respekt für seinen Glauben verlangen. Ein einziger Freitag im Jahr ohne Kunstfreiheit, Tanzen und dem Recht auf freie Entfaltung könne schließlich nicht so schlimm sein.

Für mich haben Kunst, Kultur, Aufklärung und Liberalismus den gleichen Stellenwert wie für andere Menschen ein religiöser Glaube. Theater ist für mich Menschendienst, wie die Kirche für Christen Gottesdienst ist. Wie würden Christen reagieren, lebten sie in einem Land, in dem ihnen die Heilige Messe oder der Gottesdienst für nur einen einzigen Sonntag im Jahr untersagt wäre, mit der Begründung, einmal im Jahr dürfe die Religion durchaus mal ruhen, es sei schließlich nur ein Tag im Jahr!

Respekt kann nicht erzwungen werden. Respekt ist eine Form der Wertschätzung, ein Geschenk der Aufmerksamkeit und der Ehrerbietung. Respekt ist nur da möglich, wo sich ein Mensch frei dazu entscheidet, seine Wertschätzung und seine Aufmerksamkeit zu schenken. Alles andere ist Zwang. Es ist wie ein Kind, das von der Mutter gezwungen wird, Danke zu sagen. Ein erzwungenes Danke ist kein Dank und erzwungener Respekt ist kein Respekt!

Das Karfreitagsgesetz ist zudem eine staatlich vorgeschriebene Gotteslästerung! Es ist nämlich gotteslästerlich zu glauben, der allmächtige Gott brauche menschliche Institutionen und Regierungen, um seine Macht zu bezeugen. Ein Staat, der sich so etwas anmaßt, reduziert den Allmächtigen zu einem Wesen, so schwach, so mickrig und so unbedeutend, dass er sogar der Hilfe der Landesregierung NRW bedarf. Respekt und Ehrfurcht vor Gott sehen anders aus!

Ein Glaube, der es nicht schafft, die Herzen seiner Anhänger ohne staatlichen Zwang zu erreichen, ein Glaube, der nicht stark genug ist, dass er sich auch unter Nachbarn mit fremden Sitten und Gebräuchen entfalten kann, ein Glaube, der nur leben kann, wenn er anderen Menschen Fesseln anlegt, ist ein schwacher Glaube. Ein Gott, der auf Staatsdiener angewiesen ist, um seinem Wort Nachdruck zu verleihen, ist ein armseliger Gott!

Warum müssen die Christen in NRW alle Menschen an Karfreitag zwingen, sich an ihre Gesetze zu halten? Warum fühlen sich diese Christen von Theaterstücken, Konzerten oder Tanzveranstaltungen gestört, obwohl sie in separaten Räumen stattfinden und sie nichts davon mitkriegen, wenn sie zu Hause oder in der Kirche ihren Karfreitag begehen?

Es gibt Christen, die mir sagen, ich solle dankbar sein, dass mir ein stiller Tag geschenkt wird. Für mich ist Karfreitag aber kein stiller Tag, im Gegenteil: So wie der Karfreitag zur Zeit abläuft, ist er für mich purer Stress. Den ganzen Tag lang muss ich aufpassen, nicht ich selbst zu sein, weil ich mich sonst strafbar mache. Ruhe sieht anders aus!

Ich wünsche mir mehr Gelassenheit. Glaube, woran Du willst, ich hindere Dich nicht daran. Du kannst still sein, Deinen Laden zu lassen und beten. Aber bitte zwinge mich nicht dazu, mitzumachen! Ich respektiere Dich. Bitte respektiere Du auch mich!

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Moses liest Tapfer im Nirgendwo

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Die Mörder sind unter uns!

Mireille Knoll, die am 28. Dezember 1932 geboren wurde und als Jüdin den Holocaust überlebt hatte, wurde am 23. März 2018 in Paris brutal abgeschlachtet und verbrannt. Mit elf Messerstichen wurde sie malträtiert, bevor ihre Wohnung in Brand gesetzt wurde. Vor ihrer Ermordung hatte sie mehrfach bei der Polizei vorgesprochen und dabei von Morddrohungen eines muslimischen Mannes aus ihrer Straße berichtet, der angekündigt habe, sie „zu verbrennen“. Das Wort „Holocaust“ kommt aus dem Altgriechischen (ὁλόκαυστος / holókaustos) und bedeutet: „Vollständig verbrannt“. Mireille Knoll überlebte zwar den Holocaust, aber im Jahr 2018 wurde sie verbrannt, weil sie Jüdin war.

In der Nacht zum 4. April 2017 wurde ebenfalls in Paris die 66-jährige Jüdin Sarah Lucy Halimi von einem 27-jährigen Mann schlafend in ihrem Bett mit diversen Messerstichen gemeuchelt und dann vom Balkon ihrer Wohnung im 3. Stock auf die Straße geworfen. Der Täter schrie während der Tat „Allahu Akbar!“ Im späteren Verhör erklärte der Täter, der Koran habe ihm den Auftrag gegeben und er habe ganz bewusst die Frau getötet.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar 2015 in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Menschen getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der Mörder glaubte, es im Namen Allahs zu tun. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen. Die Täter glaubten, damit dem Propheten zu gefallen.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Mann niedergeschossen, der sich als Kämpfer des Islams verstand. Drei der Opfer waren Kinder.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er wurde nackt auszogen, gefesselt und mit Messerstichen verletzt. Auf seinem Gesicht und an seinem Körper wurden Zigaretten ausgedrückt und er wurde mit brennbaren Flüssigkeiten übergossen und angezündet. Ihm wurde ein Ohr und ein Zeh abgetrennt. Am 13. Februar 2006 wurde Halimi in der Nähe einer Eisenbahnstrecke in einem Pariser Vorort gefunden. Er war nackt und mit Handschellen an einen Baum gefesselt. Seine Haut war zu achtzig Prozent mit Säure verätzt. Holocaust bedeutet „vollständig verbrannt“.

Auf dem Weg zum Krankenhaus erlag Halimi seinen schweren Verletzungen. Über drei Wochen wurde Ilan Halimi gefoltert. Nachbarn, Freunde und Bekannte der Entführer wussten von der Barbarei. Einige kamen sogar vorbei, sahen den Folterungen zu oder beteiligten sich daran. Niemand von ihnen informierte die Behörden.

Als in Deutschland Juden vernichtet wurden, wussten auch alle Nachbarn bescheid. Sie schwiegen. Einige beteiligten sich sogar daran. Heute ist der Judenhass ein besonderes Problem des Islams. So wie unter den Nazis viele Deutsche glaubten, es wäre ihre Aufgabe als anständige Deutsche, die Welt vom Judentum zu befreien, so wurden nahezu alle judenfeindlichen Morde des 21. Jahrhunderts in Europa von Menschen begangen, die ihre Taten in dem Glauben ausführten, im Auftrag des Islams als gute Muslime zu handeln. Natürlich waren damals nicht alle Deutsche böse, vielleicht war sogar die Mehrheit gut, aber sie schwieg. So ist es heute auch wieder. Der Mehrheit schweigt. Dabei sind die Mörder mitten unter uns.

Am 17. Juni 2017 fand auf dem Kölner Heumarkt eine Demonstration unter dem Titel „Nicht mit uns! Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror“ statt. Über 10.000 Menschen wurden erwartet. Es kamen nur ein paar hundert. Nicht alle von ihnen waren Muslime.

Die Initiatorin Lamya Kaddor hatte im Vorfeld gut für die Demonstration getrommelt und sämtliche großen Medien hatten im Vorfeld darüber berichtet. Es kam dennoch kaum jemand. Dabei hatte Lamya Kaddor vollkommen richtigerweise erklärt:

„Der Terrorismus hat oder der Islamismus hat natürlich etwas mit dem Islam zu tun, in so fern ist es quasi auch mal an der Zeit, das vielleicht nochmal deutlicher, die Abgrenzung noch schärfer vorzunehmen.“

Leider grenzte sich an dem Tag kaum ein Muslim scharf ab.

Unter den wenigen Muslimen, die an dem Tag in Köln anwesend waren, stellte die deutliche Mehrheit, nämlich über fünfzig Prozent aller anwesenden vermeintlichen Muslime die Ahmadiyya. Ich schreibe „vermeintlich“, weil die meisten Muslime weltweit die Ahmadiyya nicht als muslimische Gemeinschaft anerkennen. Dafür demonstrierten die Ahmadiyya auf dem Heumarkt nach Geschlechtern getrennt, was auch wieder eine deutliche Abgrenzung darstellte, jedoch vermutlich nicht dergestalt, wie es sich Lamya Kaddor erhofft hatte.

Weil das Schweigen zu ohrenbetäubend ist, möchte ich jetzt ein paar Worte an meine muslimischen Nachbarn richten:

Liebe Muslime,

entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Eine Reduzierung des Individuums auf seinen Glauben ist sonst gar nicht nach meinem Geschmack. Eigentlich ist es mir egal, woran die Menschen glauben. Ich habe aber einen Grund, Euch als Moslems anzusprechen. Ich habe nämlich eine Frage an Euch: Warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr? Albert Einstein soll einmal gesagt haben:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

Die Muslime, die in Europa morden, erklären, die Anweisungen zu ihren Taten kämen direkt aus dem Koran. Wenn Ihr wirklich glaubt, dass Islam Frieden bedeutet, dann müssen alle Muslime, die im Namen des Korans hassen und morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen. Als in Amerika im Jahr 2011 ein Koran von einem Prediger als Brennstoff für Feuer benutzt wurde, gab es weltweite Proteste. Wo sind die Proteste, wenn der Koran als Brennstoff für Gewalt und Kriege benutzt wird? Wo ist der Protest, wenn Juden von Selbsterkenntnis gläubigen Muslimen verbrannt werden?

Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein! Warum schweigt Ihr zu den Fundamentalisten, die im Namen Eures Glaubens und Eures Koran den Hass predigen?

Es reicht nicht, einfach zu behaupten, all die Verbrechen hätten nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich haben sie das! Ich kann nicht ignorieren, dass die Mörder sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für einen Islamischen Staat zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle und verbrennen Juden.

Ihr mögt jetzt sagen, diese Muslime seien eine Minderheit, aber selbst wenn es so ist, dann ist die Mehrheit der friedliebenden Muslime irrelevant, wenn sie schweigt und die gefährliche Minderheit machen lässt! Vor hundert Jahren war es die christliche Kirche, die Juden als Brunnenvergifter und Kindermörder bezeichnete. Sie ebnete so den Weg in den Holocaust. Die Mehrheit der Christen war irrelevant. Heute sind es Moscheen, in denen der Hass auf Juden gepredigt wird und zwar mit den gleichen Worten, nur in einer anderen Sprache.

Liebe Muslime,

erklärt nicht mir, was der Islam bedeutet. Vergeudet Eure Zeit nicht damit, Menschen, die um die Opfer von muslimischen Terroristen trauern, den Islam zu erklären. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht dasteht. Geht zu den Muslimen, die den Islam nutzen, um gegen die aufgeklärten und liberalen Werte zu hetzen. Zwingt weder mich noch die Opfer der Terroristen zum Islamunterricht. Ich will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es egal ist, was ich vom Koran halte.

Redet daher nicht mit mir! Redet mit jenen, die mich im Namen des Korans hassen, denn heute ist es Euer Glaube, der muslimische Glaube, der benutzt wird, um Hass zu säen. Eure Probleme sind nicht die Menschen, die den Islam kritisieren. Euer Problem ist jeder Mensch, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams!

Liebe Muslime,

ertragt den Hass nicht mehr, der in Eurem Namen gepredigt wird. Ertragt die Gewalt nicht mehr, die im Namen Eures Glaubens begangen wird. Es ist Eure Pflicht, etwas dagegen zu unternehmen. Mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.

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Deutschland finanziert internationalen Judenhass

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist eine staatlich finanzierte Organisation der Bundesrepublik Deutschland. Man sollte meinen, eine solche Organisation dulde keinen Judenhass, aber weit gefehlt. Mitarbeiter der GIZ haben sich schon des öfteren durch deutlich antisemitische Äußerungen hervorgetan.

Mohammed Al-Mutawakel zum Beispiel ist Projektleiter am Hauptsitz der GIZ in Deutschland und war zuvor als Projektmanager in Jordanien tätig. Auf Facebook hat er Israel mit Nazideutschland verglichen, die Israelfahne mit einem Hakenkreuz versehen und Israel als doppelköpfiges Monster dargestellt. Auf Facebook schrieb er ganz offen: „Ich hasse Israel“.

Safa Kamal el Naser ist Regionalberater der GIZ in Jordanien und postete im Dezember 2017 eine Verschwörungstheorie, die besagte, ein „hebräischer Frühling“ stünde hinter dem Sturz der Saddam Husseins, Muammar Gaddafi und Ali Abdullah Saleh.

Ulrich Nitschke arbeitet in der GIZ im Programm „Werte für Religion und Entwicklung“. Auf Facebook fördert er die anti-israelische Organisation BDS, die zum Boykott Israels aufruft, unterstützt terroristischen Kindesmissbrauch und verbreitet Karikaturen, in denen Juden als hysterische und schwer bewaffnete Irre dargestellt werden, die den Vorwurf des Antisemitismus als Waffe missbrauchen.

Henner Kirchner ist Projektleiter der GIZ. Er hat dazu aufgerufen, Benjamin Netanjahu wegen Leugnung des Holocausts anzuzeigen, verteidigte die Raketenangriffe der Hamas auf israelische Zivilisten und argumentierte, Israel habe nicht das Recht, sich selbst zu verteidigen.

Rudolf Rogg ist seit 2009 in leitender Funktion bei der GIZ im Westjordanland und im Gazastreifen tätigt. Er hat behauptet, die Hamas sei nicht verantwortlich für die Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen im Juni 2014.

Tobias Thiel leitet das Projekt „Stärkung der Reforminitiativen“ der GIZ. Er hat Artikel darüber verbreitet, dass Israel ein „vorsätzliches Massaker“ in Gaza begangen habe und nicht das Recht habe, sich selbst zu verteidigen.

All diese Menschen arbeiten bei der GIZ und werden somit von Deutschland finanziert und unterstützt.

Das wäre alles nur halb so schlimm, hätte sich eben diese GIZ jetzt nicht geweigert, den Vertrag einer Mitarbeiterin zu verlängern, nicht etwa nachdem sie gegen Israel gehetzt hatte, sondern nachdem sie auf Facebook Israel verteidigt hatte. In einem Beitrag hatte diese Mitarbeiterin lediglich die Vermutung aufgestellt, wenn Ahed Tamimi einen jordanischen Soldaten so geschlagen hätte, wie sie einen israelischen Soldaten geschlagen hatte, sie vermutlich „sofort erschossen“ worden wäre. Ihr Vertrag mit der GIZ wurde danach nicht mehr verlängert.

Wieso muss ausgerechnet diese Frau die GIZ verlassen, während Menschen, die Israels Recht auf Selbstverteidigung abstreiten, Juden mit Nazis vergleichen, offen erklären, Israel zu hassen und zum Boykott aller Israelis aufrufen, dort munter weiter wirken dürfen?

Efraim Zuroff ist Leiter des Jerusalemer Büros des Simon Wiesenthal Center und erklärte auf Nachfrage der Jerusalem Post: „Das ist reiner Antizionismus, von dem wir wissen, dass er eine Form von Antisemitismus ist.“

Recht hat er. Und Deutschland bezahlt den ganzen Spaß.

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„Tapfer im Nirgendwo“-Erklärung

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner ethnischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse nennt sich jedoch Kritik. Sie ist bitter notwendig, von innen und von außen.

Wenn im Namen einer Ideologie oder Überzeugung Unrecht begangen wird, dann habe ich kein Problem damit, wenn diese Idee kritisiert wird. Wenn im Rahmen einer Religion Menschen zu Schaden kommen, dann beleidigt es mich nicht, wenn Witze über Gott gemacht werden und dazu noch über all seine Propheten. Ich erwarte es sogar.

Ich habe allerdings ein Problem damit, wenn diese nötige Kritik, kriminalisiert wird. Kritik an Ideen Jann niemals zu scharf ausfallen, vor allem dann nicht, wenn im Namen der Idee Menschen getötet und ganze Länder unterworfen werden.

Es reicht nicht, stumpf zu behaupten, die Verbrechen, die im Namen einer Religion begangen werden, hätten nichts mit der Religion zu tun. Natürlich haben sie das. Wenn Terroristen ihre Taten mit den Schriften ihrer Religion rechtfertigen und vor allem rechtfertigen können, wenn sie erklären, einem Gott zu folgen, sogar die wahren Anhänger Gottes zu sein, dann interessiert es mich nicht, was die Religion in Wirklichkeit bedeuten soll. Wenn eine Religion mörderisch wird, gehört sie kritisiert und nicht rehabilitiert. Terror ist keine Nachhilfestunde in Religion.

Ich will, dass mir jede Religion egal sein kann. Ich will, dass Menschen, die nichts mit einer Religion zu tun haben wollen, in Ruhe gelassen werden. Ich finde es ekelhaft, Menschen, die um die Opfer von religiös motivierten Terroristen trauern, die „Wahrhaftigkeit“ der Religion zu erklären. Die Opfer einer Religion müssen sich nicht um das Image dieser Religion sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Religion in einem guten Licht steht. Sie dürfen die Religion kritisieren, verarschen und verdammen.

Religionen dürfen verdammt werden. Wer, wenn nicht Gott, darf verarscht werden?

Wem eine Religion etwas bedeutet, soll die Zeit nicht darauf verwenden, die Opfer der Religion zu bekehren, sondern soll stattdessen zu den Anhängern dieser Religion gehen, die diese Religion nutzen, um zu hetzen und zu morden. Für jeden Menschen, der glaubt, seine Religion bedeute Friede, müssen die Anhänger, die im Namen Gottes hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die Gott verdammen und religiöse Schriften verbrennen.

Eine Religion ist nur eine Ideologie und ein Mensch ist mehr als nur Träger von Ideologien. Wenn im Namen von Ideologien gehasst und gemordet wird, dann soll, dann darf, dann muss auf diese Ideologie eingeschlagen werden.

Lasst uns Ideologien verdreschen, nicht Menschen!

Sollte sich dadurch ein Mensch beleidigt fühlen, dann verwechselt er sich mit seiner Ideologie. Dafür sollte er kein Verständnis erhalten. Es gibt keine Entschuldigung für das Kriminalisieren von Kritik.

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A threat to Jewish life

An outcry from Malca Goldstein-Wolf.

We can discuss who or what belongs to Germany, but those are mere words.

The facts have long since determined what everyday life in our country really is. This includes the fact that increasingly more often (supposedly) minor refugees somewhere in Germany choose to resolve conflicts with knives and violence. Women are being spontaneously attacked, sometimes just murdered.

It’s also become „normal“ that Arab clans control neighborhoods where the German police has lost control and authority. It’s also become „normal“ that anti-Jewish attacks are often described as right-wing violence, even if the culprits are Muslims. Those who state facts, however, are scornfully categorized as racists. They must reconsider carefully whether they dare to express themselves again.

By the way, the Jew-haters are not only the extremist Islamists. They are our Muslim neighbors who remain silent or who are already educating their children to despise those of other faiths, especially Jews. Although they are people like you and me, they’ve been poisoned by religious ideologies that are contrary to Western values. Who decides whether such ideologies belong to Germany? No one asked me!

This hatred has now reached even the youngest children in primary schools. Instead of jump rope and ball playing, children are insulting, teasing and even threatening death to their – often Jewish – classmates. As if all this has nothing to do with indoctrination, politicians continue to court extremist Islamic associations such as the DITIB (Turkish-Islamic Union for Religious Affairs) and thus support the dessimination of hatred against those of other faiths, along with the nationalist ideology of the Turkish leader Erdogan.

All this is happening like a flu virus spreading out over the land. Measures that modern medicine may offer are simply not being applied by leading doctors; instead people are being sacrificed.

Confidence in politics is so damaged that one is already grateful if a government minister is sincere in his or her support for us Jews, even though that should be self-evident. The daily incidents seem like a bad dream, but are becoming increasingly worse. There is no end in sight; on the contrary, hope is fading. We are loosing control of the situation and it is high time to protect the descendants of those who were gassed in this country just over seventy years ago.

What some people say belongs to Germany these days is a disgrace to democracy, an attack on our values and a threat to Jewish life. I don’t know if the damage done to this country is irreparable.

What I do know is that the situation is real bad!

***

Translation: William Wires (TINMGW)

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Für den WDR ist Israel der Maßstab des Bösen

Seit Monaten kämpfen türkische Truppen in Syrien. Angesichts der katastrophalen humanitären Lage erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 21. März 2018:

„Bei allen berechtigten Sicherheitsinteressen der Türkei ist es inakzeptabel, was in Afrin passiert, wo Tausende und Abertausende von Zivilisten verfolgt sind, zu Tode kommen oder flüchten müssen. Auch das verurteilen wir auf das Schärfste. (…) Gerade in diesen Tagen erleben wir grauenhaftes Tun durch Bombardements.“

Der WDR hat die humanitäre Krise in Syrien nun zum Anlass genommen, in alter Tradition und nochmal richtig feste auf Israel einzuprügeln. Für den WDR berichtet Mustafa Alp Dağıstanlı:

„Die AKP, die nicht zögert, Israel zu kritisieren, ist auf den Spuren Israels, wenn es um abschreckende Wirkung, Arroganz, Grausamkeit und darum geht, die Unlösbarkeit als Lösung anzunehmen.“

Der Autor erklärt, die Türkei würde sich „israelisieren“ und behauptet,Israel verurteile ein ganzes Volk zu „KZ-ähnlichen Zuständen“. Er spricht sogar von einem „Inbegriff der Grausamkeit“.

Damit dieser Hass auch die türkische Gemeinde in alle Ecken erreichen kann, bietet der WDR diesen Text auch in einer türkischen Version an:

„İsrail’i eleştirmekten geri durmayan AKP caydırıcılık gösterileri, küstahlık, gaddarlık, çözümsüzlüğü çözüm belleme bakımından İsrail’in izinde.“

Der WDR lässt Israel zum Maßstab an Grausamkeit und Arroganz und erklären und lässt zudem betonen, was gerade in Afrin passiert, sei noch nicht ganz so böse wie Israel, aber schon „auf den Spuren“. Israel ist für den WDR somit der Inbegriff des Bösen und all die anderen bösen und grausamen Regime werden an Israel gemessen. Das muss man als deutsche Sendeanstalt erst einmal fertig bringen!

Der WDR hat offiziell sowohl auf deutsch als auf türkisch Israel zum Maßstab des Bösen erklären lassen.

Nachdem dieser Artikel erschienen war, fügte der WDR folgende Erklärung zu dem Bericht hinzu: „Redaktioneller Hinweis: Bei dem Artikel von Herrn Mustafa Alp Dağıstanlı handelt es sich um einen in persönlicher Form verfassten Kommentar.“

Etwas später entfernte der WDR den Bericht völlig:

„Weil der Beitrag des freien Journalisten zwar in der Ich-Form geschrieben, aber an dieser Stelle nicht eindeutig als Kommentar gekennzeichnet war und in der Sache undifferenziert ist, hat sich die Redaktionsleitung entschieden, die Veröffentlichung zurückzuziehen. Es tut uns leid. Der Artikel ist jetzt offline.“

Dem WDR tut es also leid. Damit ist es aber leider nicht getan. Der WDR hat wieder einmal Israel und somit einem großen Teil der jüdischen Bevölkerung einen großen Schaden zugefügt. Außerdem weiß man gar nicht, was dem WDR leid tut, den Bericht veröffentlicht zu haben oder dass sie ihn runternehmen mussten.

Jetzt gilt es wieder die Scherben aufzufegen, die der WDR verursacht hat.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher ein paar Artikel, um dieser ungeheuerlichen Dämonisierung durch der WDR entgegenzuwirken. All diese Texte von mir dürfen gerne geteilt werden, damit wenigstens ein paar der vielen Menschen, die vom öffentlich-rechtlichen WDR verhetzt wurden, noch einen anderen Blick auf die Situation bekommen.

Wenn der WDR wieder mal Israels Stärke kritisiert, teilen Sie gerne „Schwäche ist keine moralische Überlegenheit“.

Wenn der WDR Israel wieder mal als Besatzungsmacht bezeichnet, teilen Sie gerne „Der ewige Besatzer“.

Wenn der WDR die Palästinenser wieder mal als alleinige Opfer des Konflikt sieht, teilen Sie gerne „Der ewige Flüchtling“.

Wenn der WDR wieder ma von „illegalen Siedlungen“ spricht, teilen Sie gerne „Die jüdischen Siedler sind nicht das Problem“.

Wenn der WDR wieder mal erklärt, an Israel müssten höhere Maßstäbe angesetzt werden, teilen Sie gerne „Nathan oder Shylock“.

Wenn der WDR wieder mal nicht zu wissen scheint, wofür die Hamas steht, teilen Sie gerne „Neues von der Hamas“.

Wenn der WDR wieder mal nicht weiß, was der Unterschied ist, teilen Sie gerne „Der Unterschied“.

Wenn der WDR wieder mal keine Muslime zu Wort kommen lässt, die Israel lieben, dann teilen Sie gerne „Muslime für Israel“.

Wenn der WDR wieder mal die Vereinten Nationen als Maßstab aller Dinge nimmt, dann teilen Sie gerne „Lange Gesichter“ oder „Ein Witz namens Menschenrechtsrat“.

Und wenn der WDR wieder mal behaupten sollte, Judenhass läge der Anstalt fern, dann teilen Sie einfach „Ein beispielloser Skandal“.

Wer nur einen kleinen Teil dieser Artikel gelesen hat, wird sehr schnell erkennen, dass es kein Land in Geschichte und Gegenwart gibt, das bei vergleichbarer Bedrohungslage, derart vorbildlich gehandelt hat wie Israel.

Israel versucht, soviele zivile Tote wie möglich zu vermeiden. Das ist jedoch sehr schwer, weil Israels Feinde ihre Waffen und Raketen in Kindergärten, Moscheen und Krankenhäuser lagern und ihre Zivilbevölkerungen ganz bewusst als Schutzschild für ihre Waffen missbrauchen. Israel nutzt Waffen, um die Bevölkerung zu schützen, Israels Feinde jedoch benutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen.

Seit siebzig Jahren sieht sich das kleine demokratische Land Israel von Feinden umzingelt, die einen Krieg führen, an dessen Ende die Radikalen von der Hamas im Artikel 7 ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit fordern (Endlösung), während die sogenannten Gemäßigten von der Fatah nur die Vernichtung des Staates Israels in Aussicht stellen (Lokallösung).

Trotz dieser Bedrohung ist Israel ein freies, demokratischen Land, wo die politische Opposition keine Angst um Leib und Leben haben muss, wo Juden, Christen und Muslime gemeinsam bei den Sicherheitskräften, in den höchsten Gerichten, in Schulen und im Parlament zusammenarbeiten, wo Religions-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit herrschen, wo emanzipierte Frauen alle Religionen kritisieren dürfen und heiraten dürfen, wen sie wollen, wo auf den Straßen Demonstrationen gegen die Regierung und schwule Paraden stattfinden dürfen, wo Homosexualität anerkannt ist, wo Tausende offen für den Frieden demonstrieren, ohne dass sie dabei laut „Tod den Feinden“ skandieren, wo die Regierung nicht bis zur bedingungslosen Kapitulation Raketen und Bomben abwirft, obwohl die Minister ihre kriegsführenden Nachbarländer in ihren Chartas und Reden offen erklären, alle Juden vernichten zu wollen, kurzum, Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, wo ich nicht verfolgt und ermordet werde, wenn ich im Nahen Osten so leben will, wie in Deutschland!

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„Scientology gehört zu Deutschland!“

Wann werden in Deutschland eigentlich Ausschnitte aus den Science-Fiction-Romanen des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard öffentlich von Türmen gebrüllt, um damit religiöse Toleranz gegenüber Scientology zu dokumentieren? 

Die Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine einfache Feststellung. Natürlich gehört der Islam zu Deutschland. Aber auch Kartoffelbrei gehört zu Deutschland, obwohl die Kartoffel einen Migrationshintergrund hat. Sie wanderte im 17. Jahrhundert nach Europa ein und wurde in Preußen am 24. März 1756 durch einen sogenannten „Kartoffelbefehl“ von Friedrich II integriert. Es ist daher besonders lustig, wenn ein Migrant einen Deutschen „Kartoffel“ nennt.

Das Christentum gehört auch zu Deutschland, Martin Luther ebenfalls und mit ihm all seine Schriften, von den reformierten Texten bis zu seinen Abhandlungen, in denen er die Verfolgung von Juden und das Abfackeln ihrer Bücher und Synagogen fordert. Martin Luthers Judenhass gehört zu Deutschland. Die Nazis gehören auch zu Deutschland, der Widerstand aber auch. Angela Merkel gehört zu Deutschland, Adolf Hitler auch. Letzterer war sogar ein Migrant, ein Wirtschaftsflüchtling, um genau zu sein.

Es gibt sehr viele Aussagen, deren Absurdität deutlich wird, wenn man sie mit Scientology formuliert:

„Scientology bedeutet Frieden!“
„Es gibt das Scientology nicht!“
„Auf die moderaten Scientologen kommt es an!“
„Für Scientologyphobie darf es keinen Platz geben!“
„Im offenen Umgang mit Scientology können sich Christen auch wieder mit ihrem Glauben auseinandersetzen.“

Wenn es bei der Church of Scientology sogenannte „Ehrenmorde“ gäbe, wenn die Ideologie Scientology Nationen an sich risse, um Scientologische Diktaturen auszurufen, wenn sie an ihrer Spitze nur Männer zuließe und Frauen verschleiern, Homosexuelle diskriminieren, Blogger auspeitschen, Israelfahnen verbrennen und Fatwas aussprechen würde, dürfte Scientology gewiss mit multikulturellem Verständnis rechnen.

Was viele Leute an Scientology kritisieren, tolerieren sie bei anderen religiösen Ideologien.

1. Den Aussteiger aus Scientology wird das Leben zur Hölle gemacht.

In vielen islamistischen Ländern wird der Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft. Viele Muslime in Deutschland bekommen Todesdrohungen, wenn sie den Islam verlassen möchten, einige Drohungen wurden sogar umgesetzt. Dennoch gibt es keine staatlich finanzierten Aussteigerprogramme für Muslime, für Scientologen schon.

2. Scientology mischt sich in die Wirtschaft ein und setzt Mitarbeiter unter Druck, wenn sie nicht nach den scientologischen Prinzipien leben.

In Deutschland wird es gesetzlich toleriert, das Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und andere Einrichtungen, die zwar staatlich finanziert aber unter kirchlicher Organisation stehen, ihre Mitarbeiter entlassen dürfen, wenn sie “in Sünde” leben, also eine sexuelle Beziehung ohne Ehe hegen. Die Arbeitgeberin Kirche befiehlt unter staatlichem Schutz in die Betten ihrer Arbeitnehmer. Homosexuelle und Geschiedene dürfen entlassen werden. Für den Beruf des Pfarrers wird der Katholischen Kirche sogar das Recht auf Geschlechterdiskriminierung zugestanden, ohne dass es Auswirkung auf die staatliche Unterstützung der Kirche durch den Staat hat.

3. Scientology sucht politische Einflussnahme.

Die christlichen und muslimischen Kirchen und Organisationen haben das Recht auf Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Christliche Feiertage werden vom Staat festgeschrieben. Allen Menschen, nicht nur den Christen, wird in einigen Bundesländern Deutschland das Tanzen, Musizieren und Theaterspielen auf Karfreitag unter Androhung empfindlicher Geldstrafen verboten.

4. Scientology will die Weltherrschaft.

Der Islam unterhält weltweit viele Diktaturen. Viele davon haben die verfassungsmäßige Absicht, die ganze Welt dem Islam zu unterwerfen. Es gibt somit muslimische Bomben. Wann ist das letzte Mal eine scientologische Bombe abgefeuert worden?

5. Scientology ist nur an das Geld seiner Mitglieder interessiert.

Der deutsche Staat treibt Kirchensteuern ein! Natürlich muss Scientology das Geld direkt von seinen Mitgliedern holen. Für die christlichen Kirchen übernimmt der deutsche Staat diese fiese Arbeit.

Das Christentum und der Islam waren einst auch nur Sekten. Sie sind vielleicht heute etwas caritativer als Scientology, aber dafür auch historisch und aktuell eindeutig gewalttätiger.

Religionen sind nicht friedlich! Religiöse Menschen können friedlich sein, aber nicht eine Religion mit dem Anspruch, einen allmächtigen Gott zu haben, dem man sich (und mag er auch noch so barmherzig sein) schlussendlich nur unterwerfen kann!

Krieg ist ein Faktum jeder Religion! Krieg taucht in der Tora, der Bibel und im Koran auf. Im Koran wird der Krieg sogar erschreckend deutlich als Mittel zum Zweck unter gewissen Umständen beschrieben. Mohammed war ein Feldherr! Seine Ideologie wirkt heute auf Deutschland wie einst die Ideologie Napoleons auf Deutschland gewirkt hat. Mohammed gehört somit zu der deutschen Geschichte wie Napoleon, Hitler und Luther, aber auch Einstein, Stalin und Buddha gehören dazu, ebenso wie der Jude am Kreuz, der in vielen deutschen Wohnungen und Häusern hängt.

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„Bis sie sich nicht mehr trauen“

Am 19. März 2018 veröffentlichte die taz einen Kommentar von Adrian Schulz unter der Überschrift „Mit Nazis reden bringt nichts“. In diesem Kommentar steht, auf der Buchmesse in Leipzig hätten Nazis „ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Buchmessenstände geltend gemacht“. Der Autor kritisiert, dass es keinen lauten Protest gegen die Messestände, die dort ausgestellten Bücher und ihre Autorinnen und Autoren gegeben hätte und führt aus, wenn es keinen Protest gegen „diese Nazis“ gäbe, würden sie die Plätze immer mehr füllen. Daher müsse man ihnen das Leben so schwer wie möglich machen, in dem man Räume blockiere und Räume besetze:

„Nazis sind keine missverstandenen „Populisten“ oder gar Linke, die es zu bekehren gälte. Die wollen das genau so – rechtsextrem sein. Man muss sie deshalb sozial ächten. Bis sie sich nicht mehr trauen, auch nur zum Bäcker zu gehen.“

Ich kann dieser Forderung von Adrian Schulz nicht folgen!

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie gingen in eine Kneipe und da säße ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen und er würde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrüßen, weil das unter Hassrede fällt. Sie würden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie plötzlich merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden!

Reden lassen und Zuhören ist ein präventiver Schutzmechanismus. Nur so lerne ich das Innere eines Menschen kennen und kann rechtzeitig entscheiden, ob ich mich vor ihm schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden! Wer das öffentliche Reden und Schreiben verbieten möchte, sagt damit, dass es besser ist, über jemandem hinter seinem Rücken und im Geheimen zu reden. Das ist jedoch niemals besser. Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!

Wer glaubt, Bücher seien eine Gefahr, glaubt auch, Frauen seien eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus gehen. Die Zensur ist für die Redefreiheit, was der Schleier für die Rechte der Frau ist. Eine Frau ohne Schleier provoziert ebensowenig zur Gewalt, wie veröffentlichte Gedanken, unabhängig davon, wie die Frau oder oder die Gedanken aussehen. Nur der Täter ist verantwortlich für sein Handeln, nicht die Bilder, die durch seine Augen und nicht die Worte, die durch seine Ohren gedrungen sind; auch nicht die Menschen, die diese Bilder und Worte produziert haben.

Meinungsfreiheit gilt für jede Meinung, auch für die (vermeintlich) falsche Meinung. Sie gilt auch für die Hassrede, denn sonst hätten die Bibel und der Koran schon längst verboten werden müssen. In diesen Büchern ist nämlich viel Hass und deutliche Aufrufe zur Gewalt zu finden.

Es gibt aber einen noch viel wichtigeren Grund, für das Recht aller Menschen zu kämpfen, ihre Meinung angstfrei sagen und veröffentlichen zu können. Wer entscheidet darüber, wer ein Nazi ist? Wem geben wir die Macht, Menschen zu „Nazis“ machen, also zu Menschen ohne Redefreiheit? Unter den Menschen, die Adrian Schulz als Nazis ausmacht, sind ein paar, die definitiv keine Nazis sind.

Das Wort „Nazi“ wird mittlerweile benutzt, um andere Menschen zu entmenschlichen. Diese Entmenschlichung ist unbedingt notwendig, um anderen das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit absprechen zu können. Es gibt Menschen, die sind so frei von jedem Zweifel und so sicher, auf der richtigen Seite des Lebens zu stehen, dass sie Gewalt rechtfertigen oder billigend in Kauf nehmen, um ihre Gewissheit zu manifestieren, einen Menschen derart zu ächten, dass er sich nicht mal mehr traut, „auch nur zum Bäcker zu gehen.“ Jeder Mensch läuft Gefahr, in das Schussfeld dieser Selbstgerechtigkeit zu geraten.

Wer einmal einen Menschen erfolgreich aus dem Diskurs entfernt hat, weil er ihn zu einem Nazi erklärt hat, obwohl er keiner ist, wird diese Strategie weiterverfolgen. Ich habe schon erlebt, dass sogar Juden als Nazis bezeichnet wurden.

Jeder Mensch hat das Recht, jeden anderen Menschen als Nazi zu bezeichnen. Das ist Meinungsfreiheit! Das Problem ist jedoch, dass die Meinung von Nazis für einige Menschen mit Gewalt beantwortet werden darf. Man muss einen Menschen somit nur noch zu einem Nazi erklären und schon kann ihm Gewalt angetan werden. Es ist daher kein Zufall, dass oft Juden, Türken, Israelis oder Amerikaner als Nazis bezeichnet werden. Es fällt dann schlicht und ergreifend leichter, sie zu entmenschlichen. Wer gestern einen Menschen gewaltsam und erfolgreich zum Schweigen gebracht hat, weil er ein Nazi war, wird dich morgen zum Nazi machen, wenn ihm deine Nase nicht mehr gefällt!

„Wehret den Anfängen“ brüllen diese gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus ihrer Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht.

Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden.

Brutalen Taten gehen zwar immer brutale Worte voraus, aber diese Worte müssen nicht öffentlich gesprochen werden. Sie müssen nur gedacht und im Geheimen dort gesprochen werden, wo die Versteckten ihre Taten planen. Nur wer die brutalen Gedanken hört, kann sich wehren. Das Verbieten von Worten bringt rein gar nichts! Der Mensch, den in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt für ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf. Vielleicht hat er sogar ein Messer in der Hose. Aber dieses Messer verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird!

Das Problem in der Zeit des Nationalsozialismus war nicht, dass „Der Stürmer“ zu erwerben war, sondern die Tatsache, dass sich die Nationalsozialisten zunächst die persönliche und später sogar die staatliche Gewalt nahmen, andere Meinungen und Zeitungen zu verbieten, die ohne Probleme die Ideologie der NSDAP hätten entlarven können. Die Nationalsozialisten nutzen nicht die Meinungsfreiheit, um das Messer zu ziehen, sondern sie zogen die Messer, um die Meinungsfreiheit zu attackieren! Sie sorgten dafür, dass ihre Gegner sich nicht mal mehr trauten, „auch nur zum Bäcker zu gehen.“

Nichts fürchten jene, die Unrecht haben, mehr als die Meinungsfreiheit! Darum erklärten auch die Nationalsozialisten in ihrem 25-Punkte-Program unter Punkt 23:

„Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausübt und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen.“

Aufgrund des „Gemeinwohls“, Meinungen kriminalisieren, Veranstaltungen schließen, Bücher verbieten, Zeitungen abschaffen und Menschen bedrohen, das ist die Gedankenwelt der Nazis. Deshalb ist ein Staat, der Zensur üben darf, immer schlimmer als ein Nazi, der menschenfeindliche Scheiße redet. Denn nur in einem Staat, der Zensur übt, kann ein solcher Nazi seine mit Gewalt erhaltene Macht bewahren und ausbauen.

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Reiner Bernstein ruft die Deutschen auf, sich zur Wehr zu setzen

Reiner Bernstein ist ein deutscher Historiker und Publizist, der zu dem Thema „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ promoviert hat. Seitdem hat er zahlreiche Bücher und Aufsätze zum Thema Nahostkonflikt veröffentlicht. Von 1969 bis 1970 war er Redakteur beim Saarländischen Rundfunk und von 1971 bis 1977 war Leiter der Bundesgeschäftsstelle der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Bonn. Allerdings verließ er die Deutsch-Israelische Gesellschaft im Jahr 1977, da er merkte, dass er dort Israel nicht so sehr kritisieren konnte, wie er wollte.

Um Israel besser kritisieren zu können, gründete er den „Deutsch-israelischen Arbeitskreis für Frieden im Nahen Osten“. Von 2007 bis 2011 war er Vorsitzender der „Initiative Stolpersteine für München e.V.“ Zudem wirkt er mit seiner Frau Judith als Vertreter der israelisch-palästinensischen Genfer Initiative in Deutschland. Diese ist auch Mitglied der „Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe München“, die die Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) mit folgenden Worten unterstützt:

„Und ja, wir haben uns im Kontext unseres politischen Handelns dafür entschieden, den Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft zum Boykott Israels, zum Investitionsabzug aus Israel und zu Sanktionen gegenüber Israel mitzutragen.“ 

Was für eine deutsche Biografie! Und dann heißt Reiner auch noch Bernstein. Das ist ein jüdischer Name. Freu! Und er kritisiert auch noch Israel. Doppel-Freu! Kein Wunder, dass er immer wieder von deutschen Israelkritikern eingeladen wird. Israelkritiker lieben tote Juden und ehren sie mit Stolpersteinen, aber mit lebendigen Juden in Israel haben sie ein Problem, weshalb sie Organisationen unterstützten, die zum Boykott lebendiger Juden in Israel und jenen, die mit ihnen in Frieden leben, aufrufen.

Die toten Juden sind die guten Juden, verbrannte Wohlfühljuden quasi. Die lebendigen Juden nerven nur. Darum können viele Deutsche auch ohne Probleme mit der einen Hand einen Kranz für tote Juden an einem Mahnmal abwerfen und mit der anderen Hand einen Protestbrief gegen Israel verfassen, nicht obwohl, sondern weil es den Holocaust gab und sie aus dem Holocaust gelernt haben, nämlich Israel zu kritisieren, gerade als Deutscher, damit sich die Juden so benehmen, wie sie es in Deutschland gelernt haben, nämlich als Opfer.

Mit toten Juden hat ein Judenhasser kein Problem. Es sind die lebendigen Juden, die er hasst.

Am 19. März 2018 hält Reiner Bernstein um 19:30 Uhr einen Vortrag in der Melanchthon-Akademie auf dem Kartäuserwall 24b in Köln. Der Vortrag lautet: „Ein Volk, das allein lebt? Zum widersprüchlichen Stellenwert Israels und Palästinas in der internationalen Diplomatie“

Da freuen sich die Israelkritiker, denn er wird gewisse wieder Dinge sagen wie diesen Ausspruch, den er in der Evangelischen Stadtakademie Bochum tätigte (ab Minute 29:45). Er sprach er von einer Weisung, die ein Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Israel ihm gegenüber mal mit dem Begriff „wissenden Unbefangenheit“ zum Ausdruck gebracht haben soll:

„Wir wissen um die Shoa. Wir wissen um die deutschen Verbrechen. Wir wissen, dass wir daraus die Lektion für die Gegenwart und Zukunft ziehen müssen. Aber wir wissen auch und bitte, denkt Ihr Deutschen daran, wenn Ihr nach Israel kommt, so viel Unbefangenheit mitzubringen, dass ihr unsere Politik kritisch begleitet.“

Dieser Leitsatz sei ihm im Gedächtnis geblieben: „Das Wort von der unwissenden Unbefangenheit und sich gegen jede Manipulation hier und dort der Shoa zur Wehr zu setzen, der Manipulation zu politischen Zwecken, die nicht die unseren sein können, wenn es um das Wohl des deutschen als auch des israelischen Gemeinwesens geht.“

Das muss man erst einmal fertig bringen. Wir Deutschen müssen uns gegen die Manipulation des Holocausts durch Israelis zur Wehr setzen! Reiner Bernstein erklärt, die Israelis wollten mit ihrem Erinnern Politik machen und erklärt somit den Holocaust zu einer Waffe der Israelis. Der deutsche Siegfried hat sechs Millionen Menschen in seinen Feueröfen zusammengeschmolzen, um daraus ein Schwert für die Juden zu schmieden. Darauf muss man erst mal kommen, Herr Bernstein. Für mich hört sich das alles ein wenig so an:

Die Tatsache, dass ein Verbrechen wie der Holocaust nicht einfach so vergessen werden kann, ist keine zwingende Logik, sondern nur eine böse Absicht der Juden. Gefühle, Ängste, Traumata, all das besitzt der Israeli nicht. Juden erinnern nicht an den Holocaust, weil sie ihn nicht vergessen können, sondern weil sie ihn nicht vergessen wollen. Sie holen den Holocaust wie eine Waffe hervor, kalt, berechnend und emotionslos.

Reiner Bernstein aber leistet Widerstand und ruft trotzig etwas, das so klingt wie: Zu den Waffen Deutsche, wehrt Euch!

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